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26.04.2009 09:08:15 |
Hallo! Ich habe eine Frage zur Legionellenprophylaxe. Ich würde gerne mein Warmwasser generell auf 45 Grad einstellen. Zur Bekämpfung von Legionellen würde ich dann die Temperatur in bestimmten Zeitabständen auf 65 Grad erhitzen. Wer kann mir sagen, wie oft ich das Wasser auf 65 Grad erwärmen muss? Reicht es einmal in der Woche??? Gruß Robert
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26.04.2009 19:48:05 |
In einer Heizungsregelung wird das Legionellenprogramm meist auch nur einmal pro Woche abgefahren, von dem her sollte es ausreichend sein. Nur macht meiner Meinung die Absenkung auf 45°C keinen Sinn, denn ob ich das Wasser von 30°C auf 45°C erwärme oder von 40°C auf 55°C ist jedes mal die gleiche Menge an Energie nötig. Was Du sparst ist die Energie für die höhere Kesseltemperatur und natürlich Zeit wegen höherer Temperaturunterschiede. Und da Du bestimmt die Wasserentnahme über einen Mischer führst brauchst Du sogar bei 45°C mehr warmes aus dem Buffer wie bei 55°C, um eine angehme Temperatur z.Bsp. beim Duschen zu haben.
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26.04.2009 20:22:08 |
Inkonsequent, wenn nicht zugleich sämtliche Zapfsellen (insb. Brauseköpfe!) 1 min. lang mit 70° laufengelassen werden. DAS sind die wahren Brutstellen. Auf 70° kommt mein Speicher genau 1* jährlich- bei der Wartung ;-)
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26.04.2009 20:54:26 |
Moin Robert, guckst Du hier. Markus, informieren kann man sich doch, auch wenn Du mit einmal im Jahr auskommst. Gruß Bruno |
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26.04.2009 21:02:36 |
Nach Arbeitsblatt W552 werden 3 Min. (nicht 1 Min.) mit 70°C zur thermischen Desinfektion gefordert. Dies gilt aber nicht für sogenannte Kleinanlagen (Ein/Zweifamilienhäuser, Speicher kleiner 400 Liter und WW-Leitungsinhalt kleiner 3 Liter). Soll eine Legionellenkontamination vermieden werden reicht es nicht aus wöchentlich aufzuheizen ... denn eine Verbreitung kommt einer Explosion gleich. Die Verbreitung geht rasend schnell ... wenn dann schon täglich ! ... und wie Sukram schon erwähnte, müßen VOR ALLEM die Zapfstellen desinfiziert werden ... Die Rücklauftemperatur in der Zirkulationsleitung muss mindestens und dauerhaft 55°C erreichen und darf maximal 5 Kelvin weniger als die " Vorlauftemperatur" erreichen. MfG me. Ahrendt
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26.04.2009 21:06:44 |
Zitat von me. Ahrendt  Dies gilt aber nicht für sogenannte Kleinanlagen (Ein/Zweifamilienhäuser, Speicher kleiner 400 Liter und WW-Leitungsinhalt kleiner 3 Liter).
Was heisst das denn genau? Wenn in einem Einfamilienhaus der Speicher mit 150l bemessen ist, entstehen keine Legionellen!??! Dies ist wirklich als ernste Frage gemeint!!
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26.04.2009 21:12:38 |
Also das ist so, das W552 schreibt es nur unter den Bedingungen vor. Ob das auch die Legionellen wissen, wage ich zu bezweifeln. In Anlagen dieser Größenordnung geht man davon aus, dass das Wasser täglich ausgetauscht wird und dadurch die Verkeimung eher selten vorkommt. Was jeder nach einer sorgfältigen Information bei sich zu Hause macht, das muss jeder für sich selber entscheiden. Gruß Bruno |
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26.04.2009 21:15:14 |
Enstehen können sie überall. Es müßen jedoch keine besonderen Maßnahmen dagegen getroffen werden. Bei Großanlagen sieht das eben anders aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass es in Kleinanlagen zu einer Kontamination kommt ist jedoch sehr gering. Der Wasserdurchsatz duch den Speicher und die Rohrleitungen ist groß genug, dass es zu keiner Stagnation des Wassers kommt. Vermieden werden sollten aber IMMER WW-Leitungen und Zirkulationsleitungen "die jetzt schon'mal gelegt wurden" ... weil sie in 6 Jahren zum Ausbau des Dachbodens gebraucht werden ... Wenn schon müßen solche vorbereiteten Leitungen TROCKEN verlegt werden und ohne Wasserinhalt auf ihre Nutzung warten. MfG me. Ahrendt
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26.04.2009 21:17:02 |
Hi Bruno, danke für die Antwort. Ich habe mich mit dem Thema schon ein wenig beschäftigt und muss sagen, dass ich zwischen den " Wasser erwärmen damit der Arzt nicht kommt" und den "Wasser nicht erwärmen bis der Arzt kommt" Lagern doch nicht mehr genau wusste, welche die für mich beste Einstellung meiner WW-Anlage ist. Aber wie Du schreibst: Jeder muss das für sich selber entscheiden!
