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Datenschutzhinweise

Was bedeutet Mindestumlaufmenge und Überströmventil? vitodens 300
Verfasser:
Kai
Zeit: 14.09.2004 18:49:02
0
90004
Hallo ihr Fachleute,
wie ich erfahren habe benötigt vitodens 300 eine Mindestumlaufmenge und hat deshalb ein Überströmventil eingebaut. Was bedeutet dies für die Praxis? Wird infolge der Mindestesumlaufmenge mehr Gas verbraucht oder wofür ist das Überströmventil eingebaut? Buderus GB 142 benötigt keine Mindestumlaufmenge und hat kein Überströmventil und einfache Anlagenhydraulik. Was ist besser?
Gruß
Kai

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 14.09.2004 19:46:31
0
90005
Der Vitodens hat einen sehr geringen Wasserinhalt. Damit er seine Brennerleistung auch ans Wasser abgeben kann, ohne das der Kesselinhalt gleich kocht, muß er eben eine Mindestwassermenge durchsetzen.

Da es bei verschiedenen Zuständen (beispielsweise zu hoher Heizkurve) vorkommen kann, das alle Thermostatventile geschlossen sind, wäre hier der Mindestdurchlauf nicht mehr gewährleistet.

Könnte sein, das der Kesselinhalt dann kocht, dann löst der Sicherheitstemperaturbegrenzer aus, und der Kessel geht auf Störung.

Als "Krücke" baut man nun ein Überströmventil ein, das bei geschlossen Th-Ventilen (korrekte Einstellung vorausgesetzt) einen Kurzschluss zwischen HauptVor - und Rücklauf öffnet, so das die Mindestwassermenge trotzdem durch den Kessel fließt.

Der GB hat einen größeren Wasserinhalt, kann daher auch mehr Leistung m Kessel aufnehmen, ohne gleich zu kochen und braucht daher kein Überströmventil.

www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
Stefan Fuchs
Zeit: 14.09.2004 21:09:01
0
90006
Einspruch Euer Ehren, der GB 142 hat im Schnitt 2,5 ltr. Wasserinhalt, der 300er Vitodens gut 5 ltr.
Buderus hat aber aus den mangelden hydraulischen Möglichkeiten beim 112er gelernt.
Viessmann hat mit dem neuen 300er, hydraulisch gesehen, meiner Ansicht nach 3 Schritte rückwärts gemacht.

Prinzipiell sind Geräte mit Mindestumlaufmenge und Überströmventil nicht optimal, da dies Brennwert- Kontraproduktiv ist.

Stefan Fuchs

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 14.09.2004 21:31:42
0
90007
Noch ein Einspruch :-))

zwar brüsten sich zwischenzeitlich fast *alle* Hersteller mit der Tatsache das die Kessel keinen *Mindestwasserumlauf* mehr brauchen, denn die Kisten sind mit einem zusätzlichen Sensor ausgestattet, der dem Kessel das Licht aus macht, wenn die Temperatur zu schnell ansteigt...

*aber*

Ich kenne keinen noch so modernen Brennwertbrüter der unter 350 l/h sauber in der Übergangszeit läuft. (Einzige Ausnahme ist die Thision 9 kW, die passt aber nicht überall - und selbst die braucht 155 l/h um nicht zu takten bei 5 Grad Delta-T).

Alle anderen Geräte mit einer Mindestleistung von 2 kW brauchen 350 l/h, da ansonsten die Regelung dem Kessel wieder das Licht ausknipst, da die Vorlauftemperatur zu hoch wird....
(350x1,16x5 ~ 2000 Watt)

Die nicht benötigte Mindestumlaufwassermenge ist ein hochgespieltes Marketingargument, mehr nicht...Brennwertbrüter mit geringstem Wasserinhalt brauchen Wasserduchsatz, Wasserduchsatz und nochmals Wasserduchsatz....

Die Wassermenge wird dringendst benötigt, selbst wenn das Gerät mit irgendwelchen Regelungsgimmicks nicht zum kochen anfängt....

