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Datenschutzhinweise

Welche Heizung für Flugplatzkantine / Werkstatt
Verfasser:
Fritz
Zeit: 24.10.2004 22:13:31
0
102061
Hier ein paar Eckdaten, damit Ihr mir einen Ratschlag geben könnt:

Beheizt werden soll:

1. Kantine, ca. 60 qm
2. Küche, ca, 5 qm
3. Bad, ca. 10 qm
4. Raum, ca 20 qm
5. Werkstatt, ca 60 qm

Heizcharakteristik / Nutzung der Räume:
Raum 1-4 sollen über den Winter praktisch nur frostfrei gehalten werden, bei Festen sollte man die Räume evtl. mal unabhängig von der Werkstatt aufheizen können, wobei hier keine Priorität draufliegt. In der Kantine steht zum Aufheizen noch ein Holzofen.
Die Werkstatt soll in dieser Zeit ebenso frostfrei gehalten werden, jedoch sollte es möglich sein, sie innerhalb einer vernünftigen Zeit auch an kalten Tagen auf etwa 18 Grad aufheizen zu können.
Infrastruktur:

Vorhanden sind bisher nur die Räume, es gibt keinen Kamin, keine Leitungen, keine Heizkörper, keinen Öl-/Gastank, keinen Gasanschluss.
Welche Heizung ist am günstigsten, wartungsärmsten mit viel eigenleistung einzubauen?
Nachgedacht wird momentan über eine Gastherme, Ölkessel und auch eine Wärmepumpe.
Wozu raten die Experten?
Danke für Eure Tipps

Verfasser:
Jürgen R.
Zeit: 24.10.2004 22:46:00
0
102062
Ohne die näheren örtlichen Verhältnisse zu kennen, würde ich zu einer Luft/ Wasser Wärmepumpe raten.
Entweder die LW60, oder die LW 80.
Die Kleinste Alpha Innotec LW60 H-A sollte dafür schon reichen.
Sie schaft je nach Aussentemp. 6,6-3,2KW.
Aufgestellt wird sie draussen.

Vorteile:
Nur ca. 2KW Aufnahmeleistung.
Nahezu Wartungsfrei.
Macht sich sehr gut in der öffentlichkeit.( Können Flieger immer brauchen)

Minimale Anschlußkosten,da:
Kein Kamin nötig.
Keine kosten durch nicht vorhandenen Gasanschluß
Kein Öl oder Gastank nötig.

Gruß
Jürgen

Verfasser:
Jürgen R.
Zeit: 24.10.2004 22:47:25
0
102063
P.s.
Welcher Flugplatz ist es denn?

Verfasser:
Fritz Poggenklas
Zeit: 24.10.2004 23:24:14
0
102064
3,2 kW um 155 m2 (die hoffentlich nicht nur aus Wellblech bestehen) zur Sylvesterparty in einer vernünftigen Zeit von 5° auf 18° zu bringen ?
Da hätte ich Bauchschmerzen.
Ein solches Gebäude ist mit einem Wohnhaus sicher nicht zu vergleichen.

Gruß Fritz

Verfasser:
Jürgen R.
Zeit: 24.10.2004 23:53:45
0
102065
Naja, die Werkstatt müßte Sylvester ja nicht mit beheizt werden, und ein Holzofen ist ja auch noch da.
Oder die WP halt etwas größer nehmen.
Erst einmal, ging es doch eh nur darum, welche Heizung überhaupt nehmen.
Gruß
Jürgen R.

Verfasser:
2moose
Zeit: 25.10.2004 00:46:56
0
102066
Der Laie denkt sich: Wenns schnell warm werden soll, muss viel Wärme in wenig Zeit abgegeben werden. Nicht gerade das Metier einer WP.

Bernhard

Verfasser:
fritz
Zeit: 25.10.2004 09:18:24
0
102067
Hallo,
danke erstmal für die Beiträge.
Der Flugplatz ist in Königsdorf, Bayern. Was kostet so eine WP denn ungefähr? Sind wir da preislich konkurrenzfähig zu Gas/Öl?
Wenn die WP draussen steht, kann die dann immer noch wirtschaftlich heizen, wenns draussen -5 Grad hat? Wie gross/schwer ist denn so eine WP, wie sichere ich die gegen wegtragen?
Übrigens ist das Gebäude nicht besonders isoliert, Kantine sollte jedoch mit 100 W/qm warm werden.

