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14.05.2004 12:34:51 |
Hallo, wir sind gerade bei der Planung unseres Neubaus (Holzhaus). Haben dort einen offenen Wohn/Ess/Küchen Bereich geplant. Wobei die Diele auch nicht durch eine Tür getrennt ist sondern direkt an der Küche einläuft. Das bedeutet wir haben eine offene wohnfläche von ca 60 qm. (Gäste- WC ist nicht mit eingerechnet hat 2,1 qm und muß auch beheizt werden). Da wir aber Holzdielen 21mm dicke auf Verlegeholzer anbringen wollen, kommt eine Fußbodenheizung wohl nicht in Frage. Habe einfach zu viel Angst, das der Boden Risse bekommt und außerdem ist holz zwar ein guter Dämmstoff aber gibt somit nicht mehr so gut die wärme wieder an den Raum ab. Danach hatten wir uns überlegt, das wir eine Wandheizung nehmen, allerdings hat man uns da schon berarten (www.pyd.de) das dies bei unserem Grundriss nicht möglich sei, weil es zu wenig Fläche für Die Heizung gibt. ( Auf der Längstseite Süden (10,34m) sind 3 Große Fensterflächen eingebaut) TJa und sonst gibt es ja auch nicht mehr wirklich viele Wände und irgendwo muß ja auch mal ein Schrank hin. Tja für Heizkörper haben wir auch nicht wirklich Platz, mal davon abgesehen, das diese mich auch optisch stören würden. ( ich weiß es gibt mittlerweile echt schöne Heizkörper, aber unter uns da spielt der Preis ja auch ne Rolle). Tja aber was nun machen? Hab von Heizleisten und Bodenkanalheizungen gelesen. Können diese einen solchen Raum behitzen, wenn sie rund rum verlegt werden (Bodenkanal vor Fenster und Heizleisten an den anderen Wänden) . Muß man den ganzen Raum damit verlegen? Strahlen die überhaupt genug Wärme in den Raum ? Sind diese allgemein nicht zu empfehlen, hat man dadurch zu hohe Heizkosten... Oder hat jemand eine andere idee, was man einbauen soll / kann. Gruß und Danke Nathalie
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| | Zeit:
14.05.2004 12:50:50 |
Hallo Nathalie, und was spricht gegen Deckenheizung? Sind die Decken auch offene Holzbalkendecken oder sind eventuell zwischen gedachten offenen Sparren oder Kehlbalken so 60-70 cm breite Streifen platz für Deckenheizpaneele? Fläche würde locker reichen, im allgemeinen stehen an den Decken keine Sitz- und Liege- sowie Volumen-Möbel und liegen Teppiche. Heizleistung von Deckenheizung ca. 60%-70% von FBH Heizleistung, aber bei FBH sind oft ja nur 70% Fläche machbar, sodaß sich das praktisch ausgleicht. Der passive solare Ertrag durch die großen Fensterflächen ist auch nicht zu unterschätzen, vorrausgesetzt es geht irgendwie Richtung Ost,West,Süd. Bei passivem Solareintrag kommt im Sommer noch das Problem der Wärme, UND hier kommt die Deckenheizung als Deckenkühlung erst richtig in Form. Dann nämlich ist der Wirkungsgrad genau umgedreht, wenn Kühlen mit Decke mit 100% angesetzt wird ist FBH nur mit 60% Kühlleistung dabei. In Watt kommen da so 70W/m² gegenüber 40W/m² bei FBH raus. Heizleisten sehen doch vor Fenstern nicht schön aus oder? Den Gedanken würde ich ablehnen. Wenn schon die Zimmer offen sind dann eventuell noch über Bodenkanalheizung nachdenken, das macht meiner Ansicht nach auch Sinn. MfG Steffen
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| | Zeit:
14.05.2004 13:01:34 |
