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Buderus S 120 W
Verfasser:
Müller
Zeit: 25.02.2003 12:48:09
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9890
Guten Tag,

wir wohnen seit 4 1/2 Jahren im eigenen Haus, welches mit einer Buderus GB 112W beheizt wird, als Warmwasserspeicher ist ein S120W installiert. Vor einigen Tagen bemerkten wir einen zu hohen Wasserdruck im Heizkreislauf von etwa 4 bar. Nachdem ich den Druck reduzierte, war dieser nach etwa 10 min. erneut bei 4 bar. Also ist klar, dass Brauchwasser durch den defekten Wärmetauscher im Speicher in den Heizkreislauf gedrückt wird. Buderus bietet nur einen kompl. neuen Speicher für 825,- Euro an, ein Austausch des Wärmetauschers scheint nicht möglich. Die Opferanode wurde zuletzt vor etwa einem Jahr gewechselt, die "alte" war dabei noch lange nicht aufgebraucht (ca. 5mm weniger als neu). Wir hatten uns ursprünglich für Buderus entschieden, weil gesagt wurde: "die wird sie warscheinlich überleben!"
Unser Installteur sagte, dass eher der Kessel durchfault, als das es die Leitungen trifft.

Frage 1: wie lange ist die durchschnl. Lebensdauer eines solchen Speichers ?

Frage 2: kann man den Mangel auf einen Produktionsfehler oder ähnliches zurückführen ?

Vorab vielen Dank!

Verfasser:
Sukram
Zeit: 25.02.2003 12:55:47
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Versteh ich nicht. Bei 2,5 Bar müsste doch das Überdruckventil abblasen... das tut den Heizkörpern aber gar nicht gut.

Mein Buderus-Speicher ist 30 Jahre alt ;-) ist allerdings ein Doppelmantelspeicher, keiner mit Wärmetauscherspirale drin + hat jetzt auch ein paar abgeplatzte Stellen im Email...

Ich würde das Teil einfach mal aufschrauben und reingucken.

Verfasser:
Müller
Zeit: 25.02.2003 16:20:02
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9892
Das Ventil trägt die Aufschrift 3 bar, löst aber anscheinend (zum Glück ?!) nicht aus.

Mit Aufschrauben und Reingucken ist da nicht viel, es ist nicht mehr als ein Hartschumkern zu sehen.

Verfasser:
Sukram
Zeit: 25.02.2003 17:19:14
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Na, Mensch,und wie wird wohl die Anode gewechselt?

Wahrscheinlich sitzt sie sogar im Revisionsdeckel...

Verfasser:
Müller
Zeit: 25.02.2003 17:55:50
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9894
Es gibt tatsächlich eine Revisionsöffnung, die hat aber höchstens 4 cm Durchmesser. Wer hat denn sonst noch so ein Teil (S120W) und seit wann? Oder hatte jemand bereits ähnliche Probleme?

Verfasser:
Alex
Zeit: 25.02.2003 18:16:55
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9895
Hallo zusammen,
hallo Müller,

Revisionsöffnung nur 4 cm ?!?
Vor dem Reingucken solltest Du aber sicherheitshalber mal eine neue Dichtung für den Revisionsdeckel besorgen, denn wer weiß, ob die alte Dichtung nachher noch in Ordnung ist.

Aber ob Dir das Reingucken weiterhilft.........

Gruß Alex

Verfasser:
Sukram
Zeit: 25.02.2003 18:38:17
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9896
TIP1:

Man nennt das Teil auch "Handlochdeckel" ;-)

TIP2:

Im Zweifel gibt's auf www.buderus.de ausgezeichnete Doku, wo es sitzt...

Verfasser:
Alex
Zeit: 25.02.2003 18:59:33
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9897
Hallo zusammen,
hallo Müller,

ok.ok., ich hab nochmal darüber nachgedacht...

Zur Lebensdauer: mein Buderus-Speicher ist Bj. 1985; bei meiner Oma hab ich letztes Jahr die Kesselanlage getauscht (Buderus, Bj. 1979, Speicher war noch i.O.);...

Aus Ihrem Text lese ich heraus, das der Speicher max. 4 1/2 Jahre ist...
kommt mir ein bischen wenig vor. Versuchs mal mit einem Kulanzantrag bei Buderus!

Das Dir eine Versicherung bei der Kostenbegleichung hilft, kann ich fast ausschießen; hab aus gegebenem Anlaß mal deren Leistungen verglichen: Die zahlen nur für Schäden, die durch Rohrbruch entstanden sind, wenn aber von meinem Speicher der Schaden ausging, wird nur der Folgeschaden bezahlt, für den Speicher muß ich selbst löhnen (werde demnächst meine Versicherung dahin gehend abändern).

Zurück zum Thema: bist du sicher daß es der Speicher ist. Wenn bei kalter Heizung der Druck wieder absinkt könnte es ja auch das MAG sein.
Das soll jetzt nicht heißen, daß ich Dir nicht glaube - Ich will nur sichergehen.

