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KFR- oder Schrägsitzventil
Verfasser:
Oli G.
Zeit: 09.03.2010 19:14:46
0
1330893
Hallo @ll,

kürzlich wurde von den Stadtwerken die Wasseruhr getauscht.
Das Ventil nach unserer Wasseruhr leckt nun seit einigen Tagen an der Stelle wo die Spindel rausgeht. Nachziehen der "oberen Mutter" brachte leider keinen Erfolg. Habs mit einem O-Ring probiert - auch nicht zufriedenstellend.
Habe gesehen, dass hier nur das Oberteil getauscht werden kann. Wäre wahrscheinlich um einiges kostengünstiger als das komplette Ventil tauschen zu lassen.
Das Oberteil habe ich zur Bestimmung erstmal rausgeschraubt...war sauschwer und nur unter Zuhilfenahme eines Heißluftföns (500 Grad) und letztendlich mit Hammer und Meißel zu bewerkstelligen.

Handelt es sich bei dem Ventil um ein KFR-Ventil oder ein "einfaches Schrägsitzventil"?
Gibts bei den Ersatz-Oberteilen qualitative Unterschiede?







Danke Euch im voraus!

Beste Grüße
Oli

Verfasser:
Neumann
Zeit: 09.03.2010 20:01:09
0
1330934
die Innenteile zeugen davon, das es ein KFR Ventil ist. Aber da fehlt eigentlich noch eine Feder.
Qualitätsunterschiede gibt es ohne Ende. Relativ gut ist die Kemper Weser Reihe.

Verfasser:
FloHO
Zeit: 09.03.2010 20:02:09
0
1330936
Das ist ein normales Schrägsitzventil.
An dieser Stelle sollte aber normalerweise ein KFR sitzen.
Bau den ganzen Pfusch mit den verzinkten Reduzierungen aus und mach es richtig.

Verfasser:
tbmaennchen
Zeit: 09.03.2010 20:12:31
0
1330947
also dem "S" logo auf dem amaturenkörper nach war es mal ein seppelfricke KFR- ventil-> feder fehlt....an die stelle gehört auch eines..ein schrägsitz(nicht zugelassen in deutschland) oder ein zugelassenes freiflußventil(zugelassen und täuschend ähnlich von aussen), hätte ein feste spindel!

die eisen red-stücke sind auch nicht gerade der hit! entweder alles kupfer,bzw rotguß/messing oder alles eisen, denn sonst gibt es galvanische ströme und das eisen löst sich irgendwann auf.....


gruß torsten

Verfasser:
Oli G.
Zeit: 09.03.2010 20:21:48
0
1330954
Hallo,

danke Euch für die zahlreichen Antworten.
Da es offensichtlich keinen großen Sinn macht, nur das Oberteil zu tauschen...das würde ich ohne Problem hinkriegen, werde ich den Pfusch des HB aus den 80er durch einen HB aus 2010 korrigieren lassen ;-)

Mit welchen Kosten darf ich Eurer Meinung nach rechnen?

Beste Grüße
Oli

Verfasser:
DaVol
Zeit: 09.03.2010 20:57:45
0
1330974
ganz grob gesagt solltest du da mit nem hunni von ab sein

DN32 sollte ja wohl auch reichen und länger als ne stunde wird da auch keiner brauchen

Verfasser:
Uwe.
Zeit: 09.03.2010 21:18:09
0
1330994
Vielleicht ist da ja regional unterschiedlich aber bei uns gehört das Ventil zur Wasserzählereinheit und gehört dem Versorger.

Verfasser:
Oli G.
Zeit: 09.03.2010 21:46:41
0
1331020
Hallo Uwe,

ich ging davon aus, dass die Wasseruhr und alles was im Foto rechts davon liegt Angelegenheit des Wasserversorgers ist.



Beste Grüße
Oli

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 09.03.2010 21:54:06
0
1331024
Wenns eh neu werden soll, könnte man es auch richtig machen.

Ein KFR-Ventil ist nicht mehr Stand der Technik und entspricht auch nicht den Vorgaben der DIN EN 1717.

Hier mal rein sehen (insbesondere Seite 2).

Gruss
Frank F.

