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Datenschutzhinweise

Ölheizugsoptimierung --- Idee?
Verfasser:
Strame
Zeit: 01.09.2004 11:04:57
0
86823
Hallo Forum!

Der Herbst ist gekommen und ich will meine Ölheizung weiter optimieren.
Da ist mir folgend Idee gekommen welche ich hier diskutieren möchte:
Kessel: Wolf
Brenner: Wolf ca 15kW eingestellt.
Hab meinen Schornstein saniert. Hab in den alten 160mm Rundschacht ein 120mm Edelstahlrohr eingezogen (ca 8,5m Schiedel Flex)
Abgastemperatur ca 160 Grad.
Nun die Frage/ Vorschlag. Vor ich den Kaminschacht wieder zugemauert habe habe ich das T-Stück für den Abgasanschluss für den Kessel herausgeführt. Zusätzlich habe ich eine 120mm Rohr in den alten Kaminschacht eingelegt und zugemauert.
Dieses Rohr ist sozusagen eine Verbindung vom Heizraum zum Raum zwischen Schacht und Edelstahlschlauch.
Wenn ich nun in meinem Heizraum die Luftzufuhr von außen schließen würde, würde der Kessel doch die Luft durch diesen Schacht ansaugen. Die Luft würde dann vom Kaminrohr vorgewärmt werden.
Fragen: zulässig?, Schafft das der Brenner, er muss ja gegen das bestreben der aufsteigenden warmen Luft arbeiten?
Oder ist es einfach nur Spinnerei von mir und bringt nichts?

Ich bitte um eure Meinung
lg strame

Verfasser:
Uwe T.
Zeit: 01.09.2004 11:37:40
0
86824
Hallo,
- zulässig: nach rein formalem Baurecht sicher nicht (Schornsteineinsatzrohr ist kein LAS)
- funktionieren: rein nach dem Gefühl müßte das gehen (liese sich auch berechnen)
- Einsparung: sicher machbar (aber keine Wunder erwarten)

Empfehlung:
vor Beginn des Umbaus mit Deinem Heizungsbauer und Schornsteinfeger sprechen, damit es hinterher keinen Sreß gibt.

Gute Tipps zum optimieren gibt hier der Martin Havenit!
www.heizungsoptimierung.de.vu


Gruß Uwe T.
www.uwe-trinks.de

Verfasser:
Alex
Zeit: 01.09.2004 14:16:49
0
86825
Hallo Zusammen
Hallo Strame

Du mußt noch etwas weiter gehen, wenn es was bringen soll.
Das Problem ist in Deinem Stadium, daß die vorgewärmte Luft aus dem Schacht zunächt in Deinen Heizraum eingeleitet wird, wo sie sich mit Unmengen kalter (Raum-)Luft mischt. Eine (fühlbare) Einsparung würde erst eintreten, wenn Deine Raumluft aufgeheizt ist.

Besser die durch den Schacht angesaugte Luft direkt zum Brenner leiten.
Tipps dazu findest Du auf Martin´s Internetseite (Uwe´s Hinweis).

Achte darauf, daß Dein Abgasrohr im Schacht einen Kondensatablauf benötigt, sonst kann irgendwann Dein Kessel ertrinken.

Gruß Alex

Verfasser:
Oliver
Zeit: 01.09.2004 14:33:08
0
86826
Wenn du die selbstgebastelte Öffnung unten am Schornstein einfach offen lässt, wird die warme Luft aus dem Keller nach draussen fliessen - und zwar mit mit Volldampf. Abgesehen davon, daß das eine absolute Energieverschwendung ist (nix mit sparen), könnte der Zug so groß werden, daß dein Brenner nichts mehr ansaugt.

Also: entweder richtiges LAS oder gar nichts.
Und wirklich vorher mit dem Schornsteinfeger reden...

Oliver

Verfasser:
Sukram
Zeit: 01.09.2004 16:15:10
0
86827
Man kann natürlich die Zuluftöffnung auch mit einer Klappe verschließen, die nur durch den Unterdruck des Brenners geöffnet wird

(Suche: Sukram'sche Klappe ;-)


Jedenfalls mit dem Schorni besprechen- wie o. a. gesagt, hat das Rohr dafür keine Zulassung. wahrschreinlich wird der Schorni mindestens eine Luftspaltmessung machen (Dichtigkeit)

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 01.09.2004 16:44:16
0
86828
Ob ich eine Idee zur Ölheizungsoptimierung habe?

