| | Verfasser: Christian Tietje, CT Ingenieure GmbH | Zeit:
11.12.2002 17:39:18 |
Hat jemand praktische Erfahrungen zu einer Fußbodenheizung, die in die Bodenplatte eines WOHNgebäudes eingelegt ist (ohne Keller, kein Estrich, 200 mm Dämmung PUR unter der Bodenplatte)? Ich frage bewußt nach PRAXISerfahrungen im Vergleich zu Fußbodenheizungen unter Estrich, nicht nach Bedenken oder gutgemeinten Ratschlägen zur Planung. Die haben wir selber. Wir haben selbst schon eine 27 m hohe Halle mit 6.000 m² Fußbodenheizung geplant.
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Verfasser: Dipl.Ing. Udo Radtke, Purmo DiaNorm Wärme AG | Zeit:
13.12.2002 09:42:39 |
Hallo Diese Methode ist die Standardsituation in Skandinavien. Die große Anzahl der Fertighäuser wird auf eine Betonplatte gestellt, in der sich raumweise angeornet bereits die Fußbodenheizung befindet. Die Oberfläche der Betonplatte ist bereits die Nutzschicht. Detailierte Erfahrungsberichte liegen uns nicht vor. Wir müssen jedoch davon ausgehen, daß diese Methode gut ist, denn sonst wäre diese Art der Fußbodenheizung nicht so stark verbreitet. Allerdings wird man die Raumtemperaturen nicht kurzfristig ändern oder anpassen können. U. Radtke
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| | Zeit:
13.12.2002 11:11:39 |
haben wir gerade für eine 65qm fläche gemacht. 100mm dämmung, 200mm stahlbetonplatte und fliesen im dünnbett. die heizung ist unendlich träge und ein absenkbetrieb nicht möglich. daher den regler auf einen kleinen P-bereich und erst mal ohne nachstellzeit einstellen. später auf regelkreisschwingung prüfen und tn nachstellen. sonst funktioniert es nicht anders als eine normale fbh.
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| | Zeit:
13.12.2002 11:31:07 |
Sehr geehrte Leser, kennen wir das nicht schon seit über 30 Jahren? Die Fußbodenheizung, dicke Füße, qualmende Socken, zu träge zu teuer. Alles stimmt nicht, man muß sie nur richtig konzipieren und vor allen Dingen nicht auf die Hersteller hören. Denn dort gibt's die wenigste Ahnung. Was ist das eigentlich, eine Fußbodenheizung? Ganz einfach, eine Stange Wasser im Beton. Da Wasser aber naß ist, wird es mit dichtem Material umwickelt, vorzugsweise Kunststoff. Die Umwicklung nennt man Rohr und nur dafür braucht man einen sogenannten Hersteller. Alles andere gibt's beim Baustoffhändler. Das Rohr als teures Verbundrohr? Sauerstoffdicht? Systemplatte? Wozu? Ganz einfach, um die Taschen der Hersteller zu füllen. Kurz gesagt, wir würden soetwas im Wohnbereich niemals bauen. Im Gewerbe- und Industriebereich ja, wenn nur Temperaturen unter 18° gefordert werden. mfg Georg Haase |
| | Zeit:
13.12.2002 11:31:11 |
Sehr geehrte Leser, kennen wir das nicht schon seit über 30 Jahren? Die Fußbodenheizung, dicke Füße, qualmende Socken, zu träge zu teuer. Alles stimmt nicht, man muß sie nur richtig konzipieren und vor allen Dingen nicht auf die Hersteller hören. Denn dort gibt's die wenigste Ahnung. Was ist das eigentlich, eine Fußbodenheizung? Ganz einfach, eine Stange Wasser im Beton. Da Wasser aber naß ist, wird es mit dichtem Material umwickelt, vorzugsweise Kunststoff. Die Umwicklung nennt man Rohr und nur dafür braucht man einen sogenannten Hersteller. Alles andere gibt's beim Baustoffhändler. Das Rohr als teures Verbundrohr? Sauerstoffdicht? Systemplatte? Wozu? Ganz einfach, um die Taschen der Hersteller zu füllen. Kurz gesagt, wir würden soetwas im Wohnbereich niemals bauen. Im Gewerbe- und Industriebereich ja, wenn nur Temperaturen unter 18° gefordert werden. mfg Georg Haase |
| | Zeit:
16.12.2002 08:03:01 |
