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30.04.2004 08:47:11 |
ich soll einen ca. 30 m² großen kellerraum auf einer temperatur von maximal +15°C halten und dies mit möglichst geringem investitionsaufwand, da diese temperatur nur wenige wochen im hochsommer überschritten wird. die mir bekannten klimageräte haben einen einsatzbereich bis +17°C. wer hat eine lösung für dieses problem?
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30.04.2004 13:39:11 |
wir haben für Partys in solchen Fällen schon mal einfach ein Split gerät genommen, Thermostat raus und ein einfaches externes Thermostat angeklemmt. Das Gerät hat nie Schaden genommen, da in dem Keller ja keine allzu großen Temperaturen ausgeglichen werden müssen. So wie Du das beschreibst, scheint der Keller ja von sich aus auch nicht allzu warm zu werden. Fenster und Türen dicht, dann müsste das mit einem normalen Klimagerät funzen. |
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01.05.2004 14:44:18 |
internen thermostat raus und extern rein, ganuz gut und schön...bei 15C kann es passieren das die verdampfung in die vereisung kommt..verdampfer vereist...also vorsicht bei zu hoher raumfeuchte.
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Verfasser: me. S. Hohwiller | Zeit:
01.05.2004 18:26:43 |
Hallo Roland, das ist normalerweise nix für ein Klimagerät sondern nur was für eine Kälteanlage! Egal ob nur für ein paar Tage im Jahr oder mehr. Wenn du es fachlich richtig machen willst und auf Regressansprüche etc. verzichten willst, dann braucht dein Kunde eine Kälteanlage! Die kostet richtig Geld, wird vom Kälteanlagenbauer geplant und montiert. Ist es für den privaten Gebrauch, dann sag deinem Kunden keine 15°C zu, da eine Klimaanlage nur eine bestimmte TemperaturDIFFERENZ erzeugen kann. Je höher die Außentemperatur, desto höher auch die Raumtemperatur. Bei 40°C im Sommer, wirst du auch Probleme haben auf 17°C zu kühlen. Nur mit einer Kälteanlage ist es möglich eine konstante Temperatur von 15°C über das ganze Jahr zu halten. Für was soll`s denn sein? Mfg. me. S. Hohwiller
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| | Zeit:
01.05.2004 19:45:40 |
Soll das evtl ein Weinkeller werden?
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03.05.2004 15:29:13 |
danke für eure meldungen, ich bin nach dem langen wochenende erst heute wieder online. es ist leider kein privater weinkeller, sondern der lagerraum einer apotheke, also gewerblich genutzt. die 15 °c werden vorgeschrieben und sollten bei eventuellen kontrollen natürlich auch nicht überschritten werden. das mit dem externen thermostat scheint mir in diesem fall etwas riskant, ich glaube ich werde mir hier lieber nicht die "finger verbrennen".
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Verfasser: me. S. Hohwiller | Zeit:
03.05.2004 22:48:55 |
Hallo Roland,
wer schreibt die 15°C im Lagerraum der Apotheke vor?
Mfg. me. S. Hohwiller
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| | Zeit:
03.05.2004 23:26:29 |
Hallo Roland, von der Leistung her tut´s das kleinste normale Klimagerät. Das einzige Problem könnte sein, daß der Keller zu kalt wird, wenn es nicht abschaltet bzw. daß es abschaltet, weil es ihm schon zu kalt erscheint. Falls es Probleme mit dem Einstellen der Solltemperatur geben sollte, schwindle dem Temperaturfühler einfach etwas vor. Wenn der Sensor zugänglich ist, kann man ihm mit einem kleinen Heizwiderstand einheizen und ihm so eine grundsätzlich höhere Temperatur vorgaukeln, also z.B. 10° wärmer, als es tatsächlich ist. Dies geht unabhängig vom Sensortyp und von der Elektronik muß man da auch keine Ahnung haben. Als Klimagerät könnte man das kleinste Inverter-Split Gerät von Panasonic nehmen. Oleg Stolz www.oekoluefter.de
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Verfasser: me. S. Hohwiller | Zeit:
04.05.2004 09:08:26 |
@Oekolüfter: Stößt ein Klimagerät, wenn im Sommer 40°C sind, nicht an seine Grenzen? Ich dachte immer, daß ein Klimagerät nur eine bestimmte Temperaturdifferenz zwischen drinnen und drausen bringen kann. Also je wärmer drausen auch gleich wärmer drinnen. 15°C sind, wenn man`s richtig machen will nur mit einer Kälteanlage konstat zu halten. Abgesehen von der lebensdauer eines "umgebauten" Gerätes, gehtt`s hier sicherlich auch um Regressansprüche, wenn`s im Sommer die Arzenei nicht richtig kühlen kann. Auf 30m² kann man eine Menge Geld in Arzeneimittel Lagern. Es geht ja schlieslich nicht um einen Hobbyraum! Mfg. me. S. Hohwiller
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| | Zeit:
04.05.2004 18:01:18 |
@me. S. Hohwiller Soweit ich Rolands ersten Beitrag verstanden habe, will er im Umluftbetrieb Kühlen. Selbst OHNE Klimatisierung würde der Keller nur wenige Wochen im Hochsommer mehr als 15°C erreichen - drum wird kaum Leistung benötigt. Wie es allerdings mit Frischluftzufuhr aussieht steht auf einem anderen Blatt. Bernhard
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| | Zeit:
