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Neue Trinkwasserverordnung
Verfasser:
Becker
Zeit: 29.01.2004 14:15:27
0
45827
An einem Wohnblock mit Büros ist die vorhandene Trinkwasserinstallation aus Kupfer (Warmwasser und Zirk ) und verzingtem Rohr (Kaltwasser ) ausgeführt.Eine Büroebene wird zur Zeit umgebaut zu Einzimmerwohnungen die Installation wurde komplet in kupfer ausgeführt der pH Wert ist in dieser gegend bei 7,1.
Frage ist dies zulässig ?

2. die WC werden mit einem Fäkalienzerkleinerer angeschloßen Fabr. Unbekannt die Abwasserleitungen sind aus HT-Rohr DN 40 über die Decke im Gang Verlegt ca 20m laut Hausmeister kommt es beim Abpumpen des Abwasser zu einem Druck auf der Leitung von bis 2 bar Befestigungen ca alle 2-3m
Frage hält HT-Rohr 2bar Druck aus?

Die Arbeiten wurden durch Feierabendsarbeiter ausgeführt.
Da wir fast keine Sanitärarbeiten ausführen und die von uns Befragten Installateure uns nicht weiterhelfen konnten Bitte ich hier um Hilfe

mfg

Verfasser:
W. Mo.
Zeit: 29.01.2004 18:15:15
0
45828
Hallo Becker,
denke hier wird sehr preiswert gearbeitet.
mfg
W. Mo.

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 29.01.2004 19:07:37
0
45829
Moin Becker,
lassen Sie sich die aktuellen Werte des gelieferten Wassers vom Versorger geben.
Bei ph 7,1 muß TOC-Gehalt kleiner 1,5mg/l sein, dann darf Kupfer eingesetzt werden.
Bei einigen Wasserversorgern mit früher niedrigen ph-Werten ist in letzter Zeit eine Anhebung zu beobachten.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 29.01.2004 19:20:54
0
45830
HT und 2 bar Druck...passt ;-))
HT-Rohr ist für *Druckbetrieb* nicht geeignet.

Stell schon mal die Eimer und den Wassersauger bereit, die nächste Reparatur kommt bestimmt.

Grundsätzlich ist zwar die Mischinstallation FE/Cu erlaubt, wenn wie hier die Fließregel eingehalten wird, allerdings vertrete ich die Meinung Mischinstallation = Mistinstallation, vor allem wenn alte verzinkte Installationen mit ordentlich Rostansatz durch CU erweitert werden. Aber die Eimerchen stehen ja schon bereit....keine Sorge sie werden gebraucht werden.....irgendwann, nur warten muß man können.

Den Rest zu den Wasserwerten hat Tino schon ausgeführt...

Ansonsten hält sich meinen Mitleid mit *Bürogebäudebesitzern* die Erweiterungen in *Feierabendvergaben* durchführen lassen ziemlich in Grenzen und es kann nicht früh genug von der Decke regnen....

....von der Wiege bis zur Bahre ist der Murks das einzig Wahre ;-))

Nur mal wieder meine Meinung

Gruß
Achim KAiser

Verfasser:
Otto Lüthy
Zeit: 29.01.2004 19:50:16
0
45831
Hallo Becker

Könntest dem Bauherr auch noch sagen, er soll eine gute Wasserschadenversicherung abschliessen. Bezüglich Mischinstallation ist
meiner Meinung nach auch bei korrekter Reihenfolge nicht das Wahre.
Bekanntlich zerstört das Edlere Metall das Unedlere. Wie wir alle wissen,
ist Kupfer Edler als Stahl. Aber Rost ist dann wieder Edler als Kupfer.
Ich würde es sein lassen.

Mit freundlichen Grüssen
Otto

Verfasser:
Hinz-Service
Zeit: 30.01.2004 06:27:38
0
45832
Herr Becker,
zu 1. Cu ab 7,4-PH wert aber ab Ausgang Wasserversorgerwie.Wie ist der Wert denn am Hauseingang?
Dieses Problem bleibt beim Installateur hängen!
Ich löse dieses Problem mit einer generellen Kunststoffrohrinstallation
mit Rotgußarmaturen.--Keine Probleme--bei Trink-und Brauchwasserinstallationen.
Zu 2. Die Abwasserleitung der Hebeanlagen ist Murks.Sie hält nicht.PVC
Druckrohr und nichts anderes führt zu dauerhaftem Erfolg.Die Steckverbindungen drückt es auseinander!!Das HT Rohr hält den Druck schon aus.
Als Firma-Hände weg von solchen Varianten-die Billig ist Geil Kolegen,
Hausmeisterservice oder Rot-Grünen ICHAG sollen für Bauschäden sorgen.
Für meine Firma gibt es dann gute Arbeit.
Keine Angst Die Alten habens schon erkannt-Wer billig baut-baut zweimal.
Mfg
















