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Estrichzusatzmittel
Verfasser:
M. Thomsen
Zeit: 23.03.2004 16:10:30
0
55239
Hallo,

habe eine Grundsätzliche Frage: Sind Estrichzusatzmittel bei einer Fußbodenheizung mit Fließ- oder Zementestrich vorgeschrieben?
Ist für die Zugabe der Estrichleger oder Heizungsbauer verantwortlich?

Habe leider einen ähnlichen Fall wo Risse entstanden sind im Estrich. Mit einer nachräglichen Dehnfuge bekommt das in Griff.

Danke

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 23.03.2004 16:18:05
0
55240
Grundsätzlich haben mal beide Dinge nichts miteinander zu tun.

Eine Dehnfuge dient dazu die Dehnungsbewegungen auszunehmen und der Estrichzusatz soll die Güte des Estrichs verbessern, wirkt sich aber auf das Dehnungsverhalten des Estrichs so gut wie nicht aus.

Der Estrich reisst immer, wenn er keine Möglichkeit hat sich auszudehnen.
Wenn der Estrich die falsche Güte hat, reisst er zwar auch, aber dann kann die ganze Konstruktion entsorgt werden.

Risse im Estrich sind meistens auf fehlende oder unzureichende Dehnfugen (an der Wand oder innerhalb der zu großen Estrichflächen) zurückzuführen.

Wie sowas richtig gemacht wird, kann in der Bibliothek hier nachgelesen werden, da hats so min. 6 oder 8 Pdf-Dokumente des Verbands der Flächenheizungshersteller. Die warten nur drauf gelesen zu werden.

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
M. Thomsen
Zeit: 23.03.2004 16:27:48
0
55241
Ob Estrichzusatzmittel vorgeschrieben sind habe ich nicht finden können.

Als denke ich mal nicht vorgeschrieben.

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 23.03.2004 17:25:26
0
55242
Es gibt verschiedene Zusatzmittel je nach FBH Hersteller

hier mal ein kurzer Überblick.

1. Estrichkomponente P
- Verbesserung der Fließfähigkeit und Verarbeitbarkeit
- Homogenisierung des Estrichgefüges
- Verbesserung der Biegezug- und Druckfestigkeit
- Verbesserung der wärmetechnischen Eigenschaften
- Geeignet für alle Zementestriche

2. Estrichkomponente Mini mit Kunstst
- Erstellung von dünnschichtigen Estrichen
- Erhebliche Erhöhung der Biegezug und Druckfestgkeit
- Reduzierung der Menge des Anmachwassers
- Verbesserung der Verarbeitbarkeit
- Verminderung der Rissbildung während des Trocknungs- und Aushärtungsprozesses
- Geeignet für alle Zementestriche

3. Estrichkomponente Quick
- Beschleunigung des Austrocknungs- und Erhärtungsprozesses von zementgebundenen Heizestrichen ZE 20
- Plastifizierung zur leichteren Verarbeitung
- Einsparung von Anmachwasser

Es kommt drauf an, was die Zusätze bewirken sollen. Sie verbessern in der Regel die Belastbarkeit und die Konsistenz des Estrichs. Sie verhindern aber grundsätzlich nicht Rissbildungen durch fehlende Dehnungsfugen und/oder zu geringe Dehnungsmöglichkeiten beim Einsatz von *Spielzeugranddämmstreifen*.

Muckefuck-Spar-Randdämmstreifen die bei normalen Estrichen eingesetzt werden, taugen nichts für FBH-Konstruktionen.
Fehlende Dehnfugen sind durch nichts zu ersetzen als durch Dehnungsfugen. Wers nicht glaubt, wirds später feststellen.

Gute Estrichleger und Heizungsbaufirmen wissen das und richten sich danach.....normalerweise hat der Architekt/Bauleiter auch ein Auge drauf...und wenn es ordentlich gemacht wird, kann eigentlich *fast nichts* daneben gehen, ausser.....wie immer eben ;-))

Gruß
Achim Kaiser


Verfasser:
Michael Koch
Zeit: 23.03.2004 20:39:02
0
55243
Zu Estrichzusatzmittel gibt es keinen besseren Ansprechpartner als die Firma Estrolith. In Sachen Fußbodenheizung eine Firma 'der ersten Stunde'.
Nützlicher Link: www.estrolith.de

Ein rissefreier Heizestrich ist so gut wie nicht herstellbar. Beim Austrocknen können unkontrollierbare Schwundrisse entstehen. Deshalb gilt ein Heizestrich auch erst als 'rissefrei' nachdem die Risse V-förmig freigelegt und mit Kunstharz 'kraftschlüssig' geschlossen wurden.
Hat mit Dehnfugen nichts zu tun. Dehnfugen sowie Randfugen und Estrichfelder müssen der DIN 18560 entsprechen - bei zementgebundenen Estrichen als auch bei Anhydritestrichen.

Infos müsste es beim Estrichlegerverband geben (war früher in Troisdorf).

mfg
Michael Koch

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