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Datenschutzhinweise

Jetzt geht die Solarsaison los ... VORSICHT mit Dampf !
Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 14.06.2004 16:27:58
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69890
Als alter Hase dachte ich einmal mit meiner Umwälz/Füllpumpe das bischen Dampf aus dem kochenden Kollektor gegen Flüssigkeit auszutauschen ... ;-) ... die Schläuche drann gemacht ... die Umwälzung eingeschaltet ... die Schläuche wurden immer heisser ... die Dampfblasen waren hörbar nah ... PENG !!! ... mein selbstgebauter Schlauch mit Schlauchtülle und Schlauchklemme rutschte ausgerechnet von den Tülle ab die ich gerade kniehend beobachtete ... 130°C heisser Glykohl-Wasser-Dampf knallte mir ins Gesicht ... binnen Sekunden war der Heizraum voller Dampf ... zu sehen war nichts mehr (so oder so) ... mit dem Fuß trat ich noch schnell den KFE-Hahn zu ...

Hm ... irgendwie fasst sich mein brennendes Gesicht ganz anders an ... auch nachdem ich mir jede Menge Wasser ins Gesicht und in die Augen schaufelte ... der Spiegel ließ mich doch etwas erschrocken gucken ... vielleicht sollte ich doch mal ins Krankenhaus fahren ... 6 km können wirklich sehr lang sein !!! ...

Letzendlich hatte ich Verbrennungen zweiten und dritten Grades ... der Arzt sagte noch :"... seinen Sie froh, dass Sie ihre Brille auf hatten!" ... puh ...

Ich benutze seitdem natürlich nur noch Hochtemperatur und Hochdruckbeständige Schläuche !!!!

Noch besser ist es den Dampf dort zu lassen wo er ist ... der regt sich schon wieder ab ... Nachmittags einfach nochmal wiederkommen ist jedenfalls wesentlich gesünder !!!

Nur mal so als Tip für die Dampf-Saison !

Verfasser:
Sukram
Zeit: 14.06.2004 18:01:21
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69891
Mensch, Mensch... das war aber auch leichtsinnig.

Schlauchklemme!

Muss ja Sauweh tun. Beileid + gute Besserung...

Was machste jetzt? mit dem roten Gesicht zu Kunden?

Foto!

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 14.06.2004 18:28:01
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69892
LOL ... danke für das Mitleid ... ist schon 7 Jahre her ... ;-) ... keine Narben ... alles gut ... aber heiss war's !

Verfasser:
Hans
Zeit: 14.06.2004 22:57:21
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69893
@me.Ahrendt

So so ... hat bestimmt gut getan.

Jetzt wissen Sie auch warum ich den Dampf bei mir unbedingt vermeiden wollte. Habe meine Anlage mittlerweile bei ca 4 bar Betriebsdruck und hab absichtlich die Umwälzpumpen abgeschaltet ... die Temperatur ging bis 150 Grad. Dann bin ich hochgeklettert aufs Dach und habe mal nachgeschaut obs zischt und blubbert und kracht so wie letztes Jahr .... und ??? ... nix war. Im Entlüftertopf war nur ein Fitzelchen Dampf. Läuft perfekt mit dem höheren Betriebsdruck ... zumindest bis jetzt.

Somit kein Dampf und auch keine "rote Rübe" ;-)

Auf viele sonnige Tage 2004

Ciao

Hans

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 15.06.2004 07:26:01
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... fragt sich nur wie lange die Membran das mitmacht ... dem temperaturbelasteten Material ist es vollkommen egal ob es 150°C Dampf oder 150°C Flüssigkeit um sich herum hat ... leiden tut's sowieso ... nur dass bei Ihnen auch noch der Hohe Druck mit dazukommt !

Konnte ja nicht wissen, dass Sie mehr Erfahrung haben als ich und genau deswegen den Dampf vermeiden wollen ... tolle Idee ... vielen Dank für die Aufklärung ... immer gut wenn man auch nach 500 Solaranlagen von Experten etwas dazulernen kann ...

(und ich dachte das Zusammenspiel aus Druck und Temperatur begriffen zu haben ... muss ich unbedingt in meinem nächsten Meisterkurs mit einbauen)

Verfasser:
Hans
Zeit: 15.06.2004 09:16:22
0
69895
Hallo Herr Ahrendt !

