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Alle
Foren
Erste Heizperiode Solaranlage im nichtisolierten Altbau beendet Fazit:
Verfasser:
Altbauheizer
Zeit: 21.06.2009 21:47:41
0
1147606
Ich habe mich vor einem Jahr gegen die vorherrschende Meinung vieler Fachleute für die Installation einer Solaranlage für Brauchwasser und Heizungsunterstützung im nicht isolierten Altbau entschieden. Meine Überlegung war, dass jedes KW Heizenergie aus der Sonne die Umwelt und meinen Geldbeutel schont, gleich ob mein Haus ein Energiesparer oder mehr ein Verschwender ist.

Die Daten:

Altbau Baujahr 1903, 2 Geschosse freistehend ca. 300 mtr² Wohnfläche.Isolierung: 140 mm Dachisolierung zwischen den Sparren aus 1998. Wände unten 40 cm Ziegel verputzt oben 30 m Ziegel verputzt nicht isoliert. Alle Fenster isoliert auf Standard 1998.

Heizung: Ölheizung aus 1998 mit 200 Liter Brauchwasserspeicher.
Heizkörper überwiegend alte schwere Gussheizkörper in den Wohnräumen und teilweise neuere Stahl Konvektoren aus 1998 in den Bädern und in der Küche.

Vorlauftemperatur: 50 - 70 Grad Aussenfühler gesteuert.

Die Fassade ist eine sehr gut erhaltene Stuckfassade. Einpacken mit Isoliermaterial stand nie zu Diskussion.

Nach eingehendem Studium des Marktes habe ich mich für die Installation einer 40 mtr. Röhren Kollektoranlage entschieden. Mit dem besten Preis Leistungsverhältnis boten sich die Felzen TZ 58-1800-30 Kollektoren an. Einer hat knapp 5 mtr² Fläche und wir haben 8 Stück davon in 2 Reihen a 4 Stück auf dem Süddach montiert. Winkel beträgt 52 Grad. Alle Kollektoren sind mit flexiblem 1 Zoll Edelstahl Rohr angeschlossen und seriell geschaltet.

Im Keller wurde ein Bafa freundlicher 2000 Liter Puffer (40 x 50 Liter pro mtr² Solarfläche) ohne Wärmetauscher aber mit individueller 200 mm Isolierung eingebaut. Der Druckausgleichsbehälter für den Speicher hat 300 Liter Inhalt.

Eine 2 Strang Solarstation und ein sehr einfacher Solarregler UVR 61-3 mit Zusatzrelais für Schaltung eines Ladeventiles runden die Anlage ab. Die Solar-Anlage arbeitet von Anfang an ohne Glykol und somit wird das Heizungswasser auch direkt durch die Kollektoren gepumpt. Frostschutz wird durch die Regelung vorgenommen. Dies hat im letzten Winter ohne Probleme funktioniert. Ich bin davonüberzeugt, dass durch Verzicht auf Glykol nicht nur ca. 1000 Euro Investition gespart wurden, sondern auch die Effizienz wesentlich höher ist. Überzeugt von diesem Komzept haben mich die 3 Artikel aus dem Heizungsjournal von Paradigma, die ja genau dieses Konzept vehement vertreten. Allerdings stand Paradigma schon aus Preisgründen für mich nie zur Diskussion.

Über Überhitzung und Stagnation brauchen wir uns im Sommer keine Gedanken zu machen. Im letzten Jahr und in den lezten 4 Wochen ist die Anlage mindestens 2 mal in Stillstand gegangen, ohne irgend eine negative Erscheinung zu zeigen.

Seit 1998 hatte sich der Ölverbrauch für unser Haus auf um die 5000 Liter pro Jahr eingependelt.

Jetzt ist die erste Heizsaison um. Auf eine sichere Leistungsmessung für die Anlage wurde aus Kostengründen verzichtet.

