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Duschwasser-Wärmerückgewinnung: Potenzial, Technik, Marktübersicht, Preise
Verfasser:
OldBo
Zeit: 02.08.2010 16:55:05
0
1392773
Naja, wenn Produkte das DVGW-Zeichen besitzen, dann kann der Kunde und der Fachmann davon ausgehen, dass sie auf bestehenden europäischen und nationalen Regelwerken basieren.

Gruß

Bruno Bosy

Verfasser:
Grimm
Zeit: 02.08.2010 16:20:16
0
1392758
Dann gibt es noch die Firma Fercher aus Österreich:

Aus deren Homepage:
"TYP AWT 911 "Smart Shower" (ab 100 Euro inkl. Ust) für den kostengüstigen Einsatz als beispielsweise Duschwärmetauscher im privaten Haushalt im Badezimmer. (Siehe unter "Downloads")"

Ob das in D erlaubt ist weiß ich nicht die sprechen aber Deutsch und man kann die direkt danach befragen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 02.08.2010 16:03:00
0
1392752
Moin Frank,

auf der einen Seite "bewundere" ich Deinen Einsatz für eine Sache. Auf der anderen Seite sehe ich es für eine unnütze Vergeudung von "Energie". Schon auf Grund der geringen Temperaturdifferenz und der geringen Übergabefläche in Verbindung mit der Fließgeschwindigkeit des kalten Wassers ist der Aufwand in meinen Augen spinnerter Kram. Der nächste kommt auf die Idee, Rohre um irgendetwas Warmes zu wickeln, z. B. Pufferspeicher, Kessel :>))

Das, was Du hier beschreibst habe ich schon seit einiger Zeit auf meiner Abwasserseite > http://www.hei-tech.nl/deutsch.htm

Und andere Systeme, die evtl. etwas mehr bringen auch >

http://www.gstt.de/doks/pdf/PR_TECM_%2009.06.pdf

http://www.so.ch/fileadmin/internet/bjd/bumaa/pdf/wasser/gwa_070601_abwasser.pdf

WRG - Grauwasser

http://www.kasag.ch/uploads/Master/Kanalwaermetauscher_1108.pdf

Gruß

Bruno

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 14:46:47
0
1392738
Hallo Ralf,

das ist der Fall. Duschwasser fällt zeitgleich mit dem Dusch-Abwasser an. Deshalb wird hier ja nur Duschwasser eingeleitet. Bei Badewanne, Waschmaschine und Geschirrspülmaschine macht es wegen des zeitlich verschobenen Abwasserablaufs keinen Sinn.

Grüße
Frank

Verfasser:
R.B.
Zeit: 02.08.2010 14:29:56
0
1392736
Frank,
die Betrachtung des Wirkungsgrads setzt doch voraus, dass während Duschwasser für die Wärmerückgewinnung zur Verfügung steht, auch auf der TW Seite Wasser gezapft wird. Ansonsten werden die paar Milliliter im Wärmetauscher zwar auf Temperatur gebracht, aber die ist ja ruckzuck erreicht, und dann geht der Rest trotzdem ungenutzt weiter in Richtung Kanalisation.
d.h. in der Praxis werden die Daten wohl kaum erreicht, zumindest so lange man die rückgewonnene Energie nirgendwo zwischenspeichert.

Zur Normung, DVGW usw., das ist ein schwieriges Thema. Die DVGW Empfehlungen wurden ja in die nationale Umsetzung einiger ENs übernommen. Die Richtlinien wurden ja sowieso übernommen.

d.h. wenn ein Produkt konform mit der o.g. Richtlinie ist, dann kann kein Versorger den Joker "Gefahr für Gesundheit und Umwelt" ziehen.

Aber wie gesagt, Bauprodukterichtlinie, EAS, das ist alles ziemlich konfus.

Gruß
Ralf

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 14:07:54
0
1392733
Hallo,

na da kommt doch mal konstruktive Kritik.

Bin natürlich auch nicht völlig blauäugig und übernehme einfach irgendwelche Herstellerangaben. Denke ich habe recherchiert, so gut es google und mein niederländisches Sprachverständnis erlauben. Habe das aber nicht alles hier eingestellt, der Faden war euch so schon zu lang...

