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Foren
Systembestandteile Fußbodenheizung
Verfasser:
Renate
Zeit: 23.02.2003 12:22:38
0
9632
Für geplanten Dreifamilienhaus-Neubau - welche Systembestandteile sollte eine Fußbodenheizung haben, wie lassen sich sinnvoll Heizkörper im Bad, im Spitzboden und im Hobbykeller anschließen.

Bei der Vielzahl der geschilderten Probleme in den Foren, wie sollte
ein vernünftiges Konzept aussehen, dass auch noch eine getrennte Verbrauchserfassung beinhalten sollte.

Verfasser:
Alex
Zeit: 24.02.2003 16:11:55
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9633
Hallo Renate,
ich möchte mich mal an ein paar Antworten zu deiner Frage versuchen:

Jede Wohnung sollte vom Heizkessel her einen eigenen Heizkreis erhalten. Natürlich Außentemp.-geführt und mit Fernbedienung oder -fühler im Führungsraum (meist Wohnzimmer). Mit einem Wärmemengenzähler an Vor- und Rücklauf kannst Du dann im Heizraum oder im FBH-Verteiler der entspr. Wohnung den Verbrauch ablesen.
Die Bad-Heizkörper sollten für die Verbrauchsabrechnung mit an den FBH-Verteiler angeschlossen werden. Hier ist zu beachten, daß eine FBH niedrigere Temp. benutzt, weshalb die Heizkörper entspr. größer dimensioniert werden müssen. Um bei dieser Kombination von HK und FBH Korrosionsschäden zu vermeiden, ist die FBH mit Sauerstoffdiffusionsdichtem Rohr auszuführen (hier empfehle ich Kupfer, denn den Kunststoff- und Metallverbundrohren traue ich nicht, auch wenns draufsteht).
...ja,ja, jetzt werden in den nächsten Beiträgen die Schreiber wieder heulen: "Das Kupfer ist doch so teuer!" Dem möchte ich entgegensetzen: Keine Systemtrennung zw. Kessel und FBH notwendig; damit entfällt Kesselkreispumpe (und deren Stromverbrauch); Und wie wollt Ihr die Badheizkörper anschließen und abrechnen?!?...

Und nun zur FBH: Jeder Raum benötigt einen Raumthermostat (besser Uhrenthermostat), der über entspr. Stellmotoren am FBH-Verteiler den/die entspr. Heizkreis/e des Raumes regelt (mit Ausnahme des Führungsraumes, denn hier regelt ja ein Thermostat des Heizkessels den Heizwasserzulauf für die Wohnung.

Was noch wichtig ist: Ein hydraulicher Abgleich gehört in die Ausschreibung, ebenso in das Angebot des Heizungsbauers und muß auch durchgeführt werden, denn einen FBH ist sehr empfindlich gegenüber einem fehlerhaften hydr. Abgleich.

Ach ja: Heizkörper in Spitzboden und Hobbykeller. Sind dieses Gemeinschaftsräume, dann sollten diese einen eigenen Heizkreis vom Heizkessel her bekommen (wg. der Temp.); werden diese vom Verbrauch her den Wohnungen zugeordnet, so können sie auch an den FBH-Verteiler der entspr. Wohnung angschlossen werden (hier sind wieder die niedrigeren Systemtemp. zu beachten!).

Aufgrund der Größe des behandelten Themas möchte ich nun Schluß machen.
Wenn noch Fragen bestehen bitte ich Sie, diese Fragen zu präzisieren.

Ich hoffe, geholfen zu haben.

Gruß Alex

Verfasser:
Renate
Zeit: 26.02.2003 13:29:09
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9634
Hallo Alex,

danke für die Infos.

Nach dem Studium der verschiedenen Beiträge mit den diversen Problemen hatte ich langsam aber sicher den Überblick verloren.

Vielleicht präzisierend folgende Frage:

Ist es günstiger die Heizkörper im Hobbyraum bzw. Spitzboden direkt
von der Heizung aus mit einer höheren Temperatur und der dann erforderlichen zweiten Pumpe zu betreiben, oder (z. Zt. meine Tendenz)
die Heizkörper hier nur entsprechend größer zu wählen.

Danke und schöne Grüße
Renate

Verfasser:
Alex
Zeit: 26.02.2003 17:33:08
0
9635
Hallo Renate.