Trotz des sehr kalten Winters haben wir nur 3.800 Liter Öl verbraucht. Somit müsste eine Ersparnis von 1200 Liter Öl durch die Solaranlage eingetreten sein. Wenn man allerdings davon ausgeht, dass ohne die Solaranlage in der letzten Heizsaison wegen des kalten Winters sicher mehr als 5000 Liter verbraucht worden wäre, kann die Ersparnis auch noch etwas höher sein. Dies wird sich in den nächsten Jahren zeigen.

Was hat die Anlage gekostet:

8 Kollektoren 6400 Euro
Befestigungsteile, Verschraubungen, Solarrohr, Isolierung 1000 Euro

Puffer 2000 Liter, Aussdehnungsgefäß 300 Liter Kleinteile 1800 Euro
Solarstation, Umschaltventil, Regler 500 Euro

Material komplett: 9700 Euro
Installation durch Installateur meines Vertrauens 1800,--

Gesamtkosten 11.500 Euro
BAFA Zuschuss -4.200 Euro
Netto Aufwand 7.300 Euro

Je nachdem wie sich der Ölpreis entwickelt, wird die Anlage sicher in unter 10 Jahren amortisiert sein.

Somit kann man mit einem einfachen Konzept und sparsamen Einsatz von Technik auch im Altbau gute Erfolge mit Solar erzielen.

Neben der Geldersparnis aber ist das gute Gefühl welches man hat, wenn in der kalgten Jahreszeit die Sonne scheint, nicht in Euro zu berechnen.

Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 21.06.2009 22:13:31
0
1147618
Moin,

ohne auf die Einzelheiten näher einzugehen, kann ich nur Glückwünsche aussprechen und hoffen, dass Dein Beispiel bei vielen Mitlesern Schule macht (ich denke da besonders an die notorischen Solar-Nörgler, die den Strom-Mafiabossen gerne auf den Leim gehen ;-) ). Wichtig dabei ist natürlich das "gute Gefühl", neben der Verbrauchsreduzierung des fossilen E-Trägers auch die Umwelt zu entlasten.

Geschätzte 24% solare Deckung - und das im schlecht/nicht gedämmten Altbau. BRAVO!

Grüße Michael

Verfasser:
joergmartin
Zeit: 22.06.2009 07:02:08
0
1147670
Hallo,

herzlichen Glückwunsch zu Deiner Anlage.

Hier hat sich wieder mal gezeigt, das man bei einer geeigneten Dachfläche möglichst viel Kollektoren bis an die BAFA-Grenze von 40 m² installieren sollte und bei bei Altbauten ein Speicher/Kollektorflächenverhältnis von 50 l/m² zu favorisieren ist. Bei jüngeren Bauten mit entsprechend höherem Isolierstandard sollte das Speicher/Kollektorflächenverhältnis bis auf 100 l/m² oder sogar darüber hinaus gehen.

Bei den derzeitigen Kollektorpreisen ist es wirtschaftlich nicht zu vertreten nur 10m² oder ähnliches zu installieren (Geeignete Dachfläche vorausgesetzt).

Ich habe bei meiner Anlage (Haus Bj. 1997, 33 m² Vakuumröhrenkollektoren, 3500 l Speichervolumen, Eigenleistung, Eigenkapital 8000.- €) den Gasverbrauch von 3416 m³ in der Heizperiode 2007/2008 ohne Solaranlage auf 1136 m³ in der Heizperiode 2008/2009 senken können.

Deshalb meine Meinung :

Jede gut ausgerichtete Dachfläche ohne Solaranlage ist verschenktes Kapital.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg

Verfasser:
Kaplius
Zeit: 22.06.2009 09:47:54
0
1147747
Glückwunsch auch von meiner Seite.

Sehr interessant finde ich das Konzept die Anlage direkt an die Heizung anzuschließen und ohne Glykol zu betreiben. Den Härtetest hat die Anlage im letzten Winter wohl hinter sich.
Eine Frage zur Stagnation: Die Kollektorfläche ist im Verhältnis zum Speicher recht groß und trotzdem kam es nur 2 mal zur Stagnation. Wann wurde die Anlage in Betrieb genommen?
Frage zu den Instalationskosten: Wurden Eigenleistungen bei dem Preis von 1800€ erbracht?