Der Verlust zwischen Duschkopf und Siphon war bei mir nie so hoch. Habe das jetzt wochenlang fast täglich gemessen. Wir hatten ja vor 3 Wochen mal schwülwarmes Wetter mit RT 26° und mehr. Da hatte ich bei 35-38° Duschtemperatur nur 2-3° Verlust. Immer nach einer gewissen Einlaufzeit. Habe nie mehr als 6° gemessen, bei 43° Duschtemperatur und RT 20°. Das mag aber von Haus zu Haus verschieden sein. Sehr wichtig ist das Vorhandensein einer Duschkabine, in offenen Duschen ist der Verlust höher.
Deine Berechnung ist ausgesprochen pessimistisch. Trotzdem bleibt noch eine ordentliche Einsparung übrig.

Bei mir dauert es gut 30 Sekunden, bis warmes Wasser kommt. Dann dauert es weniger als 30 Sekunden, bis die Temperatur im Siphon über 30° steigt.

Habe hier einen Link, wo man den Temperaturverlauf bei einer konkreten Messung sehen kann:
Temperaturverlauf Duschwasser, Siphon, vorgewärmtes Wasser, Kaltwasser

Das Diagramm ist auf Seite 3.
Hier wird sehr warm geduscht mit gut 42°. Der Temperaturverlust ist hoch, noch etwa 8° im eingeschwungenen Zustand.
Sehr interessant die Temperaturverläufe. Man sieht hier sehr schön, daß das Duschrohr praktisch ab der ersten Sekunde Energie spart. Das Kaltwasser fällt in wenigen Sekunden auf 15° bei einem Start bei 21-20°, was RT entsprechen dürfte. Das vorgewärmte Wasser aus dem Duschrohr geht nie unter 20° und überschreitet nach 2 Minuten 25°.

Der Wirkungsgrad des hier getesteten Rohr ist nicht besonders hoch. Scheint auch ein älteres Modell zu sein.

Zu den gefundenen Wirkungsgraden habe ich schon geschrieben, daß die Angaben verwirrend sind. Teiweise sind die Ergebnisse vom Anfang des letzten Jahrzehnts.
Die Widersprüche sind auch in Holland schon aufgefallen. Wurden z.B. in einem Forum diskutiert. Link
Da hat jemand konkret bei Bries nachgefragt und herausgefunden, daß Gastec mit einer Einströmtemperatur von 40° misst ( bei 40° Duschtemperatur ), Gasunie dagegen mit 36,1°. Gibt noch andere Zertifizierer ( z.B. KIWA ), die wiederum ihre eigenen Versuchsaufbauten verwendet haben.

Es gibt jetzt ganz neu in den Niederlanden eine einheitliche Norm zur Messung von Geräten zur Rücjgewinnung von Duschwasserwärme ( NEN 5128 A:2009 vom 21.5.2009 ). Damit werden ab sofort alle Geräte gemessen.
Die genaue Ausführungsvorschrift ist mir nicht bekannt. Denke es wird da Vorschrifen zu Volumenströmen, Meßdauer und auch zu den Temperaturen an Duschkopf und Einlauf geben. Die neueren Ergebnisse werden dann vergleichbar sein.

Man scheint hier mit einer festen Einlauftemperatur in das Gerät zu rechnen. Das macht auch Sinn, weil der Verlust zwischen Duschkopf und Siphon von zu vielen Faktoren abhängt und entsprechend unterschiedlich ausfällt.
Kann man sich z.B. aus den Ergebnissen des Dusch-Booster berechnen. Da wird für eine Zapfmenge von 6,7 l/min, 40° Angebot und 10° Kaltwasser ein Wirkungsgrad von 74% und 10,4 kW Rückgewinnung angegeben. Aus den Daten geht eindeutig hervor, daß sich der Wirkungsgrad auf das Energieangebot zwischen Einlauf Duschrohr und Kaltwasser bezieht, also ohne Verluste in der Duschkabine.
Daraus kann man auch abschätzen, wie hoch das Gerät vorwärmt. Wenn wie bei mir das Duschwasser mit 36° in den Siphon läuft dann geht die Vorwärmung auf 29,24°. Wenn wie bei dir der Ablauf nur 30° hat dann sind es nur 24,8°, jeweils bei 10° Kaltwasser.