Ich habe noch einmal über die Heizkörper in Spitzboden und Hobbyraum nachgedacht, möchte mich aber nicht festlegen.

Ist in diesen Räumen auch FBH vorgesehen?
Wenn ja, ist es möglich, diese Heizkörper mit den niedrigeren Temperaturen der FBH zu betreiben (natürlich entspr. gößer dimensioniert).
Wenn keine FBH in diesen Räumen vorgesehen ist, dann könnte die Temperatur des FBH-Systems möglicherweise nicht ausreichen, um diese Räume damit über Heizkörper zu beheizen. Gerade im Spitzboden kann dieses Problem auftreten, da hier wohl die größte Außenfläche im Verhältnis zur zu beheizenden Raumfläche ist. Auch ist das abhängig von der Nutzung dieser Räume.
Eine genauere Aussage kann erst nach Berechnung dieser Räume gemacht werden.

Viele Grüße
Alex

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 26.02.2003 20:49:42
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9636
Hallo Renate,

eine pauschale Antwort kann ihnen hier nicht gegeben werden, denn es kommt bei der Anlage sicherlich darauf an wie das Haus im Detail aussieht.

Es werden sich in etwas folgende Probleme ergeben (die Werte sind aus einen 3-Familien-Wohnhaus das vor einem Jahr nach dem damaligen Standard in sehr guter Qualität gebaut wurde.

Der Wärmebedarf wurde nach DIN 4701 berechnet.

In diesem Bauvorhaben gab es 3 Wohneinheiten und zwar :

Hanggeschoß mit ca. 84 m2, Heizkreisleistung 4499 Watt
Erdgeschoß mit ca. 116 m2, Heizkreisleistung 5963 Watt, mit FBH
Dachgeschoß mit ca. 79 m2, Heizkreisleistung 7385 Watt

Nach obigen Werten wurden die Heizleistung der Heizflächen und der FBH im EG ausgelegt.

Der Gesamtwärmebedarf betrug nach DIN 14593 Watt, mit allen Lasten gegen nichtbeheizte Räume und ähnliches, die Kesselleistung wurde vom Wärmebedarfsprogramm mit 100052 Watt ausgewiesen (Nur die definierten Außenwandflächen und der Lüftungswärmebedarf).

Zu Begin der Planung hatte ich ein Anlagenkonzept wie von Alex vorgeschlagen im Kopf, kam dann aber angesichts der tatsächlich erforderlichen Heizleistungen zu einem anderen Ergebnis.

Die sich ergebenden Wassermengen für die einzelnen Heizzonen lassen sich angesichts der minimalen Heizleistungen regeltechnisch schlecht und pumpentechnisch überhaupt nicht einhalten. Gängige Heizungspumpen erbringen in der kleinsten Ausführung auf niederster Stufe ein mehrfaches der notwendigen Wassermengen die hier benötigt werden.

Aus diesem Grund wurde die Anlage lediglich auf 2 Heizkreise aufgeteilt.
Der Heizkreis Heizflächen unterteilt mit 3 Wärmemengenzählern für jede Wohnung und die FBH ebenfalls mit Wärmemengenzähler.
Jeder der beiden Heizkreise wurde über Mischer zeit- und temperaturmäsig angesteuert um den jeweiligen Betriebsanforderungen gerecht zu werden.

Wie sie sehen, änderte sich die Anlage im Konzept nachdem die tatsächlichen Anforderungen berechnet waren und es klar war, welche Leistung wo und wie zu erbringen war.

Ihrem Beitrag ist nicht zu entnehmen ob jede Wohnung FBH und Heizkörper erhalten soll, denn je nach Anforderung kann sich ein anderes Anlagenkonzept anbieten.
Vor allem sollten die Anzahl der Wärmemengenzähler im Auge behalten werden, da sie durch die Austauschintervalle von 5 Jahren im Vergleich zu den minimalen Heizlasten erheblich in der Jahresabrechnung zum tragen kommen.
Bei einer gemischten Anlage mit HK und FBH in jeder Wohnung würde ich heute eine Systemtrennung für die FBH über eine Heizstation von z.B. der Fa. Laing in betracht ziehen. Vorteil : 1 Heizkreis für beide Systeme, nur 1 Wärmemengenzähler, FBH mit Systemtrennung an das Heizungssystem ausgeführt, aber es kommt darauf an wie die Anlage eben im Detail auszusehen hat, pauschal lässt sich sowas nicht beantworten.

