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BUSO Solardach- Vor- und Nachteile gesucht
Verfasser:
Solar-Man
Zeit: 13.09.2004 16:14:08
0
87284
An Energiesparer.
Wir reden hier nicht von einer Solaranlage im herkömmlichen Sinne, die für das Duschwasser (ca 5% Anteil vom Gesamtenergiebedarf im Altbau) sondern von einem Solardach. Das Argument der überschüssigen Wärme zählt nicht, wir haben es hier mit einem perfekten Dachbelag zu tun, der die ansonsten "Energetisch nutzlosen" Dachziegel ersetzt. Im Sommer bleibt die zuviel erzeugte Wärme einfach auf dem Dach.Da der Kollektorpreis sehr günstig ist, zieht hier das Argument viel Geld in die Kasse des Anbieters leider nicht. Glücklicherweise können wir wie bereits am Anfang des Forums schon geschrieben, auf 40 Anlagen verweisen, die bereits im Albaubereich eine Einsparung von ca 30% vom gesamten Heizenergiebedarf abdecken. Wenn die kleine Anlage nichts liefert, sprich wenn keine Sonne da ist, liefert die große auch nichts ist richtig, leider, sonst würden wir ja 100 % im Altbaubereich schaffen. Die schwachen und zeitmäßig wenigen Sonnenstunden können aber mit mehr Fläche sehr gut kompensiert werden.

Verfasser:
Energiesparer
Zeit: 13.09.2004 17:18:50
0
87285
....und die Konstruktion ist 40 Jahre alterungsbeständig bei den im Sommer teilweise doch gigantischen Temperaturen.

Warum wird dann bereits der Austausch weniger Jahre alter und somit angeblich "veralteter" Kollektoren gefördert?

Der genannte Kollektorpreis lag doch über dem Fördersatz. Somit wandert die gesamte Subvention zum Analgenverkäufer. Was war an dieser Aussage falsch?

Ich will das Ganze ja nicht schlecht reden, nur mit Ihren Lobpreisungen übertreffen Sie ja jeden Marktschreier.


Verfasser:
solar-man
Zeit: 13.09.2004 18:17:42
0
87286
die gigantische Stillstandstemperatur beträgt 130 Grad in der Praxis und 189 Grad auf dem Prüfstand mit 1000 Watt senkrechter Einstrahlung, ohne Wind. Ersatzteilgarantie 30 Jahre , 10 Jahre Garantie auf Kollektor, 10 Jahre auf Dachdichtheit bei Einbau durch Buso-Partnerm und 20 Jahre Garantie auf den Speicher. Ich habe vollstes Verständnis, das das klingt wirklich wie Marktschreierei. Aber schauen Sie doch selber mal bei www.buso.de rein und lassen Sie sich durch einen örtlichen Partner beraten. Der zeigt Ihnen sicherlich Kundenanlagen, dann können Sie das ja selbst neutral prüfen.

Verfasser:
energiesparer
Zeit: 13.09.2004 18:23:02
0
87287
Lieber solar-man, wissen Sie eigentlich, was Ihre Aussage mit den max 130°, wenn sie denn stimmt in Hinblick auf den Wirkungsgrad der Kollektoren bedeutet? Herr Dehrmann hatte schon über 100 Grad in seinem Speicher. Wenn die Dinger im strahlungsstärksten Sommer nur 130 Grad Stillstandstemperaturen bringen, was soll denn da in den Übergangszeiten, wenn Wärme zum Heizen gebraucht wird rauskommen?

Verfasser:
Solar-Man
Zeit: 13.09.2004 21:14:27
0
87288
Energiesparer:
Wenn die Dinger im strahlungsstärksten Sommer nur 130 Grad Stillstandstemperaturen bringen, was soll denn da in den Übergangszeiten, wenn Wärme zum Heizen gebraucht wird rauskommen?

In etwa zwischen 50 und 60 Grad Speichertemperatur, je nach Einstrahlung, also genau die Nutztemperaturen, die zum Heizen gebraucht werden.
Herr Dehrmann hatte schon über 100 Grad in seinem Speicher.
Die Speichertemperatur ist bei uns übrigens messbar und wird durch den Regler auf 95 Grad begrenzt.

