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Duschwasser-Wärmerückgewinnung: Potenzial, Technik, Marktübersicht, Preise
Verfasser:
claus2
Zeit: 03.08.2010 14:16:30
0
1393140
bzgl. Sinn v. Solarthermie
Hochtemperatur)-Solarthermie MUSS dezentral sein sieht man mal von Sonderformen wie "kalter" Fernwärme ab (lokal bei passenden Bedingungen durchaus eine Überlegung wert).
Strom lässt sich aber einigermaßen transportieren. Daher muss die PV Anlage nicht auf dem eigenen Dach "wohnen", die Thermie aber schon.

Anstatt Wärmepumpe und Solarthermie nur als Alternativen zu betrachten, plädiere ich dafür beide zu kombinieren, z.B. mit Warmwasserrücklaufwärmepumpen.

Heizkörper, Einzelraumregelung und dergleichen - nein danke. Das führt dann zu den gleichen Problemen wie bei den bekannten PH-Kompaktgeräten (m. Abluft-WP) und Zuluftheizung. In der Realität sind doch die erreichten Verbrauchswerte häufig viel schlechter als berechnet. Zu possitive Annahmen bei Verschattung, inneren Lasten, Anwesenheitszeiten, Bauausführung, ..., und Benutzerverhalten!
Wenn dann auch noch die Heizfläche klein ist, wird der ganze bauliche Aufwand sinnlos.

Verfasser:
claus2
Zeit: 03.08.2010 14:39:07
0
1393153
@Frank,
mit deiner Kritik an der Flächenausbeute der Solarthermie hast du Recht.
Ich kann das mit eigenen Zahlen untermauern. 24qm Thermie; Jahresertrag ca. 2300 kWh, also ca. 95 kwh/m2*a, dabei 1200 kWh von November bis Februar.
Verbesserungspotential durch Regelungsoptimierung u. anderes vielleicht noch 5%.
Zukünftiges Verbesserungspotential gibt es aber auch bei der Thermie. Klares Problem dort, saisonale Speicherung. Möglichkeiten bestehen mit Latentmaterialen Calciumchloridhexahydrat oder auch in Form chemischer Speicher. Ausgeschöpft ist in diesem Bereich noch gar nichts.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 03.08.2010 14:54:42
0
1393158
Na da hättest du mit der gleichen Fläche PV mehr geerntet...

Latent klingt gut, ist für mich aber auch eine Totgeburt, zumindest bei saisonaler Speicherung. Eine Tonne Paraffin braucht ~ 20.000 kWh Herstellungsenergie. Kannst damit vielleicht 5-10x pro Jahr zusätzlich einige Dutzend kWh nutzen. Du bekommst im ganzen Leben nicht genug Phasenwechsel zusammen, um da auch nur annähernd die Herstellungsenergie wieder rein zu holen. Mit anderen Materialien hab ich mich noch zu wenig beschäftigt, wird aber tendenziell ähnlich sein. Latent macht deshalb nur Sinn, wo es um kurzfristige Speicherung geht, du also sehr viele Zyklen fahren kannst. Das geht dann aber mit einer Speichervergrößerung leichter und preiswerter.

Mit Lastmanagement ist noch viel möglich. Werfe z.B. meine Geschirrspülmaschine immmer erst an, wenn ich ins Bett gehe. Waschmaschine, Trockner, Elektro-PKW sind alles Verbraucher, wo man sich an das Stromangebot anpassen kann. Intelligente Kühlgeräte gehen auch.

Speichern ist immer mit Verlust verbunden, bei Strom fast noch schlimmer als bei Wärme. Man sollte also nur dann speichern, wenn es sich nicht vermeiden läßt.

Grüße
Frank

Verfasser:
Busokunde
Zeit: 03.08.2010 14:55:49
0
1393159
Frank,

wir reden aneinander vorbei.

Klar kann PV mal billig werden in der Erzeugung.

Deinen WP Strom brauchst aber im Winter. DAS ist DAS Problem.

Mit einer Thermieanlage kann ich im Winter mehr holen, wie mit PV.

Habe beides auf dem Dach.

