Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Pufferspeicher Festbrennstoffe
Verfasser:
Holger Fetting
Zeit: 24.01.2003 11:10:57
0
7108
Hallo,
soll für einen Kunden eine Fesbrennstoffanlage planen.
Er hätte gerne 4000 ltr. Pufferspeicher.
Ich bin der Meinung, 2000 ltr. würden leicht reichen.
Kessel 20 kw nur als Zusatzheizung.
Normal wird das Haus mit Öl beheizt.
Wielange soll der Mann den Heizen, bis er 4000 ltr.
erwärmt hat.
Frage, wie sind eure Erfahrungen und mit welchen Pufferspeichergröße.


Verfasser:
Daniel Urbanski
Zeit: 24.01.2003 12:42:03
0
7110
Hallo Holger,
mir kommt dies auch ziemlich viel vor.Die DIN sagt ja 25l/KW Puffervolumen.Dies ist natürlich viel zu klein.Ich setze fast immer 80-100l/KW an und hatte noch nie Reklamationen.Also liegst Du mit Deinen 2000l goldrichtig.Rechne Deinem Kunden mal aus wie lange es dauert 4000l aufzuheizen.Er hat ja seinen Holzkessel eh nur als Zusatzheizung.

Verfasser:
hartmut
Zeit: 26.01.2003 11:46:33
0
7111
hallo,

stimmt schon das der Speicher mit 2000l ausreichend ist. Die Größe des Speichers hat aber nicht nur mit der Aufheizdauer zu tun. Je größer der Speicher je länger braucht dein Kunde nicht wieder nachzuheizen. Was zwar langer Feuerungszeiten mit dem Holkessel bedarf, dafür muß er diesen aber nicht so oft anfeuern. Wenn du bei der ganzen Geschichte dann auch noch mit einem Guten Speicher (Schichtenspeicher) und einer sehr guten Regelung arbeitest interressiert dich die große Wassermenge bei der Ölheizung kaum.

Habe schon einige Anlagen dieser Art gebaut. Aufbau grob umrissen: Schichtenspeicher mit ca. 800l (gleichzeitig auch für solar nutzbar) als "Hauptspeicher" (hier heizt die Ölheizung und anfangs auch der Festbrennstoffkessel) zusätzlich vorhandene Wärme geht in einen weiteren Speicher. Dieser kann sehr einfach gehalten werden (Blecheimer mit zwei Anschlüssen und einer guten Isolierung.

Eine gute Steuerung für so eine Anlage ist z.B. die Consolar Controll 700

Infos über den Möglichen Aufbau unter

h.greiner@el-sa.de


Gruß Hartmut

Verfasser:
Holger Fetting
Zeit: 26.01.2003 14:34:01
0
7112
Hallo, ersmal danke für eure Antworten.
Ich habe mal nachgerechnet das der Kunde alleine 14 Std. Vollastbrennen nur für die 4000 ltr machen muß, um von 20 auf 80 Grad zu kommen. Dann ist der verbrauch der Heizanlage noch nicht mal mit drin.
Dann kommt noch das viel größer werdende Außdehnungsgefäß dazu. Ob sich das wirklich rechnet glaube ich nicht. Wenn es ein größerer Kessel währe würde ich ja noch mitgehen. 14 Stunden heizt doch keiner, wenn die Festbrennstoffkessel nur eine Nebenheizung sein soll.
Das Problem ist nur, das alles schon beim Kunden steht. Er hat sich schon mal selber an der Anlage versucht nur nicht hinbekommen.
Fesbrennstoffkessel Guß ohne Wärmetauscher.
2 x 2000 ltr. Luftkessel als Puffer umgebaut.
Puffer sind im Tichelmannsystem angeschlossen.
Grundleitung zum Haus mit PE- Leitungen.
80 ltr. Aussdehnungsgefäß und Sicherheitsventil !!!!
Das sind die Gerätschaften, die der Kunde schon eingebaut hat. Die Steuerung soll nur über Pumpen und Thermostate erfolgen.
Der Ölkessel ist ein Buderus ohne Mischerregelung.
Ich werde den Auftrag nur machen, wenn folgende Arbeiten azeptiert werden.
Holzanlage auf offenes Gefäß umbauen.
Systemtrennung vorm Ölkessel mit Wärmetauscher.
Buderus Regelung auf Mischer umbauen.
Werde mal sehen ob er das bewilligt.
Sonst soll er das doch selber machen.