Verfasser:
Energiesparer
Zeit: 13.09.2004 21:41:58
0
87289
Selbstverständlich ist die Temperatur im Speicher messbar.
Sicher kann auch Herr Dehrmann seine Speichertemperatur messen. Er liefert sogar eine Computerauswertung dazu.

Vor kurzem schrieben Sie von einer frei programmierbaren Steuerung und nun ist der Speicher auf 95 Grad begrenzt. Das mag ja auch empfehlenswert sein, wenn Sie aus Ihrem Speicher keinen prüfpflichtigen Dampfkessel machen wollen, nur hängt das doch von der Programmierung der Steuerung ab.

Berechen Sie mir doch mal aus den 130 Grad die Kollektorverluste, bzw. den gesamten Wärmewiderstand des Kollektors zur Umgebung, der für diese Verluste als Maß dienen kann. Der Kollektor kann doch damit niemals die neuen Förderrichtlinien erfüllen.

Verfasser:
Jörg Buschbeck
Zeit: 14.09.2004 17:05:53
0
87290
Unser Buso Solardach ist 100% förderfähig und hat eine Stilltandstemperatur von 189°(laut TÜV).
Aber eben nicht 230° wie bei manchen "Superkollektoren" welche dann das Frostschutzmittel cracken und Dichtungen und Miwo zum Ausgasen bewegen.
Unsere Strategie ist es durch besonders leistungsfähige Wärmeübertrager
bei gleicher Nutztemperatur den Kollektor einfach kühler zu halten.
Damit schaffen wir in der Praxis die gleiche Leistung wie eine Röhre
an einem Puffer mit 2 Rohrschlangen drin.

Nur der NTC Kollektorfühler zeigt aufgrund einer starken Unlinerarität
ab 120°keine Temperaturen über 140°C an.

Verfasser:
TimonsMama
Zeit: 15.09.2004 20:42:36
0
87291
Inwieweit sind denn Eigenleistungen möglich bei er Montage eines BUSO ohne die Gewährleistung zu riskieren?
Wir sind geschickte Heimwerker, und wenn ein paar Euro gespart werden können, warum nicht??!!!

Verfasser:
Solar-Man
Zeit: 16.09.2004 09:44:28
0
87292
Verfasser:
TimonsMama Datum:
15.09.2004 20:42:36
Inwieweit sind denn Eigenleistungen möglich bei er Montage eines BUSO ohne die Gewährleistung zu riskieren?
Vorschlag: Suchen Sie den Kontakt zum örtlichen Buso-Partner, machen ein Vor-Ort-Termin ab, und klären die Detailfragen dann persönlich.So geht es am besten


Verfasser:
TimonsMama
Zeit: 16.09.2004 13:30:33
0
87293
@ Jörg Buschbeck
Von einem Heizungsbauer erhielt ich jetzt die Information, daß BUSO Schwarzchromabsorber einbaut, die nach ca. 5 Jahren 30-50% Ihrer Leistungsfähigkeit verlieren und außerdem ein Problem beim Recyclen darstellen, im Gegensatz dazu gibt es schon das übernächste System, welches "sun select" heißt und einen höheren Wirkungsgrad hat. Ist das ein "Verkaufsargument" oder ...? Ich hätte dazu gern Informationen.

Verfasser:
berndg
Zeit: 16.09.2004 16:50:57
0
87294
@ TimonsMama
aufgeschreckt von dieser behauptung und nachdenklich hätte ich gern mal mit dem heizungsbauer telefoniert. gruorbg_at_aol.com

aber wie schon im vorfeld gesagt überzeugt der kollektor durch sein preis- leistungsverhältnis,
bestimmt gibt es kollektoren die leistungsfähiger sind.

und den blauen engel (wichtig) für die förderung hat das teil auch.
über das recyceln nach 30..40j würde/ braucht man(n) sich heute keine gedanken machen. die dann geltenden umweltstandards sind ??
jedenfall kein problem im vergleich zu styropor- dämmstoff.