Von Thermie gehen im Winter bei guten Sonnenschein 1 kWh/m² und bei PV 0,3 kWh/m² ELT.

An trüberen Tagen sah es da anders aus nämlich 0,5 zu 0,1.

Nun sind meine PV Module auch von 2004, aber meine heizung ist auch eine NT-Heizung mit Konvektoren.

Also doch von der Effizienz vergleichbar. PV-Anlagen bleiben auch sehr, sehr gut mit Schnee bedeckt.

Ein Niedertemperaturheizkonzept im Neubau kann mit einer thermischen Solaranlage effektiv betrieben werden.

In paar Jahren hast du spätestens den lastabhängigen Zähler in allen Hütten. Da wirst du dann für jedes W an Leistung zum Verbrauch ordentlich was hinblättern.

Wenn ich mal normal auf meinen Stromzähler schaue, habe ich im Winter so 10 kWh am Tag und im Sommer nur 5 kWh. Ohne WP.

Wolle

..und von deinen 40 ct sind wir nicht mehr weit entfernt. Die halbe Strecke haben wir da schon hinter uns.

Verfasser:
claus2
Zeit: 03.08.2010 15:07:29
0
1393163
@Frank,
Parafin als PCM ist natürlich blanker Unsinn - kannst ja dein Haus 20 Jahre damit heizen. Wenn PCM dann nur Salze oder andere Stoffe, die als Abfallprodukte anfallen. Extrem billig müssen sie ja auch sein.
Calciumchloridhexahydrat zeigt leider Unterkühlungseffekte (=> teuere Gegenmaßnahmen wie Dotierungen zur Erzeugung v. Kristallisationskeimen) wäre aber ansonsten von den Phasenübergängen schon ganz geeignet. Potential ist klar vorhanden.

Bzgl. Solarthermie sollte man auch sagen, dass sich meine Werte auf ein Passivhaus beziehen, also genau den Fall bei dem es besonders schwierig ist, Heizungsunterstützung m. Solarthermie zu erreichen.
Im Sanierungsbereich (und das sind >99.?%) aller Bauten wird man aber ganz selten die "perfekte" Gebäudehülle hinbekommen. Ein paar Wärmebrücken verbleiben immer. Dann kann der Jahresertrag gleich mal um 500 kWh höher liegen.
Claus

Verfasser:
Busokunde
Zeit: 03.08.2010 15:10:30
0
1393167
Dann dürfen wir aber nicht Thermie mit Mwst. und PV ohne rechnen.

Bei den 40 ct ist ja über die Hälfte Staatsquote!

Da muß die PV erzeugte nur noch 20 ct kosten dürfen, bei schon mit eingerechneten Netzgebühren. Ohne Netztgebühr 10 ct.

Wolle

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 03.08.2010 15:10:41
0
1393168
Hallo fdl1409,


Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Dich meinte ich nicht mit Genörgele, sondern mit konstruktive Kritik...
Oh, danke.

Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Dann sag mir doch bitte, mit welcher 600 Euro Investition man im Haus mehr Energie sparen kann. Wär da sehr dankbar für jeden Tip...


Naja, ich kenne ja die technische Ausstattung nicht, die Du als verbesserungsfähigen Standard ansetzt.

Aber Beispielsweise ein Wald- und Wiesen-300 Liter-WW-Speicher (D = 500 mm, H = 1,7 m) mit nur 50 mm Dämmung (Lambda=0,035) verliert bei 60°C in einem 20°C warmen Raum ca. 90 W. Also pro Jahr ca. 790 kWh.
Das Ding zusätzlich mit 100 mm Dämmung (0,035) umwickeln reduziert die Verlustleistung auf ca. 36 W. Also pro Jahr ca. 315 kWh.
Ersparnis über 450 kWh/a.
Und kosten tut das keine € 250,-
Also eine höhere kWh/EUR-Einsparung ;-)
(Ich darf ja auch mal leicht geschönte Werte ansetzen)

Neulich lief ein Thread durch, in dem der Einspareffekt durch das Dämmen der innenliegenden Rolladenkästen als "der Wahnsinn" bezeichnet wurde...