Eine?

Nein, mehrere!

Nicht eine Maßnahme verringert den Brennstoffverbrauch, sondern eine ganze Menge kleinigkeiten! Wie viele das sind, und wie man das macht, steht auf meiner Seite einigermaßen ausführlich beschrieben.

Auch die Geschichte mit der Verbrennungsuftzufuhr (LAS) ist beschrieben. Ein offenes Loch zum Schornsteinschacht reicht jedenfalls nicht, und bewirkt genau das gegenteil vom Beabsichtigten.

www.heizungsoptimierung.de.vu

PS: Durch einige Änderungen haben sich die Ladezeiten erheblich verkürzt...Für die, die schon mal aufgegeben haben....

Verfasser:
Strame
Zeit: 02.09.2004 09:04:05
0
86829
Hallo

Danke für eure Antworten.
Ich habe die seite von martin Havenitz gelesen. SUUUPER
Vor zwei Jahren hatten wir noch einen Heizölverbrauch von knapp 4000 Liter. Letztes Jahr bin ich durch Maßnahmen (neue Fenster und neuer Heizkessel und Isolierung der Heizungsrohre) auf knapp 2000 Liter runtergekommen.
Heuer hab ich 12cm Vollwärmeschutz angebracht und den Kellersockel isoliert, zusätzlich Fenstertausch im Keller und Ersetzen des Heizraumfensters dorch ein Lüftungsgitter 25*25cm. Nächste Woche tausche ich meine Heizkörper noch gegen neuere mit Thermostatventilen. (aus optischen Gründen)
Erwarte für die kommende Heizsaison einen maximalen Verbrauch von unter 1500 Litern.
2005 führe ich eine Kaltdachsanierung durch. (ca. 22cm Dämmung)
Dann dürfte der reine Heizverbrauch nicht mehr über 1000Liter liegen. Für Warmwasser fahre ich bisher mit ca 200 Liter pro Jahr. (Solar als unrentabel)
Der Kamineffekt durch meine "LAS" Variante ist nachvollziehbar.
Daher ja auch die spezielle Frage:
Wenn ich den Brenner direkt an mein Vorwärmungssystem anschließe, kann er dann gegen den Unterdruck überhaupt vernunftig arbeiten.
Und noch eine Frage: Hab gestern meinen Kessel nach 2000 Litern Heizöl das erstemal geöffnet und gereinigt: Resultat, ich kann keine vielzitierten Ablagerungen finden! Nach dem Ausbüsten hab ich ein Schnapsstamperl voll Ablagerungen ausgekehrt. Aus dem Abgasstutzen nochmal ca. 0,1 Liter. Ist das normal?

Danke und lg für alle Stellungnahmen

strame aus Österreich

Verfasser:
Alex
Zeit: 02.09.2004 10:25:22
0
86830
Hallo Zusammen
Hallo Strame

"Wenn ich den Brenner direkt an mein Vorwärmungssystem anschließe, kann er dann gegen den Unterdruck überhaupt vernunftig arbeiten."

Ja, kann er. Er muß aber neu engestellt werden, weil das Gebläse aufgrund des höheren Ansaugwiderstandes bei gleicher Leistung weniger Verbrennungsluft fördet.

Gruß Alex

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 02.09.2004 10:39:54
0
86831
Hallo Strame

Glückwunsch zu deiner enormen Einsparung.

Hattest du nicht letztes Jahr schon mal hier im Forum gepostet? Ich meine, dein Name kommt mir ziemlich bekannt vor....

Wenig Ablagerungen sind nicht normal....das ist super!

Dein Verbrauch für WWB gilt für wieviel Personen?

