| | | | Zeit:
20.07.2003 14:17:34 |
Zurück zum Thema, wie speichert man den Solarstrom: Es gibt auch noch eine andere Speichermöglichkeit, welche in der Lage ist, mit höchster Effizienz den Strom zwischenzuspeichern und auch wiedergeben zu können: Ein Schwungrad, in Vakuum verpackt, "ordentlich" gelagert, kann sowohl höchste Leistungsangebote aufnehmen und auch abgeben. Die elektrischen Umwandlungsverluste dürften in der Kette (rein/raus) unter 10 % liegen. Geeignetes Material für das Schwungrad wären z.B. Kohlenstoffasern. Damit lassen sich Umfangsgeschwindigkeiten von etwa 1000 m/s erreichen, womit sich dann etwa 0.1 kWh/kg einspeichern lassen, ist also nicht schwerer als ein Akku gleicher Größe, hat aber weniger Verluste. Nur gibts das wahrscheinlich noch nicht. Was aber nicht ist, kann ja noch werden. @Steinbock: Watt sind W, also Leistung, und ich sprach von Leistung, nämlich daß vom durchschnittlichen Leistungsbedarf eines BRD Haushaltes nur 135 W durch die Kernenergie gedeckt werden! 3500 kWh/8760h x 1/3 = 0.133 kW also 133 W, ich habe mir dann erlaubt, auf 135 W aufzurunden! Oleg Stolz |
| | Zeit:
20.07.2003 14:25:33 |
Ihre Schwungradspeicher sind ein alter Hut! Wenn sie wirtschaftlich wären, gäbe es längst ein Markt dafür.
Noch mal zu den 135 Watt Stromanteil: Sie können eben nicht ein einziges Watt ersetzen, außer sie zwingen die Leute im Winter zu frieren und im Dunkeln zu sitzen!
Ein entsprechendes Getzt werden die Grün-Roten aber bald verabschieden!
|
| | Zeit:
20.07.2003 14:45:43 |
@Steinbock
Sehr geehrter Herr Steinbock,
ihr Argument, das PV-Anlagen nichts taugen weil Nachts die Sonne nicht scheint zeigt wie tief sie in die Thematik eingestiegen sind.
Ich würde ihnen ja wünschen dass ihnen eines ihrer heißgeliebten AKW's mal mächtig um die Ohren fliegt, vielleicht würden sie dann kapieren warum die Mehrheit der Bundesbürger von Atomenergie nichts hält. Aber dabei kämen zuviele Unbeteiligte zu Schaden, daher werde ich es auch weiterhin nicht unterlassen hier ihre Pseudoargumente offenzulegen.
Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
20.07.2003 14:46:02 |
@Steinbock
Im übrigen wäre aus den von mir gemachten Angaben (die ich sogar mit Dimensionen versehen habe), leicht zu erkennen gewesen, daß alle Angaben richtig sind. Nur für jemanden, der gewohnt ist mit "Zehnt" zu rechnen, und (leider nicht) alles auf auf eine monetäre Einheit umrechnet, mag da Schwierigkeiten haben. Ihren bisherigen Äußerungen ist dabei zu entnehmen, daß eine kWh soundsoviel wert ist, ein Menschenleben aber mit Null Wert anzusetzen ist. Meine frühere Aussage bezügl. Ihres Outens, wo Sie sagten, mit atomaren Sicherheitsangelegenheiten beschäftigt gewesen zu sein, nehme ich zurück. Ich kann mir jetzt nicht mehr vorstellen, daß Sie es nur mit der Standsicherheit des Zaunes um das AKW herum zu tun hatten, sondern höchstens noch mit der Farbgebung des Zaunes beschäftigt waren. Diese Meinung resultiert aus Ihren kompetenten Antworten im Thread "Stromversorgung leidet unter Windkraft". Auf meine dortigen einfachen Fragen konnten Sie nämlich überhaupt nichts antworten. |
| | Zeit:
20.07.2003 17:31:11 |
