| | Verfasser: Arkadius Bortliczek | Zeit:
22.01.2003 11:43:39 |
Ich habe einen Vitodens 200 6-24KW 150L Speicher. Da ich warmes Wasser nur abends brauche, stellte ich die Heizung so ein, dass nur einmal abends das Wasser aufgewärmt wird (60 Grad). Anschliessend wird das Wasser zum Teil verbraucht. Als Leie denke ich, dass dadurch die Abstrahlungsverluste des Speichers klein gehalten werden und damit Energie gespart wird. Aber, kann es sein, das dadurch, dass das Wasser im Speicher beim erhitzen recht kalt ist (meist 30 Grad), der Brenner auf volle Leistung geht und uneffektiv verbrennt ?
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| | Zeit:
22.01.2003 21:24:09 |
Hallo, neue Speicher haben einen geringen Wärmeverlust. Ausschlaggebend ist die Differenz zwischen Speicher- und Raumtemperatur im Aufstellraum. Eine immer laufende Zirkulationspumpe (Warmwasser Bereithaltung an der Zapfstelle) verursacht einen großen Temperaturverlust im Speicher. Abhilfe schafft eine Schaltuhr. Der Vitodens legt sich einen Kesselsollwert vor, der 20°C höher ist als der Speichersollwert. Bsp. bei 50°C Speichersoll heizt der Kessel das Kesselwasser auf 70°C. Diesen Wert kann man verändern aber das bringt evtl. Nachteile. (lange Speicherladezeiten, Raumheizung bleibt ewig aus) siehe Service Unterlagen Serviceadresse 0A0 oder 100 je nach Ausführung der Bedieneinheit
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| | Zeit:
22.01.2003 23:18:55 |
Einen 150l-Speicher von 30 auf 60°C aufheizen, bedeutet theoretisch 4,5kWh Energie plus Verluste, also etwas oberhalb von von 5kWh. Ihr Brenner 6-24 kW müsste das in ca. 15 Minuten schaffen (bei Warmwasser-Vorrang). Ich sehe keinerlei Probleme sondern eher Sparvorteile bei Ihrer Einstellung, das Ihrem Verbrauchsverhalten angepasst zu sein scheint. MfG Udo Rostek
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Verfasser: Arkadius Bortliczek | Zeit:
23.01.2003 11:46:55 |
Dann bin ich ja froh :-) Um jetzt noch etwas zu optimieren: Die Wassersolltemperatur liegt bei 60 Grad. Also müsste die Vorgabe an die Kesselwassertemperatur unter Berücksichtigung der Speicheradresse 0A0 20 Grad mehr = 80 Grad betragen. Also kann ich doch davon ausgehen, dass bei einer Speichertemperatur von 30 Grad, 50 Grad Differenz von Ist zu Soll herrschen und der Brenner mit voller Leistung an die Aufbereitung herangeht ? Wenn also generell an meiner Vorgehensweise, mit dem einmal am Tag aufheizen, nichts verkehrt ist, könnte ich nur noch die Differenz zwischen der Kesselwasser-Solltemperatur und Speicher-Solltemperatur (Adresse 0A0) auf 10 Grad senken. Die Frage ist dann nur noch, ob bei nahendem erreichen der 60 Grad Speichertemperatur, nicht das Problem auftaucht, dass der Brenner, wegen zu geringem Wasserduchsatz zwischen Kessel und Speicher, mehrmals an und aus geht, weil die Wärme nicht schnell genug vom Kessel abgeführt wird. Das werde ich aber wohl nur ausprobieren können, oder brauche ich da keine Bedenken zu haben ?
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| | Zeit:
23.01.2003 12:34:12 |
Ich würde es auf 15 Grad setzen, ist meine ich, auch Voreinstellung. Der beste Kompromiss. (10 Grad eher mit Mischer und adaptiver Speicherladung) Gruss Horst
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| | Zeit:
23.01.2003 13:16:00 |
Hallo, Der Brenner läuft modulierend d.h. er heizt am stärksten wenn die Abweichung Soll-Ist-Wert am größten ist. Je näher er an den Sollwert herankommt desto weniger Heizleistung wird gefahren. Beim erreichen des Sollwertes hat der Brenner die minimalste Brennerleistung und fährt evtl. noch ein paar °C über den Sollwert um nicht laufend wieder aus und an zu gehen. Eingeschaltet wird auch ein paar °C unter dem Sollwert. Diesen Vorgang nennt man Schalthysterese, die Abweichung kann bei einigen Fabrikaten eingestellt werden. Am Vitodens gibt es eine "optimierte Speicherladung" Serviceadresse 003:002 womit die Differenz (20°C) zwischen Speicher und Kesselwasser beim erreichen der Speichersolltemperatur reduziert wird, ganz automatisch. Es gibt kaum noch was was es nicht gibt...