Hallo Steffen, danke für die schnelle Antwort! Mit der Deckenheizung hab ich mich ehrlich gesagt noch nicht sonderlich viel beschäftigt. Weil ich irgendwo gelesen habe, das es nicht als angenehm empfunden wird, wenn man von oben bestrahlt wird. (ständig heißer Kopf, wobei es im sommer einen Kühlen Kopf zu haben, sicherlich angenehm ist. ) Aber leider ist ja nicht immer Sommer. Platz für die Deckenheizung ist schon, ist eine sichtbare Holzdecke mit Balken. Aber dazwischen wäre ja immer Platz. Glaub den Kompromis in der Decke auf Holz zu verzichten würde ich eher machen, als am Boden (Deckenheizung wäre dann doch über Fermacell schicht oder ähnlichem oder) An den Fenstern hätte ich dann wahrscheinlich auch lieber eine Bodenkanalheizung und diese kombiniert mit Heizleisten, hab aber keinen Schimmer ob das überhaupt möglich ist. Wäre halt die einzige Alternative gewesen die ich bis jetzt sehe. Außer natürlich noch deine angesprochene Deckenheizung. Brauch halt einfach einen warmen RAUM... in dem man die Wärme als angenehm empfindet und als Frau nicht friert;) gruß nati
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| | Zeit:
14.05.2004 13:05:42 |
Hallo Steffen, danke für die schnelle Antwort! Mit der Deckenheizung hab ich mich ehrlich gesagt noch nicht sonderlich viel beschäftigt. Weil ich irgendwo gelesen habe, das es nicht als angenehm empfunden wird, wenn man von oben bestrahlt wird. (ständig heißer Kopf, wobei es im sommer einen Kühlen Kopf zu haben, sicherlich angenehm ist. ) Aber leider ist ja nicht immer Sommer. Platz für die Deckenheizung ist schon, ist eine sichtbare Holzdecke mit Balken. Aber dazwischen wäre ja immer Platz. Glaub den Kompromis in der Decke auf Holz zu verzichten würde ich eher machen, als am Boden (Deckenheizung wäre dann doch über Fermacell schicht oder ähnlichem oder) An den Fenstern hätte ich dann wahrscheinlich auch lieber eine Bodenkanalheizung und diese kombiniert mit Heizleisten, hab aber keinen Schimmer ob das überhaupt möglich ist. Wäre halt die einzige Alternative gewesen die ich bis jetzt sehe. Außer natürlich noch deine angesprochene Deckenheizung. Brauch halt einfach einen warmen RAUM... in dem man die Wärme als angenehm empfindet und als Frau nicht friert;) gruß nati
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| | Zeit:
14.05.2004 13:11:02 |
Tja Nathalie, wohl auch hier, wie so oft: wer schön sein will muss leiden... Ein Architekt oder Planer sollte in unseren Breiten auch die Beheizung des Bauwerks berücksichtigen. Oder wie sagen die (guten) Designer: form follows function. Ich würde also den Grundriss bzw die Größe der Fensterflächen noch einmal überdenken. Harry
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| | Zeit:
14.05.2004 13:12:51 |
Na wir wollten aber gern die Südseite komplett mit Fenstern. Aber wie schon sagst, wer schön sein will;) Grundriss kann nicht mehr überdacht werden ist schon vom Bauamt genehmigt. Na mal schauen, ob ich dann nicht doch auf Fliesen umschenken muß. Gruß Nati
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| | Zeit:
14.05.2004 13:24:53 |
Hallo Nathalie, Thema heißer Kopf!? Deckenheizung ist genau wie FBH und Wandheizung Strahlungsheizung. Vorlauftemperaturen liegen im allg. bei 28-35°, nicht wie bei Konvektionsheizung (Heizkörper 45°-70°). Frau und friert, kenn ich auch das Problem, einfach jetzt mal schnell ohne Jacke vor die Tür gehen, 5 min. in den Schatten und 5. min in die Sonne, dann spürt jeder was Strahlungswärme ist. So hab ich es im April meiner Frau gezeigt. PS: Vorschlag, Grundriss mit "Decken-"balkenplan und ab aufs Fax auf nullviernull/3603106281. Ich liefere Deckenheizmatten"vorschlag" zurück und ca. Kosten. Die Zwischenräume zwischen den Balken können dann normal verputzt, beplankt oder oder werden. Heizung braucht aber vermutlich zusätzlichen Heizkreis, Wärmetauscher und Mischer. MfG Steffen