Hallo Herr Lieser, ich würde da lieber wünschen, daß so ein AKW Herrn Steinbock mal auf die Füsse fällt, an einen GAU darf man nichteinmal denken (was die Kernenergiebefürworter ja auch so handhaben). Richtig schöngerechnete GAU-Auswirkungen gehen von einem Wirkungsradius von nur 30 km aus. Dabei muß man noch wissen, daß dabei ein GAU nicht das ist, was wir uns darunter vorstellen, sondern das, was die Atomindustrie sich darunter vorstellt, und dies ist eben nur der größte "anzunehmende" Unfall. Deshalb wird Tschernobyl ja nicht als GAU bezeichnet, sondern als Super-GAU, weil das, was da passiert ist, eben über das Vorstellungsvermögen der schönrechnenden "Experten" hinausgeht. Bei einem GAU (nicht Super...) wären demnach rund 3000 km² verloren, wahrscheinlich (da sehr schön gerechnet) eher das zehnfache. Je nachdem wie krumm es kommt, könnte auch die gesamte BRD unbewohnbar werden. Somit hätten wir einen Haufen Probleme gleichzeitig gelöst, zumindest in der BRD gäbe es dann keine Energieprobleme mehr und die Arbeitsämter hätten auch keine Arbeitslosen mehr zu beklagen. Ach so, noch was: Diese 3000 km² könnten aber auch den gesamten Strombedarf der BRD decken (mit Solarzellen), ohne Risiko!!!! Oleg Stolz |
| | Zeit:
20.07.2003 18:53:43 |
PV- Anlagen müßten preiswerter und effizienter sein, aber genau das versuchen die leute zu verhindern die aus kohle oder atomkraft strom machen. wir könnten schon weiter sein in der PV technologie wenn da nicht die energiemultis wären die es immer wieder zu verhindern wissen. genauso wie sie uns weismachen wollen das sie sich freuen wenn wir stromsparen. dabei wollen sie doch strom verkaufen. ich wohne an so einem riesen braunkohle loch und wenn ich daran denke das aus dem dreck den sie da herausholen noch mehr dreck wird wenn er verbrannt wird dann tut es mir leid das sie meine heimat dafür wegbaggern. Aber ich bin noch nicht davon überzeugt das auch nur ein gramm weniger kohle gefördert wird wenn wir die PV anlagendichte um ein vielfaches steigern würden. aber hoffnung habe ich da immer noch. mit energiesparenden grüßen
pit bergstein
|
| | Zeit:
20.07.2003 20:15:40 |
Hallo Pit, Ihren Pessimissmus in Ehren, aber, wenn ich auch so in "Gramm" mal rechne, sind es doch einige, welche sich einsparen lassen: 1 m² PV erspart dann rund 60 000 Gramm Braunkohle, je Jahr. Da nur soviel Strom erzeugt wird, wie verbraucht wird, macht sich das sofort bemerkbar. Ist doch schon was? Oleg Stolz |
| | Zeit:
20.07.2003 20:26:21 |
@Pit schön auch mal wieder zu lesen dass jemand Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken für nicht zeitgemäß hält! Ihre Kritik an der Verhinderungspolitik der großen Energieversorger kann ich nur unterstreichen. Bei uns in Köln hat die GEW auch versucht uns einen haarsträubenden Einspeisevertrag aufzuzwingen; ohne Erfolg. Gegen "die Großen" gibt's aber Abhilfe: Wechseln! Nicht zu Yello und anderen Egalstrom Anbietern (die letztenendes doch wieder zu den Großen gehören) sondern zu den "Stromrebellen": Elektrizitätswerke Schönau ( www.ews-schoenau.de/). Sie kriegen den selben Strom wie bisher, denn er hat natürlich _keine_ Farbe, aber sie unterstützen mit ihren Stromkosten einen Energieversorger der sich _für_ die Erneuerbaren einsetzt statt dagegen. Und wenn sie Strom sparen reduzieren sie auch ihre Stromrechnung denn der monatliche Festbetrag ist bei der EWS sehr niedrig so daß sie bei wenig Verbrauch auch wenig bezahlen. Bei "den Großen" lohnt sich das Stromsparen nicht linear. Sonnige Grüße, Stefan Lieser
|
| | Zeit:
20.07.2003 20:47:52 |
Von dem unsinnigen Beitrag vom 20.07.2003 14:25:33 möchte ich mich distanzieren, ich bin nicht der Verfasser und möchte mit dem Schreiberling bitte nicht verwechselt werden!