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Verfasser: Arkadius Bortliczek | Zeit:
23.01.2003 18:06:41 |
Differenz zwischen der Kesselwasser-Solltemperatur und Speicher-Solltemperatur (Adresse 0A0): war auf 20 Grad ist nun auf 15 Grad eingestellt So langsam verstehe ich wie das ganze funktioniert. Ich habe den Aufwärmvorgang verfolgt. Nachdem sich die WW-Aufbereitung eingeschalten hat: Kesselwassertemperatur soll: 75 Grad WW-Speichertemperatur soll : 60 Grad Anfang: Kesselwassertemp. 40 Grad Heizung dröhnt - scheinbar hohe Leistung Nach 2-3 Min. Kesselwassertemp. 75 Grad Heizung verhält sich sehr Leise - scheinbar kleine Leistung Im Verlauf keine Abschaltung des Brenners Nach ca. 15 Min WW-Temp. 60 Grad - Brenner schaltet aus Ich folgere daraus: Dadurch, dass der Brenner im Verlauf der Aufheizung sich nicht ausgeschaltet hat, konnte die Leistung weit genug reduziert werden damit die Kesselwassersolltemp. nicht überschritten wird. Vorteil: kleinere Leistung weniger Verbrauch, da Brennwert ausgenutzt ? Nachteil: längere Aufheizung (kein wirklicher Nachteil) Heizung in der WW-Aufbereitungsphase ohne Wärmenachschub Weiter Versuche, wenn es Sinn macht ? Differenz zwischen der Kesselwasser-Solltemperatur und Speicher-Solltemperatur (Adresse 0A0) weiter reduzieren. Wobei dem Brennergeräuch nach zu urteilen, schon recht niedrig modulierend verbrannt wird. Leider kann ich es nicht objektiv beurteilen mit welcher Leistung der Brenner gerade aktiv ist. Kann man einen PC anschliessen und alle Werte online ansehen ? Zum Stichwort "optimierte Speicherladung" Serviceadresse 003:002 habe ich in meiner Serviceanleitung nichts gefunden. Unter dieser Adresse verbirgt sich bei mir: 003:001 = Speicher - Mit Vorrangschaltung auf Heizkreispumpe 003:000 = ohne Vorrangschaltung auf Heizkreispumpe Ich glaube aber ein weit aus ernsthafteres Problem festgestellt zu haben. Das gehört nicht in dieses Posting, deshalb nur am Rande. - Beim WW aufbereiten gluggert es im Speicher recht heftig. Und das Aufdrehen der Entlüftungsventile am Speicher - Zulauf und Abfluss vom/zu Heizung, bewirkt nichts :-( Gruss und vielen Dank für die bisherigen Beiträge !
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| | Zeit:
23.01.2003 19:00:02 |
Hallo, es gibt drei Bedieneinheiten für den Vitodens. Bei der menügeführten BE ist die optimierte Speicherladung hinter der Serviceadresse 0B8:002 versteckt. Die Technik sollte man nicht überreizen sonst mutiert sie noch zum Goldesel...;-)
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| | Zeit:
24.01.2003 08:51:28 |
Ich find das auch gut mit einmal am Tag aufheizen, wenige Starts für Warmwasser und kleinen Legionellen fühlen sich in diesem Wechselbad wahrscheinlich auch nicht so richtig wohl. Aber.... Ich kann das nicht machen wegen Mehrfamilienhaus, habe folgende Beobachtung. Bei mir ist WW-Vorang rund um die Uhr eingestellt. Wenn nun die WW-Temp 5K unter dem Sollwert ist, geht das Speicherladen los. Da das meistens von Warmwasserentnahme ausgelöst wird, ist in diesem Moment die Schichtung optimal, d.h. der WT liegt im fast ganz kalten Wasser (der Fühler ist kurz über WT). Nun läuft die Therme fein mit Nennleistung, brennwertet wie wild und ist schnell fertig. Lasse ich den Speicher mal eine Weile unbeheizt, schlägt wahrscheinlich die natürliche Wasserumwälzung zu, es gibt fast keine Schichtung mehr und die Therme senkt ihre Lade-Leistung, weil sonst der Vorlauf zu warm werden würde. Die Leistung der Therme kannst du am Gaszähler ablesen. Liter pro 30sec ist etwa Leistung in kW. Schönes WE! |
| | Zeit:
24.01.2003 09:55:09 |
Hallo, wenn man nach 36 Sekunden abliest (Stoppuhr etc.) hat man die Leistung kW/h sehr genau. Da die Stunde 60Min. x 60Sek. = 3600 Sekunden hat...