Hoffe, ich konnte helfen

Gruß Alex

Verfasser:
C. Kern
Zeit: 25.02.2003 19:12:25
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9898
Buderus gibt 5 Jahre Gewährleistung !!! auf seine Speicher. Also Heizungsbauer informieren, der schaltet Buderus ein. Zum Sicherheitsventil - Am besten gleich mit prüfen.

Verfasser:
Müller
Zeit: 25.02.2003 22:49:59
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9899
Hallo Alex, war auch mein erster Gedanke, aber im Heizkreislauf sind zwei voneinander unabhängige Manometer eingebaut, eines im Keller, eines untern Dach und beide zeigen fast immer identische 4 bar an.
Oder meinst du mit "MAG" etwas anderes?

Hallo Kern, an die 5 Jahre hatte ich nicht mehr gedacht.

Heissen Dank an Alle

Verfasser:
Sukram
Zeit: 25.02.2003 23:00:17
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9900
Soso :-)))
Dann geht eines falsch.

Because zwischen unten und oben must be ein Druckabfall von 100 mbar/m = 1 bar/10 m. Geht nicht anders, das macht die Physik. Wenn's der gleiche hydraulische Kreis ist.

Ergo: Dreh gefälligst den Absperrschieber auf ;-)

Bei mir war's sogar mal der Vierwegemischer... hätte nicht gedacht, dass das Teil (nach 30 Jahren noch) so dicht sein kann...

MAG = Ausdehnungsgefäß, das (meist) runde, rote Teil (meist) an der Wand. Das fängt die thermische Ausdehnung des Wassers ab und soll dafür sorgen, dass der Druck im Heizkreis (ungefähr) konstant bleibt. Wenn's im Eimer ist oder sein Vordruck nicht stimmt, kann der Druck stark schwanken je nach Temperatur.

Verfasser:
Wolfgang
Zeit: 25.02.2003 23:47:34
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9901
Hallo alle,

hervorragende und hilfreiche Kommentare, damit ist Hr. Müller bestimmt geholfen, eine Antwot auf seine Frage kann ich eigentlich nicht herausfiltern. Kann aber sein das ich zu begriffsstutzig bin.

Zum Sicherheitsventil : Löst bei 3 bar aus, wenn auf dem Typenschild 3 bar steht macht es das auch. ABER, bitte Bedienungs und Wartungsanleitung lesen " muss REGELMÄSSIG auf Funktion und Gängigkeit geprüft werden ". Ein Sicherheitsventil, dessen Ventilteller nach 4 1/2 Jahren ohne Betätigung am Ventilsitz festgeklebt ist löst auch nicht aus. Ob dies "zum Glück" ist sei mal dahingestellt.

Wenn in der Heizungsanlage der Betriebsdruck unmittelbar nach Ablassen des Wasser`s sich auf 4 bar erhöht, ist mit Sicherheit kein MAG daran Schuld, außer jemand hat den ultimativen Turbobrennen mit zauberhaften Heizwerten. Ursache dürfte doch eine Undichtigkeit im Bereich des Wärmetauschers im Boiler zu sein, Trinkwasser drückt in den Heizungskreislauf. Die Fa. Buderus liefert erprobte und zuverläßige Systeme, die Ursache hierfür kann in vielen Bereichen liegen. Wasserqualität? Verwendete Rohrleitungsmaterialien im Verbund mit dem Wärmetauscher? Wasseraufbereitungsanlage? Säuregehalt des Trinkwasser`s ? und vieles mehr. Mit Sicherheit kein Qualitätsproblem von Buderus, diese Problem sind bei allen Herstellern bekannt und nach genauer Ursachenforschung stellt sich leider meistens heraus, Falsche Anwendung. Ist leider so.

Verfasser:
Alex
Zeit: 25.02.2003 23:47:54
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9902
Hallo zusammen,
hallo Müller,

also....

Wasser dehnt sich bei Erwärmung aus;
kann das überschüssige Wasser nicht ablaufen (wenn z.B. MAG kaputt ist), dann steigt bei Erwärmung der Wasserdruck;
-->also...bei kalter Heizung müßtest Du einen (deutlich) niedrigeren (Heiz-)Wasserdruck angezeigt bekommen als bei heißer Heizung (wie gesagt: wenn das MAG kaputt ist).

Ich wollte also nur wissen, ob Du (deutliche) Druckunterschiede zw. warmer u. kalter Heizung feststellst!

Übrigens MAG =
M embran
A usdehnungs
G efäß

Gruß Alex

Verfasser:
Müller
Zeit: 26.02.2003 10:48:06
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9903
1. Die Druckdifferenz zwischen Keller und Dachboden beträgt etwa 0,2-0,3 bar (würde ich neben der "Wassersäule" auf eine Anzeigendifferenz zurückführen).

2. Die Druckdifferenz zwischen Heiss und Kalt liegt ebenfalls bei etwa 0,2 bar (war auch früher so, nur eben bei 1,5-1,7 bar)

3. Ein klemmender Ventilsitz könnte natürlich für das "Nichtöffnen" verantwortlich sein. Müsste aber doch eigentlich bei der Wartung überprüft werden.