Oleg Stolz
|
| | Zeit:
06.08.2003 00:59:32 |
Hallo, nochmal zum Thema: Solarstrom Speichern. Da gibt es noch eine ganze Menge von Möglichkeiten: -SuperKondensatoren -die verschiedensten Arten von Akkumulatoren -supraleitende speicherkreise ...ist aber alles noch Zukunftsmusik. Und bleibt es vielleicht auch für immer. Aber man müsste halt mal so fördern wie damals bei Atomkraft, aber das geht wahrscheinlich nur, wenn nebenbei noch Sprengkraft rausspringt oder man sonstwie das Militär darauf heiss machen kann. By the way, die Speicherung dürfte meiner Meinung nach auch ruhig etwas teurer sein, denn ich habe dadurch ja auch komplette Energieautonomie. Wow. Was für ein gutes Gefühl wäre das, wenn ich weiss, das meine Haustechnik funktioniert, obwohl irgendjemand Graphitbomben über dem Stadtwerk ablässt. Das wär mir schon mal ein paar Euros wert. Alle anderen ohne Licht und ich kann sogar Krieg im Super-Nintendo spielen während es draussen kracht. Das wärs doch. Dann würde auch die thermische Solaranlage noch funzen und beim Nachbarn bleibts kalt, weil sich die Pumpen nicht drehen. Und im Friedenfall wirds vielleicht trotz der Speicherpreise auch recht lohnend, wenn man sich überlegt wieviel am Strompreis die Herstellung ist und wieviel Zentralnetz-aufbau-pflege-werbung-rechnungverschicken-lobbyarbeit. Also im Ernst, im Speichern sehe ich die Zukunft. Und ich denke auch, dass eine Menge Leute die gleichen Bedürfnisse haben wie ich. Warum zieht man sonst in ein schönes Einfamilienhaus. Unabhängigkeit. Endlich frei, mein eigener Herr - oder wie die immer so schön für Bausparverträge werben. so das wars erstmal von mir gruss wilhelm
|
| | Zeit:
07.08.2003 12:04:27 |
Hallo Wilhelm, genau meine Gedanken und Bestrebungen. Wenn du mal über die idealen Speicher stolperst sag unbedingt bescheid!!! Momentan versuche ich deshalb erstmal auf so viel wie möglich verschiedene Energiequellen zu setzen. Wind Sonne Biomasse? (zukünftig, wenn sich etwas günstiges bietet) Ich kenne aber nur eine Landesbauordnung, die das Aufstellen von Kleinwindrädern (bis 10m Nabebhöhe) ohne Baugenehmigung erlaubt: Sachsen-Anhalt. (im gegensatz z.B. zu Meck-Pom oder Brandenburg) Es lebe die Autarkie Grüße Lars
|
| | Zeit:
09.08.2003 00:39:25 |
ja, klar. Aber wenn da was gefunden wird, dann ist das bestimmt ne Titelseiten Meldung. Obwohl, kann ja auch sein, dass das ganz leise, still und heimlich kommt. Beim Elektroauto dachte ich z.B. auch, dass es einfach an "der" fehlenden Stromspeichertechnologie liegt, dass es sich noch nicht durchgesetzt hat. Aber Pustekuchen, vor kurzem erst hatten irgendwelche Forscher einfach mal eine Kombination aus 3 verschiedenen Technologien eingebaut (Kondensator für Beschleunigung= hoher Bedarf, Bleiakku für die Ausdauer und noch was, hab ich aber vergessen) und damit kam es dann auf 400 km Reichweite und vom Benziner gewohnte Beschleunigungswerte. Muss man aber auch erstmal drauf kommen. Aber nochmal zur Diversifizierung der Stromquellen. Also gibt es da nicht auch so