Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Lüftung im Trockenraum
Verfasser:
Frank Dockter
Zeit: 12.01.2004 14:38:35
0
43084
Sehr geehrte Kollegen,

in einer Straßenmeisterei soll ein Trockenraum
(für nasse Berufskleidung) so beheizt werden, dass eine
gleichzeitige Trocknung möglich ist. Angedacht ist
einem WLH oder einem Flachgerät in den stat. Heizkreis einzu-
binden und über einen Hygrostat zu steuern.
Meine Frage, hat jemand Erfahrungen sammeln können, welcher
Mindestluftwechsel anzusetzen ist? Die Abluft wollte ich
über ein kurzes Kanalnetz oder über eine Überdruckklappe wegführen.
Nachteil bei der ganzen Geschichte: Das fertige Heiznetz setzt
hydraulische Grenzen.

Doc.


Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 12.01.2004 21:32:00
0
43085
Hallo.

Wie wäre es denn mit einer unabhängigen Luftwechselanlage mit Wärmerückgewinnung? Spart viel Energie und bringt frische, warme, trockene Luft.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
H.Pertz
Zeit: 13.01.2004 08:40:30
0
43086
Die Schweizer setzen für Trockenräume Entfeuchtungsgeräte ein, wie sie z.B. auch für Hallenschwimmbäder gebräuchlich sind - der Wasserdampf kondensiert und die Kondensationswärme verbleibt im Raum.
Gruß
H.Pertz, EUA
www.eua-pertz.de

Verfasser:
uwe
Zeit: 13.01.2004 09:11:44
0
43087
Sehr geehrter Herr Dockter,
zuerst sollte geklärt werden, welche Masse Trockenwäsche in welcher Zeit zu trocknen ist. Wie "nass" ist die Wäsche, tropfnasse Wäsche sollte, auch ungewaschen vorher geschleudert (über 1400 U/min) werden! Regenbekleidung (folienartig) sollte vorher in einem "Abtropfraum" aufgehängt werden, um Pfützen im Trockenraum zu vermeiden.
Da der Trockenraum ja beheizt wird - ist abzuklären, dass keine Bauschäden durch Luftfeuchte in angrenzenden Bauteilen erfolgt. Die Außenwände und Innenwände zu un- oder gering beheizten Nebenräumen sollten auf jeden Fall gedämmt (wenn von innen immer mit Dampfsperre!) werden. Die Temperatur gedämmter Räume sollte 15°C, ungedämmter Räume 10°C bei Nichtbenutzung nicht unterschreiten.

Der Mindestluftwechsel ist 0, da keine ständige Lüftung auftreten darf! Dies würde zum auskühlen des Trockenraumes führen und ist zu vermeiden.

Der Energieverbrauch wird mindestens 2 kWh/kg Trockenwäsche sein. Wird mit Heizkörpern die Wärme zugeführt, sind etwa 4 kWh/kg zu veranschlagen. Wegen dem hohen Energieverbrauch, auch eines Lufterhitzers mit Ventilation, wird der Einfluss der Umgebungsbedingungen, besonders der nachströmenden Luft (Temperatur und Feuchte) die Sinnvollerweise als Teilstrom dem Lufterhitzter beigegeben ist, unterschätzt. Die nachströmende Luft kann aus Nachbarräumen oder von außen kommen.
Eine Alternative ist der Einsatz eins Raumluft-Wäschetrockner. Hier wird nicht die warme, feuchte Luft ins freie Entlassen, sondern deren Energieinhalt wird behalten und die Luft getrocknet. Neu Frische Luft ist im Trockenraum, der ja kein Aufenthaltsraum ist, sicher nicht nötig.
U.Garz www.Energie-Beratung.info

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 13.01.2004 09:29:55
0
43088
@uwe

>Der Mindestluftwechsel ist 0, da keine ständige
>Lüftung auftreten darf!

Nur 'ne Heizung aufstellen und den Raum "luftdicht" machen? Wo geht denn die Feuchtigkeit aus den Klamotten hin?


