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Einige Anfragen zur Haustechnikauslegung
Verfasser:
Jörg
Zeit: 27.01.2004 15:24:36
0
45442
Moin,

ich baue gerade ein finnisches Blockbohlenhaus an der dt. Ostseeküste - ca. 166 qm Nutzfläche auf 2 Etagen.
(Wandaufbau: 96mm Blockbohle Kiefer, 120mm Dämmung, Weichfaserplatte als Installationsebene. 40mm Dämmung, 24mm Blockbohlenpaneele)
Errechnete benötigte Kesselleistung 10 kW.
Ins Auge gefaßt hatte ich die Elco-Klöckner Xenon Anlage mit Solarunterstützung. Hat jemand Erfahrungen (positive wie negative) mit besagter Anlage - mir gefällt das Preis-Leistungsverhältnis und die kompakte Bauweise und 180l Speicher reichen für uns 2 hanseln auch aus!?
Ich hatte vor den Kessel auf die berühmten 10,99 kW drosseln zu lassen - weiß jemand ob das geht ?
Gibt es Alternativvorschläge (Preisgünstig, NICHT billig).
Und zu guter letzt: hat jemand Erfahrungen mit Fußbodenheizung unter Hobeldielen (bitte nicht den Verweis auf das Kermi-System, der schon einige Threads vorher als Antwort kam).

Grüße und Danke im Voraus

Jörg.

Verfasser:
Jörg
Zeit: 27.01.2004 15:32:42
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45443
oops, sollte eigentlich unter "Heizung" landen.
Hoffe es wird hier auch gelesen.

Jörg.

Verfasser:
me. S. Hohwiller
Zeit: 27.01.2004 16:19:46
0
45444
Hallo Jörg,
erfahrung speziell mit der Xenon- Anlage habe ich nicht, da ich vor ein paar Jahren der Fa. Elco-Klöckner abgeschworen habe.
Ich denke ein Blick auf die Produkte der Fa. Weishaupt, insbesondere der Schichtenwärmespeicher WES-600 (oder -800) ist lohnenswert.
Egal ob mit Feststoff, Pellets, Gas, Öl oder Solar geheizt wird, kann man alles am Energiespeicher kombinieren.

Bei einer FB- Heizung lohnt sich eine Solare- Heizungsunterstützung sicherlich.

"Hobeldielen" - Was kann man darunter verstehen?
Logisch - Holz, aber welches, wie dick, wie wird es verlegt, etc.?

Mfg. me. S. Hohwiller

Verfasser:
Sukram
Zeit: 27.01.2004 16:44:03
0
45445
>Bei einer FB- Heizung lohnt sich eine Solare- Heizungsunterstützung sicherlich


...für den Installateur ;-)

Zu Gestehungskosten von 33 ct/KWh. Aber auch dann nur mit 800l-Speicher.

Verfasser:
Jörg
Zeit: 27.01.2004 16:45:16
0
45446
Hobeldiele: Kiefer, massiv, 24mm - traditionell als Dielen verlegt, d.h. normalerweise direkt auf den Unterbau genagelt. FBH müßte dann zwischen den Trägerbalken über die Dämmung verlegt werden, ggf. mittels zusätzlicher estrich-Schicht und Wärmeleitblechen. Mein Problem zielt primär auf die Frage des Wärmewiderstandes bzw. der Dämmwirkung einer derartigen Dielenschicht. Mir ist bewußt, daß ein derartiges System regeltechnisch immens träge wird, wobei das im Holzhaus nicht wirklich tragisch ist. Die Kernfrage könnte man auch so formulieren: Schaff ich es bei max. 35° Vorlauf und ca. 40 qm Fläche den Raum zuverlässig auf 20° zu bringen ??

Jörg.

