Prinzipiell, und das hast du auch schon so erkannt Jochen, ist es sinnvoll eine FBH durchgängig zu betreiben und nich immer "auf" und "ab" zu heizen. Allein auch im Hinblick auf Ausdehnung im Fußboden, und daraus resultierenden Dehnungsrissen an
Fliesen etc.
Soo nun ist die Problematik natürlich wie von dier beschrieben, nachts ist es draußen kälter, also erhöhte
Vorlauftemperatur gegenüber Tagesbetrieb, was ja nicht unbedingt gewünscht ist.
Jetzt ist das
Regelungskonzept als Maßgebliche Komponente gefragt. Was kann der
Regler, und welche Parameter sind ihm vorgegeben worden.
Nehmen wir mal als Beispiel der HS2107 von Buderus, der richtet sich nicht nach den aktuell gemessenen Außentemperaturen, sondern errechnet den Mittelwert der Außentemperaturen der letzten 24 Stunden und nimmt diesen Mittelwert als Regelgröße. Es wirs also dabei berücksichtigt, dass das Gebäude, und spezeill bei FBH der Fußboden, sehr hohe Pufferfunktion beinhalten. Platt gesagt, es ist nicht sofort warm im Haus wenn morgens die Sonne aufgeht, und es ist nicht sofort kalt im Haus wenn abends die Sonne unter geht. Diese Speicherfunktion ist also berücksichtigt.
Wie das andere Hersteller im Detail lösen kan sicher der eine oder andere Kollege hier besser erklären, denn jeder hat da so seine Hersteller mit denen er mehr zusamen arbeitet und daher die einzelnen Funktionen besser beurteilen kann.
Wenn der bei euch eingesetzte Regler diese Mittelwertfunktion nicht hat, kann man immer noch zur vorhandenen Außentemperatursteuerung einen Raumfühler ergänzen und eine Sollwertkorrektur über die gemessene Raumtemperatur herbeiführen, das geht bei fast allen gängigen Reglern, der nahmhaften Hersteller. Jetzt wird es draußen kalt, und die Kennlinienfunktion setzt die Vorlauftemperatur hoch, gleichzeitig sagt dann aber der Raumfühler "Haaaalt, soooo kalt isses hier nit, da müssssen mer garnet soooo hoch mit der
Temperatur". Und schon sieht die Sache viel besser aus.
Welcher Regler von welchem Hersteller ist denn bei euch eingebaut?
Gruß Alfons