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Datenschutzhinweise

LAS oder "halb"-LAS???
Verfasser:
Peter
Zeit: 02.09.2004 09:39:30
0
87174
Mittlerweile sind wir mit der Planung unserer neuen Heizungsanlage schon weit voran gekommen und dank der Tips hier aus dem Forum und einem scheinbar recht fähigen( auf jedenfall sehr bemühten)Heizungsinstallateur, habe ich auch das Gefühl eine sehr gute und moderne Öl-Brennwert Heizung zu kriegen.

Eine Frage steht aber noch offen: Und zwar wird hier ja immer wieder raumluftunabhängige Betriebsweise und ein LAS empfohlen. Das erste ist klar und ist bereits geklärt. Bei dem LAS gibt es aber noch 2 Möglichkeiten:

1. ein doppelwandiges Rohr vom Kessel bis oben aus dem Schornstein hinaus
2. ein doppelwandiges Rohr vom Kessel sis zum Kamin unten. Von dort aus dann ein 50mmRohr für das Abgas nach oben. Die Frischluft würde dann über den Spalt zwischen dem Rohr und dem Kamin (16cm Durchmesser) heruntergesogen. Auch diese Lösung wäre 100%ig raumluftunabhängig.

Der Heizungsbauer empfiehlt uns nach Rücksprache mit den Technikern der Kesselfirma die Lösung 2, da sie angeblich störungsunempfindlicher ist (falls es wichtig ist: das Haus steht in einer Höhe von 700m ü.N.)und ausserdem auch noch ca. 300€ billiger ist. Einen Nachteil gibt es bei dieser Lösung angeblich nicht.
Ist das so richtig oder sollte man doch lieber in ein doppelwandiges Rohr bis nach oben investieren???


Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 02.09.2004 09:53:37
0
87175
Beide Lösungen werden die Energieausnutzung auf jeden Fall verbessern.

Ich gehe mal davon aus, das der Abgaszug mit nur 50 mm Durchmesser korrekt berechnet ist.....

Dann wird die Preiswertere Variante ohne Doppelrohr sicherlich eine geringere Einsparung bringen, als die Variante mit dem Doppelrohr....

Aber ob sich die Mehrinvestition von 300 Euro wirlich "rechnet", vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen.

Ich selbst habe die Preiswerte Variante bei mir realisiert, allerdings aus baulichen Gründen. Mein Schornsteinzug hätte ein Doppelrohr nicht aufnehmen können.

Als "Hardcore"-Energiesparer hätte ich jedoch liebend gerne die teurere Variante genommen......einfach deshalb, weil es geht---und weil ich dann mit gutem Gewissen behaupten könnte, das ich das Maximum an Einsparung aus der Luftführung herausgeholt habe.

Das Argument mit der störanfälligkeit kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Wenn der Schornsteinzug vor der Sanierung ordentlich gebürstet wurde, und die Ausführung einwandfrei ist, sehe ich keinen technischen Unterschied.....ausser der Wirksamkeit des Wärmeaustausches.

www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
Alex
Zeit: 02.09.2004 11:01:30
0
87176
Hallo Zusammen
Hallo Peter

Ich möchte mal fragen zum momentanen Schornsteinzustand:
War hier schon mal eine Heizungsanlage angeschlossen?
Aus welchem Material besteht Dein Schornstein?

Als (früher) noch keine richtigen Schornsteinrohre erhältlich waren wurden Schornsteine aus gemauert. Bei diesen alten gemauerten Schornsteine sind im Laufe der Jahre durch die Abgase die Bindemittel aus den Oberflächen der Steine und des Mörtels "ausgewaschen" (nenn ich mal so, ein genaueres Wort fällt mir grad´ nicht ein) worden. Die Oberfläche ist dadurch porös geworden und Du könntest, wenn Du Möglichkeit 2 einbaust, Probleme mit angesaugtem Staub bekommen, der sich aus dem alten Schornstein herauslöst. Da hilft auch ordentliches Bürsten vor dem Einbau nichts.

Soviel mal zur angeblichen Störungsunempfindlichkeit.

Trifft aber möglicherweise auf Dein Haus nicht zu; Du hast leider keine Angaben hierzu gemacht.

Gruß Alex

Verfasser:
Franz Hiegemann
Zeit: 02.09.2004 12:34:31
0
87177
Mahlzeit,

M. Havenith sagt schon alles.
Zu toppen wäre die ganze Geschichte allerdings noch durch eine Isolierung des Doppelrohres von außen.
Es gibt sogar passende Schalen dafür in DN 100,113,120 usw.
Ob in DN 90 (50+20+20) weis ich nicht.
Du kannst aber auch Mineralwolle am Stück kaufen und die dann befestigen. Ist auch billiger.

Der Durchmesser von nur 50 mm kommt mir auch spanisch vor.
Ein Größerer hätte mehr Fläche, was mehr Wärmetausch bedeutet.
Vielleicht ist DN 80 gar nicht viel teurer. Frag mal nach.
Dann gibts Kunststoff und VA.
Das VA besser tauscht, liegt nahe.
Und Korrosion kenn ich nur vom *Hören-Sagen*.
VA hält! Und hat auch meistens eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, was bedeutet, dass diese Leitung fast überall (mit allen Feuerstätten) einsetzbar ist.

