Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Außentemp.-Fühler prüfen - Wie?
Verfasser:
Peter Pachali
Zeit: 27.09.2004 13:33:57
0
93898
Hallo Leute vom Fach!
man sagte mir zu dem Phänomen, daß mein Kessel auch bei Nullstellung bzw. WW-Stellung des Reglers heizt, das kann an einem defekten Außentemp.-fühler liegen, da würde der Regler immer -40 Grad gemeldet bekommen und den Frostschutz aktivieren.

Wie kann ich prüfen, ob mein Außensensor defekt ist?

Danke

Peter

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 27.09.2004 13:47:09
0
93899
Dazu musst du zuerst mal wissen, welche Kennlinie dein Fühler hat

Aktiv (0 - 10 V) Temperatur messen, Spannung messen, in Kennlinie vergleichen

oder Passiv (Widerstand), je nach Fühlertype

Temperatur messen, Widerstand messen, in Kennlinie vergleichen

Weitere Ursachen: Fühlerkabel defekt,
Schornsteinfegerschalter betätigt

www.heizungsoptimierung.de.vu

Verfasser:
CoCo
Zeit: 27.09.2004 13:58:40
0
93900
Wenn du handwerklich geschickt bist dann ist das eine relativ einfache Angelegenheit. Fühler mit Ohmmeter durchmessen und mit den Orginalwerten vergleichen.

Wenn du allerdings keine Ahnung hast wie du den Fühler durchmessen kannst (Sicherheitsregeln, etc), dann lass auch die Finger davon und ruf den Fachmann an. Die Sache ist nicht ganz ungefährlich da du Strom im Spiel ist und es lohnt sich nicht für ein paar Euro das Leben aufs Spiel zu setzten.

CoCo


Verfasser:
Joe
Zeit: 27.09.2004 14:28:56
0
93901
Ja, warum denn Strom im Spiel ???

Bei einer Widerstandsmessung mit dem Ohmmeter ist der
Fühler doch abgehängt und hängt nur am Messgerät.

Seh ich das Falsch ?

Verfasser:
Stephan Ostermann
Zeit: 27.09.2004 14:42:50
0
93902
In der Bedienungsanleitung wird sicher ein Widerstandswert in mOhm angegeben sein.

Nun muss an den zwei Kontakten die auf dem MCBA (Feuerungsautomat) aufgelegt sind die Messspitzen angelegt werden.

Wichtig dabei ist, dass Spannung anliegt. Daher vorsichtig mit den Messspitzen umgehen sonst ist das Multimeter Vergangenheit.

Es könnte allerdings auch sein, dass dein Außenfühler durch einen Sendemast für Mobilfunk durcheinander gebracht wird. Stichwort: EMF

Dann wird ein Netzfilter benötigt!

Hoffe geholfen zu haben ...

Mfg

Stephan

Verfasser:
CoCo
Zeit: 27.09.2004 15:43:19
0
93903
@Joe:
Kennst du den Kessel in der der AF geprüft werden soll? Weisst du wo der Anschluss sitzt? Ich habe schon mehrfach Koellegen gesehen die beim Durchmessen irgendwelcher Fühler an die 220V Seite gekommen sind - daher immer Anlage Stromlos machen und da nutzt es auch nicht das der Fühler (richtigerweise) abgeklemmt worden ist.

CoCo

Verfasser:
Peter Pachali
Zeit: 27.09.2004 15:52:56
0
93904
Hallo Leute,

danke danke für die schnellen Meldungen, aber setzt mal bitte nicht voraus, daß ich mehr als den Widerstand messen kann!

Der Fühler ist in Betrieb, also angesteckt und (theoretisch) unter Spannung, eine Kennlinie hab ich nicht (wenn ich die Fühlerbezeichnung ablesen kann, sollte die Kennlinie wohl aber zu beschaffen sein).

Jetzt messe ich mit dem Ohmmeter einen Widerstand - heißt das schon, daß der Fühler i.O. ist oder kommt es wirklich darauf an, daß der Widerstand haargenau der Kennlinie entspricht?!

Danke!

Peter

Verfasser:
martin Havenith
Zeit: 27.09.2004 16:01:00
0
93905
Da gehts jetzt schon los...

Der Fühler muß selbstverständlich ausgeklemmt sein, sonst kannst du zwar irgendwas messen, weist aber nicht, ob es der Fühler ist....

Ich denk mal, das der wiederstand irgendwo in der Nähe der Kennlinie sein müsste. Was heisst schon genau??