Verfasser:
Gebo-T
Zeit: 09.03.2010 22:03:32
0
1331036
Zitat von FloHO Beitrag anzeigen
Das ist ein normales Schrägsitzventil.
An dieser Stelle sollte aber normalerweise ein KFR sitzen.
Bau den ganzen Pfusch mit den verzinkten Reduzierungen aus und mach es richtig.




Nabend,

wo?????

Ich sehe keines.....


Lg Gebo

Verfasser:
tbmaennchen
Zeit: 09.03.2010 23:55:07
0
1331084
@RoBIM,

oh guter hinweis!! wußte ich noch garnicht das sich die kfr-ventile erledigt haben in dieser form!! hab das mal eben gecheckt und tatsächlich die haben die norm geändert!!..dann werde ich das mal morgen bei uns in der firma breittreten müßen...

Verfasser:
ClausBre
Zeit: 17.03.2010 19:29:14
0
1335504
Also nur mal zum Klarstellen. dies auf dem Bild gesehene "Teil" ist ein KFR Ventil deutlich zu erkennen an der Prüföffnung auf der Unterseite und ein KFR Ventil entspricht weiterhin dem aktuellen Stand der Technik.

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 18.03.2010 08:29:35
0
1335681
...Also nur mal zum Klarstellen. dies auf dem Bild gesehene "Teil" ist ein KFR Ventil deutlich zu erkennen an der Prüföffnung auf der Unterseite...

und ein KFR Ventil entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik.

siehe RoBIMs Hinweis.

Mal die Unterschiede zwischen Rückschlagventil und Rückflußverhinderer verinnerlichen.


Gruß Ratzeful

Verfasser:
OldBo
Zeit: 18.03.2010 09:15:12
0
1335694
Moin Ratzeful,

ist nicht eine Vermischung der beiden gültigen Normen (DIN 1988 und DIN EN 1717) unzulässig? Oder habe ich einen Termin verpennt? Und wie sieht das mit der DIN EN 806 "Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen" aus? Es wird immer unübersichtlicher. Wie soll da der Betreiber seinen Pflichten nachkommen können.

Gruß

Bruno

Verfasser:
JoRy
Zeit: 18.03.2010 09:27:33
0
1335696
Moin Bruno,

gebau da sehe ich auch das Chaos.
Insbesondere wenn Altanlagen vom Versorger nicht nach Norm
"verschlimmbessert" werden wie ich das gerade diese Woche wieder hatte.

Die St Redus würden mir aber, ob Rückflussverh oder Rückschlag --, am
meisten stinken.
Denn damit hatten wir vor ca. 2 Jahren einen Wasserschaden, weil
eine Redu so wegkorrodiert war, dass noch nicht mal der Rest vom Gewinde rausging.

Außerdem hasse ich diese Endlos-Spindeln.
Ist Gift für meine Handwurzel-Atrose.

Gruß JoRy

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 18.03.2010 09:27:36
0
1335697
OT
Guten Morgen OldBo,

ist nicht eine Vermischung der beiden gültigen Normen (DIN 1988 und DIN EN 1717) unzulässig?
- stimmt. Sekt oder Selters

Und wie sieht das mit der DIN EN 806 "Technische Regeln für Trinkwasserinstallationen" aus? Es wird immer unübersichtlicher.
- stimmt auch ;-)
ich halte mich an das bewährte Mischmasch aus 1717/1988 und gucke dann ab und an in die 806 :-/

Ansonsten fand ich diesen Beitrag hilfreich als Übersicht:
FH Steinfurt: Symposium 2007 - Struktur der neuen TRWI DIN EN 806, DIN EN 1717, DIN 1988

Wie soll da der Betreiber seinen Pflichten nachkommen können.
- och, der braucht doch nur Deine Seiten zu lesen ;-)


Gruß Ratzeful

Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 18.03.2010 10:19:36
0
1335720
Hallo,
gehen wir doch mal auf diesen Fall ein.
Es handelt sich um eine Altanlage, bei der nach dem Wasserzähler eine Armaturenkombinatuon eingebaut ist. Bestehend aus einem Absperrventil mit Rückschlagventil, umgangssprachlich VAR- Ventil oder KFR- Ventil.
Beim Defekt dieses Ventil kann das Oberteil ausgewechselt werden oder das ganze Ventil. Selbstveständlich durch den Fachmann. Und immer ausgehend von der Annahme, daß die Anlage nach DIN 1988 T4 erstellt wurde. Das Zauberwort heißt Bestandsschutz.

