Hallo Olli,
ich kann mich der Mitteilung von Walter nur anschließen.
Mehr Heizwasservolumen ist grundsätzlich erst mal überhaupt kein Nachteil, eher wirklich ein Vorteil
Du fragst hier nach der hilfreichen Tips zur Heizungsauswahl, allerdings kann meiner Meinung nach niemand Dir wirklich gute Tips geben, der das Haus nicht vorher gesehen hat.
Ich habe im letzten Sommer ein Haus mit 350m² Nutzfläche gekauft. Weil es Ausschließlich mit elektrischen Nachtspeicheröfen und mit Durchlauferhitzern geheizt wurde steht und liegt bei mir zur Zeit auch einiges neues Heizungsmaterial herum und warte auf Montage/Inbetriebnahme.
Eine Heizungsanlage muß so leistungsfähig ausgelegt sein wie Dein Haus Löcher hat, aus denen die
Wärme wieder entweicht. --will sagen:
Wenn Du selbst sagst: Baujahr 1935 und ungedämmt und einer der Installateure schlägt eine Komplettsanierung vor, dann kann ich Dir nur dringend empfehlen, das Haus erst mal unter energetischen Aspekten von einem
Sachverständigen untersuchen zu lassen und eventuelle "Wärmelöcher" an dem Haus auszumerzen.
Ich will Dir kurz schildern wie es bei mir ging:
- Hauskauf - Kasse leer, Kredit aufnehmen
- Entschluß: auf keinen Fall teuren umweltschädlichen Strom weiter verheizen.
- KfW bietet zinsgünstigen Kredit an: damit soll die Heizung finanziert werden.
- Bedingung: reduzierung der
Energieverluste auf ein vernünftiges Maß
-
Architekturbüro mit Gebäudecheck beauftragt, 400€ bezahlt.
- Günstiger Kredit ist zugeteilt mit der Auflage, daß das Dach vernünftig zu dämmen ist.
- Erkundungen und jede Menge Gespräche mit Anbietern geführt und nochmal und nochmal und nochmal durchgeplant und gerechnet.
- Ergebnis:
Schornstein, Windhager Pelletkessel, Künzel
Holzvergaserkessel, 40qm BUSO-Kollektor, ordentlich große
Pufferspeicher,
Regelung mit Baunach RendeMIX - Mischer und Siemens Synco Heizungsregler werden eingebaut.
- Ausschließlich
Fußbodenheizung in allen Räumen (dieser Entschluß kam sehr schnell als ich merkte, daß der alte
Teppichboden viel schneller raus ist, wenn man den
Estrich dran hängen läßt :) ).
- Wenn man alle staatlichen Förderangebote in Anspruch nimmt rechnet es sich meiner Meinung nach sehr gut.
Klar - das ist keine Anlage von der Stange aber ich persönlich will so wenig wie möglich von Versorgern (Öl- und Gasmagnaten) abhängig sein.
Mein Tip also: nicht zuerst zum Heizungsbauer sondern erst mal den Architekten zwecks Schwachstellenanalyse und Erstellung des Wärmebedarfsgutachten ins Haus.
Immer noch ist die Heizwärme die Beste die sich möglichst lange im Haus hält, weil das Haus gut gedämmt ist.
Grüße
Jupp