Verfasser:
CoCo
Zeit: 27.09.2004 16:03:43
0
93906
Haargenau wie in der Kennlinie wird der Widerstand nicht sein, da spielen jenachdem wo gemessen wird, z.B. Leitungslänge und Querschnitt ein Rolle. Aber diese "Unregelmäßigen Werte" sind sehr gering und spielen daher keine wirkliche Rolle. Also den Fühler durchmessen und auf die Außentemperatur achten, dann den Wert in der Kennlinie vergleichen.

Verfasser:
Udo Rostek
Zeit: 28.09.2004 07:02:46
0
93907
Beim Lesen der Frage und Beiträge zum AT-Fühler kommt bei mir der Verdacht auf, daß etwas schief gehen könnte.
Fühler können positiven oder negativen Temp.-Koeffizienten haben. Der Fühler ist "abgeklemmt" mindestens bei zwei Temperaturen zu messen.
Z.B. bei -10 °C, 0°C und +20 °C der Aussenfühler.
(-10 oder tiefer z.B. in der Tiefkühltruhe...)

Die gemessenen Widerstandswerte müssen besser als 5% beim richtigen Wert liegen, ansonsten ist der Fühler zu erneuern.

Insgesamt muß der Regler und sein "Verhalten" noch bekannt sein.
In der Regel wird die Vorlauftemperatur von der Aussentemperatur gesteuert. Der Vorlauftemperaturfühler und der Regler müssen also auch geprüft und auf das Gebäude abgestimmt werden !!!

Meist ist auch noch ein Raumtemperaturfühler vorhanden und dieser ist ebenfalls dem Bedarf und dem Regler anzupassen.
Der STB (Sicherheitstemperaturbegrenzer) sollte immer überprüft werden.
Der Brauchwasserfühler kann bei dieser Gelegenheit gleich mitgeprüft werden und ebenso vielleicht noch vorhandene Kessel-, Rücklauffühler usw.

Wenn Fühler und/oder Regler nicht einwandfrei arbeiten, ist die gesamte Anlage unbrauchbar also abzuschalten.

Bastelarbeiten und Schlimmverbessern am Regler und den Fühlern führt zum Fehlverhalten der gesamten Heizungsanlage !!!

Wenn keine Techn. Unterlagen zum Regler und seinen Fühlern verfügbar sind, lehne ich jede Arbeit an der Heizung ab.
Eine sorgfältige Abstimmung der Heizungsregelung ist immer erforderlich und zeitaufwendig und vom erfahrenen Fachmann auszuführen.
Man sollte auch nicht lange diskutieren, ob Fehleinstellungen zum falschen Verhalten oder zu Ausfällen führen; eine Heizung mit Fehlverhalten des Reglers ist abzuschalten und erst nach fachmännischer Instandsetzung wieder in Betrieb zu nehmen.

mit gemischten Gefühlen
Udo Rostek




Verfasser:
Frank Oehmigen, Leipzig
Zeit: 28.09.2004 07:46:40
0
93908
Bitte Kessel-, Regler- und Außenfühlertyp mal posten,
dann kann ich dir weiterhelfen mit den Originalwerten, die der Fühler haben muß. Posting unter info@oehmigen.de

Viele Grüße aus Leipzig

Frank Oehmigen

Verfasser:
Markus Würz
Zeit: 28.09.2004 08:02:41
0
93909
Hallo Peter,

die Annahme, dass Dein Außenfühler defekt ist kann schon sein, aber wie hoch ist den die Kesseltemperatur, läuft die Heizkreispumpe? Hast Du überhaupt einen Niedertemperatur bzw. Tieftemperaturheizkessel, der die Kesseltemperatur auf Raumtemperatur bzw. ca. 35°C absenkt?
Ist dies der Fall, und die Kesseltemperatur ca. 3 Std. nachdem Brauchwasser bereitet wurde (keine Abkühlung des Heizkessels durch Entladung in den Heizkreis) immer noch auf 80°C erst dann stellt sich die Frage nach einem defekt in der Regelung.
Die Überprüfung sollte jedoch von einem Fachmann vorgenommenen werden, da ich aus Deiner Fragestellung leider entnehmen muss, das keine ausreichenden Kentnisse vorhanden sind.
Der tatsächliche Widerstand eines Fühlers kann nur abgeklemmt von der Regelung (am besten einmal direkt am AF und einmal an der Zuleitung im Heizraum) gemessen werden. Eine Überprüfung bei verschiedenen Temperaturen ist auch empfehlenswert. Stimmt die Kennlinie mit den gemessenen Werten überein, so sind weitere Fehlerquellen (Raumthermostat, Kessel- und Brauchwasserfühler bzw. die Regelung) zu überprüfen. Klarer Fall für den Fachmann (-frau).