Und eine 500-600 EUR Investition in die pauschale Vergrößerung der FbH-Rohrdurchmesser (z.B. 17x2 statt 14x2 mm) bei ansonsten gleicher Verlegung reduziert die permanent zu überwindenden Druckverluste auf ca. 50-60% also auch die Pumpstromkosten auf ähnliche %-Werte...

Ich bin überzeugt, daß es in der 500-600 EUR-Schublade einige Maßnahmen mit ähnlicher oder bessere Effizienz gibt.


Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
...Die Sprache ist übrigens Niederländisch....
aua, ja, meinte ich ja, habe es bloß falsch geschrieben.


Gruß Ratzeful

Verfasser:
Busokunde
Zeit: 03.08.2010 15:21:20
0
1393172
Frank,

nochmal was zum regenerativen Strompreis undden Umlagen:

Der vom Versorger(EON/RWE etc) gezahlte Preis wird dann auf alle kWh`s umgelegt.

Dann kommen nämlich noch die ganzen Zuschläge drauf, wie Netzdurchleitung, Konzessionsabgabe, Rentensteuer(Ökosteuer)+Mwst

Darum wird der regenerative Strom so zum Preistreiber.

Wolle

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 04.08.2010 10:01:11
0
1393451
Hallo,

ich habe diesen Thread nun intensiv verfolgt und wunder mich, warum teilweise eine dezentrale WW-Bereitung überhaupt noch diskutiert wird. Ich möchte nochmal vom Haus eines Bekannten berichten, der WW mit einer WP zentral bereitet und eine Zirkulation hat, damit es mit dem Komfort auch stimmt. Fakt ist, dass er im WW-Betrieb mit allen Verlusten einen Wirkungsgrad von 2 hat. Und die Abwärme kommt ihm im Winter noch zu Gute. Das kann kein DLE schaffen, es sei denn, man würde einen DLE mit WP-Funktion bauen. Und der wiederum bräuchte als DLE eine Leistung von um die 20 KW, um schnell genügend Wasser erwärmen zu können. Das gäbe einen Orkan im Bad, oder würde eine FBH, so er über Heizungswasser betrieben würde, bei den üblichen geringen Heizlasten von Neubauten überlasten. Zielführend ist das also auch nicht.

Unterm Strich bleiben bei zentraler WW-Bereitung aber diverse Optimierungsmöglichkeiten, wie die Einbindung von Solarthermie, keine Zirkulation etc.

Die diskutierte Angst vor Überhitzung bei Superdämmung kann ich auch nicht nachvollziehen. Mit Nachtlüftung bekommt man ein Haus bei uns nahezu das ganze Jahr gekühlt, da wir nunmla nur wenige tropische Nächte haben. Und wenn man massiv baut, hat man auch genug Speichermasse, um nicht beim Nudeln-Kochen schon die Küche zu überhitzen.

Das Duschrohr finde ich dennoch eine interessante Idee. Bisher scheint es keinen zu geben, der das Teil als schädlich betrachtet. Diskutiert wird nur über den Wirkungsgrad und damit eine Armortisationsdauer. Könnte man ein solches Duschrohr nicht auch selbst in einer Kleinserie bauen, um die Kosten zu drücken? Damit hätte sich dann vermutlich auch die Frage der Armortisation erledigt.

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
siriuszwo Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.08.2010 10:11:58
0
1393456
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
Hallo,

....... Fakt ist, dass er im WW-Betrieb mit allen Verlusten einen Wirkungsgrad von 2 hat. .....


Grüße,

Jojo_



...auch Nobel-Preis-verdächtig!

Ich dachte bisher, dass bei Wirkungsgrad 1 Schluß ist.....

So wird die Physik verdreht, nur weil jemand die exakte Terminilogie verballhornt....


... und wenn ich davon ausgehe, dass ich erahne, wie Du das gemeint haben könntest, glaube ich das trotzdem nicht, denn bei üblichen Bereitschaftsverlusten größer 50% müßte die WP WW mit COP größer 4 machen...

...wer es glaubt.....