Viele Grüsse
Fritz

Verfasser:
Harry
Zeit: 25.10.2004 12:44:37
0
102068
Hallo Fritz,

die Wärmepumpe halte ich für diesen Fall gelinde gesagt als besonders schlechte Empfehlung. Hohe Investitionskosten, kein regelmäßiger Betrieb (verzögerte Amortisation), stark wechselnder Wärmebedarf (idR nur Frostschutz, dann Schnellaufheizen der Werkstatt) usw. Kurz alles Faktoren die gegen eine Wärmepumpe sprechen. Allenfalls für die Grundlast (Frostschutz) wäre uU eine WP sinnvoll, das ist dann aber eine zusätzliche Investition zur "normalen" Heizung.

Welche Energieträger stehen zur Verfügung?
Öl, Erdgas, Flüssigas, Strom?
Das ist gleichzeitig auch die Preisfolge, Öl ist idR immer noch der billigste Brennstoff, Strom der teuerste... ME bleibt also die Wahl zwischen Öl und Erdgas.

Bei den genannten qm sind wohl Heizkörper die preiswerteste und sinnvollste Variante, für höhere Räume gibt es noch deckenhängende Gebläseheizungen und (mE besonders interessant) Strahlungsheizelemente.

Erster Schritt: Bedarf bestimmen > Wärmebedarfsberechnung!
siehe mal bei: www.waermebedarfservice.de

Harry

Verfasser:
fritz
Zeit: 25.10.2004 13:07:37
0
102069
hallo harry,
wärmebedarf wird noch ermittelt, ich möchte nur vorab schon sehen, welches system am sinnvollsten ist. nachdem wir die meiste zeit nur die frostsicherheit gewährleisten wollen, sollte die heizung in dieser betriebsart so sparsam wie möglich laufen. meinem kenntnisstand kommt da nur eine gastherme in frage, da diese modulierend zwischen z.B. 3 und 23 kw arbeitet. Bei einem Ölkessel sehe ich das Problem der hohen stillstandsverluste, da der doch wohl immer den kessel auf ca. 60 grad hochfährt, obwohl er nur etwa 5-10 grad vorlauf temperatur braucht, um das ganze frostfrei zu halten.
von der räumlichen aufteilung wären etwa 4 heizkörper für die Kantine, 3 Heizkörper für die Werkstatt, 3 kleine für die toiletten und je einer für Küche und zus. Raum geplant. Die Deckenheizhörper mit gebläse klingen interessant.
gasanschluss ist leider keiner vorhanden, da müsste dann ein gastank eingebaut werden. nachdem immer alles frostfrei gehalten werden soll, könnten tanks (Öl / Gas) innerhalb des Gebäudes frostfrei aufgestellt werden.
öl wäre mir vom know how her am liebsten, aber ich vermute fast, dass gas am besten zu unserer Anforderung passt. Wärmepumpe dachte ich mir schon fast, dass nicht ideal ist, was Kosten und Anforderungsprofil angeht.
Ich habe mir von hoval folgendes Gerät rausgesucht:

Hoval TopGas (15LP/25LP)
Wand Gasheizkessel
mit Brennwert-Technik
und modulierender
Betriebsweise

Bin über weitere Meinungen und Anregungen dankbar.
Viele Grüsse
Fritz

Verfasser:
Harry
Zeit: 25.10.2004 13:53:46
0
102070
...stimmt schon, eine Gasbrennwerttherme kann modulieren. Bei 23kw Leistung wäre mein persönlicher Favorit dann (wieder mal ;-) eine Elco-Kloeckner Thision mit 5-25kw Leistung. Diese besitzt auch serienmäßig eine RaumBedieneinheit mit Raumfühler, das dürfte für deine Zwecke obligatorisch sein.

ALLERDINGS: Der Brennstoff Flüssiggas ist (pro kw) immer noch teurer als Heizöl. Informiere dich zuerst, zB www.Energieverbraucher.de!

Ölkessel gibt es auch schon mit zweistufigen Brennern, zB die Öltherme von Scheer-Heiztechnik.de, den ProCondens.de oder den Buderus GB135.
Zusammen mit einem Mischer sollten auch diese die niedrige Frostschutz Vorlauftemperatur mit akzeptabler Wirtschaftlichkeit erzeugen können.

Ist allerdings überwiegend NUR Frostschutz verlangt würde ich wohl auch zur (Flüssig)Gaslösung tendieren. Dann schön groß dimensionierte Heizflächen für angenehme Strahlungswärme und niedrige Rücklauftemperaturen anstreben...

