| | | | Zeit:
09.02.2004 10:14:36 |
@Bernd Ihre Aussagen zum IPCC klingen sehr nach Verschwörungstheorie. Glauben sie wirklich die UN hätte sich darauf verständigt mittels IPCC eine Klimakatastrophe herbeizureden die keine ist??? >Unsere Energiepolitik blockiert dringend erforderliche >Neuinvestitionen in effizientere Kraftwerke. Belege bitte! Zwei Beispiele die ihrer Theorie entgegenstehen: die GEW RheinEnergie AG baut in Köln ein GUD Kraftwerk. Allerbester Wirkungsgrad, effizienter geht's nicht. Und Herr Clement hat in Hürth glücklicherweise seinen ( Kohle-Lobby-)Widerstand gegen ein weiteres GUD Kraftwerk aufgegeben. >Die wenigen sinnvollen erneuerbaren Energien werden den >Energiehunger der Welt nie befriedigen können und werden >über ein Nischendasein nicht hinaus kommen. Schön dass sie den Energiehunger "der Welt" in's Spiel bringen. Gerade in Ländern in denen die Mehrheit der Bevölkerung derzeit völlig _ohne_ Strom auskommen muß haben _nur_ die dezentralen Erneuerbaren eine Chance. Zentrale Großkraftwerke basierend auf fossilen Brennstoffen sind nicht geeignet um Strom in jedes Dorf zu bringen da sie Leitungen benötigen. Im Ergebnis würden die Menschen in die Städte abwandern, was dann passiert kann man an hinreichend vielen Beispielen studieren. Aber kleine dezentrale Kraftwerke die Strom aus den vor Ort vorhandenen Quellen (Wind, Wasser, Sonne, Biomasse) liefern können sehr wohl jedes noch so kleine abgelegene Dorf versorgen. Wenn Deutschland seine derzeitige Vorreiterrolle aufgibt wird dieser Exportmarkt von anderen Ländern bedient! Für Deutschland bzw. Europa ist eine vollständige Energiewende ebenfalls möglich. Die Studien dazu brauche ich ihnen sicher nicht nennen, denn die sind ja bestimmt auch von den Verschwörern der UN in Auftrag gegeben... >Wenn wir aber irgendwann einmal nur auf die erneuerbaren >Energien angewiesen sein sollten, wird es ein Hauen und Stechen >geben Wer zu spät kommt... Ich habe keine Angst davor von den Erneuerbaren abhängig zu sein. Vielleicht sollten sie sich mal eine Photovoltaikanlage auf's Dach legen wenn sie sich nicht vorstellen können dass diese Strom erzeugen kann... Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
09.02.2004 21:15:27 |
@ Stefan, schade, dass Sie so wenig über die Hintergründe des IPCC wissen. Ebenfalls ist es schade, dass Sie Site http://www.iavg.org/klimaveraenderung.htm nicht gelesen haben, dann wäre Ihnen einiges klarer. Die Nutzung der erneuerbaren Energien in der dritten Welt halte ich für ausgesprochen sinnvoll und findet meine volle Zustimmung. Es ist natürlich ein Vielfaches besser, erneuerbare Energien zu haben, als überhaupt keine Energie. Sollte sich diese Länder aber zu Schwellenländern oder gar Industrienationen entwickeln, werden die Grenzen der erneuerbaren Energien sehr schnell sichtbar. Zum GuD- Kraftwerk in Hürth: Das Kraftwerk soll zwar gebaut werden, es wird aber noch nicht gebaut. Z.Zt. werden lediglich auf dem eventuellen Bauplatz alte Gebäude abgerissen. Aber darin liegt ja gerade das Dilemma der grünen Energiepolitik. Gas, den hochwertigsten Energieträger mit der geringsten Verfügbarkeit, in der Grundlaststromerzeugung zu verheizen ist ein Verbrechen an unsere nachfolgenden Generationen. Das unverständlichste daran aber ist, dass diese Politik von einer Partei betrieben wird, die sich den Begriff der Nachhaltigkeit auf die Fahne geschrieben hat. Zur Erinnerung: Eine nachhaltige Entwicklung, ist