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Einrohr-/Zweirohrheizsytem mit weit überhöhtem Wärmeverbrauch
Verfasser:
Eugen Bär
Zeit: 20.12.2002 11:54:10
0
5105
Wer weiß Rat?
Beim Ablesen des Wärmemengenzählers einer Maisonettewohnung (Neubau, Erstbezug, Gaszentralheizung) wurde ein Verbrauch von 12.200 kwh festgestellt. Der abgelesene Verbrauch der Nachbarwohnungen liegt bei 3500 bis 8200 kwh.

Hierzu folgende Hintergrundinfos:
- Kombination von Einrohr- und Zweirohrheizanschlüssen
- 1 Verteilerkasten im Flur mit 1 Wärmemengenzähler und Verzweigung in 7 Leitungen zu 10 Heizkörpern und 1 Badfußbodenheizung.
- Heizverhalten während der Heizperiode: Wochentagsüber 1-2; abends und Wochenende 2,5-3

Die Prüfung des Wärmemengenzählers/Verbrauch ergibt:
- Hochgerechnet auf ein Jahr fällt allein ein Verbrauch von rund 8.700 kwh (Grundwärme) an bei abegestellten Heizkörpern.
- Maximaler Durchfluß = 0,736 m³ /Std.

Sonstiges:
- Die Rohre zu den Heizkörpern sind auch bei abgeschalteten Heizkörpern immer heiß.
- 2 Heizkörper im DG werden nach Einschalten trotz Entlüftung nicht vollständig heiß.
- Der Heizungsbauer hält den beschriebenen Sachverhalt für normal und verweigert eine Überprüfung.

Weitere Details auf Wunsch.
Danke und Grüße! Eugen Bär


Verfasser:
Uwe Bartel
Zeit: 20.12.2002 17:36:13
0
5106
Hallo,

eine FRage dazu hätte ich erstnoch, wie groß ist die Wohnung?
Aber das wahrscheinlich erstmal Nebensache, da in einer Nachbarwohnung, bei angenommener gleicher Größe, weniger Energie gebraucht wird.

Wenn der Grundbedarf so hoch ist, dann werden wohl die Verluste im Fußboden, wo die Rohre wahrscheinlich verlegt sind, so hoch sein.
Daran wird man wohl erstmal nichts ändern können, desweiteren können auch andere Nutzungsgewohnheiten die Ursache sein.

Das hilft Ihnen aber alles noch nicht viel weiter, deshalb habe ich aus der Ferne folgenden Vorschalg,
versuchen sie am Verteiler die Wassermenge soweit zu drosseln, das die Heizkörper gerade noch ausreichend mit Wasser versorgt werden.
Das merkt man im schlimmsten Fall daran, das die Raumtemperatur bei starker Kälte nicht mehr ausreichend ist.
Weiterhin kann man im Sommer, wenn sowieso alle Heizkörper nicht benutzt werden, den Verteiler ganz schließen, und schon hat man auch keine Verluste.
Das das nicht gerade die tollsten vorschläge sind, weiß ich selbst, aber ohne an den Leitungen etwas zu verändern wird man wohl nicht viel machen können.

Mfg Uwe Bartel

Verfasser:
Eugen Bär
Zeit: 23.12.2002 10:44:10
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5107
Hallo Herr Bartel,
Danke für Antwort. Zu Ihrer Frage bzw. Ihren Vorschlägen:
- Es handelt sich um eine Maisonettewohnung (2. OG und DG, ca. 94 qm anrechenbare Wfl.) Die Heizkörperverteilung ist: 7 Heizkörper im 2. OG, davon 1 Badfußbodenheizung und 4 Heizkörper im DG.
- Zur Annahme, daß die Wärmeverluste über die Fußbodenrohre zu erklären sind: Das ist durchaus möglich, da manche Böden teilweise ungewollt beheizt sind aufgrund der darunter verlegten Rohre. Könnte es sein, daß dieses System in der Form nicht für diese Wohnung geeignet ist (lange Rohrwege, 2 Etagen)?
- Den Vorschlag, die Wassermenge zu drosseln, halte ich für problematisch, da 2 Heizkörper im DG zeitweise bereits jetzt nicht vollständig heiß werden (trotz Entlüftung). Es ist aber ein Versuch wert.
- Der Vorschlag, den Verteiler ganz zu schließen, ist eine gute Idee, die bereits seit diesem Sommer praktiziert wird. Die tatsächlichen und hochgerechneten Einsparungen sind leider nur geringfügig.

Viele Grüße
Eugen Bär

Verfasser:
Eugen Bär
Zeit: 06.01.2003 13:02:03
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5108
Gibt es weitere Ideen/Vorschläge hierzu?

Verfasser:
Mathias
Zeit: 06.01.2003 22:56:50
0
5109
Hallo Herr Bartel,

wie sind denn Ihre Heizkörper angeschlossen?. Wenn Sie mit sogenannten Hahnblöcken (ist so ein kleiner Anschlussbock unter oder neben dem HK mit mit einem Rohr zum Ventil entweder im oder neben dem HK)hätte ich vielleicht eine Erklärung. Sie haben geschrieben, das die Rohre zu den HK auch heiß sind wenn Sie diese zugedreht haben. Bei den Hahnblöcken für Einrohrbetrieb haben Sie immer ein Zirkulation! Funktioniert im Prinzip so, Vorlauf geht am Verteiler los zum ersten Hahnblock auf der linken Seite rein rechts wieder raus zum nächsten Hahnblock links rein, rechts raus ...und so weiter. Vom letzten Hahnblock geht es dann an den Rücklauf vom Verteiler. Wenn Sie ein HK- Ventil aufdrehen wird ein Teil des Wasser durch den HK geleitet und dadurch wird er warm. Die Zikulation Vorlauf - Hahnblock - Rücklauf können Sie nicht unterbinden. (oder am Verteiler zudrehen.) Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt und konnte weiterhelfen.

mfg Mathias

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lowenergy schrieb: Grundsätzlich ist letzendlich die real benötigte elektrische Gesamtantriebsenergiemenge ausschlaggebend! Da beim Luftwärmepumpen logischerweise der Kältemittelverdampfer, je nach klimatischen Bedingungen...
Pluto25 schrieb: Weshalb schaltet die Pumpe bei über 50K Differenz ab? Diese Funktion mal außer Kraft setzen. Mit etwas Glück spült sich die Anlage dann wieder frei, in jedem Fall würde wenigstens wieder Wärme runterkommen...
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