Ich kann nur sagen: weiter so. Du bist ja besser als ich!

www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
Strame
Zeit: 02.09.2004 12:13:29
0
86832
Hallo

Ja, hab auch schon voriges Jahr gepostet. (Brennerstarts bei Wolfkessel und Warmwasserbereitung)
Die Warmwasserberitung bab ich mitlerweilen im Griff. MeinKessel heizt nur alle 2 Tage für ca. 45 Minuten meinen 300L Speicher nach.
Das WW wird für 2 Erwachsene, 1 Kind und ein Baby verbraucht. Küche hängt jedoch an Untertischboiler was ich auch heuer noch ändern werde. (Riiiesen Bereitstellungsverluste)
Martin, der Energiesparkönig bist DU! Denn einen großen Teil meiner Einsparung hab ich ja durch den NEUEN Kessel und die Verlustreduzierung der Gebäudehülle erreicht. (schon etwas teurer als deine Sanierung)
Was aufgrund deiner Seite noch kommt ist:
Nächstes Jahr gibt´s ein Brennerservice vom Fachmann. In diesem Zuge werde ich durch unter anderen deine Anregung die Brennerleistung durch Düsentausch verringern, einen Feinfilter setzen, die autom. Abgasklappe installieren und warscheinlich dein "LAS"- System kopieren, welches ich ja sehr ähnlich vorbereitet habe.

Aber noch eine Frage an alle Fachleute:
Hab heuer das Problem (da Dachsanierung erst 2005) dass die EG-Ebene sehr gut gedämmt, die DG-Ebene dagegen noch teilweise schlecht gedämmt ist.
Heize WZ auf 22 Grad, ab 21:00 Absenkung auf 18 Grad. Die oberen Räume können aber uU stark auskühlen bis die Heizung in der Nachtabsenkung nachheizt!
Da meine Wolfsteuerung einen Kontakt zum uhrzeitunabhängigen Start des Tagesprogrammes hat, werde ich den wie folgt nützen:
In eines der SZ im OG werde ich ein Thermostat montieren, welches bei Unterschreitung der eingestellten 18 Grad die Nachtabsenkung deaktiviert, bis die Solltemperatut erreicht ist.
Dabei kann es aber therotisch dazu kommen, dass der WB im EG seine Solltemperatur von 22 Grad früher erreicht und die Heizung drosselt.
Deshalb suche ich Heizkörperventile für den Führungsraum im EG welche die Heizkörper bei erreichen der eingestellten Temperatur SCHLAGARTIG abschalten. Standartventile schalten mir zu "stetig"
Bitte um Unterstützung mit Ideen.

Danke lg strame

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 02.09.2004 13:06:06
0
86833
Die th-Köpfe mit Zeitschaltuhr von Honeywell

HR 40

Verfasser:
Strame
Zeit: 02.09.2004 13:36:28
0
86834
Aha

Zeitschaltuhr! An das hab ich nicht gedacht! (und auch nicht gekannt)
Sind Kosten dafür bekannt?

lg strame

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 02.09.2004 19:56:12
0
86835
meine Preise nützen dir nichts

übrigens gibt es auch noch einen HR 20----preiswerter

Verfasser:
Strame
Zeit: 06.09.2004 08:23:44
0
86836
Hallo Heizungsoptimierer!

Danke für die bisherigen Antworten!, SUPER
Eine Frage hab ich aber noch:
Hab gestern in meiner Kesselanleitung/ Brenneranleitung folgenden Eintrag gefunden:
"..... Brenner mit automatischer Zuluftabschlussklappe ..."
Wolf CNU-17 mit dem mitgelieferten "Wolfbrenner! 14-17kW. Brauch ich dann eine Rauchrohrklappe?. Wenn die Zuluft bei Brennerstillstand geschlossen wird gibt es doch keinen Zug im Brennraum. oder?

lg strame

Verfasser:
r. haas
Zeit: 06.09.2004 16:20:03
0
86837
hallo guten tag,
ja es ist richtig das bei diesem brenner die luftabschlußklappe ein auskühlen des brennraums bei stillstand des brenners verhindert.
m.f.g.
r.haas

Verfasser:
Michi
Zeit: 06.09.2004 19:22:26
0
86838
Hallo das mit dem pseudo LAS kannst vergessen zumindest in Deutschland da die Kaminsanierungsrohre für solche Zwecke ( da ohne Dichtungen ) keine Zulassung haben in Österreich wird es ähnlich aussehen.
Hat auch einen logischen Grund durch die Undichtigkeit kann es passieren das du schwefelhaltige Abgase ( wenn auch nur in geringen Mengen ) in deinen Brenner saugst.
Aber wie oben bereits steht hast du sowiso schon sehr viel erreicht und das pseudo LAS brings nicht mehr viel.
Eines könntest du noch machen, statt dem Loch in der Außenwand (Zuluft)einen Luftschacht anbringen und ca. 20-30 cm über dem Heizraumboden enden lassen. Dadurch erzeugst du einen Kaltluftsee und kühlst den Heizraum nicht so aus. Einfacher gehts eigentlich nicht.