Von Heizkörpern die mit dem Temperaturniveau der FBH betrieben werden, halte ich persönlich nichts, da zumindest meine Kunden mit einem *Kühlkörper* nicht zufrieden sind, hat also hier eher einen psychologischen Hintergrund ( Satz eines Mieters...der mistige Heizkörper wird ja nicht warm...Folge : Reklamation obwohl es in der Wohnung immer min. 21 Grad hatte) als einen technischen.

Das System 70 verwende ich nicht für größere FBH-Anlagen, da ich Anlagen mit minimalen Durchflußwassermengen und hoher Spreizung nicht als den Hit betrachte, aber man kann ja so schön sparen dabei, weil man braucht ja keinen gesonderten Heizkreis und/oder keine weiteren Regeleinrichtungen/Systembestandteile die Geld kosten. Auch hier Ansichtssache, sie werden beides finden, Befürworter und Gegner, also bleibt auch hier die eigne Meinung bilden nicht aus.
Ich verwende das System 70 z.B. bei Anforderungen wie : Ich will *NUR* im Bad einen warmen Fußboden, aber Fußbodenheizungen mit 80 m2, baue ich eben nach dem alten System, mit möglichst niederer Systemtemperatur und nicht zu großen Heizkreisen, damit die Anlage wunderbar nach Wunsch in allen Himmelsrichtungen gefahren und geregelt werden kann.

Auch zum Thema hydraulischer Abgleich, der ja *GANZ LEBENSWICHTIG* ist für alle heutigen, supermodernen Anlagen sollten sie sich die Frage stellen, wie wird das vor ORT geprüft, daß die berechneten Einstellungen auch eingehalten werden.
Ein hydraulischer Abgleich nach dem Motto : Stelle den Einstelling auf den berechneten Wert und dann müsste das schon passen, der ist noch nicht mal das Papier wert, auf dem der Einstellwert geschreiben steht.
Warum ?...einfach mal den Thread *Maximale Heizkreislänge bei Fußbodenheizungen* nachlesen

Nun hör ich mal auf, sonst kommen Sie noch ganz durcheinander ;-))

Achim Kaiser


Verfasser:
Alex
Zeit: 27.02.2003 13:46:56
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9637
Hallo Renate,
hallo Achim,

Ja, Ok, das mit den Heizkörpern, die genügend Leistung bringen, aber trotzdem "kalt" sind,...psychologischer Fehler
Aber wie Sie weiterhin schrieben: zwei Wärmemengenzähler/Wohnung,...

Ich muß zugeben, Achim, daß Sie ein vielfaches an Erfahrung und Fachwissen mitbringen. Da bin ich Ihnen schon wegen meines jungen Alters unterlegen.

Habe aber auf diesem Gebiet eine sehr gute technische Auffassungsgabe. Und ich bin hier familiär vorbelastet.

Eine Anlage, ähnlich, wie ich sie bereits vorgeschlagen habe (2 1/2 Wohnungen; jede Etage (3) eigenen Heizkreis vom Heizkeller her; in den Bädern und ein paar Dachräumen sind HK an FBH-System angeschl.), hat mein Vater vor ein paar Jahren für einen Bekannten geplant, und die Anlage läuft bisher ohne Probleme.

Und die Probleme, die Sie betr. der Pumpenförderleistung angeben, kann ich (noch) nicht nachvollziehen. In meinem Haus ist (neben HK) zusätzlich ein FBH-Kreis installiert mit lediglich 2(!) Heizschlangen > damit müßte ich doch dann enorme Probleme haben?

Also, für mich wird das Thema jetzt erst richtig interessant. Vielleicht kann ich ja noch was lernen (wer ist schon allwissend?).

Gruß Alex

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 27.02.2003 17:08:19
0
9638
@ Alex, der Rest braucht es nicht wirklich lesen

erstmal bin ich hier sicherlich keinem Überlegen nur weil ich mal ne kritische Anmerkung mache, aber wenn es zum Nachdenken anregt freut es mich.