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Frank Dockter
Zeit: 13.01.2004 12:04:11
0
43089
Leider gibt es (wie fast immer) keine Aussagen über anfallende
Feuchtelasten. Eine Nachfrage beim straßenbauamt ergab, dass mit
keinem zu großen Feuchteanfall zu rechnen ist.
Meine 1.Variante war deshalb:

1. eine leicht überdimensionierte stat. Heizfläche in den Raum,
Reglung normal über Thermostatventil 20°C
2. Wandlüfter als Ablüfter in die Außenwand, Schaltung über Hygrostat

Dann würde über einem definierten Feuchtegehalt (z.B. 70%) der Ablüfter
einschalten. Die nachströmende Luft könnte aus einem angrenzenden Flur
realisiert werden.

Da ja nicht ständig feuchte "Klamotten" anfallen, habe ich die normale
Heizung zu laufen.

Ich denke, dass ist eine recht einfache und auch kostengünstige Variante.

Doc.

Verfasser:
oekoluefter
Zeit: 13.01.2004 12:58:17
0
43090
Hallo miteinander,

es kommt ja nur darauf an, daß die Wäsche in endlicher Zeit trocken wird, bzw. die Trocknungsleistung ausreichend groß sein soll.

Hierzu wird prinzipiel keine zusätzliche Energie benötigt, wie man aus längst vergangenen Zeiten noch weiß, als man die Wäsche draußen zum Trocknen aufgehängt hat.

Natürlich geht der Trocknungsprozess schneller, wenn´s gleichzeitig wärmer ist. Dies gilt aber nur dann, wenn die Feuchte auch abgeführt werden kann und auch die restlichen Randbedingungen dieselben sind.

Das Wesentliche für den schnellen Trocknungsprozess ist die Feuchteabfuhr an den zu 100% mit H2O-Dampf gesättigten Oberflächen. Je schneller diese Dampfschicht abgeführt wird (z.B. durch Wind!), desto schneller geht der Trocknungsprozess vonstatten.

Das ganze wird dann nur noch durch den kapillaren Feuchtetransport in den Socken limitiert.

Deshalb folgender Vorschlag (neben der Alternative, die nassen Klamotten regengeschützt im Freien aufzuhängen, wo die auch geklaut werden können):

Trockenraum gegen den Rest der Welt (Gebäudeinneres) isolieren und in diesem Raum für ordentliche Luftbewegung sorgen (wenn es schnell gehen soll), mit irgendeinem oder mehreren größeren Quirlen, nur Umluft.
Dann den Raum mit einer ausreichend großen Außenluftmenge belüften, sodaß der Feuchtegehalt im Raum ausreichend niedrig bleibt und ungefähr der Außenfeuchte entspricht.

Die einzelnen Kleidungsstücke sollen locker aufgehängt werden, sodaß die bewegte Luft gut ran kann.

Die Kleidung wird sich während des Trocknungsprozesses bis auf die Kühlgrenztemperatur abkühlen, welche immer unter der Umgebungstemperatur liegt, solange die Luft nicht zu 100% gesättigt ist. Hierbei nehmen die nassen Klamotten trockene Wärme aus der Luft auf, welche dann in die nötige Verdampfungsenergie umgewandelt werden kann, die benötigte Verdampfungswärme wird also direkt der Umwelt entzogen.

Die trockenen kalten Klamotten können dann ja im normalen Gebäude vor dem Anziehen noch etwas angewärmt werden :-)

Oleg Stolz
www.oekoluefter.de


Verfasser:
Reichenbach S.
Zeit: 14.01.2004 09:04:21
0
43091
Sehr geehrter Herr Dockter,

wir (die Fa. FRIVENT Luft-& Wärmetechnik Chemnitz GmbH), haben schon mehrere Lüftungsanlagen für Trockenräume (z.B.: für Feuerwehr,
Straßenmeisterei, etc.) realisiert.

Für diese Art von Räumen setzen wir Lüftungsanlagen mit WRG & Nachheitzung sowie der entsprechenden Steuer-/Regelung über Hygrostaten ein.
Erfahrungsgemäß sind die Trockenräume nicht besonders groß & können daher
bei kleineren Luftleistungen auch elektrisch nachgeheitzt werden, wenn die Anbindung an ein Warmwassernetz schlecht möglich ist. Durch die WRG bleiben die Heizleistungen relativ gering & somit auch die Betriebskosten.