Harry

Verfasser:
fritz
Zeit: 25.10.2004 14:50:19
0
102071
Hallo,
darf ich die flüssiggasanlage selber in betrieb nehmen oder muss das ein autorisierter Betrieb machen? die thision liest sich ganz gut. wo steht denn so ein flüssiggastank idealerweise und wie verhält sich das mit wartung und prüfung/zulassung? Muss der zum/vom TÜV oder Ähnlichem geprüft werden?
Danke
Fritz

Verfasser:
Jürgen R.
Zeit: 25.10.2004 22:46:01
0
102072
Hallo Fritz.
Natürlich muß eine Heizung vom Fachmann eingebaut werden.
Geprüft muß ein Tank auch vom Tüv werden.
Schau mal hier:

http://www.alpha-innotec.de/waermepumpe.htm?deutsch/neue_produkte_flyer.htm.

Preise sind etwa vergleichbar mit einer Gas oder Ölheizung.
Die Kosten für Tanks entfallen aber, sowie die Schornsteinfeger gebühren.
Am besten wäre wohl, wenn sich ein Fachbetrieb die örtlichen Gegebenheiten einmal anschaut, und mehrere alternative Angebote erstellt.

Verfasser:
Ralf Spleet
Zeit: 26.10.2004 08:03:48
0
102073
@Fritz

Auf einem Flugplatz herschen besondere Bedingungen. Ich bin Segelflieger und kenne die Probleme. Von einer Wärmepumpe möchte ich dringend abraten. Wir nutzen einen Gaskessel mit Flüssiggas. Abgesehen von dem Preis ist das eine saubere Lösung. Ein normaler NT-Kessel ist nicht sehr Wartungsintensiv und relativ einfach im Aufbau. Mit dem Preis für Flüssiggas steigt und fällt das ganze, d.h. nur wenn ihr einen günstigen Lieferanten findet würde ich Flüssiggas einsetzen.
Die erste Alternative ist Heizöl.

Schreib mir eine eMail - www.hls-planung.de
Unsere Vereinsseite www.sfv-hoya.de
oder einfach anrufen 04231-930301

Ralf Spleet
Dipl.Ing.
www.hls.planung.de

Verfasser:
Steffen
Zeit: 26.10.2004 10:16:17
0
102074
Hallo Fritz,

als begeisterter WP-Fan würde ich auch zuerst auf Luft-Luft WP reflektieren.

Bei Lesen der Anforderung würde ich aber jetzt konsequent minimieren und mobile elektrische Heizwände aufstellen und nutzen.

Die sorgen für flexible Temperierung, regeln schnell, brauchen kein Öl oder Gas oder andere Feuermittel, brauchen keinen Schorni etc.

Die Kosten werden bei "frostfrei" und den dadurch erzielten Einsparungen sehr übersichtlich bleiben, wenn Fete oder Heizbetrieb notwendig dann Heizflächen zusammenholen, auf Stufe 3 stellen und schon freut sich die Meute.

Eigentlich bin ich Widerstandsheizungsgegener, aber in diesem Falle wohl die einfachste und kosteneffektivste (Aufwand/Invest/Nutzen) Variante. Einfach mal den Stift ansetzen und durchrechnen. Die eingesparten 5.000 Euronen reichen schon mal für 2-3 Jahre, außerdem haben die EVU da oft besondere Tarife.

Steffen

Verfasser:
fritz
Zeit: 26.10.2004 11:44:39
0
102075
hallo steffen,
was kosten solche wände denn, wo gibts sowas?
Mfg
Fritz

Verfasser:
Steffen
Zeit: 27.10.2004 12:09:37
0
103960
Hallo Fritz,

im Internet gibt es wer-liefert-was. www.wlw.de
dort werden Sie geholfen ;-)
Außerdem Suchmaschinen ....

Wenn Eure Flugplatztruppe gern Eigenleistet und Werkstatt eine Mindestausstattung mit Seitenschneider und Schraubendreher hat würde ich selberbauen.

Vorteil, die Teile können entsprechend eigenen Wünschen und Vorstellungen in Größe, Leistung und Aussehen gestaltet werden.

Leistungsdaten etwa 150-200 W/m² und Kosten von ca. 200 Euro je m²-Heizfläche (all-inklusive (Steuerung)) würde ich so mal anschätzen.
Alles mit TÜV und Garantie versteht sich.

"Bauplan" würde ich gern per eMail diskutieren, einfach mal an prkret@aol.com ne eMail schicken.

Steffen

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