Übrigens vermisse ich eine Filter in der Anlage und die verz. Red-Stücke gehören auch raus.

Beim Anschluß einer Neuanlage kann die EN1717 zum Zuge kommen und der Wasserversorger kann die Absicherung nach EN 1717 (siehe verlinkung von robim) gefordert sein.In vielen Fällen liefert der Wasserversorger (oder ein durch in beauftragtes Unternehmen) die Versorgungsleitung und die Zähleranlage (Eingangsventil, Zähler, Ausgangsventil mit den in dem Versorgungsbereich erforderlichen Sicherungsarmaturen) oder überwacht zumindest diesen Bereich. Den Anschluß der Hausinstalation darf eh nur ein konzessionierter Betrieb vornehmen. Warum? Der sollte die allgemeinen und örtlichen Vorschriften wissen.

Und ich habe nie gesagt, daß es leicht ist. ;-)

mfG Michael

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 18.03.2010 10:34:55
0
1335734
Zitat von Michael Springl Beitrag anzeigen
...
Beim Defekt dieses Ventil kann das Oberteil ausgewechselt werden oder das ganze Ventil. Selbstveständlich durch den Fachmann. Und immer ausgehend von der Annahme, daß die Anlage nach DIN 1988 T4 erstellt wurde. Das Zauberwort heißt Bestandsschutz...

-nö, hinsichtlich Trinkwasser-Hygiene gibt es ausdrücklich keinen Bestandsschutz. Sobald ein Fachmann diese Leitung oder gar die Armatur anfaßt muß er nach den aktuellen a.a.R.d.T agieren.
Also Rückflußverhinderer statt Rückschlagventil (egal ob solo oder als KFR)


Gruß Ratzeful

Verfasser:
OldBo
Zeit: 18.03.2010 13:44:18
0
1335836
Zitat von Ratzeful Beitrag anzeigen
-nö, hinsichtlich Trinkwasser-Hygiene gibt es ausdrücklich keinen Bestandsschutz. Sobald ein Fachmann diese Leitung oder gar die Armatur anfaßt muß er nach den aktuellen a.a.R.d.T agieren.
Also Rückflußverhinderer statt Rückschlagventil (egal ob solo oder als KFR)


Moin Ratzeful,

und hier beginnt die Schizophrenie. Jeder Selbstbastler fragt nicht nach solchen Vorgaben. Aber dem Fachbetrieb wird ein Bein gestellt, wenn er die aRdT nicht beachtet. Auch bekommt er sicherlich den Auftrag nicht, weil der Austausch teurer ist. Ja, er wird hier sogar noch ausgelacht, wenn er auf diese Dinge hinweist. Wo sind denn die Versorger, die sich um solche Sachen kümmern müssten :>((

Wir sind schon lange jenseits des Wahnsinns. Wir bewegen uns im Land der Bekloppten.

Gruß

Bruno

Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 18.03.2010 14:53:04
0
1335880
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von Ratzeful Beitrag anzeigen
-nö, hinsichtlich Trinkwasser-Hygiene gibt es ausdrücklich keinen Bestandsschutz. Sobald ein Fachmann diese Leitung oder gar die Armatur anfaßt muß er nach den aktuellen a.a.R.d.T agieren.
Also Rückflußverhinderer statt Rückschlagventil (egal ob solo oder als KFR)


Moin Ratzeful,

und hier beginnt die Schizophrenie. Jeder Selbstbastler fragt nicht nach solchen Vorgaben. Aber dem Fachbetrieb wird ein Bein gestellt, wenn er die aRdT nicht beachtet. Auch bekommt er sicherlich den Auftrag nicht, weil der Austausch teurer ist. Ja, er wird hier sogar noch ausgelacht, wenn er auf diese Dinge hinweist. Wo sind denn die Versorger, die sich um solche Sachen kümmern müssten :>((

Wir sind schon lange jenseits des Wahnsinns. Wir bewegen uns im Land der Bekloppten.

Gruß

Bruno


Hallo Old Bo,
ich glaube, in dem Fall handelt es sich bei der Forderung nach einem Rückflußverhinderer noch nicht um eine AaRdT (Allgemein anerkannte Regel der Technik) , sondern vorerst "nur" um eine Forderung der EN 1717, die für Neuanlagen anwendbar, aber den alten Fall nicht gilt. (Die Anlage wurde hoffentlich irgendwann nach der DIN 1988 errichtet, ob die Anlage jedoch der DIN 1988 Teil 4 Stand 12/1987 entspricht weis keiner.)