Gruß Klaus

Der mit Wehmut festgestellt hat, das die Dachfläche am eigenen Haus nur wenig Spielraum für TZ 58-1800 Kollektoren her gibt ~:o(

Verfasser:
TimStein
Zeit: 22.06.2009 10:16:48
0
1147763
Dann muss man noch bedenken, halten die Röhren ihr Vakuum, oder muß ich nach ein paar Jahren austauschen auf eigene Kosten wenn es den
Ansprechpartner für die Garantie nicht mehr gibt .....

Verfasser:
Kollifan
Zeit: 22.06.2009 10:52:35
0
1147791
Zitat von TimStein Beitrag anzeigen
Dann muss man noch bedenken, halten die Röhren ihr Vakuum, oder muß ich nach ein paar Jahren austauschen auf eigene Kosten wenn es den
Ansprechpartner für die Garantie nicht mehr gibt .....


Die Röhren halten entweder oder nicht.
Wenn die ihr Vakuum verlieren gehen die sofort (also relativ schnell) kaputt- und das kann man sehen.
In diesem Fall greift die Garantie- und die Fa. Felzen gibt es ja noch, zumindestens die Solarsparte.

Und wenn's in ein paar Jahren (oder früher bzw. später) mal nen Hagelschaden gibt greift die Versicherung, da brauchts keine Garantie.

Verfasser:
TimStein
Zeit: 22.06.2009 13:00:43
0
1147862
na, abdichtungen gehen auch nach monaten oder jahren kaputt. solch eine aussage : entweder sofort oder gar nicht ist absurd

Verfasser:
Solarmike
Zeit: 22.06.2009 14:05:29
0
1147901
Es handelt sich bei den Felzenkollektoren ja um Sydney-Röhren: doppelwandige Glasszylinder wo die Röhrenenden verschmolzen sind, also keine Gummi/Glas oder sonstige Kombinationen die undicht werden können. Das Vakuum kann ja dann nur bei Glasbruch oder wenn was reindiffundieren würde verloren gehen.

Verfasser:
R.B.
Zeit: 22.06.2009 14:15:54
0
1147909
Zitat von TimStein Beitrag anzeigen
......wenn es den
Ansprechpartner für die Garantie nicht mehr gibt .....


Wenn man betrachtet wieviele deutsche Unternehmen jährlich in die Inso gehen, dann ist die Gewährleistung kaum das Papier wert auf dem sie gedruckt wird.

Ich würde die Gewährleistungsfristen also nicht so hoch bewerten.

Abesehen davon, die Röhren kann jeder Importeur der Kollektoren mitbestellen. Pro Container werden sowieso 2% Ersatzröhren mitgeliefert, es könnten beim Transport ja mal ein paar zu Bruch gehen.
Ansonsten kosten die Dinger nur ein paar Euro. Eine Bestellung wegen ein paar Röhren lohnt aber nicht.

Gruß
Ralf

Verfasser:
Christ 32
Zeit: 22.06.2009 14:33:33
0
1147923
wieviel Personen wohnen im Haus und ist die Heizung auch im Sommer oder in der Übergangszeit ab und zu in Betrieb ?

Verfasser:
kathrin
Zeit: 22.06.2009 16:48:19
0
1147999
@Altbauheizer

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! Beachtliche Einsparung durch Solarunterstützung, und dies bei einer VL von 50-70 Grad, da kommt man/frau direkt ins Grübeln...
Bitte weiter berichten!

Falls du eine Witterungsbereinigung des Verbrauchs (kalter/milder Winter) vornehmen willst: http://klimadaten.ages-gmbh.de/

Schönen Tag + Gruss

Kathrin

Verfasser:
p_solar
Zeit: 22.06.2009 19:01:46
0
1148055
Hallo Altbauheizer

Glückwunsch zu Deinem ersten Jahr.