Eine Abwasserleitung von Dusche bis Rohr verliert übrigens nicht viel, man berichtet von 1% pro Meter Leitung.
Die Duschwanne macht muß nicht gedammt werden. Die hat nicht so viel Masse, der aufgezeichnete Temperaturverlauf enthält ja diese Verluste.

Ja, ein Thermostat macht unbedingt Sinn. Ist in dem Haus, wo ich das Gerät einbaue, geplant. Man muß sonst in den ersten 2 Minuten mehrfach nachjustieren.

Was denkst du denn? Natürlich werde ich Thermometer und wahrscheinlich auch einen WMZ einbauen in meine Installation. Selbstverständlich werde ich Messungen machen und darüber berichten. Wird aber noch fast ein Jahr dauern, bis es soweit ist.

Grüße
Frank

Verfasser:
Grimm
Zeit: 02.08.2010 13:08:32
0
1392715
Es wurde hier mal was gefragt warum ein niederländische Bauteil was der EN1717 enspricht nicht in Deutschland einbaubar wäre.
Ich konnte das auch nicht ergründen.

Ich habe herausgefunden:

Aus der Verordnung für die Wasserlieferung (AVBWasserV) steht da in $12 Kundenanlagen:
(4) Es dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die entsprechend den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sind. Das Zeichen einer anerkannten Prüfstelle (zum Beispiel DIN-DVGW, DVGW- oder GS-Zeichen) bekundet, daß diese Voraussetzungen erfüllt sind.

Daraus kann man doch keine DVGW-Notwendikeit ableiten. Reicht es nicht wenn der Hersteller per GS-Zeichen bekundet die geltenden Normen einzuhalten. In Deutschland ist es erlaubt entweder nach EN1717 oder nach der veralteten Norm Din 1988-4 Trinkwasseranlagen zu planen.

Wie kann man denn die DVGW-Notwendigkeit in Deutschland juristisch herleiten?

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 02.08.2010 11:52:30
0
1392688
Hallo fdl1409,

erst jetzt wahrgenommen:
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Zum Temperaturverlust zwischen Duschkopf und Rohr gibt es diverse Angaben und eigene Messungen. Der Temperaturverlust ist von vielen Faktoren abhängig, neben Wassertemperatur und Raumtemperatur auch von der Luftfeuchtigkeit, Intensität des Duschstrahls, Duschkabinengeometrie usw.
Im Extremfall kann der Verlust 10° betragen, bei offener Dusche ohne Kabine ( Turnhalle o.ä. ) auf Betonboden.
Habe selbst viele Messungen gemacht mit einem PT1000 Labor-Eintauchthermometer direkt im Siphon. Der Verlust lag bei mir zwischen 2° ( bei 35° Duschtemperatur, 26° Raumtemperatur ) und 6° ( bei 43° Duschtemperatur, 20° RT ), im Mittel 4°.
Bei 38° Duschtemperatur, 34° im Siphon kann man mit einem Dusch-Booster das Frischwasser von z.B. 10° auf ca 28° vorwärmen, was einer Rückgewinnung von 64% der Gesamtenergie entspricht...

hm, 34°C am Syphon?
Also meine Messungen ergaben da nur ca. 30°C.

Naja, ich stand halt darunter (>38°C) und duschte 2-3 Minuten...

Gruß Ratzeful

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 02.08.2010 10:43:02
0
1392667
Guten Tag OldBo,

ich bin ja eher der Technikfreak der auch mal Neuigkeiten aus Spieltrieb verbaut und hinterher mühsamst eine Sinnhaftigkeit/Wirtschaftlichkeit "nachzuweisen" versucht ;-)

Aber es sind leider zu viele geschönte Randbedingungen im vorgestellten System die mich skeptisch und dann auch ausgesprochen kritisch reagieren lassen. Bei sowas gehe ich dann eher von Marketing und versuchter Umsatzssteigerung aus.

Also ist fdl1409 am Zug:
- mit handfesten Belegen für seine Euphorie.

Wenn es glückt um so besser.