Nehmen wir mal das Hanggeschoß aus dem obigem BV.
Heizleistung 4500 Watt, bauliche Anforderung Beheizung mit HK.
Welche Systemspreizung nehmen wir ?
Bei 5 Grad Spreizung gibt das so grob 770 l/h
bei 10 Grad Spreizung gibt das so grob 385 l/h
bei 15 Grad Spreizung gibt das so grob 260 l/h
und bei 20 Grad Spreizung bleiben noch 195 l/h übrig.

Die Systemtemperaturen haben wir ja noch nicht mal festgelegt, wobei das in diesem Fall auch keine Rolle spielt, denn egal wo die liegen, je nach Spreizung ergeben sich die obigen Wassermengen die für diesen Heizkreis zur Auslegung von Pumpe und Regeleinrichtung (Mischer) notwendig sind.

Nehm irgendeinen Pumpenkatalog zur Hand und schau mal nach was die kleinste Heizungspumpe an Menge fördert, die es handelsüblich zu kaufen gibt.
Im Grundfoskatalog fängt bei einer UPS25-30 die Kennlinie erst bei 500 l/h in der Übersicht an. Was ist die Folge wenn ich eine Pumpe die locker 1500-2000 l/h fördert auf 260 l/h abwürge ? Ich kriege extrem steile Kennlinien weil die Pumpe auf Grund der Auslegung gar nicht anders kann. Selbst wenn ich die elektronische Ausführung nehme, macht die Pumpe nix anderes, nur fällt es nicht ganz so auf, weil die Elektronik das Übel etwas kaschiert aber nicht grundsätzlich löst, denn die Pumpe geht immer in die Fördermenge, solange ich nicht die Menge in irgendeiner Form begrenze oder abwürge.

Das gleiche Spiel passiert dir bei der Mischerauslegung. Geh mal in die Centra-Auslegungsdiagramm und versuche den kleinsten Mischer 1/2" bei 200 oder 300 l/h auszulegen. Warum fängt wohl das Diagramm erst bei 200 l/h an ? Bei 200-300 L/h kriegst du keinen vernünftigen Druckverlust für den Mischer, d. h. die Regelgüte ist in diesem Fall wohl etwas neben der Herstellerempfehlung oder ?.

Noch übler wird es wenn du nun hergehst und deine Thermostatventile auslegst. Addiere mal deine verbratenen Druckverluste nehm noch etwas dazu für die Rohrleitungen und was stellst du fest, 80% deiner Pumpenleistung musst du über die Thermostateinstellung vernichten.
Also was passiert hier, Voreinstellwert der THV auf 1 und 2 bei über der Hälfte der Ventile um die Anlage runterzuquetschen.
Das Dumme an der Sache ist, das die THV in der Voreinstellung 1 bei Wassermengen so um die 15 l/h ein Toleranzband von +-50% haben, nachzulesen z.B. im Heimeier Planungskatalog. Das ganze bessert sich zwar mit zunehmender Wassermenge aber bei z.B. 260 l/h und 7 Heizflächen bleiben auch nur ~35 l/h im Durchschnitt pro HK wobei die Hälfte meistens kleiner ist und sich in dem *Mistbereich* bewegt.

Wenn du nun alle Punkte aufsummierst, dann stellst du fest, alle Heizkreisauslegungen unter min. 500 l/h sind mit so vielen Nachteilen behaftet, dass es am besten ist sie nicht zu bauen, denn das Ergebniss sind Anlagen die alles machen nur nich das was sie sollen und wehe es getraut sich einer auch nur 0,125 Umdrehungen an einer Voreinstellung zu drehen, dann kippt das ganze System - wunderbar berechnet mit bis zu 4 Stellen hinter dem Komma - aus den Latschen. Nicht weil die Berechnung Mist ist, sondern weil die Anlagenkonzeption nix taugt.

Womit wir den Kreis wieder geschlossen haben, nicht alles was ich berechnen kann, taugt auch was. Eine Berechnung soll ein gutes Anlagenkonzept unterstützen und nicht das Anlagenkonzept hat sich der Berechnung unterzuordnen.

Ein System das die ganz normalen Toleranzen an den gängigen, handelsüblichen Artikeln nicht abkann, das taugt nix und wenn es noch so wunderbar berechnet ist.

Zweifelsohne erfordert die heute Bauweise der *Isolierkannen*-Bauwerke ein gewaltiges Umdenken an die erforderliche Heiztechnik.

Wenn ich dasselbe Bauwerk nehme mit einem Standard von vor 10 oder 15 Jahren, dann hatte ich noch Wassermengen die *vor Ort* beherrschbar waren.