Da kann ich nur hoffen, dass ich in einem Jahr auch so gute Ergebnise habe. Ich habe das doppelte für die halbe Fläche investiert. Allerdings dabei auch die gesamte Heizungssteuerung erneuert.

sonnenpaul

Verfasser:
flightmaster
Zeit: 24.06.2009 23:44:30
0
1149322
@ Altbauheizer

Gratulation zu deine Anlage.

Da Du Heizungswasser direkt durch die Kollis schickst wirft bei mir die Frage nach der Wasserhärte auf.
Hast du die Brühe irgendwie behandelt ?

Ich denke über ein ähnliches Projekt nach, allerdings mit Flachkollis und ohne Heizungspuffer. Die Wärme soll direkt in der FBH verwertet weden. Speichermasse hab ich genug.
Kannst Du einen Hydraulikplan online stellen ??


MFG

Verfasser:
h.j.k.
Zeit: 25.06.2009 07:08:06
0
1149363
ch denke über ein ähnliches Projekt nach, allerdings mit Flachkollis und ohne Heizungspuffer. Die Wärme soll direkt in der FBH verwertet weden. Speichermasse hab ich genug.
Kannst Du einen Hydraulikplan online stellen ??



Was wenn Du im Sommer keine Heizung brauchst und willst?

Verfasser:
Altbauheizer
Zeit: 25.06.2009 20:59:56
0
1149876
Hallo an alle,

war eben ganz überrascht dass es doch so viele Zuschriften zu Solar im Altbau ohne große Isolation und ohne Glykol gibt.
Ich werde versuchen Eure Fragen so gut ich kann zu beantworten:

Frage1 von Kaplius:
Eine Frage zur Stagnation: Die Kollektorfläche ist im Verhältnis zum Speicher recht groß und trotzdem kam es nur 2 mal zur Stagnation.

Antwort: Bestimmt ist die Anlage schon öfter in Stillstand gegangen. Möglicherweise gestern und heute bestimmt auch. Das merke ich gar nicht, oder nur wenn ich zufällig in den Heizungskeller gehe. Dann sehe ich, dass die Temperatur am Rücklaufthermometer über 100 Grad ist. Der Druck der gesamten Heizungs Anlage erhöht sich auch, aber vielleicht auch durch die Ausdehnung der 2000 Liter 90 Grad heissen Wassers im Puffer in Summe mit den vielleicht 30 Litern in Kollektoren und Leitung, die wohl durch den Dampf in das Ausdehnungsgefäß gedrückt werden.

Frage2 von Kaplius:

Wann wurde die Anlage in Betrieb genommen?

Antwort:August 2008

Frage3 von Kapillus: War bei 1800 Euro Installationskosten Eigenleistung dabei:

Antwort: Eigenhilfe war nur bei der Montage der Kollektoren dabei. Mein Installateur ist selbständiger Ein-Mann Meister und hat moderaten Stundenlohn. Ausserdem war es auch für ihn die erste Anlage ohne Glykol und er hat großes Interesse an diesem Thema.

Frage von Christ 32:
wieviel Personen wohnen im Haus und ist die Heizung auch im Sommer oder in der Übergangszeit ab und zu in Betrieb ?

Antwort: Im Haus wohnen 5 Personen, wovon 3 Dauerduscher sind und ausserdem ständig frieren. Somit wird auch in der Übergangszeit geheizt.

Frage1 von flightmaster:
Da Du Heizungswasser direkt durch die Kollis schickst wirft bei mir die Frage nach der Wasserhärte auf.Hast du die Brühe irgendwie behandelt ?

Antwort: Den Puffer(2000 Liter) habe ich letztes Jahr mit gesammeltem Regenwasser befüllt. In allen VKR Kollektoren sind zusammen lediglich 20 Liter Wasser plus ein paar Liter in der Zu-und Ableitung. Das ist alles an Wasser.