Verfasser:
claus2
Zeit: 04.08.2010 10:54:42
0
1393469
Hallo,

bzgl."Angst vor Superdämmung"
Es gibt in der Tat eine Obergrenze f. die Dämmung. Mit zunehmender Dämmung werden die inneren Lasten (z.B. durch Kochen oder auch mal Besuch von 6 bis 8 Personen)immer bedeutsamer. Wenn die Nächte relativ warm sind (kaum unter 20°), ist mit Querlüftung nicht mehr viel auszurichten. Dem Zielwert von 15kWh/m2*a bei Passivhäusern liegt auch genau die Überlegung zugrunde, beim mitteleuropäischen Klima keinen aktiven Kühlbedarf zu haben, sondern mit passiver Verschattung auszukommen.
Bei EFH-Passivhäusern, die das (erheblich) strengere 10W/qm Heizlastkriterium schaffen (die gibt es kaum!!!) ist das Problem der Übertemperatur im Sommer schon signifikant. Die PHPP-Datei gibt ja recht genaue Prognosen.
Eine weitere Sinngrenze ergibt sich im Hinblick auf die energetische Amortisierung der Dämmung. Die liegt aber überraschenderweise recht hoch. (b. Neopor032 wurden Primärenergieeinsparungsmaxima bei etwa 35cm an einem Modellhaus berechnet; Artikel finde ich gerade nicht).

Zurück zur dezentralen Warmwasserversorung. Die von mir hier schon angesprochene Kleinstwärmepumpe Drexel und Weiss termosmart sc zeigt mMn. schon in die richtige Richtung. Wenn das Gerät mit "Sole" einer Temperatur v. 20° (oder eben FBH-RL) versorgt würde, fallen keine Leitungsverluste durch Warmwasserleitungen u. Soleleitungen von der Zentrale bis zum Endgerät mehr an.

Dem dezentralen Vorwärmen des Kaltwassers mit dem Duschrohr stehe ich eher skeptisch gegenüber, weil das mMn. zentral ganz gut zu schaffen ist, entweder m. Solarthermie oder eben mit der Heizungswärmepumpe.

Claus

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 04.08.2010 10:55:20
0
1393470
@ siriuszwo

Na, das sind Sachen, die ich natürlich sowieso mache.
Heute wird noch der neue Pufferspeicher im Haus meiner Eltern geliefert für einen Holzvergaser. Den hab ich ohne Dämmung bestellt. Kommt eine Einhausung drum mit Steinwolleflocken. Und wir benutzen nur einen einzigen 1.000 Liter Puffer, mehr halte ich für unnötig. Drehzahlgeregelte FriWa.

@Jojo_

Arbeitszahl 2 ist typisch und nicht mal schlecht - im Vergleich zu einer separaten Brauchwasser-WP. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man da wirklich alle Verluste erfassen kann. Dazu kommt ja noch der Stromverbrauch der Regelung im Sommer usw.
Und was ist, wenn die Kinder ausgezogen sind? Verbrauch sinkt, Verluste bleiben, Arbeitszahl wird unterirdisch.
Eine Arbeitszahl nicht weit von 2 erreiche ich ja auch mit dem Duschrohr + DLE. Und da habe ich dann wirklich kein Legionellenproblem mehr. Jede Zirkulation bei WP läuft ja unterhalb der 60°. Und die AZ ist unabhängig vom Verbrauch. Kein Standby, keine Bereitstellugsverluste. Außerdem senke ich den WW-Verbrauch durch weitere Effizienzmaßnahmen an den Armaturen. Das kann ich zwar auch bei zentraler WW-Bereitung machen, aber nur mit Einschränkungen. Ein Infrarotsensor ist nur vertretbar, wenn man eine Zirkulation hat. Und die halte ich eigentlich für inakzeptabel.

Denke ich werde in meiner nächsten WP-Anlage eine wesentlich höhere WW-AZ erreichen als 2, strebe da schon Werte deutlich über 3 an. Hab da so einige Ideen, mal schauen ob sich das umsetzen läßt. Muß mir einen Speicher passend bauen lassen dafür. Das Duschrohr kommt aber auf jeden Fall rein - in jedes Haus, das ich ab sofort baue oder saniere. Obwohl es die WW-AZ der WP etwas senkt.

