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Vorlaufpumpe-> Konstant- oder Proportionaldruck ?
Verfasser:
FamKa
Zeit: 20.09.2004 10:52:00
0
91406
Hallo Fachleute,

ich bin mit meinem Heizungsbauer über die Einstellung der Heizkreispumpe für meine FBH am diskutieren.

Es handelt sich um eine Grundfoss UPE-Pumpe, die ich die ganze Zeit auf Konstantdruckregelung betreibe.
Nun meint er, Proportionaldruckregelung sei das Richtige, jedoch erklären, warum, konnte er eigentlich nicht.

Eigentlich muß die Pumpe doch, unabhängig von der Fördermenge, immer den gleichen Druck bringen !?
Mein ungünstigster Heizkreis hat eine Druckdifferenz von 900 mBar. Alle anderen sind über den hydraulischen Abgleich so eingestellt, daß sie auch 900 mBar beim jeweilig berechneten Durchfluß haben.
Von daher denke ich, Konstantdruck wäre richtig.

Hab ich irgendwo einen Denkfehler ?

Gruß FamKa

Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.09.2004 10:56:58
0
91407
Moin FamKa,

das was Du meinst ist nur dann richtig, wenn alle Kreise immer geöffnet sind. Wenn Du selbstregelnde Ventile hast, dann schließen evtl. einige Kreise. Dann wäre der Pumpendruck zu hoch.

Gruß

me. Bruno Bosy, NF

Verfasser:
heiznix
Zeit: 20.09.2004 11:25:18
0
91408
....Mein ungünstigster Heizkreis hat eine Druckdifferenz von 900 mBar

Dies ist doch nicht Ihr Ernst! Ein derartig hoher Druckverlust ist doch nicht normal. Üblicherweiser geht man nicht über 250...max. 300mbar.

Ansonsten habe ich der Aussage von OldBo nix hinzuzufügen.

Gruß heiznix

Verfasser:
Stiefler
Zeit: 20.09.2004 11:26:25
0
91409
Hallo,
wie OldBo richtig bemerkt ist eine Proportionaldruckregelung sinnvoller - weil Energieeinsparung bei veränderten Heizlasten....

Gruß

Verfasser:
FamKa
Zeit: 20.09.2004 11:47:09
0
91410
@Heiznix,

sorry, Asche auf mein Haupt !

hab eben noch mal nachgesehen, sind 290 mBar + Zuleitung zum Heizkreisverteiler.
kommt davon, wenn man Zahlen hinschreibt, die man irgendwo noch im Kopf hat ;-)

@all

klar, die Heizkreise sind selten alle offen, werden halt über die Raumregler auf- und zu geschaltet.
Die Pumpe dreht auch schneller, je mehr Heizkreise geöffnet werden.

wenn ich die Pumpendiagramme richtig interpretiere wird in der Betriebsart 'Proportionaldruck' der Druck bei abnehmender Fördermenge geringer.
wenn jetzt nur 1 oder 2 Heizkreise geöffnet sind, sind die dann nicht unterversorgt, da die Förderhöhe aufgrund der geringen Durchflußmenge unter den Differenzdruck des Heizkreises abgesenkt wird ?

Im Diagramm für die Betriebsart 'Konstantdruck' sieht es so aus, daß die Pumpe eben den Druck auf dem eingestellten Sollwert hält, egal wieviel durchgeht.

Muß nicht immer der Diff.Druck des Heizkreises anstehen, um die Soll-Wassermenge durchzudrücken ?

Gruß FamKa

Verfasser:
FamKa
Zeit: 20.09.2004 17:30:26
0
91411
unauffällignachobenschieb ;)

vielleicht kann ja noch jemand meine Fragen beantworten

Danke und Gruß

FamKa

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 20.09.2004 18:17:50
0
91412
Aus der Grundfos Planungsanleitung.....

*Konststantdruck*
Bei der Konstantdruck-Regelung wird der Differenzdruck an der Pumpe auf einen konstanten Wert geregelt. Das heist die Förderhöhe nimmt bei abnehmenden Förderstrom nicht zu - wie bei ungeregelten Pumpen - sondern bleibt gleich. Der Differenzdruck wird je nach Typ entweder aus Pumpendaten errechnet oder mit einem Meßaufnehmer an den Pumpenstutzen gemessen.

Konstandruck ist einsetzbar in Zweirohrheizungen bei großer Verbraucherautorität z.B.
- Anlagen mit Hu > 2m,
- bei ehemaligen Schwerkraftanlagen
- Anlagen mit großer Spreizung

*Proportionaldruck*
Bei der Proportionaldruck-Regelung wird der Differenzdruck an der Pumpe volumenstromabhängig geführt. Das heisst die Förderhöhe nimmt bei abnehmenden Volumenstrom proportional ab, bis bei Q=0 50% des Sollwertes erreicht wird. Der Förderstrom wird hierzu aus den Pumpendaten berechnet.