Warum sind Sie jetzt gleich angefressen. Keiner hat Ihren Meister angezweifelt und ich hab auch schon aus vielen Ihrer Beiträge was gelernt. Ich bin auch nicht überheblich und weiß alles besser.

Ich kann ja auch nur aus meinen Erfahrungen mit meiner Anlage letztes Jahr sprechen ... und es ist nicht lustig wenn alle 3 Tage sozusagen die "Kacke" sprich Solarflüssigkeit am (ver-)dampfen ist und ich hab mir auch gewaltig die Pfoten verbrannt letztes Jahr beim Dampf ablassen.

Ihr Argument mit den hohen Druck in der Membran kann ich nicht ganz nachvollziehen. Klar, je höher ich eine Membrane belaste, desto höher wird auch der Verschleiß sein. Ich behaupte aber jetzt mal daß es egal ist ob ich einen Vordruck von z.B. 2,5 bar habe und einen Betriebsdruck von 3 bar (entspricht einer Druckdifferenz von 0,5 bar die auf die Membran wirkt) oder wie ich in meinem Fall einen Vordruck von 3,8 bar und einen Betriebsdruck von 4,1 bar (wäre also ein Differenzdruck von sogar nur 0,3 bar auf die Membran ... müßte also eigentlich sogar weniger sein) . Dies alles gilt natürlich nur im befüllten Zustand der Anlage. Aber liege ich so falsch ???

Und eine Temperatur von 150 Grad an die Membran wäre natürlich totaler Wahnsinn ... aber wie soll der da hinkommen. Die MAG´s sind nach den 3 Speichern eingebaut. Ich hatte bei meinem Stillstandtest (ca. 150 Grad und dürfte nicht merklich weiter steigen) gerade mal einen leicht erhöhten Betriebsdruck von 4,5 bar (Differenzdruck an der Membran also nur 0,7 bar) und die Rücklauftemperatur in der Nähe der Membran blieb weit unter 90 Grad.

Ich würd mich freuen, wenn Sie wieder auf meine Ausführungen eingehen würden und bitte seien Sie nicht wieder angefressen. Erfahrungen kann auch ein "Nicht-Meister" machen und ich stelle mich gerne Ihren gelernten und ausgeführten Erfahrungen und zweifle ich auch gar nicht an. Aber lustig wars bestimmt nicht mit dem Dampf im Gesicht. Ich würd mal sagen dem Dampf war es egal ob Sie Meister sind oder nicht.

Sorry ... ich hoffe es kehrt jetzt bitte wieder Friede ein zwischen uns


Darum jetzt:

Mit freundlichen Grüßen und auf ein Weiteres

Hans

Verfasser:
me. Ahrendt
Zeit: 15.06.2004 09:43:57
0
69896
Die 150°C kommen natürlich nicht an der Membran an ... dewegen schrieb ich ja temperaturbelastetes Material und nicht Membran ... das sind der Kollektor, die Rohrleitungen und die oberen Armaturen bzw. Verbindungen ...

Die Membran wird zwar kaum einem dp (Druckdiffernz) ausgesetzt aber einem enormen Druck ... das Membran-Material ansich wird max. beansprucht ... abgesehen davon, dass sämtliche Dichtungen und Verbindungen max. belastet werden ...

Wieviel Liter Anlageninhalt haben sie und wieviel Liter Ausdehnungsgefäße ?

Mein Unterton kam nur durch Ihren Unterton (ach ... Herr Ahrendt hat sich die Fratze verbrannt ... ich hatte ihn ja gewarnt ... er wollte ja nicht hören) ... abgesehen davon ging es mir um die Sicherheit im Umgang mit der Solartechnik und nicht um die Auslegung eines MAG's ...

Verfasser:
Hans
Zeit: 15.06.2004 11:07:26
0
69897
... jetzt hatte ich einen Riesentext geschrieben ...
... und dann ist mit der Computer abgesemmelt .... SCH ...

ich versuchs nochmal:

Temperaturbelastet "und nicht an der Mebran" hatte ich überlesen. Sorry! Sie haben völlig recht mit einer erhöhten Belastung, ABER:

Ich habe halt für mich persönlich seit letztem Sommer lange überlegt was besser ist für meine Anlage, meine Sicherheit und meine "innere Ruhe".
Ich hatte im letzten Sommer ziemlich oft heißen Dampf im Sammler, der weitaus heißer war, als jetzt meine "noch"-Flüssigkeit bei 150 Grad, da die Zirkulation im Kreislauf natürlich dann zusammenbrach. Dadurch stieg auch der Druck letztes Jahr viel stärker an und ich kann Ihnen von richtigen "Scheissmomenten" auf dem Dach erzählen. Wenn gerade die Flüssigkeit im Sammler voll am kochen war und man den Dampf in der Anlage arbeiten hörte. Es gab enorme Druckstöße, (wahrscheinlich durch den Rest nachkommende Flüssigkeit vom der Umwälzpumpe die dann regelrecht explodierte im Sammler) die so groß waren, daß man mit bloßem Auge den Sammler von links nach rechts und wieder zurück schlagen sah. Die Füße die ich dort in der Nähe hatte wurden auch schön durchgerüttelt und ich hatte ein Scheissgefühl in der Magengegend und die Hände wollten einfach nicht mehr still halten ... war echt nicht lustig. Die Röhren begannen zu singen, knistern und krachen .... Boah ey ... nicht wieder diese Jahr.

Vielleicht können Sie mich jetzt etwas besser verstehen.

Und mit dem Druck an der Membran ... ausgelegt sind die MAG´s bis angeblich 10 bar. Ich denke und hoffe bei 4 bar sollten die schon ein paar Jahre halten. Wenn nicht muß ich mir doch noch einen andere Möglichkeit einfallen lassen um sie Solaranlage in allen Bereichen betriebssicher zu machen.

Wegen des Anlageninhalt muß ich mich leider outen. Die damals von Klöckner gelieferte Flüssigkeit reichte leider bei weitem nicht aus, aber ich mußte die Anlage damals in Betrieb nehmen. Kann ja nicht 3 Tage die leere Anlage stehen lassen und zum abdecken war es eh schon zu spät da ich befüllt habe und mein Freund währenddessen die Planen von den Kollektoren entfernt hat. Also mußte es schnell gehen und ich mußte mit Wasser verdünnen um die Anlage voll zu kriegen. Nach Ankunft der neuen Flüssigkeit bei mir zu Haus mußte ich leider einen Teil der Mischung wieder entnehmen da sie nicht ausreichend war gegen Korrosion und Minusgrade. Eine grobe Schätzung von mir liegt bei 60-80 Liter. Darum habe ich auch zwischen Vordruck der MAG´s und Betriebsdruck nur 0,3 bar Unterschied gemacht um noch etwas mehr Spielraum nach oben zu erhalten.

Die MAG´s selber haben 2x 24 Liter und könnten ruhig etwas größer sein.

Scheint aber bis jetzt alles gut zu laufen. Die Zirkulation läuft besser, ich kann mit der Drehzahlregelung jetzt auch bis auf 30% runter. Es begann nicht zu kochen. Nur wie Sie schon sagten ... ein erhöhter Betriebsdruck ist nicht ganz so gesund für die Anlage.

Sorry wenn ich Sie anscheinend "angefratzt" habe (hab extra nen Blinzelmann hingemacht als Spaß).

Ich hab halt oft schon im Forum von höheren Drücken in (vor allem) Flachkollektoren gelesen und daß die Leute anscheinend dadurch recht gut gefahren sind. Und in meiner letzten gestellten Anfarge auf die Sie damals geantwortet hatten waren sie etwas polemisch.
ZITAT: ... die erste Anlage mit 4,1 bar Anlagendruck .... usw

da konnte ich mir eine kleine Revanche nicht so recht verkneifen

;-) <--------- Blinzelmann !!!!


Ich schließe mich um endlich zum Schluß zu kommen Ihrem Sicherheitsgedanken auf jeden Fall an. Das Zeug ist scheissgefährlich und mein Respekt ist nicht gerade klein davor.



Verfasser:
CoCo
Zeit: 15.06.2004 11:21:43
0
69898
Den Bericht von me. Ahrendt finde ich sehr gut. Im Prinzip war es nur ein kleiner Hinweis der aber zumindenst mich zum überlegen gebracht hat. Ich glaube jedem Handwerker - ob Fachhandwerker und Do-It-Yourself-Man - ist schon ein kleines Versehn passiert. Dabei ist meistens der Schaden nicht sehr groß und der Fehler wird weiterhin gemacht. Erst wenn der Schaden groß ist oder eine Person zu schaden kommt ändert sich etwas. Nur muss uns erst etwas passieren wie Me.Ahrent? Wir können doch durch solche Tips unsere Verhalten ändern das uns soetwas nicht passiert.

CoCo

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