Grüße
Frank

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 04.08.2010 19:36:49
0
1393701
Hallo,

ich bitte natürlich um Nachsicht, wenn ich einige Begriffe als Laie nicht sachgerecht verwende. Ich nehme jedoch an, dass die meisten hier meine Ausführungen zur Effektivität der Wärmepumpe bei der Versorgung mit Warmwasser verstehen.

Franks Einwand, dass eine WP einen Standby-Verbrauch hat, ein DLE jedoch nicht, zählt für mich allerdings nicht. Ein DLE hat genau so wie die Wärmepumpe eine Steuerung, die versorgt werden muss. Da gibt es sicherlich Unterschiede zwischen den Herstellern, unterm Strich brauchen jedoch beide Lösungen Strom, auch wenn sie gerade nicht in Betrieb sind.

Bei Einsatz der Heizungs-WP für die WW-Bereitung habe ich aber den Vorteil, dass ich nur in der heizfreien Zeit den zusätzlichen Strombedarf für die Regelung habe. Habe ich hingegen eine Heizung und zusätzlich einen DLE, dann braucht der DLE ganzjährig Strom, und die Heizung zusätzlich noch im Winter. Ich glaube nicht, dass das effektiver ist als nur eine WP-Steuerung, die das ganze Jahr läuft.

Ferner führt Frank aus, dass er eine Arbeitszahl von 2 auch mit einem DLE und Duschrohr zu erreichen. Dieser Vergleich hinkt aber auch, denn ich kann das Duschrohr auch bei der zentralen WW-Bereitung mit der WP einsetzen.

Wenn man also eh eine WP zur Raumheizung hat, so denke ich, dass dies die günstigste Möglichkeit ist, auch direkt WW zu bereiten. Und die Abwärem hat man im Winter noch gratis dazu und spart dadurch an der Raumheizung, wenn der Speicher in der thermischen Hülle steht.

Ein DLE macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man die zentrale WW-Bereitung sehr knapp dimensioniert. Sollten dann doch mal 5 Vollbäder hintereinander genommen werden, so könnte man den DLE einfach zuschalten. Im Normalfall käme man aber mit dem WW-Vorrat aus.

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
Oldharry
Zeit: 09.08.2010 13:02:59
0
1395425
Hallo
habe diesen Thread mit Interesse verfolgt und kann nur sagen, daß die Idee Brauchwasser mit Abwasser vorzuwärmen nicht neu ist.
Habe vor ca 10 Jahren einen solche Wärmetauscher aus Edelstahl selber gebaut und betrieben. Nach dem Motto probieren geht über studieren.Man kann theoretisch viel berechnen, aber in der Praxis sieht es oft anders aus, weil man einfach nicht alles in die Berechnung einbeziehen kann.
Er hat natürlich funktioniert. Aber die hohen Einsparungen wie sie hier beschrieben werden sind nicht realistisch und stehen in keinem Verhältnis zum Aufwand (Kosten).Lohnen wird sich soetwas nur in Neubauten. Damals hatte ich noch eine Ölheizung und war froh hier und da ein paar DM zu sparen. Heute mache ich mein warmes Wasser mit einer Wärmepumpe in Verbindung mit einem gut gedämmten WW Speicher von 350 Liter. Warmwasserkosten pro Jahr ca 100 Euro. Durch den erneuten Einbau des Wärmetauschers könnte ich zusätzlich ca 10 Euro einsparen.
Das würde aber den Aufwand nicht rechtfertigen (nur noch 2 Personen) da er baulich bedingt nur an einer Dusche anzuwenden währe (wegen der 2m Länge).
Die Warmwasserbereitung mit einem el.DLE in Verbindung mit dem Wärmetauscher ist immer noch teurer als mit WP, habe ich auch ausprobiert.

Gruß Harald

Verfasser:
claus2
Zeit: 25.11.2010 16:48:22
0
1444730
Zitat von Ratzeful Beitrag anzeigen
bau aber bitte noch drei Thermometer und einen Wasserzähler ein:
1. Temperatur des TW-Kalt in den WT
2. Temperatur des Abwassers in den WT (nicht so zwingend aber nützlich)
3. Temperatur des vorgewärmten TW-Kalt aus dem WT
4. Wasserzähler TW-Kalt in den WT

Und dann laß mal jemanden Duschen und beobachte die Temperaturen und Verbräuche und berichte hier.
Am besten eine Duschserie mit schnell-gründlich-ausgiebig-Reihen.