mfg berndg





Verfasser:
Jörg Buschbeck
Zeit: 16.09.2004 17:20:17
0
87295
@Timonsmama
Schwarzchrom ist das einzige wirklich über Jahrzehnte bewährte Absorbermaterial. Diese Sicherheit und auch die Robustheit ist der
Grund warum wir das Material verwenden. Da gibt es mit den neueren Materialien leider auch andere Erfahrungen.
Zur Entsorgung - für unsere Abfälle von beschichtetem Cu-Blech (Schrägschnitt) zahlt der Schrotthandel 2€/kg
Das Ihr Heizungsbauer BUSO nicht so toll findet liegt vor allem an unserem fehlenden 3-stufigen Vertriebsweg. Er wird schlicht von uns nicht beliefert. Wir beliefern aus Kostengründen nur an wenige ausgewählte Solarfachbetriebe. Diese verarbeiten zwischen 500 und
5000 qm Solardach / Jahr. Sie können sich sicher sein dass diese Verarbeiter eine besondere Kompetenz haben.

Verfasser:
altbaubesitzer
Zeit: 16.09.2004 19:37:03
0
87296
Ich habe auch ein Angebot über ein BUSO Solardach, jedoch waren die Endpreise wesentlich! höher als oben angegeben (20 m^2 ca 15 000 €), obwohl die Leitungen vom Keller zum Dach schon liegen. Wie kann das sein??
FS

Verfasser:
Sukram
Zeit: 16.09.2004 19:48:03
0
87297
Täusch' ich mich oder ist Stand der Technik Absorber mit selektiver TiNox-Beschichtung?


Verfasser:
Jörg Buschbeck
Zeit: 16.09.2004 21:19:18
0
87298
@altbaubesitzer
gern prüfe ich das angebot wenn Sie unter info@buso.de Kontakt aufnehmen.
@sukram
mit dem Stand der Technik ist das bei Solarkollektoren so eine Sache.
Die maximale Leistung ist da oft das Gegenteil von maximaler Lebensdauer. Als alle noch Schwarzchromkollektoren hatten waren
10 Jahre Kollektorgarantie Stand der Technik. "Zufällig" wurde dies in den letzten jahren bei vielen Anbietern reduziert.

Neue Absorberschichten wie tinox oder sunselect haben durch Verzicht auf einen galvanischen Korrosionsschutz(Nickelschicht) eine geringere Abstrahlung(Emission). Dies bedeutet eine etwas größere leistung von
3-4% und aber auch eine Zunahme der sommerlichen Stillstands-temperatur. Wenn man den Stand der Technik dann perfekt machen will so lege man ein entspiegeltes Solarglas auf und schon hat man einen Kollektor der es im Stillstand bis auf 230° schafft (bei etwa 10% mehr flächenertrag).
So hat man einen Kollektor der theoretisch sich aufgrund guter Leistung toll für die solare Heizungunterstützung eignet und der sich praktisch aufgrund von schnellem frostschutzverschleiss, dampfschlägen
Ausgasungen und hohem preis so gar nicht für wirtschaftliche Heizungs-unterstützung anbietet.
Ein Kollektor mit schwarzchrom begrenzt sich aufgrund der höheren emission automatisch unter 200° und wenn man Ihn dann noch mit einer super Systemtechnik kombiniert ist die Flächenleistung in der Praxis höher als mit einem Tinoxbeschichteten Antireflexglaskollektor an
einem schnöden Kombipuffer. Und man kann ohne Tücher auf dem Kollektor in den Urlaub fahren.

Verfasser:
TimonsMama
Zeit: 17.09.2004 09:25:12
0
87299
@ Jörg Buschbeck

Was ist mit der Aussage des Heizungsbauers, daß Scharzchromabsorber mit der Zeit an Leistung verlieren?
Ich möchte das gerne widerlegt haben.
Danke, TimonsMama

Verfasser:
Jörg Buschbeck
Zeit: 17.09.2004 10:50:04
0
87300
@TimonsMama

Lassen Sie Ihren Heizungsbauer doch einfach mal die Quelle für seine Behauptung nennen. Da werden Sie sehen wie er "schwimmt". Irgenwo auf der Solvis Webseite war auch immer ein Testbericht von einem 6Jahre alten Schwarzchromkollektorer.Dieser war wie neu!