Tja und die langen Texte statt eines Links bemängelst Du nicht als einziger.
Wobei ich meine Erwiderungen davon ausgenommen sehen möchte ;-)


Gruß Ratzeful

Verfasser:
OldBo
Zeit: 02.08.2010 10:19:42
0
1392659
Moin Ratzeful,

ich bin ja auch nicht gegen Neuigkeiten. Egal, ob sie sinnvoll sind oder nicht. Ich habe auch genug davon auf meine Seiten übernommen. Und ob sich jemand sonn Gedöns einbauen will, muss er selber entscheiden. Gepfuscht wird sowieso schon genug und es werden auch nur einige Freaks sein. Ich könnte sonn Rohr sowieso nicht einbauen, weil mein Haus nur ebenerdig ist :>))

Außerdem finde ich diese gestückelten langen Texte eine Zumutung. Was nicht gegen das Bemühen vom Frank sprechen soll, aber eine PDF wäre sinnvoller.

Gruß

Bruno

Verfasser:
Busokunde
Zeit: 02.08.2010 10:18:22
0
1392657
Wenn es was für PH und Niedrigenergiesein sollte, wäre es doch effektiver statt WW in den Heizungsrücklauf der FBH.

Ich sehe eigentlich die Nachteile im Intervallbetrieb der Dusche.

Bis die ersten Liter durch den Abfluß sind, ist der Wasserstrom gleich Null und bei der geringen Wassermenge im Duschrohr, läuft der Rest doch ungenutzt in den Kanal.

Für die Heizung ist der Querschnitt zu klein und der Druckverlust wieder zu hoch.

Für die Heizung könnte es aber Rohr in Rohr sein statt Spirale.

Dabei könnte noch die Badewanne mit angeschlossen werden.

Im EFH denke ich wird eher mehr gebadet, wie täglich geduscht, oder?

In vielen MFH ist ja eine Badewanne mit Duschfunktion und seltener separate Dusche +Badewanne.

Wolle

..aber ganz abwegig finde ich die Idee nicht, nur noch zu teuer

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 02.08.2010 09:49:32
0
1392651
Hallo fdl1409,

Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Nimm mal einen Haushalt mit 4 Personen und dem durchschnittlichen Verbrauch von 40 Litern Duschwasser mit 38° pro Person. Das sind 1.900 kWh Wärme. In einem üblichen Neubau mit 10.000 kWh für Heizung und Warmwasser ist das ein ganz dicker Brocken im Energiekuchen. Wenn ich davon 60% sparen kann mit nur 500 Euro. Und es gibt Haushalte mit sehr viel höherem Verbrauch, Stichwort Teenager...

Also, nehmen wir die (40 l/t/Pers x 4 Pers x (38-10)°C x 1,163 Wh/kg/K x 365 t/a) = 1.900 kWh/a.
- Das Duschwasser (40 x 4 x 365 =) 58.400 Liter hat beim Austritt aus dem Brausekopf 38°C, also die o.e. 1.900 kWh
- Beim Austritt aus dem Syphon der Duschtasse sind es nur noch 30°C.
Verbleiben also noch 1.900 kWh/a / 28 K x 20 K = 1.360 kWh
- Nach Durchlaufen der Rohrstrecke bis zum WT sind es unter 30°C.
Optimistisch geschätzt sind es bestenfalls 1.200 kWh/a
Davon angeblich zurückgewinnbar 60%! => 720 kWh/a
Bei einem Jahresbedarf von 10.000 kWh/a kein so dicker Brocken.

Aber Kleinvieh macht auch Mist. Und die 40 Liter können durchaus auch 50-60 Liter sein.

Nur,

wie sind die Randbedingungen bei der 60% WRG - Aussage?
Auszug aus dem Werbeblatt der Fa. Heitec:
KIWA/Gastec Certification B.V. eine Firma, die befugt ist, Zertifikate nach Messungen auszuhändigen, hat ein Wirkungsgrad von 61% bei 7,5 Liter/min gemessen
Das würde mich sehr interessieren, wo kann man das einsehen?

