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Datenschutzhinweise

Beheizung eines Atriums/Vorhalle
Verfasser:
Maik
Zeit: 22.01.2003 11:53:18
0
6879
Wer hat einschlägige Erfahrungen aus der Praxis mit der Beheizung eines Atriums?
Folgende Problematik:
Eine zylinderformige Vorhalle mit vollverglasten Dach ca. 13m Höhe, über 3 Etagen, Durchmesser 15m wird soll statisch beheizt werden. Diese Halle ist mit beheizten Räumen vollumschlossen und erhält keine maschinelle Lüftung.
1. Frage:
Die Heizflächen nach DIN 4701 oder nach Grundlage einer thermischen Simulation auslegen?
2. Frage:
Auf der Innenseite der Dachverglasung könnte es zu Taupunktunterschreitungen kommen. Ist es sinnvoll, hier eine Beheizung der Fensterelemente durchzuführen?

Für Anregungen und Tips würde ich mich sehr freuen.

Gruß Maik

Verfasser:
M. Mnich
Zeit: 31.01.2003 09:13:07
0
6880
Hallo Leute,

kann mir denn keiner helfen?

Verfasser:
J. Uhlmann
Zeit: 31.01.2003 09:37:21
0
6881
Hallo,
die Simulationsrechnung mit allen Parametern des Gebäudes,Anlagenkonfiguration und Wetterdatensätze ersetzt ja nicht die Planung nach DIN oder VDI- Richtlinien, sondern zeigt das wahrscheinliche Zusammenwirken aller beteiligten Komponenten. Hierbei können doch nur Rückschlüsse auf z.B. thermische Behaglichkeit oder der zu erwartende Energieverbrauch pro anno eingegrenzt werden.Also: Rechnen nach DIN!
Die Anlage würde ich als Flächenheizung ausführen, da hierbei die optimalste Wärmeverteilung/Übergabe an das Atrium erfolgen kann.
Für das Kondensationsproblem der Oberlichter hift ein beheiztes Fensterelement(Rahmen)nicht in allen Fällen.(Es gab schon Fälle, da konnte nur durch Abschleiern bzw. Anblasen der Fenster mit warmer Luft die Auskondensation des Wassers verhindert werden).Da hier aber keine Lüftung installiert wird, helfen nur Fenster mit sehr kleinen U-Werten um die Oberflächentemperaturdifferenz so gering wie möglich zu halten.
mfg
Uhlmann

Verfasser:
M. Mnich
Zeit: 04.02.2003 18:13:46
0
6882
Vielen Dank Herr Uhlmann,

manchmal hilft einfach bloß die Bestätigung der eigenen Gedanken durch einen Fachkollegen. An dieser Stelle möchte ich überhaupt mal dieses Forum loben.

Bezüglich der Bewertung einer Gebäudesimulation bin ich genau der gleichen Meinung wie Sie. Jedoch denke ich, dass gerade bei einem ca. 13m hohem Raum der nach DIN 4701 vorgesehene 0,5-fache LW meines Erachtens viel zu Hoch angesetzt ist.
Ich habe den LW in der Halle auf 0,2 reduziert (entspricht einen Unterschied von ca. 8KW), da das Atrium zwei Windfänge (jeweils ca. 20m²) besitzt. Dort setze ich einen 4-fachen LW an.
Die zwei Hauptebenen des umlaufenden Treppenhauses (jeweils ca. 86m²) und das Erdgeschoss (150m²) werde ich, wie Sie auch vorschlagen, mit einer Fußbodenheizung versehen.
Vorteil: geringerer Wärmestau im Dachbereich, da fast nur Strahlungswärme.

Bezüglich der Feuchtigkeitsproblematik an der Glaskuppel habe ich auch schon eine masch. Lüftung, vorgeschlagen, wurde jedoch nicht genehmigt. Ich werde dort Raychem Heizband vorsehen.

MfG
Mnich

Verfasser:
J.Uhlmann
Zeit: 05.02.2003 15:21:56
0
6883
Hallo Hr. Mnich,

Verfasser:
J.Uhlmann
Zeit: 05.02.2003 15:36:26
0
6884
Ups-ein return zuviel

Nochmal hallo Hr. Mnich,
das mit dem LW rechnen und der sich real einstellende LW ist bei der Höhe des Atriums mit Sicherheit nicht der Projektierte.Da wird sich wohl irgendein LW einstellen der verträglich ist.
Das mit dem Heizband an den Fenstern (Dachkuppel) habe ich nicht ganz verstanden. Wollen Sie die Rahmen mit Heizband heizen?Nach welchen Parametern? Denken Sie an die Kondensation bei ca. 16°C Lufttemperatur!

Stellen Sie mal eine kleine Kostenrechnung für ein Minigebläse mit E-Register gegenüber Ihrer geplanten Ausführung (Installation und Kosten)auf.Auch wenn das E-Band günstiger sein sollte, wenn dem Personenverkehr Wasser auf den Kopf tropft haben Sie einen Versicherungswechsel im Haus stehen!Der Auftraggeber sollte das als Argument(das mit dem Wasser)zählen lassen. Wenn nicht, alles schriftlich dokumentieren und unterschreiben lassen.
mfG
Uhlmann

Verfasser:
Ralf Sparwel
Zeit: 06.02.2003 08:08:53
0
6885
Hallo

Nur so als Ergänzung, den Luftwechsel würde ich persönlich nicht auf 0,2 absenken, da aufgrund der Höhe mit auftrieb zu rechnen ist, gerade in Kombination mit Oberlichtern, was den Luftwechsel dann verstärkt.

Zum Thema Kondensation, Thema Nummer 1 ist wie gut der "Fensterbauer" seine Fassade entkoppeln kann. Die Fenster sind nicht das Problem sondern die Alu, bzw Stahlelemente der Konstruktion.

Daher wird dann oft das Elektroheizband eingesetzt um die Rahmen, oberhalb des Taupunktes zu halten. "Energetisch sicherlich nicht die optmale Lösung".

Die Lösung mit dem Anblasen mit Warmer Luft ist auch eher mein Favorit, läßt sich auch über normale Lüfter machen mit Warmwasserheizregister. (Betriebskosten günstiger) Die Frage ist allein die Plazierung der Lüfter, in Bezug von Optik und Technik.

Mfg Ralf Sparwel

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