Verfasser:
WB
Zeit: 27.01.2004 23:02:52
0
45447
Scheint mir ein umständlicher Fussbodenaufbau zu werden - wie du die Wärme dazu bringen willst, aus den Zwischenräumen zwischen den Dielenauflagern in vertretbarer Zeit ohne nennenswerte Verluste durch die 24mm Holz in deinen Raum zu wandern, ist mir unklar.

Ich würde ein auf Estrich (AE20) vollverklebtes Parkett bevorzugen, wenn ich schon unbedingt die Quadratur des Kreises versuche (Holzbelag auf Fussbodenheizung - ja, ich weiss: geht alles...).

Noch eher würde ich bei so einem Haus auf FBH verzichten und Heizkörper installieren. Dann ist's aber vorbei mit solarer Heizungsunterstützung.

Stattdessen kann ja ein schöner Scheitholz-Grundofen mit Kesseleinsatz der Zentralheizung und WW-Bereitung auf die Sprünge helfen.

Was wäre denn ein Holzhaus ohne Holzfeuer?

Verfasser:
Peter Götz
Zeit: 28.01.2004 07:19:47
0
45448
Hallo
grundsaetzlich geht das mit der FBH - wird in tausenden von Turnhallen praktiziert - aber es ist sehr aufwaendig. Gibt es eine Moeglichkeit in einer moeglichst massiven ( wuerde dem Raumklima guttun) Zwischenwand eine Wandheizung zu installieren?
Gruss Peter Goetz

Verfasser:
Gerald Maier
Zeit: 28.01.2004 07:53:34
0
45449
Lieber SUKRAM,

wenn man so gegen solare Eergienutzung ist wie Sie, sollte man wenigstens nicht öffentlich allen unser Umwelt gut gesinnten, dies noch auszureden versuchen. Lieber Jörg, ich kann dir nur gratulieren zu so einem Entschluss, dämme dein Haus mit 160mm statt 120..... und so weiter.

Gerald Maier
Energiekostenberater aus Vorarlberg
( in Österreich, für die, die es nicht wissen )

Verfasser:
friedel
Zeit: 28.01.2004 09:26:13
0
45450
@ Peter Götz:
Eine Wandheizung an einer Zwischenwand (=Innenwand) würde das Klima kaum verbessern, das Wohlbefinden der Gebäudenutzer richtet sich -wie du bestimmt weißt- unter anderem nach der Oberflächentemperatur der Umschließungsflächen.
Zum Ausgleich der niedrigen Oberflächentemperaturen müßten die Aussenwände mit einer Flächenheizung ausgestattet werden, um das Wärmestrahlungsdefizit auszugleichen.

Gruß,
friedel

Verfasser:
Peter Götz
Zeit: 28.01.2004 13:10:01
0
45451
Hallo Friedel
bei einem Haus der vorgenannten Bauweise wird die Oberflaechentemperatur der Aussenwand an der Innenseite vermutlich kein Behaglichkeitsproblem mehr aufwerfen. Von niedrigen Oberflaechentemperaturen sollte man einem Laien gegenueber in diesem Fall nicht mehr sprechen, weil es nur zu einer Verunsicherung fuehrt.
Mein Vorschlag war 1. eine masive Innenwand zu bauen z. B. Kalksandstein, weil sie durch die Speichermasse bei Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur einen Gewinn an Behaglichkeit bringt. Und eben diese Wand koennte dann auch mit einer Wandheizung ausgeruestet werden.
Gruss Peter Goetz

Verfasser:
hartmut
Zeit: 28.01.2004 14:16:38
0
45452
hallo miteinander,

ham mittlerweile schon einige häuser dieser art gebaut ... kamen zwar meist aus canada aber das sind nur feine unterschiede.
Wenn das haus so gebaut wird wie ich das kenne wirst die möglichkeit mit der Wandheizung vergessen können. Massive Wände in einem Haus was sich in den ersten 5 Jahren durch den feuchtigkeitsverlust um min 10cm senkt ???? da steht ein teil der wand dann im obergeschoss....