Wird da z.B. Halbe-Halbe gespielt?
Also Beispielsweise:
Die ersten 20 (...40) Liter mit 38°C rauschen in ca. 2,5 (...5,3) Minuten durch. Also Duschtasse, Abwasserrohr, Wärmetauscher mit 30-grädigem Abwasser aufheizen.
Danach Einseifen: Somit Abkühlzeit fürs vorbeschriebene System 2...3 Minuten
Die letzten 20 (...40) Liter mit 38°C rauschen in ca. 2,5 (...5,3) Minuten durch. Also wieder ein diesmal etwas vorgewärmtes System aus Duschtasse, Abwasserrohr, Wärmetauscher mit 30-grädigem Abwasser aufheizen.

In dem o.e. Werbeblatt wird so getan, als ob der Wärmetauscher mit 40°C warmen Abwasser beaufschlagt würde. Denn nur dann kann eine Vorwärmung auf 29°C erfolgen.

Ich stelle für mich fest, daß an dem Recoh-Wärmetauscher in den seltensten Fällen mehr als 30°C ankommen können! Welche Vorwärmtemperatur ergibt sich dann? 20°C?
Wie schaut dann die Einsparbilanz aus?

Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Bin der festen Überzeugung, daß dies ein selbstverständliches Bauteil in deutschen Häusern sein wird. Weil es einfach Sinn macht...

Widerspruch, sinnvoll ist etwas nur dann, wenn hinten tatsächlich so viel rauskommt wie für eine prophezeite Amortisationsdauer benötigt wird.

Und wer mit offenen Karten spielt muß auch stets dazuschreiben:
- daß dieses System ausschließlich mit thermostatischen Brausearmaturen "sinnvoll" ist. Denn ansonsten ist man ständig am Nachregulieren der langsam steigenden "Kaltwasser"-Temperatur.
(Wobei ich thermostatische Bad- und Brausearmaturen grundsätzlich für sinnvoll halte.)
- daß man die Duschtasse und die Duschabwasserleitung wärmegedämmt ausführen sollte.

Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Zum Thema Zulassung in Deutschland möchte ich gerne wissen, ob jemand was genaues sagen kann. Hat mal jemand eine Zulassung beantragt? Warum sollten die Geräte hier nicht zulassungsfähig sein. Sie entsprechen der EN 1717, haben eine doppelte Trennung zwischen Abwasser und Trinkwasser...

Holla, entsprechen der EN 1717?
In welcher Beziehung soll das denn sein?

Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Ich jedenfalls habe ein Gerät gekauft und werde es einbauen, egal ob zugelassen oder nicht. Durch das Rohr läuft schließlich nur Duschwasser. Wie soll das bitte aus einem leeren Rohr ins Trinkwassernetz eindringen, das unter hohem Druck steht?...

Jou, denn bau aber bitte noch drei Thermometer und einen Wasserzähler ein:
1. Temperatur des TW-Kalt in den WT
2. Temperatur des Abwassers in den WT (nicht so zwingend aber nützlich)
3. Temperatur des vorgewärmten TW-Kalt aus dem WT
4. Wasserzähler TW-Kalt in den WT

Und dann laß mal jemanden Duschen und beobachte die Temperaturen und Verbräuche und berichte hier.
Am besten eine Duschserie mit schnell-gründlich-ausgiebig-Reihen.

Damit würdest Du eine wirkliche Entscheidungs- und Argumentationshilfe liefern und Kritiker wie mich überzeugen.


Gruß Ratzeful

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 09:39:51
0
1392645
Wieso aufgerollt? So ein Duschrohr ist starr und muß so senkrecht wie möglich aufgestellt werden. Die Dusche muß also eine Etage höher sein, sonst kann man ein Duschrohr nicht verwenden. Liegt die Dusche im untersten Geschoss dann geht nur eine Duschwanne oder demnächst Duschrinne.

Grüße
Frank

Verfasser:
Heiligs Blechle
Zeit: 02.08.2010 09:34:52
0
1392644
" PS: Außerdem sind die Systeme bei uns nicht zugelassen. "

Das ist ja wirklich überzeugend !

Gravierender ist die Länge von 2 m . Der Tauscher müsste also als Spirale aufgerollt werden oder schlangenförmig 3 mal die Richtung wechseln mit ca 3-5% Gefälle, wobei letzteres wohl einfacher herszustellen wäre.