Für weitere Informationen bzw. ein unverbindliches Materialangebot können Sie sich anfolgende Adressse wenden:

FRIVENT Luft-& Wärmetechnik GmbH
Zwickauer Str. 412
09117 Chemnitz
Telefon 0371 8422061
Telefax 0371 8422063
eMail chemnitz@frivent.com
Internet www.frivent.com

mfG S.Reichenbach - FRIVENT Luft-& Wärmetechnik Chemnitz GmbH


Verfasser:
friedel
Zeit: 14.01.2004 09:57:23
0
43092
Hallo Doc,
um die Feuchtemenge bzw. Kleidungsmenge eingrenzen zu können, wäre doch mal ein Ansatz, beim Straßenbauamt nach der üblichen Mannschaftsstärke einer Schicht zu fragen (+Sicherheitszuschlag...)

Statt einen ganzen Raum zu belüften, könnte dein guter Vorschlag mit einem Abluftventi + Hygrostat auf einen beheizten Trocknungsschrank abgeändert werden. Hatte mal ein Überlegungen in der Art für Taucher...

Gruß,
friedel

Verfasser:
uwe
Zeit: 14.01.2004 09:59:15
0
43093
Hallo Stefan Lieser,
es wurde doch nach dem "Mindestluftwechsel" gefragt, und der ist natürlich "Null", wenn keine Nutzung des Trockenraumes erfolgt und sollte auch "Null" bleiben wenn, wie bereits Herr H. Pertz anmerkte ein Entfeuchtungsgerät eingesetzt wird. Dann verschwindet der Wassergehalt der Luft im Abwasser.
Da nicht "ständig" großen Trockenleistungen erwartet werden (wahrscheinlich von einem Arbeitstag bis zum nächsten) dürfte es tatsächlich ausreichen, die Heizung "großzügig" auszulegen.

• Zusätzlich ist auch bei periodischer Nutzung der Trockenraum zu dämmen, oder zumindest der Eigentümer/Betreiber darauf hinzuweisen, dies zu veranlassen.
• Der Abluftventilator (300 - 400 m³/h) läuft nur bei "Trocknung" und sollte mit selbsttätigen Außenverschluss versehen sein. Die Zuluft aus dem "angrenzenden Flur" ist hoffentlich "trocken", wenn nicht, lieber auf Außenluft ausweichen. Die Zuluft ist im Fußbodenbodenbereich einzuleiten, also Tür "kürzen" oder bei Außenlufteinführung über Rohr nach unten leiten (vermindert Auskühlung außerhalb der Betriebes). Bei Außenluftnachströmung die Ventilatorleistung bei Frost um 50 % reduzieren (zweistufiger Abluftventilator). Eine automatische Umschaltung erhöht den Komfort.
• Ein Umluftventilatoren erhöht die Trockenleistung beträchtlich (Leistungsaufnahme ca. 100-250 W). Die Einblasrichtung ist parallel zu den Leinen. Bei einem Ventilator können die Leinen auch Strahlenförmig gespannt werden. In Ventilatornähe würde ich 10-15 cm Leinenabstand nicht unterschreiten.
• Wenn der "große" Heizkörper an einer witterungsgeführten Heizgruppe angeschlossen ist, sind längere Trocknungszeiten außerhalb der Heizperiode zu erwarten. Ein einfaches Thermostat sollte nicht eingesetzt werden, da hier ja ständig "Trockentemperatur" - bei geringem Nutzereingriff - erzielt wird. Ein elektronisch ansteuerbares Ventil sollte eingesetzt werden. Bei Trocknung 25-28°C, sonst 10/15°C je nach Dämmzustand. Sollte die Vorlauftemperatur es ermöglichen sollte statt des Heizkörpers ein Warmwasser-Lufterhitzer eingesetzt (in Kombination mit dem Umluftventilatoren) werden.
• Die Steuerung von Abluftventilator, Heizung und Umluftventilator kann dann über Hygrostat oder über besser über eine Zeitschaltuhr (8h / 12h / 16h) erfolgen. Die Umschaltung des Abluftventilators (50 % / 100 %) ist separat (manuell oder mit Außenfühler) zu realisieren. Wird über Hygrostat gesteuert, ist die Abschaltung sicher nur über "Erfahrungswerte" einzustellen, da ja das gesamte System Außenluftabhängig bleibt!
Energiebedarf
Bei Einsatz eines Wärmepumpen – Raumlufttrockners erfolgt die Abschaltung bei etwa 35 – 45 % rF, der Energiebedarf ist etwa 0,5 kWh/kg (Strom)El. Beim Trockenraum mit Heizkörper / Lufterhitzer ohne Dämmung mit Abluftventilator würde ich 3 – 3,5 kWh/kg (dav. 0,1 kWh/kg Strom) veranschlagen. Mit Steuerung von Heizung, Abluft, Umluft und bei Dämmung des Raumes sind dürfte 1 kWh/kg sich ergeben. Dies käme sicher den „hydraulische Grenzen“ entgegen, da weniger Wärme benötigt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Garz www.Energie-Beratung.info/