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26.04.2009 21:21:26 |
Zitat von me. Ahrendt  Der Wasserdurchsatz duch den Speicher und die Rohrleitungen ist groß genug, dass es zu keiner Stagnation des Wassers kommt. Ab wann spricht man eigentlich von Stagnation? Konkret: WW sowie Zirkuleitung, die pro Woche einige Male für ein Vollbad sowie gelegentliches Händewaschen genutzt werden. Zirkulationsleitung wird nicht permanent genutzt (Zeitschaltuhr zu Nutzungszeiten). Leitungslänge ca. 15m.
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26.04.2009 21:34:01 |
@ jazzman, bei einem WW Speicher kleiner 400L unterstellt man das statistisch gesehen dieser Speicherinhalt an den meisten Tagen einmal pro Tag ausgetauscht wird und somit die Konzenztration der Legionellen zumeist nicht eine Konzentration erreicht bei der der Mensch gewöhnlich hops geht. Wenn so ein 400 L Speicher jedoch in einem Haushalt verwendet wird der der eben nicht mehr durch 4 ständige Bewohner dauerhaft bewohnt wird. Oder auch der eine oder die z.B. 4 Bewohner länger als 1 Tag Urlaub machen kann die Konzentration in so einem Speicher innerhalb von einem Tag durchaus dramatisch steigen. Alternativen sind: - ständige hohe das gesamte System drsinfiziertende Temperaturen - oder ein Durchlaufspeicher ( etwa 5-20 L WW im Durchflußrohr + etwa 5-10 L in der WW Verrohrung des Hauses - oder eine Frischwasserstation ( WT für WW, d.h. etwa 0,5-3 Liter WW im WT + 5-20 Liter in der WW Verrohrung des Hauses) Ich persönlich habe etwa 14 Liter WW in einem Durchfluß-WT in einem 350 Liter Speicher. Dazu kommen bei mir noch etwa 5 Liter Wasser in den WW Leitungen. Damit ist schon recht gut sicher gestellt das der Wasserinhalt mehrfach am Tag ausgetauscht wird und auch nach einem längeren Urlaub die Legionellenkonzentration praktisch nach 1-2 Min Wasserentnahme einen akzeptablen Wert erreicht. Es ist praktisch so das man durch eine vernünftige Auslegung des WW Systems dir Konzentration der Legionellen stark beeinflussen kann. Und dieses beeinflusst die Wahrscheinlichkeit an diesen zu erkranken. Gruß Lumi01
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26.04.2009 22:01:51 |
Richtig. Aber das ist so wie überall im Leben. Nur wenn man sicher gehen will, dann muss man wissen, was man machen will. Risiken gibt es überall. Gruß Bruno |
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26.04.2009 23:20:07 |
Mir will bei der Legionellenproblematik einfach nicht in den Kopf das es angeblich keine Regelung/Ausführungsanweisung gibt für die solare WW Vorerwärmung. Bei der solaren WW Vorerwärmiung kann man doch nicht wirklich beeinflussen welche Temperatur das vorerwärmte Wasser hat. D.h. das kann bei einer solaren Vorerwärmung durchaus sein das es Witterungen gibt wo das Wasser ausgerechnet über Tage immer auf wachstumsfördernde 38°C erwärmt wird. Ich denke das die Legionellenproblematik, seit dem wir unbedingt Energie sparen wollen, sich nicht gerade überall verbessert hat. Gruß Lumi01
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27.04.2009 00:34:34 |
Frage zur Kleinanlage, wenn keiner zuhause ist: Kann man da nicht einfach die Erwärmung abstellen, also die Temperatur auf 5 Grad C oder so? Tötet das die Mistlegionellenviecher, oder wachsen sie einfach nur solange nicht ? stt (Kleinanlagenbetreiber)
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27.04.2009 08:59:26 |
Kälte töte die Legionellen nicht, sie vermehren sich nur nicht. Nur Hitze ist das Wahre.
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28.04.2009 17:35:52 |
Irgendwie scheint keiner ein ungutes Gefühl zu haben bei einer solaren (vor)Erwärmung. Obwohl dort nicht garantiert ist das dort keine für Legionellen kuschelige Temperaturen bestehn. Und so werden dort so manchen Tag für Legionellen günstige Temperaturen herschen ... Gruß Lumi01
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30.04.2009 18:57:46 |
D.h. diese WWG52 greift auch bei einem bivalenten 500l Brauchwasserspeicher im EFH? (Ein Heizwendel für den Kessel und der andere für Solar) Mit freundlichen Grüßen euer Stormy
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30.04.2009 19:28:11 |
Ich heize Morgens auf 58°C und abends auf 48, keine Ahnung ob das die Legionellen juckt.... Speichergrösse 155l 3 Bewohner.
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