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Wärmepumpe im warmen Keller
Verfasser:
Alexander
Zeit: 17.02.2004 13:07:53
0
49151
Moin,
wir heizen unseren Altbau, 225 qm, 5 Ebenen, 1 Mieter, fast ausschließlich mit Holzvergaser Herlt. Sind auch sehr zufrieden. Im Keller ist allerdings eine Wärme von 26 - 28 Grad.
Macht eine Wärmepumpe Sinn, um die sonst abzulüftende warme Luft zu nutzen?
Pufferspeicher von 2700 Liter vorhanden.
Trinkwasserspeicher 300 Liter.
Vorlauf bei ca. 75 Grad, Rücklauf bei ca. 55 Grad.
Macht es unter diesen Umständen Sinn eine WP zu installieren?
Herzlichen Dank im Voraus
Gruß Alex

Verfasser:
Sukram
Zeit: 17.02.2004 13:17:42
0
49152
Wieder einer der ein Perpetuum mobile versucht ;-)

nix für ungut.

Halte das für kontraproduktiv: Erhöht nur die Verluste des Kessels/Speichers und der Verteilung.

Lieber dafür sorgen, dass die "Ablüftung" auf das absolut notwendige Minimum reduziert wird. Evtl. noch Keller von innen dämmen (achtung Taupunkt beachten).

Verfasser:
Hinnerk
Zeit: 17.02.2004 13:36:37
0
49153
es macht definitiv keinen Sinn.
Besonders dann nicht, wenn man mit Holz heizt.

ich habe mir das auch schon durchgerechnet (für Flüssiggas-Heizkessel).
selbst da lohnt es nicht weil Strom einfach zu teuer ist.
Man muß zwar "nur" 1/3 Strom einsetzen, um dann 3/3 Energie im Speicher zu haben, aber das ist teuerer, als wenn man die Energie gleich mit Gas erzeugt (noch besser mit Holz :)

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 17.02.2004 13:48:41
0
49154
Nur so nebenbei....

Wieso ist der Keller 26 - 28 °C warm.

ein Heizungskeller sollte KALT sein. Da stimmt doch was nicht

Verfasser:
Steinbock
Zeit: 17.02.2004 16:31:21
0
49155
Hallo Ihr Experten!

Ich hab wahrscheinlich ein Perpetuum Mobile im Keller?

Bis Sept. 2001 habe ich nur mit Öl geheizt und im Schnitt 6000 Liter HEL pro Jahr verbrannt. Das sind etwa 15 Liter/qm/a für Heizung und WW von 10-14 Personen. Kessel, Leitungen und Hauswände wurden 1991 neu gebaut/erneuert. Also ganz passable Werte.

Seit 2001 nutze ich mit erst einer, jetzt zwei Wärmepumpen die Abluft des Hauses, der Wohnungen und seit 12/03 die Luft des Abwasserkanals.
In dieser Heizsaison habe ich bis heute 1650 Liter HEL verbrannt und 9,7 MWh Strom aus Philippsburg bezogen. Aufs Jahr extrapoliert werden es wohl 2000 Liter HEL und 12 MWh Strom werden. Da die alte Luft/Waser-Wärmepumpe von 1985 höchstens einen COP von 3,5 hat, ist daß noch keine energetische Ersparnis,
ABER:
1. ein Tausender weniger für die Krummnasen (oder wer sonst noch mit Öl Geschäfte macht)
2. 12 Tonnen CO2 weniger pro Jahr
3. die Infrastruktur geschaffen, damit im nächsten Sommer eine neue Wärmepumpe mit COP=6 die Betriebskosten dann halbiert und der Öltank mit Rapsöl für meinen Diesel gefüllt werden kann.
4. Die Abluft der Wohnungen und des Kellers sinnvoll verwendet.

Also Alexander:
1. So weit wie möglich alles im Heizraum isolieren,
2. Eine Brauchwasser-WP installieren und damit die Restwärme nutzen.
3. Die Vorlauftemperaturen auf das niedrigste Niveau senken.
4. Am besten eine Wasser/Wasser-WP installieren.

Gruß
Lothar Steinbock

Verfasser:
Stefan Lieser
Zeit: 17.02.2004 16:48:35
0
49156
@steinbock

>1. So weit wie möglich alles im Heizraum isolieren,
>2. Eine Brauchwasser-WP installieren und damit die
>Restwärme nutzen.

Zwischen Schritt 1 und 2 würde ich mal die Temperatur messen. Wenn ordentlich isoliert wurde wird nicht genügend Restwärme übrig bleiben um damit eine WP zu füttern.


ISOLIEREN und fertig.


Sonnige Grüße,
Stefan Lieser

Verfasser:
Georg Haase
Zeit: 17.02.2004 17:14:11
0
49157
Hallo Herr Steinbock,

die Heizleistung Ihrer WP oder auch aller anderen WP läßt sich genau ablesen auf der Kompressorkennlinie, die es für jeden Typ beim Hersteller geben sollte.

Achtung! Kompressorhersteller! Nicht WP-Hersteller.

Sodann nehmen Sie ein Druckmeßgerät aus der Kältetechnik und schließen das ND-Manometer an der Saugseite an, das HD-Manometer an der Hochdruckseite an. Mit den abgelesenen Werten gehen Sie in die Leistungskurve des Kompressors bei zugehörigem Kältemittel und finden so Heizleistung, Kälteleistung und Stromaufnahme.