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| | Zeit:
24.01.2003 10:19:38 |
Sorry, zunächt hat man den Gasverbrauch in m³/h den muss man noch x 10 rechnen da je ca. 10 kW/h einem m³ Gas stecken sollen.(bei Erdgas) Dann hat man die Brennerleistung in kW/h.
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| | Zeit:
24.01.2003 10:48:20 |
@paul: 1. stimmt im Prinzip, aber bei 30sec hats du gleich die Verluste dabei... 2. Unsinn. liter=kW !!
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| | Zeit:
24.01.2003 12:05:24 |
Hallo zusammen, zwei kleine Ergänzungen: Den über das Jahr geltende Arbeitswert des gelieferten Gases kann man der Gasrechnung entnehmen. Zum Beispiel hier um Frankfurt wird H-Gas mit 11,01 kWh/m³ geliefert. (In L-Gas-Gegenden z.B. 9,35....) Der "Faustwert" wird mit 10,00 angenommen zweitens: Ein Brennwertgerät läuft Grundsätzlich um so besser je niedriger die Rücklauftemperatur ist: D.h. je weiter die Temperatur des Heizwassers von dem TAUPUNKT entfernt ist um so wirtschaftlicher läuft der Kessel. Je kälter der Speicher desto besser die Ausnutzung der Energie. Bei Betriebstemperaturen von 80° wird der bei der Verbrennung entstehende Wasserdampf kaum noch (oder garnicht) durch Abkühlung am Wärmetauscher in den flüssigen Zustand Überführt. ("Energieausnutzung duch Taupunktunterschreitung") Das in aller kürze Gruß an alle |
Verfasser: Arkadius Bortliczek | Zeit:
24.01.2003 17:36:34 |
Habe heute fogende Versuche gemacht:
1. Differenz zwischen der Kesselwasser-Solltemperatur und Speicher-Solltemperatur (Adresse 0A0): auf 10 Grad gestellt
Ergebnis: Die Kesseltemperatur konnte nicht auf Soll = 70 Grad gehalten werden. Bei 74 Grad ist erfolgte Brennerabschaltung
Folgerung: Einstellung 15 Grad wird nun beibehalten, da keine Zwischenabschaltung des Brenners
2. Habe mal den Verbrauch pro 30 Sek Brennerlaufzeit abgelesen:
Beginn WW-Aufbereitung: 0,02 m² Nach 5 Min bis Ende: 0,007 m²
Wenn ich nun die 0,02 m² mit 10 multipliziere, dann komme ich doch auf 0,2 kw pro 30 Sek.
Ich nehme an, dass ich die 0,2 kw nochmal mit 100 multiplizieren muss um auf den Stundenverbrauch zu kommen. Also bin ich bei ca. 20 KW Anfangsleistung und 0,007 * 1000 = ca. 7 KW Restleistung
3. Frage Was hat es nochmal genau mit der optimierten Speicherladung Serviceadresse 0B8:002 genau auf sich ?
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| | Zeit:
25.01.2003 14:32:02 |
Hallo, der Unterschied zwischen normaler (0b8:001) und optimierter (0b8:002) Speicherladung ist der Ausschaltzeitpunkt. Bsp. Der Speicher soll auf 50°C erwärmt werden. Durch die Schalthysterese schaltet die Speicherladung erst bei 53°C Speichertemperatur den Brenner ab und es beginnt ein Speichernachlauf um den Kessel zu kühlen. (sonst löst laufend der Sicherheitstemperaturbegrenzer aus) Der Speicher hat am Ende ca. 55-60°C Temperatur. Die optimierte Speicherladung schaltet den Brenner schon bei 51°C aus. Mit Speichernachlauf hat der Speicher am Ende ca.52-55°C. Hinweis für die Theoretiker: das habe ich gerade alles an meinem Kessel ausprobiert...