Verfasser:
strame
Zeit: 05.09.2006 15:15:17
0
466020
Hallo Forum!

Habe von euch schon viele Tips erhalten und einige auch umgesetzt/ umsetzen lassen.
Hab das Thema vorgeholt um den "werdegang" meiner Heizung etwas zu dokumentieren.
Inzwischen hab ich mein Dach gemacht und die letzte Decke mit 30 cm Zellulose gedämmt.
Zusätzlich steht für die Sommermonate eine LuftWB im Keller.
Ergebnis: Jahresheizölverbrauch 1.7.2005 bis 1.7.2006 genau 1050 Liter. Mein "Sparziel" ist also erreicht.
Verbesserungen werden natürlich laufend analysiert. (auch dank Martin!)
Doch nun eine Frage:
Mein Kessel ist bei der Jahresreinigung immer sehr sauber. Lediglich kleinste Mengen Ablagerungen sind feststellbar.
Da mein Kessel jetzt 3 Jahre läuft, würde ich gerne ein Service machen lassen. Ich befürchte jedoch, dass meine "perfekte" Einstellung (kein Russ, guter Wirkungsgrad) so nicht mehr gefunden wird.
Die Einstellung würde der KD Monteur einer Wolf Vertretung durchführen.
Auf was soll ich bei seinen Einstellungen achten? Soll ich ihn eine kleinere Düse einbauen lassen? Oder soll ich ihn nach einer Augenscheinkontrolle lieber das Werkzeug aus der Hand nehmen und ihn auf einen Kaffee einladen, damit alles bleibt wie es ist?
Nach wievielen Litern Öldurchsatz empfehlt Ihr eine Wartung. (Ich lese immer von extrem hohen Jahresverbräuchen bei nur einer Jahreswartung)
Welche Werte sollten bei meinem 15kW Wolbrenner angestrebt werden? (Schornstein ist saniert)
Danke!

Liebe Grüße aus good old Austria
strame (lindwurm)

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 05.09.2006 18:51:29
0
466133
Guten Abend Strame,

habe gerade mit großen Interesse Ihre Beiträge gelesen, vor allem das Einsparpotential an Heizöl ist vorbildlich. Gratuliere!!

Wie viel qm beheizen Sie, und welches Baujahr ist Ihr Haus?

Sie können jetzt, da Sie bei 1000 Liter/a angekommen sind, den Ölverbrauch noch weiter reduzieren und zwar durch den Einbau einer Luft/Wasser-Wärmepumpe in die vorhandene Heizanlage. Beide Heizmaschinen würden dann im Bivalenzbetrieb laufen.

Bei mir heizt eine Luft/wasser-Wärmepumpe mit dem Ölkessel zusammen unser 250-qm-Haus schon seit 12 Jahren.

Der Heizernegieverbrauch betrug im letzten Winter:
- 4223 kwh (Hochtarif/ Tagstrom - Wärmepumpe)
- 2778 kwh (Niedertarif/Nachtstrom - Wärmepumpe)
- 6720 kwh (Ölkessel = 654 Liter Öl)

Summa summarum sind es 13721 kwh, also das Äquivalent von 1370 Liter Öl. In den ersten vier Jahren nach unserem Einzug lag der jährliche Ölverbrauch bei 4650 Liter (alle Rechnungen liegen noch vor!).

Gruß
ManfredK


-

Verfasser:
strame
Zeit: 06.09.2006 16:06:20
0
466844
Hallo!

Mein Haus hat nur 117m2. BJ 1954
Sanierung von 2003 bis 2006:
12cm VWS; neue Fenster, neuer Kessel + Brenner, 20cm Zellulose dachschräge und 30cm Zellulose letzte Decke. Zusätzlich Rohrdämmung, Heizraum isoliert ......
Nur Radiatorenheizung. Systemtemperatur unter 40 Grad. Dezember und Jänner unter 50 Grad.
Deshalb LWP für Heizzwecke noch nicht geeignet. muß wohl noch warten.
Kann einer meine Fragen vom vorletzten beitrag beantworten?
Danke!

Strame aus Österreich

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