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Datenschutzhinweise

Wasser-Wasser WP problem mit Brunnen
Verfasser:
Dieter Goetz
Zeit: 14.09.2004 10:16:57
0
89843
Hallo

Habe mein Haus auf ein Grundstück mit sehr hohem Grundwasserstand gebaut. Nach ca. 1,5 Metern unter der Erdoberfläche steht das Wasser (Musste beim Kellerbau auch ständig pumpen) So hab ich mir gedacht entscheide ich mich für eine Wasser-Wasser Wärmepumpe da ich ja genügend Wasser habe. Habe mir auch zwei Brunnen ausheben lassen (Schachtbrunnen Schachtringe d: 1,0 m ;Tiefe 3 Meter und 2,5 Meter) Wenn ich eine Gartenpumpe anschliesse habe ich auf jeden fall mehr als 3,5 m³/h Wasser zur Verfügung.
Nun habe ich aber folgende Probleme und Fragen:

Das Wasser im Schluckbrunnen läuft nicht ab, sondern der Pegel hebt sich an bis er überläuft (Sollte ich vielleicht Drainagen als überlauf im Garten verlegen?

Die Brunnen sind nicht sehr tief - könnte ich im Winter Probleme mit der Wassertemperatur bekommen?

Ein Vertreter eines Heizungs und Sänitärgroßhandels hat mir zu einer Sole-Wasser Wärmepumpe geraten, da bei einem so hohen Grundwasserpegel dieses System sehr effiktiv und wartungsfrei arbeiten würde.
Währe eigentlich auch kein Problem, da ich einen großen Garten habe, ich würde aber lieber eine Wasser-Wasser Wärmepumpe einbauen, da die effektiver arbeitet oder?

Würde mich sehr freuen, wenn mir jemand Rat geben könnte oder von seinen Erfahrungen berichten könnte.

Mit freundlichen Gruessen

Dieter Götz

Verfasser:
Tiros2
Zeit: 14.09.2004 12:06:06
0
89844
Hallo Hr. Götz,

mein Haus steht ebenfalls auf einem Grundstück mit sehr hohem Grundwasserstand (0,5 bis 1,5 m) und ich betreibe ebenfalls eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe, in meinem Fall das Modell 5014.3 der Firma Waterkotte. Unterschied ist, daß das Wasser nach Gebrauch nicht in einen Schluckbrunnen sondern in einen angrenzenden Bach abläuft. Meine Anlage funktioniert gut.

Die angegebene Wassermenge von 3,5 m³/h ist für gängige Wärmepumpen ausreichend.

Steht das Grundwasser hoch, ist zwar einfach und kostengünstig dranzukommen und es entsteht nicht viel Energieaufwand für die Grundwasserpumpe, jedoch sind oftmals im Winter die Temperaturen niedriger als wenn das Wasser tiefer liegt. Dies kann zu einem Teil durch eine höhere Durchflußmenge ausgeglichen werden. Die Temperatur des Wassers sollte vorab im Zeitraum März/April gemessen werden. Als Faustformel sollte sie dann nicht unter 8 °C liegen. Jedenfalls sollte die Temperatur des abgekühlten Wassers am Wärmepumpenausgang 4 °C nicht unterschreiten, weil sonst die Gefahr des Einfrierens des Verdampfers besteht, was zu längeren Betriebsstörungen führt (die meisten WP´s schalten da sowieso automatisch ab). Eine Abkühlung von nur 3-4 °C ist mit hohen Wassermengen, natürlich abhängig vom Wärmepumpenmodell und deren Leistung, meist hinzubekommen.

Weiterhin entsteht wie ja auch in diesem Fall oft ein Problem mit der Versickerung in einem Schluckbrunnen. Ob das mit Drenageeleitungen hinzubekommen ist und wie lang diese sein müßten, kann ich nicht sagen. Oft gibt es aber Alternativen: Z. B. Einleitung in ein vorbeifließendes Gewässer oder Graben oder kostenlose Einleitung in die kommunale Kanalisation, wenn die Gemeinde/Stadt zustimmt. Wenn man dafür zahlen soll, wird´s uninteressant.

Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe hat in keinem Fall einen besseren oder gleichen Wirkungsgrad wie eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe (außer man muß Grundwasser ewig weit hochpumpen, und selbst da gibt es Möglichkeiten). Wenn es also eine Möglichkeit gibt, wäre zweitere vorzuziehen.

Hier bei uns liegt die oberflächennahe Grundwassertemperatur gegen Ende des Sommers bei 16 °C und gegen Ende des Winters bei 10 °C. Damit gibt es keine Probleme. Regional bedingt kann das natürlich sehr unterschiedlich sein, eine Messung sollte vorab vorgenommen werden.

MfG Tiros2

Verfasser:
Dieter Goetz
Zeit: 14.09.2004 13:27:27
0
89845
Vielen Dank für die Auskunft

Wie tief ist Ihr Saugbrunnen?

An einen Überlauf in einen Kanal hab ich auch schon gedacht. Habe zusätzlich zum Abwasserkanal einen Oberwasserkanal in den auch das Wasser der Dachrinne eingeleitet wird. Aber die feine Art wäre das auch nicht.

Welche Leistung hat Ihre Brunnenpumpe, dürfte auch nicht so hoch sein oder?

Mfg

Dieter Götz

Verfasser:
Tiros2
Zeit: 14.09.2004 14:44:24
0
89846
Hallo Hr. Götz,

mein Grundwasser-Entnahme-Brunnen ist der Sammelschacht einer von der Gemeinde zum Bau einer Siedlung angelegten ständigen Grundwasser-Absenkung (das ist praktisch ein Drenageesystem in der Siedlung, das Grundwasser in den Sammelschacht ableitet, von wo aus es in den angrenzenden Bach fließt). Dieser Brunnen ist ca. 8 m tief und der Wasserstand ist jahreszeitlich bedingt unterschiedlich von 1 bis 4 m unter Erdoberfläche (also der Wasserstand ist meist über 5 m). Dementsprechend gibt´s hier mehr als genug Wasser.

Eine Grundwasserpumpe habe ich nicht (mehr), weil als Besonderheit das Gelände der Siedlung und damit der Entnahme-Brunnen auf einer Anhöhe deutlich über meinem Grundstück liegt. Daher besteht vom Brunnen zum Wärmepumpen-Auslauf ca. 3,5 m Gefälle, wodurch das Wasser von selbst ohne Grundwasserpumpe durch die Wärmepumpe läuft. Für näheres lesen Sie bitte den Thread "WP-Brunnenpumpe notwendig?".

Bzgl. "feine Art": Das kann ich von hier aus natürlich nicht beurteilen. Sie dürfen ohnehin das Wasser nur dorthin ableiten, wohin es Ihnen im Genehmigungsbescheid der zust. Behörde (hier in Bayern untere Wasserbehörde beim Landratsamt) genehmigt wurde. Sie brauchen für eine Grundwasserentnahme die Genehmigung dieser Behörde! Wenn Sie einen entsprechenden Antrag stellen, geben Sie an, wohin Sie das Wasser leiten möchten, dann sehen Sie, ob das genehmigt wird.

Gruß, Tiros2

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