Bei NT-Feuerstätten -im Gegensatz zu Brennwert- lohnt sich LAS sehr und dementsprechend die Doppelrohrinvestition. Gilt für häusliche Feuerstätten.
(Sukram hat doch mal bei SCHIEDEL Informationen darüber gefunden)
Bei größeren Anlagen rechnet sich alles.

Wieviel jetzt in Deinem Fall die Doppelrohrausführung bringt, weis ich nicht. Könnte mir aber vorstellen, dass es nicht wenig ist, weil die Verbrennungsluft wahrscheinlich mit turbulenter Strömung am Abgasrohr vorbeigezogen wird. Im Ggs. zur einfachen Schachtlösung wo es wohl laminar geschieht und zudem ein *nicht gewollter* Wärmeaustausch an den Schachtwänden zu beobachten ist.
Deshalb könnte sich der Effekt sogar verdoppeln.

F.H.


(Sukram hat doch mal bei SCHIEDEL Informationen darüber gefunden)

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 02.09.2004 13:01:05
0
87178
Nebenbei bemerkt

den besten Wärmeaustausch haben nicht die Edelstahlrohre, sondern aufgrund der deutlich größeren Oberfläche die Kunstoffwellrohre
Siehe Technaflon....

Klingt zwar komisch, ist aber so!

Peter Lustig lässt grüßen

www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
Peter
Zeit: 02.09.2004 14:42:59
0
87179
Danke schon mal für die Antworten!

Der alte Kamin ist aus Scharmottstein (schreibt man das so?) gemauert und ist schon knapp 25 Jahre mit einem herkömmlichen Ölkessel in Betrieb gewesen. Kann ich da nun ruhigen Gewissens auf die 1-Rohr Variante zurückgreifen? Ausbürsten wird wohl recht schwer sein, falls es überhaupt möglich ist, oder?

Und ob es sich rechnet??? Keine Ahnung, aber es wird ein 25kw Brennwertgerät daran betrieben und der Kamin ist ca. 11m hoch.

Verfasser:
Alex
Zeit: 02.09.2004 15:55:37
0
87180
Hallo Zusammen
Hallo Peter

Nach meiner Einschätzung kannst Du ruhigen Gewissens die 1-Rohr-Variante einbauen. Meine Bedenken bezogen sich auf noch ältere Gebäude bzw. deren Kamine (aber das war ja aus Deiner Fragestellung nicht zu erlesen).

Aber auch die 2-Rohr-Variante ist eine Überlegung wert, wie bereits in den anderen Beiträgen beschrieben.

Das mit dem Ausbürsten bezog sich eigentlich darauf, daß der Schornsteinfeger mit seinem Werkzeug kurz vor dem Heizungsumbau den Kamin reinigen soll (muss!).

Soviel von mir
Gruß Alex

Verfasser:
Franz Hiegemann
Zeit: 02.09.2004 16:11:31
0
87181
Hallo,

also ruhigen Gewissens ist so eine Sache.
Durch den vielen Schwefel, der sich hauptsächlich in den Stoßfugen zwischen den Schamottetonsegmenten befindet, kann es bei der Verbrennung zu Korrosion des Wärmetauschers kommen.

Richtig sauber ist der Schornstein (Schacht) nicht wirklich zu bekommen. Man kann ihn ausschlagen (Ausschlaggerät-Schornsteinfeger) oder richtig oft ausbürsten und so das rausholen, was rauszuholen ist. Damit wird die Gefahr des Durchrostens wenigstens minimiert.

Eigentlich ist das noch ein guter Grund für Dich das LAS konzentrisch auszuführen.
Und das mit der Isolierung rundrum würd ich mir auch überlegen.

In Sachen Wärmeleitfähigkeit von Stahl und Kunststoff hab ich mal geguckt und einen Koeffizienten für PP-Kunststoff bei 0,22W/mK und bei Metall irgendwas zwischen 41-58W/mK abgelesen.
Das Verhältnis ist demnach zwischen 186 und 264.
So viel besser leitet Stahl Wärme oder so viel größer müsste die Fläche des Kunststoffs sein, um wenigstens dieselbe Wärmemenge wie Stahl zu transportieren.
Und diese *Mehr-Fläche* gibt das Kunststoffwellrohr nicht her.

Wenn Kunststoff nicht so ein grottenschlechter Wärmeleiter wäre, würde es auch viel mehr Wärmetauscher aus Plastik geben.

Gruß F.H.



Verfasser:
auch Peter
Zeit: 04.09.2004 12:28:48
0
87182
Hallo,

hat jemand Preise über diese Doppelrohre?

Danke!

Verfasser:
Michi
Zeit: 04.09.2004 15:46:04
0
87183
Hallo alle zusammen,

die meisten Hersteller von Brennwertfeuerstätten scheiben ein Ausschlagen durch den Schornsteinfeger als Ausreichend vor.
Lösung ohne Doppelrohr ist, wenn Schornstein sauber, kein Problem für die Lebensdauer da ja auch Schwefel bei dem Betrieb einer Ölbrennwertanlage im Kessel anfällt.
Gruß Schofi Michi

Verfasser:
Peter
Zeit: 05.09.2004 18:31:16
0
87184
nur wenn der Kaminkehrer kommen muß und den Kamin ausschlägt, wird das wohl auch nicht wesentlich günstiger als der Aufpreis fürs doppelwandige Rohr (250-300€ Aufpreis). Dann scheint es mir ja fast sinnvoller zu sein gleich das doppelwandige Rohr zu nehmen.

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