Hallo Kollegen,
ich habe im eingenen Haus einen Kamineinsatz Fabrikat Spartherm in Betrieb (Baujahr 1999). Er arbeitet raumluftunabhängig, hat also ein separates
Zuluftrohr von außen.
Daß ein Kamineinsatz ständige
Wärmeverluste verursacht, habe ich schon immer gewußt. Die extrem kalten Tage neulich konnte ich nunmehr nutzen, um das Ganze auch einmal meßtechnisch zu quantifizieren.
Folgende Werte habe ich bei (am Kamineinsatz) geschlossenem Zuluftschieber gemessen:
Außentemperatur: -15 °C
Fortlufttemperatur ca. 1 m unter
Schornsteinkopf: 17.5 °C
Fortluftvolumenstrom am
Schornsteinkopf (mit Flügelrad-Anemometer gemessen, also einigermaßen genau): 34 m³/h
Außenvolumenstrom durch Zuluftrohr (Leckmenge): 5 m³/h
Abluftvolumenstrom am Eintritt der Hinterlüftung des Schornsteins: 5 m³/h
Das ergibt bei -16 °C Auslegungstemperatur nach
DIN 4701 (bei mir) einen zusätzlichen Wärmeverlust gegenüber dem Normwärmebedarf von 375 W!
Über die Scheibendichtungen (wo sonst?) gehen demzufolge 24 m³/h verloren.
Mir nützt der ständige Abluftvolumenstrom lüftungstechnisch überhaupt nichts, weil ich eine
Kontrollierte Wohnungslüftung mit WRG betreibe und daher möglichst alles dicht sein sollte.
Davon abgesehen, ich würde mich jederzeit wieder für einen Kamin entscheiden, so ein Kaminfeuer hat was...
Hat jemand auch schon einmal die Verluste gemessen? Mit welchen Ergebnissen? Gibt es neutrale Untersuchungen dazu? Gibt es inzwischen Hersteller, die tatsächlich dichte Kamineinsätze im
Angebot haben?