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Verfasser: Stephan Philipp | Zeit:
27.01.2003 14:27:29 |
Hallo, mit einer Temperaturregelung schaffen Sie es den Warmwasser Zirkulationsverlust um 70% zu verringern!! steperjo@gmx.de steperjo |
Verfasser: Arkadius Bortliczek | Zeit:
27.01.2003 18:55:20 |
Paul: 0B8 ist bei mir auf 002 eingestellt. Den Grund habe ich in der Serviceanleitung gefunden: "Stellt sich automatisch auf 002 ein, wenn ein Speichertemperatursensor angeschlossen wird" Gibt es denn Anlagen ohne Speichertemperatursensor ? Stephan Philipp: Was meinen Sie genau mit Temperaturregelung. Bitte ausführlicher. |
| | Zeit:
27.01.2003 21:31:10 |
Hallo, zu 1. bei Anlagen ohne Speicher bzw. externe Speicherregelung (Elektroboiler etc..) zu 2. es gibt Zirkulationspumpen die schalten Temperaturabhängig ein und aus. Ist der Zirkulationsstrang erwärmt schaltet das Thermostat in der Pumpe ab.
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Verfasser: Arkadius Bortliczek | Zeit:
27.01.2003 22:42:19 |
Ach so, wir sprechen nicht von der Pumpe, die das Wasser zwischen Kessel und Speicher umwälzt, sondern von der, die das Wasser zu den Verbrauchsstellen führt. Also hierzu habe ich einen Schalter in der Küche angebracht, über den die Zirkulationspumpe für ca. drei Minuten eingeschaltet wird, wenn ich Warmwasser brauche. Die Schaltung dazu habe ich selbst gebaut ;-)
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| | Zeit:
28.08.2007 16:51:30 |
Hallo, hab da auch mal eine Frage, unzwar haben wir ne Ölheizung und überlegen, ob es günstiger wäre das wasser von 6-20 Uhr aufzuheizen und nicht wie es jetzt ist 6 uhr 9 uhr 13 uhr 16 uhr 18 uhr 21 uhr. Was meint Ihr was mehr Energie sparrt? mfg der Johannes
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| | Zeit:
28.08.2007 17:09:56 |
Solange es keine Komfortbeschwerden gibt ist die mehrmalige Begrenzung besser. Mache ich hier im MFH 5Whg/8-10Pers auch: 5-9, 11.30-13, 16-22h. Spart zumindest ca 3 Brennerstarts pro Tag mit unnötiger Kesselaufheizung auf hohe Temperatur.
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| | Zeit:
29.08.2007 17:59:49 |
@Falk Du schreibst: "Solange es keine Komfortbeschwerden gibt ist die mehrmalige Begrenzung besser"Bist Du Dir sicher, dass Du richtig bei der Sache warst? Schau Dir noch mal die Frage von Kyle157 an. Einmal ist natürlich besser - wenn der Speicher ausreichend groß ist. Ich mache es noch anders. Einmal auf 55 °C. Sollte auf Grund hoher Abnahme die Temperatur in Fühlerhöhe (!) unter 38 °C fallen, dann (außerplanmäßiges) Aufheizen auf 48 °C (die 48 °C habe ich mir nicht ausgesucht - kommt durch die Hysterese und eine andere Eigenart der Regelung zustande - ist aber OK). Funktioniert hervorragend! An Wochentagen normalerweise nur ein Ladevorgang. Gruß Maik
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| | Zeit:
29.08.2007 18:36:25 |
@ maik
dachte schon daß ichs richtig verstanden habe.
hier halt liegender speicher 300l mit unabsperrbarer zirkulation per schwerkraft. da geht mit sperrziten nicht mehr, da mfh d.h. eine beschwerde wegen ww und es geht los.
im efh mit stehendem speicher kann man natürlich kompromissloser betreiben.
sorry kann grad nur 1finger nutzen wegen telefon nebenher.
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