Ob Heizung oder Sanitär, auch jeder BAUSATZ muss dem Bedarfsfall angepasst werden.
Eins meiner Hobby-Themen: Baumärkte machen dieses Jahr voraussichtlich einen Umsatz von 50 MILLIARDEN EURO !
Wenn Handwerker an diesem Marktpotential vorbeisehen, ist dies "kurzsichtig".
Meine Annahme / Unterstellung:
Bausätze sind für den Heimwerker, die
Eigenleistung gedacht.
Was kauft eigentlich der Handwerker ? Sind dies nicht letztlich auch Bausätze, die er nur noch mit Kleinteilen und Werkzeug ergänzt ?
Unsere Erfahrung:
Der Heimwerker / Häuslebauer mit Eigenleistung überschätzt in der Regel seine eigenen Fähigkeiten und unterschätzt den erforderlichen Aufwand/Zeitbedarf und einiges an Spezialwerkzeug fehlt ihm.
Am Anfang steht bei uns dir Frage: Welches Profil hat der Kunde ?
Ist er handwerklich begabt oder gar Handwerker?
Kann er zahlen ? usw.
Weshalb fragt er nach einem Bausatz ? In der Regel stellt sich heraus, daß er nicht weiß, welches Material benötigt wird und ob diese und jene gewünschten Baugruppen zusammen passen.
Aus dieser Erhebung heraus erstellen wir dem Kunden eine Materialliste und überlassen ihm, wo er was kauft.
Unsere Preise sind bereits in dieser Liste; auch Paketpreise für einen "Bausatz" oder zumindest für Anlagenteile.
Zu einem vereinbarten Zeitpunkt bekommt der Kunde das Material (den Bausatz) vor die Türe gestellt und die Materialrechnung zur sofortigen Bezahlung gleich dazu.
Dem Material sind jede Menge Montage-/Bedienungsanleitungen beigepackt.
Bei der Montage/Installation braucht der Heimwerker jede Menge Hilfe vom Fachmann und Spezialwerkzeuge/-Meßinstrumente usw. Da helfen wir gegen angemessene Vergütung.
Da der Heimwerker auch noch Fehler macht und auch Material "vermasselt" ist regelmäßig fachliche Korrektur (gegen Bezahlung) und weiteres Material erforderlich.
Marketing beim Kunden, der einen Bausatz wünscht:
Dieser Kunde ist mündig und darf vom Fachmann nicht als Laie behandelt werden.
Mit dem Kunden gemeinsam den "Bausatz" zusammenstellen.
Mit dem Kunden gemeinsam die erforderlichen Tätigkeiten besprechen / diskutieren.
Ziel muss sein, daß der Kunde innerlich überzeugt ist, daß er selbst seine Anlage entworfen hat.
Ideen des Kunden immer mit "JA" beantworten.
(geht nicht, gibts nicht)
Bei und nach der Installation und nach der Inbetriebnahme muss der Kunde von sich selbst überzeugt sein, daß er seine Anlage eigenständig perfekt gebaut hat.
Der Kunde identifiziert sich mit seiner Anlage und ist auf seine Eigenleistung stolz und auf Dauer zufrieden und dann erfindet er immer neue
Verbesserungen (auch Schlimmverbesserungen).
Der Handwerker hat mit einem solchen Kunden kaum Schwierigkeiten; z.B. wird sich dieser Selbstwerker nie über eine "gluckernde" Heizung beklagen, weil er weiß, wo er selbst die
Luftsäcke eingebaut hat und wie man entlüftet und "nachdrückt".
Er weiß auch, daß er seinen Brenner (Gas oder Öl) nicht selbst optimieren kann, weil er das teure Messgerät für die
Abgase nicht hat.
Er weiß auch, wen er fragen kann, ohne als "blöder Laie" behandelt zu werden.
Eine spezielle Kategorie unter den Heimwerkern/Häuslebauern bekommt von uns nicht einmal ein
Angebot:
10 und mehr Firmen werden angefragt: was kostet mich das ?
Mit etwas Gefühl (Nasenfaktor) ist erkennbar, daß diese Menschen Material weit unter Preis ramschen wollen und das sind die gleichen Leute, die wegen eines Lackkratzers eine ganze Anlage nicht bezahlen und letztlich höchstens 90% bezahlen und lange Jahre unberechtigte
Garantieleistungen abfordern usw.
Besonders übers
Internet per email kommen derartige Anfragen. Da ich mir die "Kopfzeilen" der emails grundsätzlich ansehe, konnte ich häufig feststellen, daß Anfragen regelrechte Rundsendungen waren; bis zu 40 Firmen wurden mit dem gleichen Text angefragt.
Mein Vorschlag:
Die Materialliste (individuell zusammengestellt) in BAUSATZ umtaufen und jeder kann Bausätze liefern.
MfG Udo
Rostek