Verfasser:
Henning Becker
Zeit: 27.01.2003 01:59:04
0
7113
Solche Anlage arbeitet nur mit einer guten Regelung die beide Pufferspeicher getrennt verwaltet und gemeinsam Nutz.

Schauen sie einmal unter www.Prisma-Heizung.de dort gibt es solche Regelungen und Konzepte.

Verfasser:
Norbert
Zeit: 27.01.2003 08:20:12
0
7114
hallo,
lass die Finger weg von offenen Ausdehnungsgefäßen. Nimm ein Druck-AG (evtl. 2 x 200 ltr.) und schließe die Speicher in Reihe an. Denn sonst kommst du mit den paar kW nicht auf Temperatur (Luftkessel schichtet mit Sicherheit überhaupt nicht).
Die Wassermenge ist bei richtiger hydraulischer Einbindung doch relativ egal. Für eine Holzfeuerung kannst Du doch nie genug Speichervolumen haben.
Mischer auf jeden Fall einbauen, denn wenn in der Übegangszeit die Puffer "voll" sind, dann heizt der Kunden mit 80°C in die Heizkörper (und höchsten 50°C sind vielleicht nur erforderlich). Ohne Mischer wird es ungemütlicher in der Wohnung.

Ich würde mich freuen, wenn jeder HOlzkunde dieses Volumen haben möchte. Wie gesagt, bei richtiger hydraulischer Einbindung (also die großen Puffer hintereinander schalten - beheizen von vorne - entladen umgekehrt) bekommt der Kunde auch nutzbare Wärme gespeichert.

Regelungen hat auch Buderus - oder Paradigma - oder wie schon vorher besprochen.

Verfasser:
Otto Throm
Zeit: 28.01.2003 08:12:49
0
7115
Es gibt unterschiedliche Auslegungsgrößen bei einem Pufferspeicher für Festbrennstoffkessel. Sehr häufig wird bei uns in Deutschland von folgender Faustregel ausgegangen: 50 Liter pro kW. IN ÖSTERREICH DEM HOLZLAND NR 1 WIRD FOLGENDERMASSEN GERECHNET: FÜLLRAUM DES HOLZKESSELS MAL 10. Also bei 150 Liter Volumen, nimmt man einen Pufferspeicher mit 1500 Liter. Das ist eine Kenngröße die sich bewährt hat. Aber jeder Liter mehr an zusätzlichem Puffervolumen, erhöht dem Kunden den Heizkomfort (also weniger häufiges nachlegen), erhöht den Wirkungsgrad (je nach Kesselhersteller, da dieser dann länger im Teillastbereich fahren kann) und reduziert somit auch den Holzverbrauch. Wenn Sie hierzu weitere Informationen haben möchten, besuchen Sie doch mal meine HOMEPAGE: < < < < < < www.OTTO-THROM.de > > > > >

Verfasser:
rainer
Zeit: 29.01.2003 10:24:42
0
7116
Ich kann hartmut nur recht geben in seiner Ansicht, dass nicht nur die Behältergröße, sondern auch und vor allem die Schichtung im Puffer maßgeblich für den Nutzungsgrad für eine solche Anlage sind. Grundsätzlich finde ich 4000 l Volumen nicht überdimensioniert - wir haben mit der Reha-TEC GmbH schon einige solcher Pufferspeicher gebaut und mit unserem patentierten Schichtsystem ausgerüstet -
Rückfragen unter rainer.nagel@reha-gmbh.de

