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Datenschutzhinweise

Dienstleister für Service
Verfasser:
Rolf Schlichting
Zeit: 14.09.2004 21:00:13
0
90024
Nachdem ich über zwanzig Jahre als Service-Techniker für Öl-Gasfeuerung, Klima,Regel-und Kältetechnik gearbeitet habe, mein Arbeitgeber in Konkurs ging und ich arbeitslos wurde, habe ich einen Service für HSK-Betriebe erüffnet als selbständiger Elektro-Techniker.
Im Anfang hatte ich sofort einen Auftrag über 10 Monate Laufzeit mit Inbetriebnahmen von Klima-und Lüftungsanlagen im BMW-Werk Leipzig.
Jetzt stelle ich jedoch fest das es doch sehr schwierig ist bei Handwerksfirmen für Urlaubs-und Krankheitsvertreteungen oder bei Auftragsüberhängen Aufträge zu erhalten.
Ich bringe alle Werkzeuge und Messgeräte mit und auch einen PKW-Kombi.
Für einen Transporter hat es leider nicht mehr gereicht.
Da ich Erfahrung mit Brennern bis 3 MW und sämtlicher Regelungstechnik einschl. DDC und SPS mitbringe kann ich eigentlich nicht verstehen das
wieso das so schwierig ist.
Haben hier alle solche Abneigung gegen Freie Mitarbeiter oder habe ich einfach nur bei den falschen Firmen angeklopft? Ich habe sogar kostenfreie Probetage angeboten, keine Resonanz.
Es würde mich mal interessieren wie andere Firmeninhaber darüber denken
und unter welchen Kriterien sie auf einen freien Mitarbeiter zurückgreifen würden.

Verfasser:
Me. Alfons Hoffrogge
Zeit: 14.09.2004 22:33:23
0
90025
Hallo Rolf,

es giebt meiner Meinung nach zwei Kategorien von Heizungsfirmen.

1. Diejenigen die mit Kundendienst überhaupt nichts am Hut haben. Neubau installieren, Wasser aufüllen, Gashan aufdrehen, geht is gut, oder geht nicht, Werkskundendienst anrufen. Diese Firmen haben keine Wartungskunden und interessieren sich Gleich null für dieses Betätigungsgebiet, können also auch für einen Experten wie dich keine Arbeit beschaffen.

2. Diejenigen, die verstanden haben dass mann mit Kundendienst auch Geld verdienen kann und sogar darüber hinaus auch noch diverse Folgeaufträge für neue Brenner, Kesselsanierungen, Badrenovierungen etc. generieren kann.

Betrachten wir mal die Firmen wie unter 2. beschrieben. Diese Firmen behandeln ihre Wartungskunden wie rohe Eier. Bei mir ist es ähnlich. Ich betreue ca. 400 Wartungskunden, und habe dadurdch rund 30 mal im Jahr bei Brennerverkäufen, und 15 bis 20 mal bei Kesselsanierungen, den Fuß in der Tür, häufig sogar dierekter Auftrag ohne Gegenangebot. Naturgemäß möchte man diese Kunden bestmöglich betreuen und auf gar keinen Fall verunsicher oder schlimmsten Falls verlieren.

Mann weiß z.B., dass einige ev. komisch reagieren würden/könnten wenn plötzlich für die jährliche Wartung ein "Fremder" mit einem anderen Auto als die bekannten Firmenwagen des beauftragen Wartungsdienstes kommen würde. Der Kunde könnte nicht ohne Grund auf den Gedanken kommen doch im nächten Jahr gleich den Subunternehmr zu beauftragen da der ja vermeintlich billiger sein muss, weil er ja als Sub eh nur einen Teil der WV.Pauschale erhält.

Zum Teil sind bei der Kundschaft über die Jahre Vertrauensverhältnisse gewachsen. Ich weiß z.B. bei einem großen Teil meiner Kunden unter welchen Blumentof der Ersatz-Haustürschlüssel liegt, im Gegenzug erwartet der Kunde natürlich dass ich dieses Wissen nicht weiter gebe, das müsste ich aber wenn ich einen Sub einsetzen würde, das würde/könnte der Kunde ev. als Vertrauensbruch ansehen und den Wartungsdiesnt wechseln

So, und in dieser Richtung giebt es viele Überlegungen, die jemanden, der sich mit Mühe über die Jahre einen festen Kundenstamm aufgebaut hat, davon abhält, Sub´s einzusetzen.

Ich beschäftige seit Jahren einen festen freien Mitarbeiter, allerdings trägt er die gleichen Latzhosen mit der gleichen Beschriftung wie meine Mitarbeiter, und fährt mit meinen Fahrzeugen zum Kunden.

Ist alles ein sehr heikles schwieriges Thema.

Was hälst du eingetlich davon dir selber einen festen Kundenstamm an Wartungskunden aufzubauen. Mach doch mal in der Umgebung bekannt dass du ein Wartungsprofi bist. Das du Kundendiesnt auf hohem Niveau anbieten kannst, dass du für Sörungen ev. Tag und Nacht erreichbar bist ... .. .

Genauso bin ich vor 5 Jahren auch angefangen, heute betreue ich wie gesagt ca. 400 Wartungskunden.

Gruß Me. Alfons Hoffrogge
www.hoffrogge-haustechnik.de


Verfasser:
Rene
Zeit: 14.09.2004 23:04:52
0
90026
Herr Schlichting,
Alfons hat die eventuellen Probleme perfekt geschildert. Fast jede betriebsfremde Aushilfe stellt ein Risiko dar. Wenn ich Urlaub habe, fährt zu meine größeren Anlagen die Firma mit den gelben Autos aus Schwendi. Die treten nicht als Konkurrent auf, sind viel teurer als ich und wollen mich vor allem nicht als kunden verlieren. Da bin ich auch in dem seltenen Fall, in dem die für mich rausfahren, gerne bereit das zu vergüten. Wei.... ist 365 Tage im Jahr 24 Stunden zu erreichen. Für mich die beste Lösung.
Da wir unsere Wartungen gründlich machen war der Fremdeinsatz in den letzten 5 Jahren viermal nötig.
Also nehmen Sie sich Alfons Ratschlag zu Herzen, und bauen Sie sich selber einen Kundenstamm auf.

Viele Grüße
Rene

Verfasser:
Me. Alfons Hoffrogge
Zeit: 14.09.2004 23:50:11
0
90027
Rolf, nimm doch mal Kontakt mit mir auf.

Ich würde dir gerne noch den einen oder anderen Tipp geben, den ich hier nicht unbedingt veröffentlichen möchte.

Telefonnummer und Mailadresse findest du auf meiner homepage.


Gruß Alfons
www.hoffrogge-haustechnik.de

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