eine wirtschaftliche und soziale Entwicklung, die den Bedürfnissen der Gegenwart gerecht wird, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu beeinträchtigen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Diese Studien kenne ich zur genüge. Leider gehen diese Untersuchungen nahezu alle an der Realität vorbei. Immer wieder wird von irgendwelchen Potentialen und Kapazitäten geredet, die aber für die Energieversorgung einer Industrienation völlig uninteressant sind. Eine WKA kann X Haushalte versorgen oder die Sonne liefert uns 10 hoch 18 Watt (zumal die Zahl auch noch sachlich falsch ist), kann man überall lesen. Für die Dritte Welt mit fehlender Infrastruktur ist das eine sinnvolle Alternative, aber für eine Industrienation lediglich ein Lückenfüller. Bei der Windkraft zwischenzeitlich leider schon ein Lückenverursacher, da sich ein Ausgleich der schwankenden Windkrafteinspeisung mittlerweile bis in die Grundlast bemerkbar macht. Was soll ich mit einer PV-Anlage auf dem Dach, ebenfalls abzocken? Das Risiko, das Geld in den Sand zu setzen, ist mir deutlich zu hoch. Gruß Bernd |
| | Zeit:
10.02.2004 09:25:28 |
@Bernd Selbst wenn wir mal unterstellen dass es möglicherweise keine anthropogene Klimaveränderung gibt, so gibt es doch genügend Hinweise dass Treibhausgase schädlich sein _könnten_. Solange das Gegenteil nicht bewiesen ist sollten wir alles unternehmen um die Emission von klimaschädigenden Stoffen zu reduzieren. Auch wenn Dr. Penner und eine handvoll andere uns glauben machen es wäre alles in Butter... Und um noch einmal auf ihre Theorie zurückzukommen, die fossilen Resourcen würden noch 1000 Jahre reichen: beim Öl ist das Fördermaximum bereits überschritten oder der Zeitpunkt liegt wenige Jahre vor uns (jedenfalls nicht Jahrzehnte !). Folglich muß der Rohstoff Öl in naher Zukunft ersetzt werden. Das wird in jedem Fall einen Haufen Geld kosten! Wieso sollte man dann eine Lösung favorisieren deren Endlichkeit jetzt bereits feststeht (z.B. in dem man auf Kohle oder Gas setzt)? Ich bleibe dabei: an der Energiewende geht kein Weg vorbei. 100% Erneuerbare ist möglich und notwendig. Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
10.02.2004 19:42:56 |
So, die Komponenten sind bestellt: 52 Module BP3160Q polykristallin 160 Wp 2 Wechselrichter Sonny Boy SB3000 4100 W empf. PV-Leistung sowie Unterkonstruktion alles vorkonfektioniert und Kabel. Die Spitzenleistung beträgt 8,82 KWp. Nicht maximal, aber optimal ohne irgendwelche Abschattungen. Ich denke, dass die Anlage in 4 bis 6 Wochen geliefert und dann auch bald auf dem Dach ist. Vielen Dank für alle Hilfestellungen und Ratschläge. Gruß Norbert |
| | Zeit:
10.02.2004 20:15:41 |
Nachtrag: Bei der Wahl des Wechselrichters tat ich mir besonders schwer. Mir hätten die modernen trafolosen Modelle besser gefallen, ganz besonders die sehr flexiblen Multistringmodelle. Aber ich konnte nicht das Optimum für meine Leistung finden und die Lösung mit den zwei SB3000 von Sunnyboy war letztendlich die preisgünstigste Variante. Ich muss 4 Stränge á 13 Module bilden und je zwei Stränge parallelschalten. Die einzelnen Module werde ich ausmessen und leistungsnahe jeweils zu einem Strang schalten. Sollte ich später noch ein paar Module auf der Garage anbringen, brauche ich allerdings noch einen weiteren Wechselrichter, weil meine SB3000 ausgereizt sind. Gruß Norbert
|
| | Zeit:
10.02.2004 23:37:39 |
In meinem vorletzten Beitrag war ein Fehler.