Heute werden die Anlagen nach alten Konzepten angegangen ohne sich über die Auswirkungen Gedanken zu machen. Die Grenzen der heute üblichen Technik werden nicht beachtet und was ist das Resultat ?
Anlagen die tage- und wochenlang einreguliert werden müßen und dann allerhöchstens befriedigend laufen. Gut ist was ganz anderes.

Ich bin an meinen Anlagen mit dem hydraulischen Abgleich in längstens 2 Stunden fertig und die Anlage läuft problemlos. Warum ? Weil meine Anlagen mit festen Wassermengen ausgelegt werden, die ich *vor Ort* mittels vorgesehener Einregulierventilen innert 5 Minuten pro Heizkreis einregulieren kann. Ich weiß was in meinem Heizkreis abläuft, denn ich kann es vor Ort ablesen.
Was in einem Thermostatventil tatsächlich durchläuft - nicht der berechnete Wert, sondern der IST-WERT - kann ich ohne Meßausstattung einer Forschungsanstalt nicht feststellen.

Erklär mir mal wie du einen hydraulischen Abgleich machst, bei dem du tatsächlich weisst was in der Anlage abgeht.
Wie werden denn die Fertigungstoleranzen deines Rohrleitungssystems erfasst ? Schau mal nach was sich der Hersteller da Luft lässt und rechne mal nach von min. bis max. Wert durch was das an deiner Druckverlustberechnung ausmacht.

Wenn du dich mal genauer mit dem Thema beschäftigst, wirst du feststellen, eine Anlage wird dann gut und genau das tun was du willst, wenn du ihr Gelegenheit dazu gibst.
Es ist nicht notwendig Berechnungen mit 5 Stellen nach dem Komma anzustellen. Diese Vorgaben kannst du in der Praxis - draußen vor Ort, genau da wo es wirklich gilt - nicht umsetzen.

Ich stelle *JEDEN* der was anderes behauptet mit einem 10 Liter Eimer in die Küche und lass ihn mal am Wasserhahn spielen bis er den so eingestellt hat, dass der genau in 30 Minuten voll ist, dann machen wir den Wasserhahn wieder zu und wiederholen das ganze.
Sowas nenn ich dann reproduzierbare Einstellung der Anlage ;-))
Versuch das mal, es interessiert mich wie lange du dazu brauchst.

Für ein Anlagenkonzept brauche ich für keine Computerberechnung. Dafür genügt ein Karoblock, mein Datenschieber, geraume Zeit ohne Telefon und die grauen Zellen bissi strapazieren. Wenn die grundsätzlichen Parameter wie oben gezeigt klar sind, dann stellt sich zuerst einmal die Frage macht es Sinn die Anlage so zu unterteilen oder ergeben sich Aufgabenstellungen bei denen ich sicher bin, das die Anlage auch das tut was ich will. Merke ...Heizungsanlagen sind weiblich und wenn du was von ihnen willst, dass Ihnen nicht passt, dann werden sie zickig ;-))

Ich will nun nicht noch mit Regelautorität und solchem Flotz anfangen, aber wenn du mehr Input brauchst, es gibt da einige gute Infos, die sehr lesenswert sind. Genauso wie über sehr allgemeine Themen wie Anlagengestaltung, Trägheiten von Baukörpern und noch vieles mehr.

Von der Warmwasserbereitung für ein 3-Famlienhaus fang ich bei 15 kW Heizleistung auch nicht an, denn sonst kommen schnell so Dinge auf wie Summenlinienverfahren und ähnliches. Aber mach dir mal nen Kopf wie du mit 10-15 kW eine NL-Zahl von 3 auf die Reihe bekommst. Da fängt es an spannend zu werden und behalte mal die Heizungsunterbrechungen im Auge, könnte ja sein, das wenn die 3 Wohnungen zeitlich hintereinander mal die Badewanne füllen, dann sind schnell 2 Std Heizungsunterbrechung beisammen...und das gerade dann wenn alle mit blankem Hintern im Bad rumstehen..könnte zu Ärgerniss werden, wenns dumm läuft ;-))

Les mal so das Forum durch. Woher kommen die Anlagen die 3 Tage vorher per Telefon aktiviert werden müssen, damit sie einen Aufheizvorgang auf die Reihe kriegen, bis der Bauherr wieder zu Hause ist ?