Damit würdest Du eine wirkliche Entscheidungs- und Argumentationshilfe liefern und Kritiker wie mich überzeugen.


@Frank

Gibt es denn schon Erkenntnisse im Hinblick auf die oben genannten Punkte?

Besten Dank,
Claus

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 25.11.2010 18:13:18
0
1444799
Hallo Claus,

nein, gibt es noch nicht und das wird auch noch länger dauern. Der ganze Innenausbau des Hauses muß noch gemacht werden. Frühestens in einem Jahr geht das in Betrieb.

Grüße
Frank

Verfasser:
claus2
Zeit: 25.11.2010 18:19:34
0
1444806
Hallo Frank,
danke für die schnelle Rückmeldung. Könntest du mal ausnahmsweise in die Solarthermierubrik schauen? Die totgesagte Solarthermiefraktion will doch ein bisschen Wasser vorwärmen ;-) und braucht dazu deinen Rat zur Wärmerückgewinnung aus Grauwasser.
Beste Grüße
Claus

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 28.11.2010 12:05:28
0
1446105
Hallo Frank,

mich stört es ja nun auch etwas, dass wir uns ziemlich krumm machen, um den Heizenergieverbrauch unseres Hauses zu verringern, den großen Anteil des Warmwassers aber nur bedingt angehen. Da im Warmwasservorwärmungs-Thread im Solar-Forum auch keine einfache und wartungsarme Lösung zur Wasservorwärmung gefunden wurde, bliebe wohl nur etwas wie das Duschrohr.

Und nun sind wir schon beim Problem des ganzen, denn ein 2 m langes Duschrohr bekommen wir nicht unter. Die Duschen steht im EG und OG. Der Kanal verlässt das Haus in der Kelleraußenwand. Von der Oberkante des EG-Rohbodens bis zur Oberkante des Kanals sind es 190 cm. Davon müsste man dann noch etwas abziehen: Eine Verzweigung, da Grauwasser und WC zusammengeführt werden müssen, eine Reinigungsöffnung drüber und ggf. drunter, um einen Lappen durchziehen zu können, Bögen funktioneren auch nur mit Höhenverlust, der Zulauf soll ggf. mit mehreren Bögen geschehen und so weiter.

Prinzipiell wäre der Einbau eines Duschrohres also möglich, wenn ich eines mit verringerte Höhe bekäme. Hier nun also meine Fragen:

- welcher holländische Hersteller bietet kürzere Rohre an?
- Gibt es die Rohre mit einem Kunststoff-Abwasserteil und einer Edelstahl-Frischwasserleitung, damit es zum Rest des (Ab-)Wassernetzes passt?

Schöne Grüße,

Jojo_

Verfasser:
Ratzeful
Zeit: 28.11.2010 19:58:32
0
1446455
Zitat von Jojo_ Beitrag anzeigen
....mich stört es ja nun auch etwas, dass wir uns ziemlich krumm machen, um den Heizenergieverbrauch unseres Hauses zu verringern, den großen Anteil des Warmwassers aber nur bedingt angehen...
Ziemliche Fehleinschätzung,
der Energiebedarf zur WW-Bereitung ist immer noch erheblich kleiner als der Energiebedarf fürs Warmhalten der Hütte.


Gruß Ratzeful

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 29.11.2010 08:08:56
0
1446643
Hallo Jojo_,

wenn ich mich richtig erinnere hat die Firma hei-tech kürzere Rohre.
Der Wirkungsgrad ist natürlich schlechter.
Die werden dort eingesetzt, wo größere Abwassermengen anfallen, z.B. in öffentlichen Gebäuden. Wegen Druckverlust nimmt man da mehrere parallele Rohre, die über eine Abwasserpumpe beschickt werden.

Gibt 2 Alternativen. Entweder Duschwanne oder nur die Dusche im OG anschliessen.
Problem: Man kann nicht 2 Geräte anschließen. Die werden dann nämlich immer parallel durchströmt. 2 Duschwannen oder Rohr + Duschwanne geht also nicht.