Frage2 von flightmaster:
Kannst Du einen Hydraulikplan online stellen ?

Antwort: Der Hydraulikplan existiert lediglich als Handzeichnung und wurde durch meinen Installateur erstellt.

Frage3 von flightmaster:
Ich denke über ein ähnliches Projekt nach, allerdings mit Flachkollis und ohne Heizungspuffer. Die Wärme soll direkt in der FBH verwertet weden. Speichermasse hab ich genug.

Antwort: Mein Installateur meinte dass mein Konzept Altbau mit hohen Vorlauftemperaturen nicht gut mit Flachkollektoren funktioniert. Ausserdem können Flachkollektoren auch im Winter mit Pufferwasser nicht effizient frostfrei halten kann.

Verfasser:
Klaena
Zeit: 25.06.2009 21:56:22
0
1149899
Find ich gut den Beitrag. Versteh nicht warum immer die Meinung herrscht man könne nur im gut gedämmten Haus Solar benutzen.
Wenn ich eh nen sehr geringen Heizbedarf hab warum soll ich dann viel dafür ausgeben um nur wenig Energie zu sparen?
Wenn ich relativ viel Heizbedarf hab kann ich doch auch viel einsparen durch Solar.
In meinem Baujahr 1932 Haus funktioniert es bisher auch prima mit Solar.
Über den Winter mach ich mir keine Illusionen, da wird sie wohl so gut wie gar nix ernten.
Vorlauftemperaturen sind dafür dann zu hoch und der Puffer ist eh durch den Vergaser gefüllt. Aber in der Übergangszeit und im Sommer wird sie ihren Teil schon machen.
Seit Inbetriebnahme im März sind 50 Liter Öl verbraucht worden was gerade mal ein fünftel des sonst normalen Ölverbrauchs nur für Warmwasser ist. Geheizt wird aber immer noch fast jeden Abend.
Gruß Klaena

Verfasser:
solar-fan
Zeit: 25.06.2009 22:10:16
0
1149907
Gratulation auch von meiner Seite.
Das Konzept ist meinem sehr ähnlich.
Daß ich im letzten Jahr ca.1000,-€ (50% solare Deckung)Gas mit 28m² brutto VRK eingespart habe, liegt sicher am Baujahr und Bauweise meines Hauses.
1997, Fertigteilhaus mit durchschn.0,2 K-Wert, Keller massiv 0,33 K
Fenster 1,1. gesamt 200m² in 2 1/2 Wohnungen 200 L WW täglich.

Ich bin der Meinung, daß mit dem Geld einer Sanierung des Gebäudes, locker eine 5mal so große Solaranlage errichtet werden kann. Wenn dann noch genügend Abnahme im Sommer da ist, kann eine noch höhere solare Deckung erzielt werden. Es muß nicht unbedingt ein Pool sein. Unser Mitstreiter "geobau" aus Ö hat da ein interessantes Pufferobjekt. Damit kann man z.B. jeden alten Kohlenkeller ausfüllen.

Gruß Livedaten Enrico´s Solaranlage

Verfasser:
Kaplius
Zeit: 25.06.2009 23:20:55
0
1149939
Klaena@
"Versteh nicht warum immer die Meinung herrscht man könne nur im gut gedämmten Haus Solar benutzen."

Nur ist mit sicherheit übertrieben, aber es geht wesentlich besser. Warum es besser ist hast Du bereits selbst beantwortet:
"Vorlauftemperaturen sind dafür dann zu hoch ...".

Wie bereits mehrfach hier im Forum beschrieben wurde, steigt die Effiziens einer Solaranlage, wenn eine geringe Vorlauftemp. im Heizkreislauf ausreicht. Optimal sind Fußbodenheizung und gut gedämmtes Haus.

"Find ich gut den Beitrag."

Keine Frage, den Beitrag finde ich ebenfalls sehr gut, da gezeigt wird was alles machbar ist.
Ich finde es sehr spannend wie unterschiedlich die Konzepte für Solaranlagen ausfallen können.