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| | Zeit:
14.05.2004 13:50:36 |
@Nathalie Habt ihr bereits den Wärmebedarf minimiert? Gedämmt wird euer Haus sicherlich, aber habt ihr auch an die Lüftungsverluste gedacht? Es könnte also nützlich sein sich mal Gedanken über Lüftung mit Wärmerückgewinnung zu machen (wenn nicht schon geschehen). Dadurch wird der Wärmebedarf stark reduziert, vielleicht reichen die Wandflächen dann aus. Um ein Gefühl für die Lüftungsverluste zu kriegen: suche hier im Forum mal nach "CASAnova" und spiel' mit dem Simulationsprogramm etwas rum... Sonnige Grüße, Stefan Lieser
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| | Zeit:
26.05.2004 12:34:04 |
Hallo Nathalie, wir haben Heizleisten von hypothermal. Die Heizleisten "strahlen" nicht selbst Wärme ab, sondern die aufsteigende Warmluft erwärmt überwiegend die (Holz)-Wand, die dann großflächig leicht strahlt. Dafür benötigt es aber viele Meter entlang der Aussenwände. Ich find´s gut, zumal es schöner aussieht, als Heizkörper. Ein Bild (noch während der Bauphase) siehst Du hier: http://www.berg-im-bahnhof.de/fotos/badische_foersterei/wand_decke_wz.jpg Uwe
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Verfasser: martin havenith | Zeit:
26.05.2004 13:43:44 |
Heizleisten
siehe auch www.sancal.de
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| | Zeit:
26.05.2004 15:27:13 |
hallo, guten tag, wurd bisher auch mal der einbau von bodenkonvektoren in erwägung gezogen ??? man kann diese optisch sehr gut einfügen, und bei richtiger auslegung dürfte es da auch keine probleme geben. m.f.g. r. haas
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12.06.2004 21:17:04 |
Hallo @Nathalie Ich kann mich Steffen nur anschießen. Bei heutigem Heizwärmebedarf arbeiten GROSSFLÄCHIGE Deckenheizungen mit einer Oberflächentemperatur von ca. 25-28°C. Da der Kopf aber mit ca. 32°C Oberflächentemperatur ohnehin wärmer als die Decke ist, wird’s leider nichts mit dem heißen Kopf ;-). Die Heizleistung liegt bei ca. 95W/m² Deckenfläche (KLIMADECKE Typ "U", 35°C. Vorlauf und 20°C. Raumtemperatur). Zudem lässt sich mit einer Deckenheizung auch hervorragend kühlen, Kühlleistung gut über 65W/m². Allerdings muss bei Kühlleistungen über 40-50W/m² der Taupunkt überwacht werden. Im Holzhausbereich lassen sich KLIMADECKEN zwar nicht immer einsetzen, aber meistens klappte es doch. Die KLIMADECKE kann unten mit Balkenattrappen versehn, verputzt werden. Bei ordentlicher Verarbeitung wirkt das ganze wie eine Einschubbalkendecke mit verputzten Feldern. Wenn sie ihre Grundrisse aufs Fax legen (nullachtdreineunzwei/934129) werde ich die Einbaumöglichkeiten und den Heizwärmebedarf gerne prüfen. Ansonsten die Balkenzwischenräume mit Heizmatten belegen. Es macht auch Sinn das ganze Haus nur mit Niedertemperatursystemen zu bedienen (Wand, Decke, Fußboden). Nur so kann die Temperatur des Kessels niedrig und der Energiebedarf gering gehalten werden. @Steffen Sind die Matten Sauerstoffdicht oder ist eine Systemtrennung nötig? Gruß Armin
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