Habens mittlerweile schon auf verschiedene arten versucht

1. Sockelleistenheizung ...... vergiss es sieht nicht nur sch.... aus nimmt auch den Platz weg ... nun ja kunde wollte es

2. Heizkörper
sieht auf den Holzwänden noch schlimmer aus .. schlecht zum befestigen da kein Balken wie der andere ist ...

ach ja und dann kannst bei erstens und zweitens auch die solaranlage ziemlich vergessen.

3. Fußbodenheizung

aufbau wie folgt ... lagerbalken für die bretter ... dazwischen systemplatten, rohr und leitbleche .... dann direkt da drauf (ohne abstand) die holzbretter .... ok wird ziemlich träge die anlage .... aber funktionieren tut´s jetzt schon bei 4 häusern dieser art ohne probs.

Tja und ansonsten viel da mal weishaupt und wes speicher .... das wäre auch meine erste wahl ... speicher super ... kann fast alles ....

wenn de ma en aufbauschema brauchst dann stell deine mail addy rein ... müsste noch irgendwo eines haben

gruß

hartmut

Verfasser:
hartmut
Zeit: 28.01.2004 14:19:12
0
45453
sorry lesen sollte ma können

vergiss senken und die balken ... hatte nur block ... ohne bohlen gelesen ... rest stümmt trotzdem

Verfasser:
Jörg
Zeit: 28.01.2004 18:01:58
0
45454
Moin,

@hartmut:
senken ist schon richtig - allerdings nur ca. 5-6cm, aber arbeiten tut das ganze ja auch noch ständig.
Sockelleiste ist optisch unschön, geht aber eigentlich nach meinen -durchaus vorhandenen Erfahrungen- recht gut auch mit Solar.
Wenn du die FBH als Schema hättest wäre das toll - bitte an fenni@gmx.de - Danke.

@Peter Götz:
Massivbau entfällt - erstens verschlechtert es das Raumklima eher als es was verbessert und zweites gibts da wie gesagt ein klitzekleines Problemchen hinsichtlich der Bauphysik, konkret: Setzung und ständige Arbeit eines Holzhauses in Blockbohlenbauweise.

@Friedel:
Wärmestrahlungsdefizit und Aussenwandtemperaturproblematik ist nicht -
die Bauweise würde prinzipiell von der Wärmedämmung her Passivhausstandard erfüllen, wenn es da nicht so was wie nen blower door test gäbe, den derartige Konstruktionen prinzipbedingt nicht erfüllen. Außerdem ist Holz per se ein warmer Baustoff, man kann generell sagen, daß sich der gleiche "Gemütlichkeitsfaktor" im Gegensatz zum konventionellen Steinhaus bereits bei 2°C geringeren Raumtemperaturen einstellt.

@Gerald Maier:
leider falsch gelesen 96mm Blockbohle + 120mm + 40mm (+ Weichfaserplatte) ergibt effektiv deutlich mehr als 160mm Wärmedämmung - ach ja das ganze in WBK 035.

@Sukram:
empfehle dringende Weiterbildung hinsichtlich Niedrigenergie- und Passivhäusern und der diesbezüglichen Effizienz von thermischen Solaranlagen.

@WB:
richtig ausgelegt funktioniert auch Heizkörper mit solarer Unterstützung hervorragend - nur wollte ich keine Radiatoren oder was auch immer im Wohnzimmer vor die Holzwand basteln, wäre ne ästhetische Freveltat.
Grundofen fällt aus, weil meinereiner höchst unregelmäßig zu Hause ist.
Holzfeuer kommt aber trotzdem als offener Kamin - für die Gemütlichkeit.

allgemein:
werd mir mal die Weishaupt-Technik ansehen, wenn die Fachleute derart davon schwärmen - habe allerdings zwischenzeitlich auch noch ne niedliche und Leistungsmäßig perfekt passende kleine Brennwertthrme von Wolf gefunden - gibts da Erfahrungen und/oder Einwände ??