Proportionaldruck ist einsetzbar in Zweirohranlagen bei kleiner Verbraucherautorität z.B. ;

- Anlagen mit Hu > 4m,
- Anlagen mit sehr langen Verteilungsleitungen
- Anlagen mit Strangdifferenzdruckreglern
- Anlagen mit großen Druckverlusten in den Anlagenteilen die vom Gesamtvolumenstrom durchflossen werden

Heisst es ist Anlagenabhängig welche Regelungsart passt. Bei der Fußbodenheizung kommts drauf an wie sie auf die Unterschreitu´ng des Versorgungsdruckes reagiert.
Im schlechtesten Fall wird der Heizkreis mit dem größten Druckverlust unterversorgt....kommt drauf an wie sich das auswirkt.

Versuch macht kluch...ist ja blos ein Schalter der umzulegen ist...
An der FBH Anlage werden sich die möglichen Einsparungen mit Sicherheit in engen Grenzen halten.

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
Achim Kaiser
Zeit: 20.09.2004 18:19:37
0
91413
Korrektur....
Konstantdruck
- Anlagen mit Hu < 2 m

jetzt passt es.

Gruß
Achim Kaiser

Verfasser:
FamKa
Zeit: 20.09.2004 23:20:18
0
91414
hallo Achim,

erstmal Danke für die ausführlichen Erläuterungen!

ich rekapituliere mal:

- große Verbraucherautorität: keine Ahnung ? ;)
- Hu < 2m : wenn Hu die statische Höhe ist, da hab ich ca. 1,80
- große Spreizung: hab zur zeit ca 5-8K. ist wohl eher klein ?

- sehr lange Verteilungseitungen: nein, max 8m 22er CU-Rohr
- Differenzdruckregler : nein
- großer Druckverlust in Anlagenteilen mit Gesamtvolumenstrom: eher nicht, Puffer 1050l

Eine Unterversorgung wirkt sich hier so aus, daß das Kinderzimmer nicht mehr warm wird. Die FBH ist mit 14/2er Rohr aufgebaut und dieser eine HK hat eine Gesamtlänge vom 167m.
zunächst war eine 25/40er Pumpe eingebaut, die hat den Druck nicht gebracht, wenn mehrere Heizkreise offen waren.
Nach Umbau der Pumpe auf 25/60 war alles wieder im Lot.
Die läuft zur zeit mit einer Förderhöhe von 3m, 'gemessen' mit dem Grundfoss-Bedienteil, auf Konstantdruckregelung.
Ich glaube, wenn's keine nennenswerten Vorteile bringt, laß ich die Einstellung, wie sie ist.
Never touch a running System ;-)

danke und Gruß

FamKa

Verfasser:
OldBo
Zeit: 20.09.2004 23:28:38
0
91415
Moin FamKa,

es ist schon schwierig, einem Laien die Technik zu erklären. Aber so wie ich Achim kennengelernt habe, wird er es schon schaffen.

Für mich ist jetzt "Gute Nacht". Morgen beginnt ein neuer Tag:>))

Gruß

me. Bruno Bosy, NF

Verfasser:
FamKa
Zeit: 21.09.2004 15:39:48
0
91416
Hallo zusammen,

kann mir noch bitte jemand den Begriff 'Verbraucherautorität' erklären ?

Wovon hängt es ab, ob ich eine hohe (Zahlenwert? Einheit?) oder niedrige habe ?
Anderstherum gefragt: hat eine FBH, bei der die HK-Ventile ja (abgesehen von den Öffnungs- und Schließzeiten) nur AUF und ZU kennen, nun eine hohe oder niedrige Verbraucherautorität?

Selbst Google ist damit scheinbar überfordert ;-)

Danke und Gruß

FamKa

Verfasser:
Sukram
Zeit: 21.09.2004 15:57:02
0
91417
Vieleicht liegt's ja an der NDR (...aut_H_orität ;-)

aber Ventilaut(h)orität oder Hydraulischer Abgleich ist vieleicht zielführender.

Beschreibt Druckdifferenzunterschied Verbraucher <>Rohrnetz.

http://www.heizungsbetrieb.de/de/def-hzg.htm

http://www.energiedepesche.de/index.php4?pre_cat_open=42&id=114&subid=295&&org_search_str=hydraulischer&search_or_and=1&search_choice=3

http://www.energiedepesche.de/index.php4?pre_cat_open=42&id=114&subid=295&&org_search_str=hydraulischer&search_or_and=1&search_choice=3

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