Vermutlich werden Sie zuerst feststellen, daß Ihre WP keine Schraderventile hat, an die Sie die Manometer anschließen können. Das sollen Sie auch nicht, denn Sie sollen nichts wissen, nur glauben und kaufen. Sollten Sie welche finden, dann werden Sie feststellen, daß die angegebenen Werte aus dem Katalog des WP-Herstellers nicht stimmen. Weinen Sie nicht, das geht bei vielen anderen ebenso. Die Prospektwerte basieren meist auf Betriebszuständen, die in der Praxis gar nicht vorkommen und sind oft derart geschönt, daß man schon eher von gelogen sprechen kann. Mir ist diese Sachlage schon über 25 Jahre bekannt und ich kenne zur Zeit keinen Kompressor, der in der Heiztechnik die Leistungszahl 4,8 erreichen könnte. Trotzdem wird damit geworben. Ich würde mich aber freuen, wenn mir jemand eine Kompressorkennlinie zukommen lassen könnte, die mich in Erstaunen versetzen würde.

Gruß Georg
www.hydro-energy.de

Verfasser:
Alexander
Zeit: 17.02.2004 18:06:28
0
49158
Moin,
ja warum ist der Keller so warm?
Nun die Heizgase gehen mit 220 - 250 Grad in den Schornstein und da ein Bogen eingebaut ist strahlt die Wärme natürlich ab, wenn ich alles isoliere geht alles in den Schornstein. Fakt ist, die Wärme ist da, was mach ich damit?
Gruß Alex

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 17.02.2004 18:17:01
0
49159
Wenn 220 - 250 Abgastemp. Bei Hackschnitzel normal sind, dann Klappt mir glatt der Kiefer runter.

Ich bin sprachlos

Verfasser:
Alexander
Zeit: 17.02.2004 18:38:38
0
49160
Moin,
zur Sprachlosigkeit besteht kein Grund, bei einer Schornsteinhöhe von ca. 11m sind 220 zwingend, sagt der Schorni, ein Vergaser hat andere Temperature als Omis Holzbrater.
Gruß Alex

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 17.02.2004 20:00:45
0
49161
Hallo.

Für eine Heizungs-Wärmepumpe wird die Energiemenge nicht reichen; Für eine Brauchwasser-Wärmepumpe allemal.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
Alexander
Zeit: 17.02.2004 22:12:31
0
49162
Moin,
also wenn ich richtig verstehe lohnt es sich nicht, während der ca. 8 stündigen Brenndauer des Vergasers die schöne Wärme auszunutzen?
Der Ofen pumpt ja sowieso warmes Wasser in den Brauchwasserspeicher bis ca. 65 Grad.
Mein Ziel war es, die Wärme die trotz sehr guter Isolierung sämtlicher Rohre, des Speichers, und des Ofens einfach da ist, zu nutzen damit ich nicht mehr so lange heizen muß.(und Holz spare, ist ja auch Arbeit und kostet Zeit)
Gruß Alex

Verfasser:
C. Brenner
Zeit: 18.02.2004 18:42:09
0
49163
Hallo.

Ob sich das lohnt, kommt darauf an, wieviel die Arbeit mit Holz zu heizen, kostet (+ Brennmanterial natürlich).

Wenn auch im Sommer nur für´s Brauchwasser der Ofen angeheizt werden muß, wäre eine Brauchwasser-WP durchaus eine sinnvolle Einrichtung.

Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de

Verfasser:
Franz Hiegemann
Zeit: 18.02.2004 19:33:45
0
49164
Also, falls die Rauchgastemperatur nach unten hin zu beeinflussen ist,
solltest Du auf jeden Fall dafür sorgen, dass sich so eine extreme Wärme erst gar nicht im Heizungskeller aufbaut.
Gegen die Ursache solltest Du angehen, nicht gegen die Wirkung.
Und falls der Schornstein anfängt Schwierigkeiten zu machen, zuerst
mal einen Zugbegrenzer im Schornstein (nicht im Rauchrohr) montieren.
So was ist eigentlich immer empfehlenswert.
Auch wenn er nicht nur zur Luftbeimischung bzw. Durchlüftung benutzt werden soll.
Der sorgt für stabile Druckverhältnisse; zumindest gibts dann keine Druckschwankungen mehr oder extreme Unterdruckverhältnisse.
Dann kann der Schornstein noch in Kalträumen (Dachboden) isoliert werden.
Aber nicht mit alukaschierten Dämmstoffen. Dampfdicht darf die Isol. nicht sein.
Ganz zum Schluß käme dann noch eine Schornsteinsanierung in Frage.

Die Idee mit der Wärmepumpe für Brauchwasser greift im Sommer allerdings auch nicht. Der Kessel ist dann ja aus.
Aber trotzdem vielleicht eine Alternative.
Denn den Kessel im Sommer nur für warmes Wasser stundenweise in Betrieb zu nehmen, hat auch Nachteile (Wirkungsgrad).
Da arbeitet dann eine WP mit ganz guten Arbeitszahlen- auch ohne Abwärmenutzung-.
Gruß


Verfasser:
Alexander
Zeit: 18.02.2004 20:57:20
0
49165
Moin,
also , der Kessel ist ein Volllastkessel, deswegen auch der recht große Puffer.
Im Sommer wird für warmes Wasser alle 7 Tage für ca. 5 Stunden geheizt.
Durch das Heizen mit Holz ist der sanierungsbedürftige Schornstein laut Schorni saniert, man könnte natürlich die 1,50 im Dachgeschoß isolieren, und noch den letzten Millimeter Rohr isolieren, bringt aber nicht so viel.
Gruß Alex

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