04.05.2004 20:58:17 |
Hallo me.Stefan Hohwiller, Roland sagt, im Keller wird es 17 ° warm. Dies bedeutet eigentlich, daß bereits ein offenstehender Kühlschrank, wenn er seine Kondensationswärme in´s Freie abgeben könnte, ausreichen dürfte, um den Keller unter 15°C zu halten. Die Erdreichtemperatur um die Kellerwände und Boden wird auch schon nicht höher als 15°C im Maximum sein. Der hauptsächliche Wärmeeintrag wird über die Kellerdecke und etwas Wärmeleitung der Außenmauern geschehen. Wenn ich in den darüberliegenden Räumen 30°C annehme und eine miserabel unisolierte Kellerdecke mit Ud=2 W/m²K annehme, bekomme ich einen Wärmeeintrag von höchstens 900 W. Die 17° Kellertemperatur sprechen allerdings noch für einen wesentlich niedrigeren Wärmeeintrag, weshalb ich den offenen "Spezialkühlschrank" bereits als ausreichend angeführt habe. Weiter ist die enorme Speicherkapazität des Kellers mit dem umgebenden Erdreich zu berücksichtigen. Die Zeitkonstante dieses Systems dürfte bei rund 100 h liegen. Dies bedeutet, daß sich die Kellertemperatur praktisch kaum ändert, wenn es draußen für einige Stunden mal tatsächlich 40° haben sollte (hatten wir aber noch nie!). Anschließend kommt aber die Nacht mit kühleren Temperaturen. Das wärmste Nachtminimum, welches ich einmal gemessen habe, waren 24°C. Für Berlin werden z.B. nur 22 h mit Temperaturen über 30° angegeben, sodaß dies in Verbindung mit der Kältespeicherung des Kellers überhaupt kein Problem sein wird. Zu den Temperaturen am Klimagerät: Auf der kalten Seite geht man von einer Raumtemperatur von 27°C aus, die Einblastemperatur beträgt dann etwa 19°. Die Verdampfertemperatur liegt aber noch wesentlich tiefer. Die Leistungsangabe des Gerätes wird bei 35°C Außenlufttemperatur angegeben. Bei solchen Verhältnissen sehe ich kein Problem (bis auf die eventuelle Raumtemperatursensorüberlistung), auch auf 15° und tiefer herunterzugehen zu können. Oleg Stolz www.oekoluefter.de |
| | Zeit:
07.05.2004 18:28:02 |
also die ausführungen des kollegen stolz halte ich teilweise für sehr abenteuerlich. problemlos ist doch eine klein-kälteanlage, verdampfer/luftgekühlten verflüssiger....verdampfer mit abtauheizung.. fertig ist der laden. ich habe das in so einem kleinen raum auch schon gemacht..gibt eben keine probleme...ja ja...der nachbarkeller wird wärmer....du meine güte...das sollte wohl nicht das problem sein. übrigens: wie kühlt herr apothekér denn sein laden?? hat er dort auch die vorgeschrieben temperaturen??(max.23grad) schönes we
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| | Zeit:
07.05.2004 18:44:01 |
@ oekoluefter, bei 2 Grad Abkühlung reicht doch schon ein einfacher Lüfter der den Raum einfach nur 3 mal in der Stunde umwälzt, evt. mit Abluft. Einfache Steuerung über einen Raumthermostat. Wirkung wie das Pusten in einen warmen Teller Suppe. Bei der geringen Absenkung würde ich keine Probleme sehen, und trocken ist auch. W. Mo.
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| | Zeit:
07.05.2004 19:11:43 |
Hallo JO, "also die ausführungen des kollegen stolz halte ich teilweise für sehr abenteuerlich." Ich nehme mal an, dies bezieht sich auf den "Spezialkühlschrank". Aber bitte beachten, daß ich im Konjunktiv majestatis geschrieben habe:-) Dies sollte nur demonstrieren, daß bereits eine minimale Kälteleistung für die Lösung dieses "Problems" völlig ausreichend ist. Die andere Sache mit der "Sensorüberlistung" mag vielleicht nicht der " Stand der Technik" sein, kann aber auch bei anderen "Problemen" sehr hilfreich und erheblich vorteilhafter als dieser sogenannte Stand der Technik angewandt werden, wenn man entsprechendes weiteres Know How besitzt. Stand der Technik bedeutet nämlich Stillstand:-) So haben z.B. Gasöfen (zumindest etwas ältere) die sehr unangenehme Eigenschaft, daß die Schalthysterese sehr groß ist. Am Ende der EIN-Zeit ist es einem eigentlich schon zu warm und dann wartet man sehnlichst schon vor Ende der AUS-Zeit darauf, , daß sich die Kiste endlich wieder einschaltet. Dazwischen liegen dann 2-3 K. Natürlich möchte man am Gasofen selbst nix verändern, klar. Der Temperaturfühler, Dampfdrucksensor, ist aber leicht zugänglich und kann mit etwas Widerstandsdraht umwickelt und beheizt werden. Eine kleiner PI- Regler mit einem Tastverhältnisausgang, der den Originalsensor beheizt oder nicht, und ein separater Raumtemperaturfühler erledigen dann das Problem: Temperaturkonstanz +-0.1 K Abenteuerlich? Oleg Stolz www.oekoluefter.de
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07.05.2004 19:25:11 |
Hallo W.Mo, Wenn die Wände des Kellers dauernd naß sind und die Kühlgrenztemperatur der Außenluft unter den geforderten 15°C liegen würde, ginge das. Diese Außenluftzustände haben wir aber in dem kritischen Zeitraum nicht und die Kellerwände werden wohl auch nicht nass sein:-) Alleine durch Luftumwälzung wird keine Kälte erzeugt und die Temperatur nicht abgesenkt. Oleg Stolz www.oekoluefter.de
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