Falsch: "Die Spitzenleistung beträgt 8,82 KWp" Richtig: "Die Spitzenleistung beträgt 8,32 KWp"
|
| | Zeit:
11.02.2004 20:37:59 |
@Stefan, auf Ihre Aussage muss ich noch einmal eingehen, da steckt zu viel Blödsinn drin. Bewiesen ist bisher, dass die Treibhausgase nicht schädlich, sondern lebensnotwendig sind. Ohne Treibhausgase würde die Durchschnittstemperatur auf der Erde bei –18 Grad liegen. Gerade Wasserdampf, mit über 60 % am Treibhauseffekt verantwortlich, erwärmt unsere Erde auf durchschnittlich 15 Grad. Auch das marginal am Treibhauseffekt beteiligte CO2 ist für Flora und Fauna lebenswichtig. In diesem Zusammenhang empfehle ich Ihnen die Site www.biokurs.de/treibhaus/ , die Site ist wirklich sehr informativ und gut aufgebaut. Bezüglich Ihrer Aussage „...eine handvoll andere“. Wie Sie der Site www.iavg.org entnehmen konnten, sind die Klimahysteriker wie Grassl, Latif, Schönwiese oder Rahmstorf in der Minderheit. Der anthropogene Treibhauseffekt ist politisch opportun und nicht wissenschaftlich bewiesen. Hinsichtlich Ihrer Aussage über unsere zukünftigen Ressourcen, sollte Sie einmal den 2. Bericht an den Club of Rome zur Weltlage von 1974 lesen http://mitglied.lycos.de/WilfriedHeck/clubofrome.htm. Demnach dürften wir schon gar kein Öl mehr besitzen und unsere Gasvorräte gingen in Kürze zur Neige. Ich bin aber davon überzeugt, dass selbst Ihre/meine Enkel noch mit Erdölprodukten (Benzin/ Diesel) Auto fahren werden. Gruß Bernd |
| | Zeit:
11.02.2004 21:11:56 |
na und ... sind das etwa Gründe keine Solartechnik zu installieren ? ... Erdöl und Gas werden zu ende gehen ... ist doch nur eine Frage der Zeit ... wäre gut, wenn bis dahin die Technik soweit ausgetüfftelt ist ... ! ... warum denn immer Technik und Forschung wenn's schon kalt wird ???
|
| | Zeit:
12.02.2004 09:25:41 |
@Bernd So so, in meinen Aussagen steckt zuviel Blödsinn... Es gibt Anhaltspunkte (und das ist sehr vorsichtig formuliert!) für ein anthropogenes Klimaproblem. Solange das Gegenteil nicht bewiesen ist, nämlich dass die steigenden Emissionen klimaschädlicher Gase (CO2 und andere) das Klima _nicht_ schädigen, ist Vorsicht geboten. Daher ist es vernünftig die Emissionen drastisch zu reduzieren. Ihre Aussage der Treibhauseffekt sei politisch opportun ist nicht haltbar. Selbst die konservativen und die liberalen sehen das Risiko. Und hier können sie nachlesen wie das IPCC arbeitet und wie "wissenschaftliche" Berichte zu werten sind die von Vereinen wie IAVG etc. stammen. Unabhängig von den Emissionen gehen die fossilen Reserven zur Neige. Ihr Einwand, der Club of Rome hätte das vor 30 Jahren schon behauptet, zeigt wie naiv sie mit der Problematik umgehen. Vor 30 Jahren mögen einige Prognosen falsch gewesen sein, aber die Kernaussage bewahrheitet sich: die fossilen Brennstoffe werden in den nächsten Jahren zu Ende gehen! Und das werden SIE noch erleben, nicht erst ihre Enkel! Sehen sie sich www.energiekrise.de der Ludwig Bölkow Systemtechnik GmbH an. Und lesen sie "Ölwechsel!" von Colin J. Campbell, Frauke Liesenborghs, Jörg Schindler und Dr. Werner Zittel. Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
12.02.2004 09:27:02 |
| |
| | Zeit:
13.02.2004 11:33:12 |
@Stefan, diejenigen, die diese Anhaltspunkte verbreiten, wollen entweder politisch damit etwas bewirken oder leben prima davon. Wissenschaftlich sind die Anhaltspunkte jedoch nicht belegt. Wenn Sie Ihre Informationen nur aus den von Ihnen verlinkten Seiten (oder ähnlichen) beziehen, ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Auch auf diese Seiten passt die Aussage in Satz 1 ganz hervorragend. Interessant ist übrigens, dass auf www.energiekrise.de die Kohle, als den mit gewaltigem Abstand größten fossilen Energieträger, überhaupt nicht angesprochen wird. Auch aus Kohle lässt sich prima Öl gewinnen. In ~20 Jahren sprechen wir uns wieder. Kohle ist gespeicherte Sonnenenergie!