H.B.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 09:27:14
0
1392641
Man könnte auch bei Bries bzw. DSS ein Rohr auf passende Länge konfektionieren lassen. DSS produziert die Dusch-Booster selbst, Frau van Egten erzählte, daß sie nach den Werksferien wieder mit der Produktion anfangen. Die brauchen doch nur das Wellrohr und das PVC-Hüllrohr einzukürzen auf passende Länge. Ist für die eine Mehrarbeit von ein paar Minuten. Wird sicher nicht billiger als Standardlänge, aber viel teurer sollte es auch nicht sein. Fragen würde ich mal.

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 09:21:47
0
1392638
Halt, stimmt nicht, gibt doch kürzere:
Recoh-Multivert
Für größere Anlagen im öffentlichen Bereich gibt es diese Ausführung mit vielen parallelen Rohren. Die sind kürzer. Sind zwar eigentlich nicht dafür gedacht, aber könnte vielleicht auch ein einzelnes von diesen kürzeren Rohren kriegen. Der Wirkungsgrad wäre natürlich geringer. Bei einer Länge von 1m statt 2m geht er vermutlich von z.B. 65% auf 40-45% zurück.
Ein Diagramm mit Wirkungsgrad gegen Tauscherlänge gibt es hier:
Wirkungsgraddiagramm Duschrohre
Die Diagramme sind von einem US-Hersteller. Das Diagramm rechts oben gilt für 3 Zoll Rohre. Die Kurven stehen für Durchflußraten von 1 GPM ( Gallone pro Minute = 3,8 Liter ), 2 GPM usw., auf x und y-Achse sind die Länge der Rohre in Zoll und der Wirkungsgrad aufgetragen. Ist nicht 1:1 vergleichbar, aber in etwa kann man damit die Auswirkung einer Längenverkürzung auf den Wirkungsgrad abschätzen.

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 09:02:21
0
1392633
Hallo Jojo_,

die Rohre sind genormt, passen auf ein 50er Rohr.
Das Anschlußmaterial, Wandhalterungen usw wird mit geliefert.
Rohre mit verringerter Höhe gibt es hier in Europa nicht. Wenn die Höhe nicht reicht wäre die Alternative eine Duschwanne mit WRG.

Grüße
Frank

Verfasser:
OldBo
Zeit: 02.08.2010 08:33:14
0
1392624
Zitat von Expert35 Beitrag anzeigen
man muss ja auch nicht jeden tag zu hause duschen, das wäre dann vom energie und wasserverbrauch noch effizienter.

Das kann ich nur bestätigen. Seitdem ich Frühschwimmer bin und danach im Schwimmbad dusche, ist der Wasser- und Energiebedarf in meinem Hause niedriger geworden :>))

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 02.08.2010 08:08:56
0
1392618
Hallo,

wir sind bei unserem Neubau ja noch nicht an der Sanitärinstallation angekommen und hätten vermutlich die Möglichkeit, ein solches Gerät einzubauen. Eine Überlegung ist es schon wert, gerade weil ich mir in der Vergangenheit schon oft gedacht habe, dass man sich relativ wenig um die energetische Optimierung der WW-Bereitung kümmert, während man bei der Verringerung der Heizenergie quasi unendlich viele Spielmöglichkeiten hat.

Nun aber ein paar ganz praktische Fragen zu dem Dingen: Passt das eigentlich auf unsere genormten Abwasserrohre? Gibt es solche Teile auch mit verringerter Höhe, wenn man kein ganzes Geschoss zwischen Dusche und Abwasser-Anschluss hat?

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
Expert35
Zeit: 02.08.2010 00:01:08
0
1392585
und das Duschwasser vom OG lässt sich nach dem Wärmetauscher anschließend noch zur Toilettenspülung im EG verwenden. Damit wirds dann richtig effizient.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.08.2010 00:00:15
0
1392584
Genau das ist der Punkt, winni.
Es ist einfach, im Neubau preiswert, hat einen Platzbedarf von 0,01 Quadratmeter und spart im Passivhaus schlappe 20% des Restenergiebedarfs. Und rentiert sich auch noch. Ein absolutes Muss.

Frank

Verfasser:
winni 2
Zeit: 01.08.2010 23:46:03
0
1392581
Mann, wir Deutschen sind wirklich speziell!!

Statt die Chancen einer neuen Technik zu überdenken, kommen
sofort alle möglichen/unmöglichen Risiken aufs Tablett!