Meist wird eine Dusche häufiger benutzt - z.B. im Bad im DG. Würde dann wahrscheinlich nur das anschließen. Das zweite Bad im EG könnte man zusätzlich durch eine Kleinhebeanlage anschließen.

Aus Edelstahl ist der douchebooster von Bries, den ich mir auch angeschafft habe. Das innere Rohr ist ein Edelstahlwellrohr, der Außenteil aus Kunststoff. Höchster Wirkungsgrad aller Duschrohre.

Noch eine Alternative: Duschrohr in den Keller und das Abwasser daraus mit einer Kleinhebeanlage ins Abwasserrohr heben. So kann man beide Bäder anschließen. Man kann einen Überlauf vorsehen, wenn die Hebeanlage mal nicht funktioniert.
Kostet natürlich wieder etwas Fremdenergie. Hat jemand eine Vorstellung, wie hoch der Standby einer solchen Anlage ist?

Grüße
Frank

Mir fällt gerade noch was ein: von den kurzen Duschrohren von hei-tech kann man natürlich auch 2 Stück parallel schalten. Dann stimmt der Wirkungsgrad wieder.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 29.11.2010 08:13:47
0
1446647
Hier die kurzen Rohre von hei-tech als Link.

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 29.11.2010 16:23:55
0
1447009
Hallo Frank,

ich habe gerade mit Bries telefoniert. Man bekommt dort auch kürzere Duschrohre, ganz nach Bedarf. OK, das gibt Einbußen beim Wirkungsgrad. Die sollten aber verschmerzbar sein, wenn man das Duschrohr nicht auf ein paar cm zurechtstutzt.

Nun stelle ich mir die Frage, wie viel Platz ich über und unter dem Duschrohr benötige.

Der Abfluss geht waagerecht durch die Kellerwand als 110er KG-Rohr. Von da an brauche ich 2x45° um in die Senkrechte zu kommen. Im einfachsten Fall käme dann ein Y-Abzweig 110/50, dann wieder ein 50er 45° Bogen, dann eine 50er Revisionsöffnung und dann erst der Wärmetauscher. Da geht mir dann schon einiges an Höhe verloren, das muss ich mal genauer nachmessen.

Hast Du Bilder von dem Dingen wie der untere und obere Abwasser-Anschluss aussieht? Auf welche Maße bezieht sich die Längenangabe?

Grüße,

Jojo_

Verfasser:
claus2
Zeit: 30.11.2010 09:41:02
0
1447390
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Kostet natürlich wieder etwas Fremdenergie. Hat jemand eine Vorstellung, wie hoch der Standby einer solchen Anlage ist?

Hallo Frank,
Messdaten kann ich dir nächste Woche liefern.
Beste Grüße
Claus

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 30.11.2010 10:34:48
0
1447437
Danke, Claus.
Hab mittlerweile schon mal selbst gegoogelt. Die meisten Anlagen laufen wohl mit Schwimmerschalter und dürften keinen Standbyverbrauch haben.
Arbeite übrigens noch an einem Konzept zur Abwasserwärme-Rückgewinnung. Stelle ich im anderen thread ein. Eine Kleinhebeanlage ist ein Bauteil davon.

Grüße
Frank

Verfasser:
Jojo_
Zeit: 05.03.2011 13:43:00
0
1503347
Hallo,

gibt es hier eigentlich schon etwas Neues? Ich muss die Bestellung eines Wärmetauschers oder einer anderen Brauchwasser-WRG nämlich bald angehen, sonst wird das nichts mehr mit dem Einzug dieses Jahr ;-)

Grüße,

Jojo_

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Duschwasser-Wärmerückgewinnung: Potenzial, Technik, Marktübersicht, Preise
Verfasser:
Jojo_
Zeit: 05.03.2011 13:43:00
0
1503347
Hallo,

gibt es hier eigentlich schon etwas Neues? Ich muss die Bestellung eines Wärmetauschers oder einer anderen Brauchwasser-WRG nämlich bald angehen, sonst wird das nichts mehr mit dem Einzug dieses Jahr ;-)

Grüße,

Jojo_
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