+

Verfasser:
Tino Winkler
Zeit: 30.01.2004 08:24:22
0
45833
Moin Hinz-Service,
zu 1) Nein Herr Hinz, das problem bleibt nicht beim Installateur hängen.
Der Wasserversorger veröffentlicht die Werte (pH,TOC) auf Anfrage, Sie als Installateur müßten die Werte Ihres Versorgungsgebietes sogar im Kopf haben.
Nach diesen Werten entscheiden Sie ob weiter, oder wieder mit Kupfer gearbeitet werden kann.
Die verbreitete Unwissenheit der Installateure über die Werte des eigenen Versorgungsgebietes ist schon beängstigend.
Da wird ein günstiger und über Herstellergrenzen hinweg kompatibler
Installationswerkstoff wie Kupfer nur wegen Unwissenheit in einigen Regionen nicht eingesetzt...
OK, es gibt auch Einsatzbeschränkungen für Kupfer, dafür gibts dann auch reichlich Alternativen.


Verfasser:
Becker
Zeit: 30.01.2004 08:26:29
0
45834
Morgen
vielen dank für eure hilfreichen Antworten
kann mich jetzt mit Hausverwaltung zusammensetzen dann können die entscheiden was sache ist.Uns ist es nur aufgefallen weil wir einen Stock darüber Heizkörper neu anschließen und zwei Wasseruhren tauschen nicht das es später heißt wir waren das wenn ein schaden eintritt.



mfg

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 30.01.2004 10:09:15
0
45835
@Hinz-Service

HT-Rohr und 2 bar Druck ??? und das planmäsig halte ich mal für ein Gerücht ;-)) Die 2 bar Druck wird es wohl an dem BV nicht geben, aber ...

1. HT Rohr ist gem DIN 1986 nur bis zu 0,5 bar zu belasten siehe DIN 4.3.1. für den Rest bitte Nachweis Rohrreihe, Druckstufe und Zulassung, wenn ja ok, wenn nein Werkstoff ungeeignet.

2. Alle Werkstoffe mit einer Steckmuffe sind bei Druckbetrieb (sofern der Werkstoff dafür geeignet ist wie z.b. Stahlabflußrohr) mit *Sicherungseinrichtungen* gegen Auseinandergleiten der Steckmuffenverbindung zu versehen. Habe ich für HT-Rohr noch nie gesehen, aber ich bin ja lernfähig....

3. Bei vollgefülltem Rohr reichen Befestigungen alle 2 bis 3 m mit Sicherheit nicht aus. Wenn die Abpumpleitung auf 20 m *gefüllt* betrieben wird und die Suppe längere Zeit darin stehen bleibt, dann sieht die Leitung nach 3 Monaten aus wie eine weichgekochte Nudel, wenn sie bis dahin nicht schon auseinandergefallen ist.

4. Druckleitungen von Abwasserhebeanlagen dürfen *nicht* an Schmutzwasserfallleitungen angeschlossen werden...dürfte hier auch keinen interessiert haben ;-))

5. Fäkalienzerkleinerer oder Mini-Hebeanlagen sind mit Sicherheit nicht für die komplette Abwasserentsorgung von 1-Zimmerappartments gedacht, denn die Norm spricht hier von *begrenzter Verwendung* mit der Maßgabe ...Wohnungsbau, Benutzerkreis klein *und* ein weiteres WC oberhalb der Rückstauebene....ansonsten ist in solchen Fällen eine *richtige Hebeanlage* einzusetzen, wenn es sich um unabhängig genutze Einheiten handelt dann sogar als Doppelpumpenausführung wegen der Ausfallgefahr....und die kosten richtig Geld. Ein Mini-Quirl der schon von einer normalen Binde ko-gelegt wird ist *mit Sicherheit* hier nicht die Entscheidung, die zu treffen ist, meiner Meinung nach.

....hier scheinen einige Hausaufgaben nicht gemacht worden zu sein.

Aber der Nachweis für HT Rohr als Druckleitung interessiert mich mächtig, wo kann ich das nachlesen ?

Gruß
Achim Kaiser


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lowenergy schrieb: Grundsätzlich ist letzendlich die real benötigte elektrische Gesamtantriebsenergiemenge ausschlaggebend! Da beim Luftwärmepumpen logischerweise der Kältemittelverdampfer, je nach klimatischen Bedingungen...
Pluto25 schrieb: Weshalb schaltet die Pumpe bei über 50K Differenz ab? Diese Funktion mal außer Kraft setzen. Mit etwas Glück spült sich die Anlage dann wieder frei, in jedem Fall würde wenigstens wieder Wärme runterkommen...
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