Der Wasserinhalt mit 2,5 Litern ist grade mal für 14,5 Watt pro 5 Grad Temperaturerhöhung gut...hab ich keinen Durchfluss im Gerät klingelt der STB schon bei 200 Watt zugeführter Leistung....und pfeift das Spiel ab....

Denkt mal drüber nach und glaubt nicht jede Marketingaussage....

Gruß
Achim Kaiser


Verfasser:
OldBo
Zeit: 14.09.2004 22:05:06
0
90008
Danke Kollegen,

da habe ich wieder etwas dazugelernt. So tief taucht man in meinem Job garnicht in die Technik ein.

Ist ja auch logisch, denkt nur nicht darüber nach :>((

Gruß

me. Bruno Bosy, NF

Verfasser:
HeiZie
Zeit: 15.09.2004 00:20:28
0
90009
Hallo Achim,

natürlich hast du Recht.

Es macht ja auch eigentlich irgendwie Sinn, das erwärmte Wasser dahin zu transportieren, wohin es soll.

Moderne Brennwertgeräte bieten aber bessere Möglichkeiten, den Brennerstart weitgehend zu verhindern, wenn keine Wärmeanforderung von der Heizung erfolgt. Dies halte ich für sinnvoller, als bei einem "ungewollten" Brennerstart das Gerät zu kühlen und ein Abschalten des Gerätes durch Erreichen der sich im Umlauf befindlichen Wassermenge zu gewährleisten. Dann ist ein durch die Regelung verursachter früherer Brennerstopp ohne ebenfalls hoher Gerätebelastung schon besser.

Es macht natürlich keinen guten Eindruck, wenn das Gerät nach dem Start sehr schnell wieder abschaltet - es ist aber immer noch besser, als den gesamten "Kühlkreislauf" zu erwärmen. Außerdem muss ich dann auch nicht die Mindestumlaufwassermenge über das Überströmventil mit einem hohen Öffnungsdruck sicherstellen und die gesamte Anlage mit höherer Pumpenleistung auf das Überströmventil abstimmen.

Der Einsatz einer temperatur- wie differenzdruckgeregelten Umwälzpumpe wäre nicht möglich.
Es sollten also ungewollte Brennerstarts verhindert werden. Das geht über die Regelung.
Und es sollte der "Kühlkreislauf" mit der, der Modulation angepassten Wassermenge, über die Anlage geschlossen werden. Das ist natürlich nicht so einfach.

Deine Beiträge über die "Kuhschwanzheizung", für die ich sehr dankbar bin, waren mir da sehr hilfreich und haben mir doch über "meinen" hydraulischen Abgleich viel zu denken gegeben und mich praktisch und glücklicherweise zu einer Änderung gezwungen. Ich würde mich sonst wahrscheinlich ewig über die vielen Brennerstarts meiner "hervorragend" abgeglichenen Anlagen wundern, da ich in dieser Richtung noch gar nicht nachgedacht habe.

Ich halte das Verhindern einer hohen thermischen Belastung des Gerätes über das Einhalten einer Mindestumlaufwassermenge zur Kühlung, anstatt den Einsatz einer durchdachten Brennerregelung, für einen Rückschritt bzw. fehlenden Fortschritt in der Heiztechnik.
Wärme sollte nur dann erzeugt werden, wenn sie auch gebraucht wird - und auch dahin transportiert werden, wo sie gebraucht wird - ohne unnötige Bereitschaftsverluste.
Mit einer nicht kaputtgedrosselten Anlage, einer flachen Heizkurve und der Einhaltung der von hervorragenden Fachleuten neu definierten, raumtemperaturüberwachten, Heizgrenztemperatur sollte dies im Einfamilenhaus ohne weiteres möglich sein.

Grüße HeiZie

Verfasser:
Martin Havenith
Zeit: 15.09.2004 02:35:34
0
90010
Hui....

Man lernt immer noch dazu

hätte wohl mal genauer im Katalog nachschauen sollen.

Bitte um verzeihung....wusste nicht, das Buderus auch sowas baut.

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