Es ist klar, das das Teil im Bestand nur schwer einzubauen ist,
aber in einem Passivhaus/Niedrigenergiehaus-Neubau könnte es für
relativ kleines Geld einiges sparen...


winni

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 01.08.2010 23:43:44
1
1392579
Zitat von Falk N. Beitrag anzeigen
Eben.

Sorry, ich bin ja wirklich auch Effizienz-Fanatiker, das Ding mag ja interessant sein und seine gewisse Nischenanwendung haben, aber in meinen Augen könnt ich genausogut en Surfer-Segel auf meine Auto draufmachen

Hallo Falk,

hättest Du statt eines Autos ein Containerschiff, wäre das für Dich interessant: http://www.brandeins.de/archiv/magazin/das-neue/artikel/hoch-die-segel.html

Würde die Duschwasser-WRG technisch nicht funktionieren, sollte man den Gedanken verwerfen. Da sie aber funktioniert (trotz Low-Tech), sollte man den Gedanken zumindest nicht so leichtfertig, wie hier geschehen, als nicht zielführend abtun.

Grüße
Stefan

Verfasser:
moi12
Zeit: 01.08.2010 23:37:44
1
1392576
Zitat von Falk N. Beitrag anzeigen
Eben.

Sorry, ich bin ja wirklich auch Effizienz-Fanatiker, das Ding mag ja interessant sein und seine gewisse Nischenanwendung haben, aber in meinen Augen könnt ich genausogut en Surfer-Segel auf meine Auto draufmachen, weil wenn

- der Wind richtig steht
- meine Fahrtrichtung stimmt
- die Geschwindigkeit nicht zu hoch ist
- ich nie anhalten muß
- keine Unterführungen oder gar Tunnels auf dem Weg sind

DANN K Ö N N T E das Segel ja was bringen.

Im anderen Fall störts. Kostets Geld. Und bringt keinen Nutzen, außer PROBLEME!



von einem effiziens fanatiker wundert mich dieser beitrag doch ein wenig.
Bei dieser Methode wird doch gerade nur dann warmwasser erzeugt, wenn es gebraucht wird und sonst nie.(50 grad warmes wasser aus puffer raus unten 28 grad warmes rein,statt 10 grad kaltes - das ist nur noch halb so viel delta t zu erwärmen wie ohne)

ganz anders als solaranlagen die hauptsächlich dann warmwasser liefern wenn mans nicht braucht. Also wenns zulassungsrechtliche probleme gibt, ok - aber von der effiziens her sicher recht interessant.

Verfasser:
meStefan
Zeit: 01.08.2010 23:35:33
0
1392573
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Vor 2 Jahren sind bei mir in der Nähe in einem 40 Jahre alten Haus die Heizungsrohre auf der Nordseite aufgefroren (erstmalig). Diesen Sommer war das Gefährdungspotential von "Kaltwasserleitungen" auf der Südseite garantiert um ein Vielfaches höher, als das von "Franks" Duschwasser-Wärmetauscher...

meine Rede!
deshalb sollte man auch die alten Trinkwasserinstallationen generell mit der Hilti- Methode sanieren, statt sie sandzustrahlen und mit Epoxidharz zu beschichten! ...aber das ist ein anderes Thema!

Das der Abwasserwärmetauscher funktioniert, will ich nicht bestreiten, alleine 40-70% Wirkungsgrad möchte ich in´s Reich der Fabeln verweisen!
Mag sein, daß der WT einen hohen Wirkungsgrad bei optimalen Laborbedingungen hat, aber nicht bei Herrn Deutschmichels klein Häuschen.

Zur Trinkwasserhygiene hab ich alles gesagt.
Wer rausfinden will, ob man so einen WT in DE einsetzen kann/darf, der sollte sich die Trinkwasserverordnung und einschlägigen DIN/EN vornehmen.

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OldBo
Zeit: 02.08.2010 16:55:05
0
1392773
Naja, wenn Produkte das DVGW-Zeichen besitzen, dann kann der Kunde und der Fachmann davon ausgehen, dass sie auf bestehenden europäischen und nationalen Regelwerken basieren.

Gruß

Bruno Bosy
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