Gruß Klaus

Verfasser:
Norbert K
Zeit: 26.06.2009 07:27:12
0
1149985
Hallo,

ich finde den Beitrag auch gut. Wenn ich von manchen Leuten höre - Solar ist doch nicht ausgereift - weiß ich immer nicht ob ich lachen oder weinen soll. Mein Bruder hat seine Solaranlage seit ""1979"" ! Natürlich nur für Warmwasser. Die Kollektoren sind von BBC und das einzige Manko waren undichte Scheiben. Das wurde auf Garantie behoben. Für 5 Personen hat das Warmwasser im Sommer immer locker gereicht. Da soll mal einer sagen Solar lohnt sich nicht !

Gruß Norbert

Verfasser:
CHZAADW
Zeit: 26.06.2009 08:40:48
0
1150024
Hallo,

schade, dass die Meinung, Solar lohne nur bei niedrigen Vorlauftemperaturen immer wieder aufgegriffen wird und als richtig angesehen wird!

Der vorliegende Bericht zeigt wieder einmal, dass Solar auch unter vermeindlich ungünstigen Vorraussetzungen durchaus sinnvoll einsetzbar ist.

Interessant finde ich z.B. das Konzept, das Heizungswasser direkt durch die Kollektoren zu leiten :-)

Altbauheizer, Gratulation und weiterhin viel Erfolg:-)

Gruß
Chris

Verfasser:
Kaplius
Zeit: 26.06.2009 09:25:37
0
1150063
Norbert K.

"Da soll mal einer sagen Solar lohnt sich nicht !"

Wieder einer der üblichen Pauschalaussagen die völlig an der Realität vorbei gehen.

Verfasser:
-lfx-
Zeit: 26.06.2009 09:40:08
0
1150079
" Da soll mal einer sagen Solar lohnt sich nicht !"

Man merkt es ist wieder Sommer und die Solateure träumen sich ihre Wunschwelt zusammen.

Altbau unisoliert, Hochtemperaturanlage usw.

40 qm Kollektoren! Wer hat denn sowas auf dem Dach. 160 Euro/qm - das ist ein Preis!
Schon mal ausgerechnet was 2000 Liter Wasser an Leistung brauchen um von 40 auf 70 Grad aufgeheizt zu werden? Das muß ein sonniger Winter gewesen sein oder heizt ihr im Sommer?

Jedenfalls alles nur Annahmen und Hypothesen. Diese genannte Ersparnis ist glaubhaft bei zweifelsfreiem meßtechnischem Beweis. Den gibts hier nicht - nur Schönfärberei.

Wenn der Winter da ist wird 's wieder ruhig werden.

Gruß lfx

Verfasser:
kehd
Zeit: 26.06.2009 10:29:33
0
1150111
Ich habe eine Verständnisfrage: Wenn die Heizung eine Vorlauftemperatur von 70°C hat, wird die Rücklauftemperatur doch wohl so um 40°C sein. Kann man Wasser mit dieser Temperatur im Winter mit Solarkollektoren auf eine merklich höhere Temperatur bringen oder findet das nur in der Übergangszeit statt, wenn die Sonne etwas kräftiger ist, und eine hohe Vorlauftemperatur nicht nötig ist?
Eins scheint m,ir logisch, nur wer viel verbraucht, kann auch viel einsparen. Ob mit Solar oder Dämmung.

Verfasser:
-lfx-
Zeit: 26.06.2009 11:29:05
0
1150160
Genau - Du hast das Problem erkannt!

Man nehme sich mal die Strahlungstabellen für die entsprechende Gegend und sehe nach was da im Winter für elend kleine Leistungen pro Tag vom Himmel kommen ( vorausgesetzt das Wetter ist überhaupt schön). Da haben dann selbst gute Kollektoren Probleme halbwegs vernünftige Speichertemperaturen zu bringen. Bei solch großen Wassermengen nur mit Riesenaufwand ( wie hier).