|
| | Zeit:
13.02.2004 13:51:04 |
@Bernd >Auch aus Kohle lässt sich prima Öl gewinnen Stimmt. Leider zu Kosten die kein Autofahrer bezahlen will (60$ pro Barrel Kohlebenzin). Ich verstehe nicht wieso sie sich so auf die fossilen Rohstoffe versteigen. Sie werden früher oder später zur Neige gehen. Warum also nicht _jetzt_ nach Alternativen suchen die keiner Beschränkung (außer der Lebenszeit der Sonne) unterliegen? Wirtschaftliche Gründe können es kaum sein wenn sie Kohleverflüssigung ernsthaft als Option ansehen denn die kostet viel Geld. >Wenn Sie Ihre Informationen nur aus den von Ihnen verlinkten >Seiten (oder ähnlichen) beziehen Keine Sorge, ich schaue mir die Seiten der "anderen Fraktion" auch an. Viele Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
14.02.2004 14:11:29 |
Für alle, die meine Konfigurationsbeispiele verfolgt haben, möchte ich meine finalen Änderungen mitteilen. Der Großhändler hielt meine Konfiguration mit 52 Modulen und den zwei Wechselrichtern SB 3000 nicht für optimal. Die Anlage sieht jetzt wie folgt aus: 51 Module BP3160Q polykristallin 160 Wp 3 Wechselrichter Sonny Boy SB2100 TL mit 2800 W empf. PV-Leistung. Je 17 Modulen wird je ein Wechselrichter zugeordnet. Die Anlage hat jetzt eine Leistung von 8,16 KWp Die Anlage wird bereits in der übernächsten Woche geliefert. Schönes und sonniges Wochenende wünscht Norbert |
| | Zeit:
14.02.2004 22:01:00 |
Hallo Norbert, hoffentlich ist das Haus noch nicht ganz fertig, insbesonders noch nicht die Heizung. Dier total finale Vorschlag: Weg mit dem Schornstein, dafür eine ordentliche WP-Anlage ins Haus. Dann haben Sie nur einen Energieträger, ordentliche Technik, kein Rauch verschattet die Solarzellen, keine Tanks, Schornsteinfeger etc., und wenn sie noch WRG haben, dürften Sie das doppelte an Energie erzeugen, was Ihre ganze Bude überhaupt verbraucht. Oleg Stolz www.oekoluefter.de
|
| | Zeit:
14.02.2004 22:43:46 |
Hallo Oleg,
danke für den Tipp. Das Haus ist schon seit 1969 fertig. Die Abkürzungen kenne ich nicht: WP und WRG.
Wenn ich nicht schon zu alt wäre, würde ich gerne ein neues Öko-Haus bauen. Aber mir gefällt der momentane Standort so gut und ich bin froh, seit 10 Jahren keine Verbindlichkeiten mehr zu haben. Vielleicht baut ja eines meiner 3 Kinder mal so ein Haus.