Achim Kaiser

P.S.
Wenn du an deinen Heizkreisen nicht blos 20 m Rohr hängen hast und die auf 12,98764 l/h runtergedrosselt sind und dazu noch einen Raumthermostat draufgewürgt hast, dann wird das schon gehen, aber wenn du deine umpe fragst was der gefällt, dann flüstert die dir was anderes

Verfasser:
Alex
Zeit: 27.02.2003 20:21:50
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9639
Hallo Achim,

danke für deine Bemühungen.
Bin ein wenig überascht, daß Du einem wildfremden Forumsteilnehmer, der aus irgendeiner Ecke des Internet kommen kann, eine sooooo lange Erklärung schreibst. Wenn ich schon überlege, wie lange ich an so einem langen Text schreiben würde: Respekt mein Lieber. Werde bei der Menge an Input noch ne Weile nachdenken müssen, auch wenn alles logisch.


Hallo Renate,

sorry, daß ich mit solch einer Frage einen so langen Text in DEINEM FORUM ausgelöst habe, obwohl er nicht ganz auf DEINE FRAGE gerichtet ist.
Entschuldige

Gruß Alex

Verfasser:
Renate
Zeit: 28.02.2003 11:19:20
0
9640
Hallo an Achim und Alex,

den letzten Teil der Diskussion habe ich nicht so ganz verstanden. Das dürfte allerdings auch etwas für die Spezialisten und nicht für den Endkunden sein.

Hier ein paar Präzisierungen zu unserem Neubau:

EG und 1. OG haben je 100 qm Wohnfläche verteilt auf offene Küche/Wohnzimmer, Flur, zwei Schlafräume sowie zwei Bäder. Die Bäder haben 6 qm (innenliegend) und 5 qm (mit Außenfenster)

Die DG-Wohnung hat nochmal rd. 80 qm mit vier Räumen a 15 - 20 qm sowie ein innenliegendes Bad von 6 qm.

Ausgangspunkt meiner Frage war:
1. Die im Forum beschriebenen Fehler bzw. Probleme zu vermeiden. 2 . Für die jährl. Ermittlung des Heizkosten jeder Wohnung auf die Einschaltung einer Ablese-Gesellschaft verzichten zu können.
3. Die erforderlichen Heizkörper sinnvoll in das System zu integrieren, ohne dass hierfür ein riesiger Aufwand notwendig ist.
Im Prinzip sollen die Wohnungen zu 100 % FBH haben. Nach allen Infos reicht das in den Bädern aber nicht aus(daher Zusatzheizkörper). Im Keller und im Spitzboden, der nur noch eine Balken-Fußboden haben wird, halten wir FBH nicht für sinnvoll.

Wir wollen mit dem Einbau einen Fachbetrieb beauftragen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen, ist es aber immer von Vorteil, mindestens eine eigene Einschätzung / Meinung zu haben, damit einem nicht das Blaue vom Himmel verkauft wird.

Schöne Grüße
Renate

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 02.03.2003 17:05:04
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9641
Hallo Renate,

welche Energieart soll denn an dem Neubau eingesetzt werden ?

Öl, Gas, Holz, Pellets, mit Solaranlage, ohne Solaranlage...

Achim KAiser

Verfasser:
Renate
Zeit: 09.03.2003 16:32:58
0
9642
Hallo Achim,

unser Haus muss an ein Nahwärmesystem angeschlossen werden. Der Betreiber des Systems garantiert eine Mindesttemperatur von 70 Grad, die bei einer Außentemperatur von - 12 Grad dann auf den maximalen Wert von 95 Grad ansteigt.

Den Anschluss einer Solaranlage haben wir nicht vor. Uns erscheint die Relation Investitionskosten / niedrigere Verbrauchswerte für Warmwasser nicht wirtschaftlich.

Schöne Grüße
Renate

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 09.03.2003 18:50:43
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9643
Hallo Renate,

sind bestimte Rücklauftemperaturen einzuhalten ?

Wer stellt die Übergabestation ?

Übergaberstation mit Wärmetauscher ?

Wie sind die Betriebsbedingungen sicherzustellen, ist das Sache des Hausbesitzers oder wird die Übergabestation mit entsprechenden Einrichtungen bereits montiert ?

Achim Kaiser

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