Verfasser:
Reichel
Zeit: 14.01.2004 15:24:58
0
43094
Hallo,

wir haben in einem ähnlichen Fall (Baumpfleger) Trocknungsschränke der Fa. Dräger eingesetzt. Seht doch mal da nach!

frohes Schaffen!

Verfasser:
Dipl.-Ing. (FH) Christian Tietje, CT Ingenieure GmbH
Zeit: 14.01.2004 18:50:39
0
43095
Kleidung trocken und nass wiegen, Menge beim Nutzer abfragen, ergibt Menge Wasser pro Zeiteinheit zu trocknen.

Entfeuchtungsgeräte mit Wärmerückgewinnung z.B. Menerga, Mühlheim, GEA-Happel (Schwimmhallenentfeuchtungstruhe)/Herne, Munters (Rotationstauscher mit Austreiber).

Wenn's billiger sein soll:

Raumwärmebedarf auf 28°C ausrechnen. Plus Verdampfungswärme (Arbeit oder Leistung). Plus Außenluftwechsel. Jeder Kubikmeter Außenluft kann etwa, je nach Außnenkonditionen, 4-8 Gramm Wasser aufnehmen. Ergibt Außenluftmenge bzw. Heizkörpergröße.

Verfasser:
Gerhard Eichweber
Zeit: 23.01.2004 11:26:07
0
43096
Hallo,
es gibt auch die Moeglichkeit,die Trocknungslueftung durch einen besonders hoch effizienten Waermetauscher rein durch Waermerueckgewinnung zu erzielen.
Die hierfuer noetige WaermetauscherEffizienz ist fuer kleine Luftvolumina am Markt verfuegbar.
Diese kann man empfehlen, auch wenn wir selbst noch dies Jahr (und auch fuer grosse Luftvolumina) noch mit viel besseren Wirkungsgraden auf de nMarkt kommen werden.
Derzeit bieten wir Waermerueckgewinnungnur in Verbindung mit unserer oekologischen indirekt evaporativen Taupunktkuehlung an. Also hier kein Kommentar in eigener Sache,sondernallein zugunsten einer oekologischen loesung.
Denn esgilt: Durch einen Waermetausacher zugefuehrte Aussenluft wird immer viel trockner sein,alsdie Luft in einem
geheizten Trocknraum. BESONDERE (ENERGIEFRESSENDE)
MASSNAHMEN UEBER DEN WAERMETAUSCHER DER ZWANGSLUEFTUNG HINAUS SOLLTEN SICH DAHER EIGENTLICHERUEBRIGEN!

Viel Erfolg

Gerhard Eichweber
Business Development
www.oxy-com.com
Oxycom BV Raalte, NL

Aktuelle Forenbeiträge
HFrik schrieb: Also ich schliesse mich Oliver an, der Puffer muss im Normalzustand völlig vom Heizkreislauf getrennt sein. Nur wenn die sT so viel Wärme liefert dass sie Heizungsunterstützung liefern kann, dann kann...
westwoodauto schrieb: Ich stand vor ein paar Jahren vor dem selben Problem..... Nach dem ich alle Komentare der Puffer und Regelungs Fetischisten gelesen hatte, hatte ich erst mal die Lust an dem Projekt verloren. Dann fand...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Lüftungs- und Klimatechnik vom Produkt zum System
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
Website-Statistik