Gruß Norbert
|
| | Zeit:
14.02.2004 22:51:57 |
@Oleg
Habe mir die Seite gerade mal angesehen und werde in einer ruhigen Stunde mal genauer lesen. Sieht sehr interessant aus.
|
| | Zeit:
14.02.2004 23:40:44 |
Hallo Norbert, WP heißt WärmePumpe, WRG WärmeRückGewinnung, insbesonders ist damit WRG bei der Lüftung gemeint. WP favorisiere ich, weil diese bei ordentlicher Ausführung (darum muß man aber kämpfen) den Primärenergiebeverbrauch halbieren kann. WRG sorgt dafür, daß der Bedarf auf das Minimum heruntergedrückt werden kann, und damit die WP entsprechend klein ausfallen darf. So klein, daß zumindest bei gut gedämmten Häusern mit ein paar m² Solarzellen der gesamte Hausenergiebedarf (incl. Haushaltstrom) übers Jahr kompensiert werden kann. Eine Dachteilfläche reicht dann schon aus, weshalb ich oben auch vom doppelten dessen sprach, was Sie verbrauchen. Wußte aber nicht, daß es sich um ein älteres Haus handelt und hatte auch überlesen, daß schon geliefert wird:-) Freundlichen Gruß Oleg Stolz |
| | Zeit:
18.02.2004 01:07:28 |
Im Forum Betriebswirtschaft habe ich ´das Thema "Abschreibung von Photovoltaikanlagen" eröffnet. Gruß Norbert
|
| | Zeit:
14.03.2004 19:19:50 |
Meine Anlage ist seit einer Woche am Netz und hat bereits 136 KWh eingespeist. Ich weiß nicht, wie man hier Bilder reinstellen kann, wer sie sehen möchte kopiert einfach folgenden Link in den Browser:
http://www.pixum.de/int/img.php?u=kollektor&t=2&i3=ppr32pj2qww8ir1281jqiwhpqph81pe1&ts2=12491&np=1
Viele Grüße Norbert
|
| | Zeit:
06.10.2004 15:11:35 |
@Bernd, per Zufall bin ich auf die Diskussion zwischen Ihnen und Stefan Lieser gestoßen. Erlauben Sie mir, dass ich ein paar Aspekte denn doch kommentiere: 1. Der 1972-Bericht des Club of Rom sagte qualitativ:"Wenn ihr so weiter macht, dann werden das und das die Konsequenzen sein". Wir haben aber nicht so weitergemacht, die Energiekrisen der 70er Jahre haben zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung geführt. Konkret, der Verbrauchszuwachs an Erdöl lag vor 1973 deutlich über 5 % p.a., nach 1980 bei 1-2 % p.a.. Natürlich treten dann die errechneten Konsequenzen mit entsprechender Zeitverzögerung ein. Aber Öl war eigentlich keines der zentralen Themen dieses Berichtes, sondern wurde eher am Rande mit ein paar schlecht recherchierten Zahlen behandelt. Von daher ist es eher Zufall, dass die damals angenommenen Ölvorräte mit ca. 2200 Gb recht genau das treffen, was auch heute Stand des wesentlich besser abgesicherten Wissens ist. Wesentlich tiefer ging da der 1979 veröffentlichte Bericht "Global 2000" auf die Situation ein. Die dort gemachten Aussagen zur künftigen Ölversorgung können aus heutiger Sicht nur bestätigt werden. 2. Woher nehmen Sie die Aussage bzgl. der Ölversorgungslage "Wissenschaftlich sind die Anhaltspunkte jedoch nicht belegt?" Wissen Sie denn was das für "Anhaltspunkte" sind? Ist Ihnen bewußt, dass diese Anhaltspunkte im wesentlichen auf Informationen aus der Ölindustrie selbst beruhen? Können Sie denn einen wissenschaftlich belegbaren Anhaltspunkt für die positive Sichtweise benennen, nämlich dass auf Jahrzehnte kein langfristiges Versorgungsproblem existiere? 3. Prima leben kann ich von den Äußerungen zum Ölthema eher nicht, das hat meinen Lebensstil nicht beeinflußt. Aber natürlich will ich politisch damit etwas bewirken. Wenn ich nichts bewirken wollte, dann würde ich auch nichts sagen. 4. Die Sichtweise (die übrigens zuerst von Geologen aus den Mineralölfirmen propagiert wurde) bietet Ihnen eine alternative Interpretation, um besser zu verstehen, was heute und in den kommenden Jahren vor sich geht. Ob Sie das Angebot annehmen wollen, das müssen Sie selbst entscheiden. Ich habe davon weder einen Vorteil noch einen Nachteil. Mit freundlichen Grüßen Werner Zittel
|