4. "Zum Glück" nur aus der Sicht, da es sonst einem 24-std. geöffnetem Wasserhahn gleich kommt.

5. Als Verbindungsmaterial zwischen Brenner und Wärmetauscher wurde von der Installationsfirma augenscheinlich nur Kupferrohr verwendet.

6. Die Wasserqualität kann es auch nicht sein, da vor dem Einbau Wassergutachten an den Installateur übergeben wurden, ausserdem war der Tausch der Opferanode auch nicht gerade günstig (das Ding soll sich doch aufopfern)

7. Es ist keine Wasseraufbereitungsanlage installiert.

8. Was kann sonst noch ein "Anwendungsfehler" sein? (viel mehr als heiss und kalt, früh und spät geht doch kaum für den Anwender)

Gruss Müller

Verfasser:
Harald
Zeit: 26.02.2003 12:37:48
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9904
Zunächst sollte geprüft werden ob der Speicher tatsächlich defekt ist.

Ventil KW-Zulauf, WW-Ausgang und Zirkulation (falls vorhanden, Z-Pumpe abschalten!)

Druckentlastung am Speicher durchführen.

Heizung auf Normaldruck bringen.

Abwarten und sehen ob der Druck immer noch steigt.

Fener sollten Sie nachsehen ob der KFE-Hahn richtig geschlossen ist!

Füllschlauch abklemmen!

Buderus gibt bei regelmäßigen Wartungsintervallen und richtiger Montage
5 Jahre Garantie.

Verfasser:
Hinz.Service
Zeit: 26.02.2003 16:04:28
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9905
Herr Müller,
auf den Speicher erhalten Sie 5 Jahre Garantie.Eine Durchrostung im Speicher-da Glasemailliert hat mit der Opferanode gar nichts zu tun!
Ich meine den Speicher!!innen-und außen
Rufen Sie oder Ihr Lieferant doch 01803671406 Kundendienst Buderus an,schildern den Fall-und Ihnen wird ohne 850 EUR!!geholfen.
Sie dürfen natürlich auch basteln usw.und auf ebay setzen.
Für Unterstützung-eine E-Mail

Hinz

Verfasser:
Richard
Zeit: 27.02.2003 08:29:03
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9906
Hallo alle,
ich empfehle den defekten Speicher dringenst auszutauschen, denn sollte im Trinkwassernetz ein Druckabfall entstehen so besteht eine Gefahr der
Rücksaugung von Heizwasser, was zu Regreßforderungen und Reinigung der Leitungsnetze führen kann. Es kann für den Betreiber sehr teuer werden.

Verfasser:
embee
Zeit: 27.02.2003 19:56:52
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9907
Meine Vermutung:
Speicherschlange ist durchgerostet. Und zwar von der Heizungsseite durch Kupferspäne (da reichen kleinste Partikel, die sich doch irgenwo in der Schlange ablagern) oder eben von der Trinkwasserseite. Und da reichen schon Kupferionen, die ständig im Trinkwasser sind. Selbst wenn die Wasseranalyse im Rahmen der 'zulässigen' Werte liegt. Wir sagen immer, kein Kupfer! Aber es läßt sich ja soooo leicht verlegen. Daß die Glasur praktisch nie makellos ist sieht man ja schon an den freiwillig eingebauten Magnesium-Opferanoden (bei größeren Speichern sind's Fremdstromanoden). Aber die können halt nur die Sauerstoffoxidation verhindern.
Also: In jedem Fall Gewährleistungsansprüche geltend machen, und zwar schriftlich. Wurden die Installationsarbeiten gemäß BGB (5 Jahre Gewährleistung) ausgeführt oder nach VOB (damals 2 Jahre Gewährleistung)? Wenn nichts vereinbart wurde, dann gilt automatisch BGB.
Ich würd' mich freuen, wenn's nicht so wäre.

Verfasser:
Henning Becker
Zeit: 01.03.2003 19:00:47
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9908
Hier ist sofort ein Fachmann vor Ort gefordert,

die Anlage befindet sich in einen Lebensgefährlichen Zustand. Zu hoher Druck und Heizungswasser kann nach Druckausgleich in das Frischwasser gelangen.

Als keine Vermutung sondern Fachmann soll klären.

Mit freundlichen Grüßen

Aktuelle Forenbeiträge
Lupo1 schrieb: Hallo, habe diese schon seit vielen Jahren getankt und bisher sehr zufrieden. Mit den beschichteten Pellets "Pelprotec" hat man weniger Staub im Pelletslager, ob es sich rechnet konnte ich nicht feststellen....
jantosh schrieb: Danke für die Tipps lowenergy, ich habe mich jetzt für eine komplett vorinstallierte Station mit Pufferspeicher und Frischwasserstation inkl. der neuen Übergabestation entschieden. Das ist dann alles...
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