Schwarzchrom ist so robust das es sogar ohne Verglasung als SolardachAS
für Vorwärmzwecke verwendet wird. Wenn Sie andere Beschichtungen der freien Bewitterung aussetzen korrodieren diese aufgrund des fehlenden galvanischen Korrosionsschutzes produktabhängig zwischen 2 Wochen und 1/2 Jahr völlig.Ich habe dazu eigene Tests gemacht. Problematisch ist auch das bei den Test der neuen Absorberschichten nicht in Anwesenheit von Ausgasungsprodukten der Mineralwolle getestet wurde. Gerade diese greifen aber die Absorber an.
Ein Verkaufs-Mitarbeiter der alten Firma Tinox(vor Konkurs)hat mir auf meine diesbezügliche Frage das Problem bestätigt - er war aber der Meinung das es nicht sein Problem sei wenn die MIWO ausgast. Das dies mit der "gefeierten" geringeren Emission und der daraus resultierenden höheren Stillstandstemperatur zu tun hat war ihm wohl egal.
Und wenn der Absorber korrodiert oder sich die Ausgasungen an der Scheibe niederschlagen ist es mit den wenigen Prozent Mehrertrag dann auch schnell vorbei.
Das Problem ist das ein Solar-Kollektor ein echtes Low-Tech-Produkt ist.
Er besteht ja im wesentlichen nur aus einer beschichteten Kupferplatte auf einer Dämmschicht und einer Verglasung.
Natürlich sind ein paar Sachen zu beachten und wenn es dann noch eine richig saubere Dachintegration sein soll, dann könnte ich hier richtig ins Schwärmen für mein Produkt kommen.

Da man aber nur die Leistung und nicht die Lebensdauer messen kann, versucht jeder bei der Leistung der Beste zu sein. Da schärfste auf diesem Gebiet ist aus meiner Sicht der von einigen geplante Einsatz von Bimetallabsorbern(Cu-Al) hinter Antireflexglas. Da wird mir richtig Angst um die Solarthermiebranche.





Verfasser:
Wolfgang Lechner
Zeit: 17.09.2004 15:58:21
0
87301
Hallo Timosmama,
schon mal was von Capito gehört? Die haben nämlich einen neuen Großflächenkollektor im Angebot mit sun-selct Absorber, welcher in der
Tat einen wesentlich höheren Wirkungsgrad hat. Und dazu ist der gesamte
Kollektor Qualitativ noch wesentlich hochwertiger und besser verarbeitet als die BUSO Kollektoren. Capito bietet auserdem noch eine
Menge mehr. Nämlich Speicher und Kessel in vielen Größen und Variationen mit frischer, bedarfsgerechter, hygienischer und bakterienfreier Brauchwasserbereitung. In der Schüttleistung sind (fast) keinen Grenzen gesetz. Außerdem werden keine Pumpen oder zusätzliches Montagematerial und -kosten mehr anfallen. (Bei der Brauchwasserbereitung) Einfach mal Infos bei Capito anfordern.

Verfasser:
Ingo
Zeit: 17.09.2004 23:47:46
0
87302
Die Beständigkeit des Schwarzchroms bestätigen zumindest die Auswertungen aus dem Thermieprogramm, Buch 'Langzeiterfahrung Solarthermie' von 2001, S.131, www.solarpraxis.de:
Ein 6 Jahre alter Kollektor hatte Spektren wie neu, ebenso ein 20 Jahre alter Vakuumkollektor.
Tinox nicht untersucht.

Herr Buschbeck,
warum bieten Sie keine Packetlösungen an wie andere Hersteller? 20m2 liegen preislich bei Ihnen (12,500) ca. 3000 über Wagner, ca. 5000 über den günstigeren Anbietern. Ebenso stört mich dass in einem Gebiet nur ein einziger Betrieb von Ihnen lizensiert ist. Dadurch gibt es natürlich keine Konkurrenz, ausser auf andere Hersteller auszuweichen.