Verfasser:
hartmut
Zeit: 29.01.2003 10:41:08
0
7117
hallo miteinander,

wie ich schon sagte: Speichervolumen ist nur für den Holzkessel iterressant. Die Ölheizung sollte um nicht allzulange Betriebszeiten zu haben möglichst direkt in das Heizungssystem bzw. in die Warmwasserbereitung heizen.
Grundsätzlich würde ich mich über so ne Anlage freuen. HAb meistens das Problem dem Kunden beizubringen warum er so einen großen Speicher benötigt bzw warum das Sinn macht. Eine "offene Heizung" würde ich aus oben genanntem Grund nicht bauen. Großes Ausdehnungsgefäs einbauen und du hast Ruhe. Außerdem würde ich sogar, aus ebenfalls schon vorher erwähntem Grund, auf jeden fall einen Mischer einbauen. Dann eine Steuerung dazu die beide Puffer (LAdung und Entladung), Mischer, Ölkessel und den Holzkessel steuert und fertig bist du.


Gruß Hartmut

Verfasser:
Volker Hesse
Zeit: 27.02.2003 19:03:23
0
7118
Hallo liebe Spezialisten,

ich mische mich mal als Architekt ein, vor allem jedoch als Nutzer
einer reinen Holzvergaserkesselanlage (22kW) in Verbindung mit
Solar-Anlage 8m² Röhrenkollektoren, Pufferspeicher 800 l
als Schichtenspeicher, Wärmetauscher zur Warmwasserbereitung,
Solar geht direkt in Pufferspeicher und dient somit der Heizungs-
unterstützung. Ich beheize ca. 300 m² Wohnfläche komplett mit
Fußbodenheizung mit durchschnittlicher Vorlauftemperatur 40°C
(auch bei -15°C draußen reichen 42°). Der Rücklauf liegt bei guter
Durchheizung bei 38°C, ansonsten 30 - 35°. Das Haus ist traditionell
mit 365er Ziegelmauerwerk gebaut (ich hasse Styroporschachteln) und
hat ziemlich viel Fensterfläche. Ich verbrauche pro Jahr
ca. 50 Raummeter Laubholz ( Buche ) und bin sehr zufrieden, zumal ich
das ganze Geld für´s Fitness-Studie spare (man kann über´s Jahr
gerechnet durchschnittlich mit einem Zeitaufwand ( Beschaffung,
Beförderung, Lagerung, Umlagerung, Zerkleinerung ...) von einer halben
Stunde pro Tag rechnen. Wenn man den Wald in der Nähe hat und selber
fällt, kostet die Heizung fast nichts. Ach so, zum Thema Speicher kann
ich nur sagen, wer schon mal ein total ausgekühltes Haus wieder mit Holz
hochheizen mußte (wie ich), der kommt nicht auf dei Idee, dort 4000 l
Speicher hinzustellen, allein meine 800 l brauchen 2 bis 3 Stunden, weil
natürlich erstmal alle Energie direkt in den Vorlauf geht. Ich betreibe
meine Anlage seit dem Winter 99/2000 und habe eigentlich nur ein Problem:
Für den Sommerfall bräuchte ich noch einen extra (kleinen) Speicher, weil
es Unsinn ist, den gesamten Puffer für Warmwasserbereitung über
Wärmetauscher hochzuheizen. Zur Zeit muß ich dann alle paar Tage mal ein
wenig nachheizen, da der Puffer durch Zirkulation Wärme verliert.
So, ich hoffe das war für die Fachwelt nicht uninteressant und würde
mich über Meinungsäußerungen freuen!