Vielleicht zunächst zur Ausgangsfrage: Wir haben unsere Halle und den angrenzenden Bürobereich mit einer FB-Heizung gemäß Ihrer Beschreibung ausgestattet. Die Anlage gehorcht genauso den physikalischen Gesetzen, wie konventionelle FB-Heizungen. Die Bodentemperaturen, die Auslegungskriterien der Kreise bzgl. Massenstrom und Heizmitteltemperaturen sind "nur" abhängig vom zu beheizenden Gebäude. Wir haben für unsere Büros u.a. eine ehemalige Scheune umgebaut. Aufgrund des hohen Wärmebedarfs mußten wir dann doch noch eine Wandheizung ergänzen. Es gilt auch hier die Leistungsgrenze von rd. 100 W/ qm für die FB-Heizung. Zu Herrn Haase: Bitte unterschätzen Sie nicht die Kompetenz der Hersteller und Systemanbieter. Es doch eine der Vorzüge unserer marktwirtschaftlichen Ordnung sich aus einer Reihe von Anbietern und Systemen "seine" Technik auszusuchen. Bauen Sie doch einfach das ein, was Sie für sinnvoll erachten, ohne gleich alle die als Ahnungslos abzuqualifizieren, die etwas anderes machen. mit freundlichem Gruß Uwe Kemmer www.dinotherm.com
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Verfasser: Achim Nierbeck | Zeit:
16.12.2002 09:23:59 |
In unserem Betriebsgebäude wurden 20 x 2,25 mm Verbundrohre (Abstand Randzone 10 cm und Aufenthaltsbereich 20 cm) in die 180 mm Betonsohle integriert. Diese Sohle wurde mit 40 mm extrudierter Polystyrol- Dämmung wärmegedämmt, an Erdreich. Anschluss der FBHZG an einen Heizkreisverteiler mit Top-Meter zur Einregulierung. Temperaturreglung mit Uhrenthermostaten (Auf-/Zu-Regelung mit Stellantrieben). Die gewünschte Raum-Temperatur von 19 - 21° wird immer (!) erreicht, trotz Nacht- und Wochenendabsenkung. Sie können sich die Büros gern in Belm bei Osnabrück ansehen. Die Anmerkungen von Herrn Haase vergessen Sie mal besser komplett. Wenn ich Zeit hätte, würde es mich als "dummen Hersteller" schon reizen mit dieser geballten Kompetenz in Sachen Flächenheizungen zu diskutieren.
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| | Zeit:
16.12.2002 12:22:18 |
Wir haben ein Tennisclubheim- topgedämmt, mit dieser Art von Fußbodenheizung ausgestattet, 16 cm XPS unter Bodenplatte, 25 - 28 cm Stahlbetonplatte, 28 m² Solaranlage mit 3000 Liter Pufferspeicher zur Warmwasserbereitung mittels Durchlauferhitzer - Prinzip und Heizungsunterstützung. Wir haben hier beste Erfahrungen gemacht. Da im Winter fast kein Betrieb ist, erfolgt die Frostfreihaltung (Raumemperaturen sinken nie unter 10 Grad Celsius trotz öfterer Nebellage)über die Solaranlge mit Heizungsunterstützung. Durch die große Speichermasse kann mit niedrigsten Vorlauftemperaturen ( max. 23 - 25 Grad, zur Frostfreihaltung reichen auch schon 15 Grad ) gefahren werden. Diese Temperatur erzeugt auch keine "geschwollenen Füße" wie sie aus den Anfangszeiten der Fußbodenheizung bekannt sind. Die Regelbarkeit ist jedoch wie schon vorher erwähnt kaum möglich, bzw. sehr träge, ein Absenkbetrieb wird daher kaum wirksam. Der solare Gewinn wird jedoch immer sofort im riesigen Speichervolumen ausgenützt.
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Verfasser: Hermann Bellinger | Zeit:
16.12.2002 13:15:46 |
Sehr geeherte Leser, seit 3 Jahren bauen wir in die Betonbodenplatte Temperaturfühler ein, je nach Größe der Heizfläche entweder 1 pro Heizkreis oder bei Hallen 2 - 4 Heizkeise pro Fühler. Mit dieser Oberflächentemperatur - Regelung haben wir ausgezeichnete Ergebnisse erzielt. Weitere Angaben unter Hermann.Bellinger@t-online.de mfg. Hermann Bellinger
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Verfasser: Reinhard Sobczyk | Zeit:
16.12.2002 15:19:35 |
Hallo Herr Christian Tietje, bei "normalen" Fußbodenheizungen haben Sie die beschriebene Trägheit. Setzen Sie Kapillarrohrmatten ein, können Sie mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten und haben eine "flinkes" System in seiner Wirkung. Bei Kapillarrohrmatten liegt der Vorlauf und Rücklauf ca. 30 mm voneinander entfernt und dadurch wird im Estrich bzw. Beton ein gleichmäßiges Temperaturfeld erzeugt mit der beschriebenen Wirkung. Holen Sie sich Informationen bei Konrad Peters Nachf. Herr Peters. Tel.: 05252 4252, Fax: 05252 1097 Peters-heizung@t-online.de
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