Ein Normalsolateur mit 10 bis 20 qm hat da keine Chance.

Das Ganze bedarf immer einer realistischen! Leistungsbetrachtung. Die Durchflußleistung macht die Musik nicht die Vorlauftemperatur. Diese Leistung kann aber nur hoch sein wenn entsprechend was vom Himmel kommt.

Natürlich - bei so einer großen Kollektorfläche kommt in der Übergangszeit was herunter. 40 qm sind aber ein Ausnahmefall - wer hat soviel?
Aber für diese kurze Zeit ist der finanzielle Aufwand viel zu groß.

Altbauheizer hat günstig gekauft und alles selbst montiert. Dann wird das billiger. Aber die Aussagen daß sich Solaranlagen doch oder immer lohnen sind einfach falsch. Der Normalfall für einen Vergleich ist der daß ein Heizungsbauer das erledigt genauso wie kaum alle Autofahrer ihre Autos selber reparieren.

Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 26.06.2009 11:58:12
0
1150186
Moin,
Zitat von kehd Beitrag anzeigen
Eins scheint m,ir logisch, nur wer viel verbraucht, kann auch viel einsparen. Ob mit Solar oder Dämmung.
Absolut gesehen stimmt die Aussage. Relativ gesehen leider nicht. Der Thread-Eröffner spart viel ein, weil die Hütte nun mal einen recht großen Bedarf hat - wie ich schon sagte: für seine Situation (50.000 kWh/a Gesamtbedarf) eine beachtenswert hohe Deckung (12.000kWh/a) von deutlich mehr als 20%.
Wenn ich das auf's Niedrigstenergiehaus (8.000kWh/a) umsetze, kommen möglicherweise Deckungsraten von weit mehr als 50% zustande, also absolut "nur" 4.000 - 5.000kWh/a.
Zitat von -lfx- Beitrag anzeigen
Ein Normalsolateur mit 10 bis 20 qm hat da keine Chance.
10-20m2 wären für 300m2 beheizte Fläche auch nur Spielzeug, wenn man nennenswerte Heizungsunterstützung (HU) haben möchte. An dieser Vorgehensweise krankt leider der Großteil der in D existierenden ST-Anlagen, die angeblich zur HU gebaut wurden. Es fehlt (m.M.n.) möglicherweise an der professsionellen, exakten Planung incl. Simulation vor Errichtung der Anlage.
Grüße Michael

Aktuelle Forenbeiträge
lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
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Erste Heizperiode Solaranlage im nichtisolierten Altbau beendet Fazit:
Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 26.06.2009 11:58:12
0
1150186
Moin,
Zitat:
...
Eins scheint m,ir logisch, nur wer viel verbraucht, kann auch viel einsparen. Ob mit Solar oder Dämmung.Absolut gesehen stimmt die Aussage. Relativ gesehen leider nicht. Der Thread-Eröffner spart viel ein, weil die Hütte nun mal einen recht großen Bedarf hat - wie ich schon sagte: für seine Situation (50.000 kWh/a Gesamtbedarf) eine beachtenswert hohe Deckung (12.000kWh/a) von deutlich mehr als 20%.
Wenn ich das auf's Niedrigstenergiehaus (8.000kWh/a) umsetze, kommen möglicherweise Deckungsraten von weit mehr als 50% zustande, also absolut "nur" 4.000 - 5.000kWh/a.
Zitat:
...
Ein Normalsolateur mit 10 bis 20 qm hat da keine Chance.10-20m2 wären für 300m2 beheizte Fläche auch nur Spielzeug, wenn man nennenswerte Heizungsunterstützung (HU) haben möchte. An dieser Vorgehensweise krankt leider der Großteil der in D existierenden ST-Anlagen, die angeblich zur HU gebaut wurden. Es fehlt (m.M.n.) möglicherweise an der professsionellen, exakten Planung incl. Simulation vor Errichtung der Anlage.
Grüße Michael
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