Verfasser:
Jörg Buschbeck
Zeit: 18.09.2004 12:38:55
0
87303
@ Wolfgang Lechner Capito
Ja Capito hat schon eine unglaubliche Kompetenz auf dem Solargebiet.
Da gibt es jetzt 45qm Kollektor an 4,1 qm Rippenrohrwärmetauscher im Paket zu kaufen. Da findet sich doch sicher mal jemand in diesem forum der die resultierende Temperaturdifferenz korrekt berechnet.
Dabei bräuchte Capito nur mal auf die Webseite seines Kollektorlieferanten zu schauen.
http://www.fksolar.de/pdf/planungshilfe.pdf
0,35qm/qm Kollktor wären also 15,75 qm Wärmetauscher für 45qm Kollektorfläche erforderlich.
Ich habe das übrigens schon mal persönlich mit dem Cheftechniker von Capito besprochen. Seine Aussage: Das regelt sich schon ein!
Er hat vollkommen recht - durch die hohen Temperaturdiffernzen sinkt der Kollektorertrag soweit, dass irgendwann auch der kleinste Wärmetauscher reicht.
Solche "Experten" sind eine echte Gefahr für den guten Ruf des Solaren Heizens

Verfasser:
Jörg Buschbeck
Zeit: 18.09.2004 14:11:04
0
87304
@ingo
Eine BUSO Anlage 24qm Solardach incl. Blecheinfassung
1000lPuffer(20Jahre Garantie), Topladeset (inkl. Wärmemengenmessung)
+ Frischwasserset (5Grad delta T) kostet
derzeit 9605,96. (incl.Mwst.)
Auf diesen Preis erhalten Sie bei Paketabnahme eine Werks-Paketförderung von 50€ /qm = 1200 Euro. Macht also einen effektiven Materialpreis von 8405 Euro. Davon gehen dann noch mal 2640, - Euro Fördermittel bafa ab.

Sind wir bei effektiv 5765, - Euro zzgl Rohr, Montage und eventuell Baugruppen welche der Heizung zuzurechnen sind(Mischer, Rücklaufumschaltungen, Schnellmontagesets).

Ich gehe davon aus dass in dem von Ihnen genannten Preis Montageleistungen und Zusatzbaugruppen enthalten - wenn nicht bitte ich um Kontaktaufnahme unter info@buso.de

Wichtig ist halt wie bei jedem Angebot den Leistungsumfang zu vergleichen. Damit eine solare Heizungsunterstützung ordentlich was
bringt müssen 2 vor allem Punkte passen - ausreichend Solarfläche (optimal 20% der Wohnfläche) + optimale Systemtechnik.
Da geht es nicht nur um Schichtung, sondern vor allem um Temperaturdifferenzen zwischen Solar und Puffer sowie Puffer zu Trinkwasser. Und kleinste Temperaturdifferenzen schafft man bei großen Leistungen nur mit ausreichend großen Plattenwärmetauscher und optimierter Pumpen-Drehzahlregelung.
Wir haben früher auch billigere Systeme mit Solarbeladung über interne Rohrschlange parallel verkauft, bis wir auf den Wärmemengenzähler den Unterschied gesehen haben (20-30% Mehrertrag). Dagegen sind Leistungsunterschiede von Kollektoren echte Peanuts. Und so richtig schwach wird eine Solarheizung, wenn die Warmwasserbereitung im
Durchmischverfahren im Puffer stattfindet.

Man muss dies nicht einfach glauben, sondern man kann es relativ leicht überschlägig nachrechnen.

Wir schaffen ein durchschnittliches delta T zwischen Solarvorlauf und Trinkwassertemperatur von ca.8°(3Grad Topladung - 5Grad Frischwassermodul)

Einfache Konstruktionen liegen hier oft um die 30Grad (oder schlimmer -siehe Beitrag oben)

Bedeutet der Kollektor bleibt an BUSO Systemtechnik effektiv um ca. 22° kälter bei gleichem End-Nutzen.

Bei einem effektiven K-Wert eines Flachkollektors um die 4Watt/qm/k
(Mittelwert aus linearem und quadratischen Wert) bedeutet dies ein
Mehrertrag von 88 Watt /qm.