Sorry für den Roman - aber man baut nur einmal und dann mit möglichst wenig Fehlern.

Grüße Jörg - der sich über die bisherigen und weitere zahlreiche Reaktionen freut.

P.S.: Kennt wirklich keiner die Klöckner Xenon näher ?? Schade!

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 28.01.2004 18:55:18
0
45455
Hallo Jörg,

ich würd mir da eher den Thision anschauen.

Stimmen die 10 kW ?

Ich hätte eher auf unter 8 kW getippt, sonst hätte ich mich an meinem letzten BV deftig verrechnet.

Am Xenon gefällt mir der Leistungsbereich von 6,8 bis 22 kW nicht für ein Gebäude mit 10 kW Wärmebedarf.....der Kessel hat auch nur 2,2 l Wasserinhalt. Die Kombination riecht nach *Kuhschwanzheizung*.....

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
Jörg
Zeit: 29.01.2004 09:17:52
0
45456
Moin,

@Achim Kaiser:
die 10 kW stimmen insofern, als das wir Reserve geplant haben um späterhin den Carport "dichtmachen" und als großen - natürlich heizbaren - Hobbyraum nutzen zu können.
Ohne diese Option warens runde 7,6 kW.
Leistungsbereich Xenon: stimmt, die Maximalleistung liegt mit 22kW etwas daneben, aber mit Solarunterstützung moduliert das Teil von 0!! - 100% (jedenfalls laut Prospekt).
Aber Prinzipiell hast du Recht, und ich für meinen Teil hab die Anlage eh schon so gut wie ad acta gelegt.

Jörg.

Verfasser:
Jörg
Zeit: 29.01.2004 09:19:16
0
45457
P.S.:
Achim, was bitte ist eine Kuhschwanzheizung ??

Jörg.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 29.01.2004 09:21:07
0
45458
geb einfach mal den Begriff oben in der Suche ein ;-))


Verfasser:
m. Faulhaber
Zeit: 29.01.2004 09:41:05
0
45459
Ich kann für einen solchen Anwendungsfall nur den Solvis-Max raten, geringer Platzbedarf und hohe solare Ausbeute und keine hydraulische Probleme.

Verfasser:
friedel
Zeit: 29.01.2004 10:17:45
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45460
@Peter Götz und Jörg:

Ich beziehe mich auf die Temperatur der Umschließungsflächen.
In der Außenwand sind (normalerweise...;-)) Fenster, deren Oberflächentemperatur sich unangenehm auswirken kann.
Zusammen mit den Undichtigkeiten in der Außenwand (da kein Blower-door-konformer Aufbau) sehe ich deshalb schon einen Sinn
die Heizflächen dort anzubringen, wo es den größten Wärmeverlust gibt.
Nur weil die Isolierung von Außenwänden besser geworden ist, ist deshalb die alte Regel Heizflächen um die Fenster anzuordnen noch nicht aufgehoben worden.

Nur mal so meine Meinung...

Gruß,
friedel

Verfasser:
Jörg
Zeit: 30.01.2004 13:59:11
0
45461
Moin,

@m.Faulhaber:

Interessanter Tip - ist doch ganz spantan in die engste Auswahl einbezogen - hat allerdings auch nen "interessanten" Preis.
(btw.: solltest du die Teile vertreiben, wäre ich durchaus an nem Angebot interessiert => z.B. für die Position SX-3A-AD aus dem Januar Artikelstamm, gerne per mail an: fenni@gmx.de)

Die Xenon hab ich begraben - wird denn wohl wahrscheinlich die Fa. Solvis zum Zuge kommen.

Ansonsten danke ich allen für Ihre Beteiligung. Konnte ich zumindest ein Problem Besser als vorgeplant lösen.

@hartmut:

würde mich freuen wenn du wirklich noch irgendwo so'n Aufbauschema findest.

Grüße und schönes WE
Jörg.

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