Hallo Achim,
natürlich hast du Recht.
Es macht ja auch eigentlich irgendwie Sinn, das erwärmte
Wasser dahin zu transportieren, wohin es soll.
Moderne
Brennwertgeräte bieten aber bessere Möglichkeiten, den Brennerstart weitgehend zu verhindern, wenn keine
Wärmeanforderung von der Heizung erfolgt. Dies halte ich für sinnvoller, als bei einem "ungewollten" Brennerstart das Gerät zu kühlen und ein Abschalten des Gerätes durch Erreichen der sich im Umlauf befindlichen Wassermenge zu gewährleisten. Dann ist ein durch die
Regelung verursachter früherer Brennerstopp ohne ebenfalls hoher Gerätebelastung schon besser.
Es macht natürlich keinen guten Eindruck, wenn das Gerät nach dem Start sehr schnell wieder abschaltet - es ist aber immer noch besser, als den gesamten "Kühlkreislauf" zu erwärmen. Außerdem muss ich dann auch nicht die Mindestumlaufwassermenge über das
Überströmventil mit einem hohen Öffnungsdruck sicherstellen und die gesamte Anlage mit höherer
Pumpenleistung auf das Überströmventil abstimmen.
Der Einsatz einer temperatur- wie differenzdruckgeregelten Umwälzpumpe wäre nicht möglich.
Es sollten also ungewollte Brennerstarts verhindert werden. Das geht über die Regelung.
Und es sollte der "Kühlkreislauf" mit der, der
Modulation angepassten Wassermenge, über die Anlage geschlossen werden. Das ist natürlich nicht so einfach.
Deine Beiträge über die "
Kuhschwanzheizung", für die ich sehr dankbar bin, waren mir da sehr hilfreich und haben mir doch über "meinen" hydraulischen
Abgleich viel zu denken gegeben und mich praktisch und glücklicherweise zu einer Änderung gezwungen. Ich würde mich sonst wahrscheinlich ewig über die vielen Brennerstarts meiner "hervorragend" abgeglichenen Anlagen wundern, da ich in dieser Richtung noch gar nicht nachgedacht habe.
Ich halte das Verhindern einer hohen thermischen Belastung des Gerätes über das Einhalten einer Mindestumlaufwassermenge zur Kühlung, anstatt den Einsatz einer durchdachten Brennerregelung, für einen Rückschritt bzw. fehlenden Fortschritt in der Heiztechnik.
Wärme sollte nur dann erzeugt werden, wenn sie auch gebraucht wird - und auch dahin transportiert werden, wo sie gebraucht wird - ohne unnötige
Bereitschaftsverluste.
Mit einer nicht kaputtgedrosselten Anlage, einer flachen
Heizkurve und der Einhaltung der von hervorragenden Fachleuten neu definierten, raumtemperaturüberwachten, Heizgrenztemperatur sollte dies im Einfamilenhaus ohne weiteres möglich sein.
Grüße HeiZie