Beispiel mit typischen Werten bei einer Solarheizung:
Kollektor optischer Wirkungsgrad 80%
eff.K-Wert rund 4Watt/qm/k Abstrahlungsfaktor
Einstrahlung 500 Watt
Kollektortemperatur 70° an schlechter Systemtechnik
Kollektortemperatur 48° an guter Systemtechnik
Außentemperatur 10°


500Watt x optischer Wirkungsgrad 80% = 400Watt sind auf dem Absorberblech
Abstrahlung 60° delta T * 4W/qm/K = 240Watt werden abgestrahlt

bleiben 160Watt/qm Nettoertrag

bleibt der Kollektor bei hochwertiger Systemtechnik 22°C kälter
Abstrahlung 38°C delta T x 4W/qm/K = 152Watt/qm werden abgestrahlt

bleiben bei hochwertiger Systemtechnik 248Watt/qm Nettoertrag

Mehrertrag mit hochwertiger Systemtechnik in diesem Beispiel über 50% !!
Und da ist der Einfluss der höheren Rohrleitungsverluste bei höheren Solarkreistemperaturen noch nicht mal mit drin!


Hier wird dann auch schon gleich die Frage beantwortet ob man für die Heizungsunterstützung nicht lieber eine Vakuumröhre nimmt.

An schlechter Systemtechnik wäre es besser - aber man hat dann auch wieder keine Wirtschaftlichkeit und mit der Lebensdauer klemmt es ja wohl bei einigen Röhren gewaltig.
Und die Solar - Leistung ist das Produkt aus Fläche und Ertrag.
und wer möchte schon 20-40 qm Röhre bezahlen
Deshalb ist der Weg einen preiswerten Flachkollektor mit ordentlicher Systemtechnik auf Röhrenleistung zu bringen wirtschaftlich vorzuziehen.


Zum Abschluss noch ein interessanter Link zum Thema Vorteile externer Frischwasserbereitung. Es handelt sich um einen Testbericht aus Schweden
bei welchem Kombipuffer unter Praxisbedingungen getestet wurden.
Der solare Deckungsanteil bei der schlechtesten Systemtechnik 36,5% bei externer Frischwassererwärmung(Solvis)92,7%.
Wenn solche Systemtests vorgeschrieben wären, hätte der Verbraucher
eine wesentlich besserer Information als mit den "verdummenden" Kollektortest mit 40% Vorwärmung am gleichem Speicher.


http://www.solvis.de/6_download/6-pdf/04_sitest.pdf

















































Verfasser:
mg
Zeit: 21.09.2004 12:56:08
0
87305
Hallo zusammen,

ich habe mir die Beiträge zum Thema Solardach der Firma Buschbeck durchgelesen. Allerdings bin ich als Laie nicht wirklich schlauer als vorher (vielleicht hab ich auch das ein oder andere überlesen;-)) Was mich etwas stutzig macht, ist die Tatsache, daß sich die Hersteller der entsprechenden Anlagen verbal bekriegen, wer nun die bessere bzw effizientere Anlage herstellt. Sorry, aber das wirkt auf mich mehr wie eine "Verkaufsveranstaltung", da jeder (verständlicherweise) seine Produkte anpreist. Mein Interesse richtet sich also an Verbraucher, die ein Buschbeck Solardach installiert haben (im Idealfall auch schon längere Zeit). Was spricht für und gegen diese Solaranlage (pro und contra gibt es meines Wissens überall;-))? Welche Erfahrungen habt ihr bisher mit dieser sammeln können? Rechnet sich eine solche Anlage mit Heizungsunterstützung (rein finanziell betrachtet, nicht ökologisch!)?

Besten Dank für die Mühe!!

Gruß, mg.

Verfasser:
Wolfgand Heinzel
Zeit: 23.09.2004 10:47:49
0
87306
Hallo in die Runde,

eigentlich verstehen wir dieses Forum als Plattform für Heizungsbauer und Endverwender und es entspricht nicht unserer Art hier zu schreiben.
Da aber nun durch unseren Mitarbeiter Herrn Lechner eine Diskussion auch um unsere Produkte entbrannt ist, die nicht mit uns abgesprochen war, möchten wir hier kurz Stellung beziehen.
Den Vergleich zwischen dem BUSO- und dem CAPITO-Kollektor, den wir nicht scheuen müssen, wollen wir hier nicht öffentlich führen, da er nicht Gegenstand der Anfrage von Timosmama war.
Fragen zu unserer Anlagentechnik werden wir allen Interessenten gerne außerhalb dieses Forums beantworten. Unsere Kontaktdaten finden Sie unter www.capito-gmbh.de.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Heinzel
Geschäftsführer
CARL CAPITO Heiztechnik GmbH

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