Verfasser:
R. Seelig
Zeit: 28.02.2003 17:45:09
0
7119
Hallo in die Runde,
als Heimatverein suchen und popularisieren wir für unsere Region ökologische (regenerativ Holz, Pellets-Automatik) und kostensparende Heiztechniken, weg von den teuren NUR-Wasserkochern gleich ob Gas, Öl oder Holzvergaser.
Ein Beispiel daß wir vorführen, ist das Kochen mit Zentralheizungs-Küchenherden (einbaufähig wie ein Gasherd), bei 1200°C Feuerung werden schnellste Garzeiten erreicht. Gemütlichkeit in der Wohnküche am prasselnden Holzfeuer garantiert.
-- Uns bewegt die Frage, ob ein druckloser Speicher aus Kunststoffen um 4000 Liter bis 80°C, vorteilhafter als Stahlspeicher dieser Größe sind.

Uns werden immer Aufreihung kleiner Stahlpuffer angeboten.

Danke für eine Wertung,
mfg
R.Seelig, Förderverein Heimat und Natur
verein_thn@freenet.de

Verfasser:
Eddy M.
Zeit: 28.02.2003 17:56:45
0
7120
Jetzt kommt hier der absolute NICHTfachmann!

Ich bewege mich da auch in eine ähnliche Richtung mit dem Pufferspeicher. Ich möchte einen 1,7m3 Gastank mit nem Wärmetauscher ausrüsten. Genauer gesagt gleich 4 Tauschkreise: 1. Aufheizen Solaranlage 8m2, 2. Aufheizen Gasbrenner (40kW), 3. Heizungskreislauf, 4. warmes Brauchwasser. Solltemperatur Speicher = 55 Grad.
Weitere Pufferspeicher mit ca. 13,5m3 sind geplant für Aufheizung mit einem 58kW Allesbrennerofen (Solltemperatur 90 Grad).
.
Hier meine Frage:
Ich suche ne Berechnungsmöglichkeit, wie man die Tauschrohre dimensioniert (Durchmesser, Länge), damit man am Austritt jeweils recht genaue Temperaturen vorbestimmen kann. Z.Bsp. für die Heizung (FBH) 35 Grad, Warmwasser 50 Grad usw. und wo man am schlauesten die einzelnen Tauschkreise in der Höhe einbaut.

Bin für viele Antworten und Anregungen dankbar!

Erreichbar unter eddy@mauslolly.de

Viele Grüsse
Eddy

Verfasser:
Holger Fetting
Zeit: 28.02.2003 20:08:44
0
7121
Hallo an alle,
haben die Anlage nun einige Tage in Betrieb.
Die Anlage wurde mit seinem 2 x 2000 ltr. Pufferspeicher errichtet.
Der Kunde hat nun schon eingesehen, das dieses mit 4000 ltr. Puffer
sich nicht rentiert.
Haben schon 2000 ltr. wieder abgeklemmt.
Läuft viel besser. Die 4000 ltr. auf Temperatur zu kriegen als reine
Zusatzheizung war nicht hinzukriegen.
Seien Aussage : Da muss ich ja die ganze Nacht aufbleiben und nachlegen.
Die 2000 ltr. gehen wunderbar. Er hat jetzt wo es nicht mehr ganz so kalt ist,
die 2000 ltr. abends auf ca. 80 Grad und kommt bis zum nächsten Morgen
locker damit aus.
Noch mal Danke an alle, die sich Gedanken gemacht haben.

P.S. manchmal ist weniger eben mehr.
Mit freundlichen Grüßen Holger

Aktuelle Forenbeiträge
Lupo1 schrieb: Hallo, habe diese schon seit vielen Jahren getankt und bisher sehr zufrieden. Mit den beschichteten Pellets "Pelprotec" hat man weniger Staub im Pelletslager, ob es sich rechnet konnte ich nicht feststellen....
jantosh schrieb: Danke für die Tipps lowenergy, ich habe mich jetzt für eine komplett vorinstallierte Station mit Pufferspeicher und Frischwasserstation inkl. der neuen Übergabestation entschieden. Das ist dann alles...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
 
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Mit Danfoss ist alles geregelt
Website-Statistik