Windkraftanlagen, die sich so wie eine Werbescheibe vor dem Kiosk im Wind dreht. Sowas könnte man sich doch aufs Dach schrauben. Hab erst kürzlich was drüber gelesen, die sollen sogar nahezu lautlos sein, was ja aufm Dach relativ wichtig wäre, wenn man darunter schlafen möchte. Allerdings hab ich keine Ahnung, was die für ne Leistung bringen (wahrscheinlich eher gering, aber ist ja auch nur für den Eigenbedarf)- ach und die sollen sich auch bei kleinen Lüftchen schon drehen und Sturm ist denen auch Schnuppe. Vielleicht hat ja mal jemand einen Link parat? Ich hab leider kein Fachbegriff zur Hand über den man danach googeln könnte. wilhelm
|
| | Zeit:
27.10.2006 14:28:38 |
Ob andere Verbaucher für den Solarstrom mehr an die Energiekonzerne bezahlen, die damit die Vergütung für den Solarstrom zahlen oder ob Steuerzahler das an den Staat zahlt der das Solarstrom-Subvention zahlt ist doch das Gleiche. Die Bürger werden gezwungen eine idiologisch motivierte Zeche zu zahlen. Wenn Solarstrom für die Umwelt gut wäre, müsste wenigstens Pflicht werden erstmal den eigenen Haushalt damit zu versorgen.
|
| | Zeit:
29.10.2006 08:58:48 |
Einige hier im Forum haben immer noch nicht begriffen um was es hier wirklich geht. Nicht um Zwangsabgaben und die Schaffung neuer Steuersparmodelle. Ziel ist die Schaffung einer neuen Energieinfrasruktur. Leute in wenigen Jahrzehnten ist das Öl alle !!! Da tun wir gut daran bereits heute über Förderprogramme Altenativen in größerem Maßstab einzuführen. Neben der eigentlichen Stromerzeugung gibt es aber nich mehr Vorteile. Die viele dezantralen Anlagen sorgen dafür, dass weniger Strom über große Entfernungen transportiert werden muss. Die Folge sind weniger Verluste und weniger Investitionsbedarf in Überlandnetzte. Zwar mach das im Moment nur irgendwas im einstelligen Prozenbereich aus, aber das wird mehr werden. Weiterhin kann der ungeliebte Blindstromanteil gleich in den Transwertern und Generatoren kompensiert werden als bis zu einem großem Kraftwek zig Kilometer weit die Leitung zu belasten.
|
| | Zeit:
20.11.2006 14:07:03 |
Das mit der Speicherung habe ich auch schonmal überlegt und mit ner Solarfirma aus Köln, komm nicht auf den Namen darüber gesprochen: Ich wollte mein Jahresstromverbrauch 4500-5500 KwH in "Akkus" packen und den Strom gänztlich abmelden - jeahh. Zur Sicherheit sollte die PV Anlage im Jahr ein mittleren Ertrag haben der ausreicht um ende Sommerzeit den Akku voll zu haben. Möglich ist das, aber: Der Mann schätzte die Haltbarkeit der Akkus auf 5-10 Jahre bei DER belastung der sie im EFH ausgesetzt sind. Schlichtweg es würde sich definitif nicht lohnen. Anders sähe das aus wenn man sein Haus umrüstet und einen Teil 12-24Volt (Licht) und 240 Volt, dazu mit Gas oder Holz kocht und backt. Umwelttechnisch aber auch eine Katastrophe, Herstellung, Entsorgung..... Schade, war ne schöne Idee, vielleicht gibts ja mal nen 6 Megawatt Akku, 30 Jahre Garantie und kannst du im garten verbuddeln wenn kaputt, wird zu guter blumenerde :o)) |