Es bestand in der alten DIN 1988 eine Nachrüstpflicht für die KFR- Ventile, jedoch nicht in der EN1717 für die Rückschlagventileventile.

In dem Fall ein neues Oberteil oder (besser) ein neues Ventil mit neuen Rotguss- Red- Stücken reicht vollkommen aus. Bitte durch den Fachmann.

mfG Michael

Verfasser:
Michael Springl
Zeit: 18.03.2010 15:00:15
0
1335886
Hallo nochmal.
Übrigens hat die Anlage vom Oli G. warscheinlich noch mehr Probleme, wenn ich mir die Fotos der Oberteile anschaue.
Die braunen Ablagerung auf der Ventildichtung und kein Filter sichtbar. Als die gepresste Leitung kam, wusste man aber über die Problematik schon in Fachkreisen.

Verfasser:
muellerdeutschland1
Zeit: 10.04.2013 09:03:52
0
1900480
Hallo RoBIM, habe heute erst deinen Beitrag gelesen. Die Ventile auf Seite 4 des Merkblatts Stadtwerke Bochum sind QUICKTURN Kolbenventile, hier brauchst du gar keine Oberteile mehr wechseln, die sind nämlich wartungsfrei, da können die Oberteile von Kemper noch so gut sein, aber wer heute noch Oberteile wechselt, der hat wohl seine Mission als Installateur verfehlt.

Gruß muellerdeutschland1
Wenns eh neu werden soll, könnte man es auch richtig machen.

Ein KFR-Ventil ist nicht mehr Stand der Technik und entspricht auch nicht den Vorgaben der DIN EN[...][/quote]
Linkbezeichnung

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 10.04.2013 09:18:34
0
1900491
das Problem sollte sich nach 4 Jahren schon erledigt haben...

Verfasser:
Dietma
Zeit: 10.04.2013 18:28:53
0
1900862
Der Grundkörper stammt von einem KFR-Ventil und das Oberteil hat kein federbelastetes Ventil, wurde also nachträglich eingebaut. So gesehen also Pfusch...

Grüzi

Verfasser:
Michus67
Zeit: 10.04.2013 19:29:24
0
1900900
Zitat von Ratzeful Beitrag anzeigen
Zitat von Michael Springl Beitrag anzeigen
[...]

-nö, hinsichtlich Trinkwasser-Hygiene gibt es ausdrücklich keinen Bestandsschutz. Sobald ein Fachmann diese Leitung oder gar die Armatur anfaßt muß er nach den aktuellen a.a.R.d.T agieren.
Also Rückflußverhinderer statt Rückschlagventil (egal ob solo oder als[...]

Und denn kommste an ne Anlage ohne filter,mischinstallation vergammelten ventilen und haste nicht gesehen.
Wenn ich da dem Eigentümer noch ne Standpauke halte kann ich die tür gleich von draußen zumachen.
Also wird ganz behutsam von vorn angefangen.Mit Wasserfilter, KFR-Ventil,der Rest im nächsten Jahr.
Und Leitungsschäden sind nicht aufgehoben,nur aufgeschoben.
"Was lange hält bringt kein Geld"

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KFR- oder Schrägsitzventil
Verfasser:
Michus67
Zeit: 10.04.2013 19:29:24
0
1900900
Zitat:
...
Zitat:
...
[...]
-nö, hinsichtlich Trinkwasser-Hygiene gibt es ausdrücklich keinen Bestandsschutz. Sobald ein Fachmann diese Leitung oder gar die Armatur anfaßt muß er nach den aktuellen a.a.R.d.T agieren.
Also Rückflußverhinderer statt Rückschlagventil (egal ob solo oder als[...]
Und denn kommste an ne Anlage ohne filter,mischinstallation vergammelten ventilen und haste nicht gesehen.
Wenn ich da dem Eigentümer noch ne Standpauke halte kann ich die tür gleich von draußen zumachen.
Also wird ganz behutsam von vorn angefangen.Mit Wasserfilter, KFR-Ventil,der Rest im nächsten Jahr.
Und Leitungsschäden sind nicht aufgehoben,nur aufgeschoben.
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