MfG Markus Würz

Verfasser:
Peter Pachali
Zeit: 28.09.2004 12:16:49
0
93910
Hallo Forum,

mein Problem ist gelöst und ich sag Euch auch noch schnell, woran es lag! Vorweg: Mein Kessel "Wolf" NG-17E mit Regler R12 und Digi12-69-Schaltuhr und Außentemp-fühler hatte Anfang des Sommers verrückt gespielt, Heizung sprang an bei Nullstellung, Warmwasser blieb weg, nachts wurde Volldampf geheizt usw.
Jetzt für Markus, Udo und coco: mein Heizungsmonteur (Wolf-Spezialist) nahm den Regler raus, prüfte alle Sensoren, hat hier und da gemessen und meinte: Regler defekt, neuer Regler muß her. Das sind heute rein digitale Geräte, abzgl. Rabatt 450,- Euro. Soviel dazu, daß ich mich zuerst um das Urteil eines Fachmannes bemüht habe. Habe angesichts des Preises Bedenkzeit gefordert.
Jetzt für alle Ungläubigen: es war gar kein defekter Regler! Aber das habe ich auch erst mit Eigeninitiative und nicht zuletzt dank dieses Forums herausgefunden! Es war die Brücke, die den nicht vorhandenen Raumfühler am Regler überbrückt, hätte das der Monteur nicht sehen müssen? Habe mir per ebay einen gebrauchten Regler gekauft, der spielte genauso verrückt - das konnte ja nicht sein! Und da bekam ich den Tip, mir die Brücke und den Außensensor anzuschauen. Kleines Kabel mit Klemmschuh und alles ist in Butter - mit ein bißchen Skepsis ein paar Hunderter gespart!
Alle Schreiber, die auch die anderen Hilferufe mit Ausdauer und vor allem Fachkompetenz beantworten - Euch danke ich sehr! Fühlt Euch freundlich auf die Schultern geklopft!
Peter

Verfasser:
Karl-Heinz
Zeit: 28.09.2004 12:53:03
0
93911
Da kann ich auch noch ein Erlebnis dazu geben: Nachdem
der Blitz bei mir eingeschlagen hat und die Heizung nicht
mehr regelte brauchte ein Fachmann vom Ort: 3 Tage(1200.-DM und
fand den Fehler immer noch nicht. Nachdem ich ihn stoppen musste
hatte ich einen alten Hasen (60J+) aus 40 km Entfernung aufgefordert,
der hatte nach 40 Min die Fehler: Printplatine und Aussen-
temostat kaputt: Reperaturkosten komplett 420.-DM. Für die
negative Werbung sorge ich noch heute für den Mitbürger am Ort.
Gruss K.-H.

Verfasser:
Markus Würz
Zeit: 29.09.2004 09:07:33
0
93912
Hallo Peter,

herzlichen Glückwunsch. Da haben wir wiederunser altes Problem egal ob im Handwerk oder in anderenen Bereichen gibt es leider zu viele "Flachmänner". Da wird getüftelt und probiert, der Kunde solls bezahlen. Natürlich ist unsere Arbeit mitlerweile etwas komplexer geworden als vor 40 Jahren, jedoch sollte man bei der Auswahl der Handwerker schon mal auf die Oualifikation (Fortbildungsmaßnahmen etc.)schauen und vor allen Dingen sollte der Handwerker in der Lage sein sich selbst einzuschätzen und sich nicht scheuen einen kompetenten Fachmann hinzuzuziehen bevor er weiter probiert ohne nur den Schimmer einen Ahnung zu haben. Leider ist dies öfter zu beobachten.
Da sieht es wirklich besser aus wenn man mal ein kurzes Telefonat mit dem Hersteller führt als nur herumzudoktern (machen unsere Politiker schon zu genüge).
Eine Frage bleibt jedoch für mich noch offen, wer hat die Anlage installiert bzw. Wartet diese? Oder war da noch nie ein Fachbetreib am Werk?

Gruß
Markus Würz

Verfasser:
Michael
Zeit: 29.09.2004 10:16:02
0
93913
Hallo Peter Pachali,

super, dass du den Fehler gefunden hast. Ich könnte den gleichen Fehler an meiner Heizung haben. Wo genau ist denn diese Brücke, die gesteckt werden muss?

Aktuelle Forenbeiträge
winni 2 schrieb: Hi, das klappt ohne wenn und aber mit einer modulierenden Wärmepumpe, wenn der Graben 300 Meter lang wird. Die Graben-Leistung wäre bei 1,5 Meter Tiefe schon in "trockenem Sand" ca. 7400 Watt und...
JoergW schrieb: Moin, ich traue mich das garnicht zu schreiben.... Urinal durch den Siphon mit einer Spirale reinigen? Evtl. bin ich zu jung und kenne nur Urinale mit dahinter leigenden Kunsstoffschnecken. Diese...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
Website-Statistik