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Alle
Foren
Fernwärme vs. Gas
Verfasser:
Azunutz
Zeit: 16.11.2015 19:38:37
0
2294987
Hallo. Ich bin auch gerade in einer zwick Mühle.
Unsere Gemeinde will jetzt anfangen ein kwk Netz zu bauen, ist ja auch eine super Sache wie ich finde aber man muss sich bis Ende November 2015 verbindlich verpflichten den Anschluss sowie die kwk wärme zu nehmen. Für 20 Jahre!!! Und dann bei bei nicht Kündigung alle 5 Jahre Verlängerung....

Jetzt habe ich eine alte Heizung von 1991 und eine solar Anlage mit Puffer. ( Von 2001)
Ich verbrauche z.z 28.000 kw/h im Jahr an Gas und zahle im Moment 8,90 Grundgebühr und 0.055 Cent/ kw/h.
Ab nächstes Jahr zahle ich 0,0€ Grundgebühr und 0.0519 Cent pro kw/h.

Ich habe bei der Gemeinde nach gefragt was es mich kostet. Ich brauche eine 0.6m3/h zu Leitung die 175 Euro im Jahr an Gebühr kostet sowie 0.059 Cent pro kw/h.
Dann komme ich auch 1990 so schrieb mit der von der Gemeinde.
Zahle quasi Miete für den Wärme tauschen und Steuerung.


Mit dem Gas Anbieter den ich ab nächstes Jahr habe zahle ich aber nur 1453,20 Euro komplett.

Also wäre kwk in meinem Fall erstmal teurer.

Warum ich trotzdem überlege ist das meine Heizung schon alt ist und auf Dauer neu muss.

Alle 20 Jahre. Kosten ca 6000 Euro sind 300 im Jahr. ( Hinterkopf) für eine neue Heizung.

Und was mich stört und Geld kostet ist das meine Heizung immer ihre Temperatur von 60 Grad hält und nach brennt obwohl kein Heizkörper auf ist. Bei dem kwk wärmetauscher bezahle ich nur die Wärme die ich dem wärmetauscher entnehmen.

Kwk = 175 Euro Gebühr und 0.059 Cent den kw. 20 Jahre gebunden.

Gas 0€ Grundgebühr und 0.0519 Cent pro kw/h + Wartung. Schornsteinfeger.

PS : der Kerl von der Gemeinde sagte mir noch das kwk einen Wirkungsgrad von 100% hat und ich somit ca 25% weniger kw/h Verbrauch hätte.

Jetzt bitte ich um Hilfe
Danke

Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 16.11.2015 19:46:33
0
2294999
Das wäre für mich keine Zwickmühle. 20!!!!! Jahre?! Niemals. Nebenbei ist Fernwärme auch viel zu teuer.
Lass Dir ein Gasbrennwertgerät mit witterungsgeführter Regelung einbauen. Dazu eine Fernbedienung im Wohnzimmer mit Raumtemperatureinfluss und fertig. Dann heizt der Kessel auch nur dann nach, wenn der Raumsollwert unterschritten worden ist.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.11.2015 20:16:51
0
2295013
Auch wenn eine sehr gut gebaute Übergabestation bis auf wenige thermische Watts heruntermodulieren kann ... kleinste mir bekannte Gasbüchse kann wohl 1,9 kW ... würde ich definitiv bei Gas bleiben ... gerade mit ST aufm Dach und gekoppelter WW-Bereitung!

Bekomme selbst auch seit gut 15 Jahren das warme Heizungswasser von Extern geliefert ... nutze die bis zu +80 Grad warme Suppe inntern ausschließlich für die Raumbeheizung mit maximal +35 Grad bei -14 Grad AT ... die Technik ist simpel und ist bislang fast kostenlos in Eigenregie gewartet worden .... zahle aber für 0,14 € pro thermischer kWh plus die elektrischen kWh's für die interne Steuerung und Umwälzpumpe.

Die heisse Übergabestation des Fernwärmenetzes hat m. M. n. schon gewisse Verluste ... im kleinen Heizungsraum sind es im Winter bis zu +28 Grad ... garnicht von den externen Energielecks im Erdreich zu sprechen die man mitfinanziert ... sind im Verteilungsnetz bei uns wohl so um 30% die in die Erde "verdunsten"!

Bei mir ist in 2014 eine bivalente Luft-Wasser-Wärmepumpe neben dem Fernwärmenetz eingezogen um die Energiekosten zu senken ... >>> das funzt absolut perfekt <<<.

.>)

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 17.11.2015 06:52:05
2
2295139
Ok danke ihr habt mir sehr geholfen. Werde auf kurz über lang eine neue Gas Therme einbauen wenn meine mal schlapp macht. Danke

Verfasser:
Martin24
Zeit: 17.11.2015 08:17:24
0
2295176
Ich habe bei Freunden erlebt, dass in einem sehr großen Neubaugebiet ein Heizkraftwerk gebaut wurde mit Anschlusszwang für alle Häuser. Anfangs haben die auch Preise von gut 5Ct/kWh genommen, 5 Jahre später waren es 16Ct/kWh. Dürften die Bewohner, würden die meisten inzwischen lieber andere Heizungen einbauen.

Das ist halt eins der Probleme. Du verpflichtest Dich für 20 Jahre die Fernwärme zu nehmen, zu welchem Preis sagt Dir jetzt aber niemand.
Würdest Du für 20 Jahre einen Liefervertrag mit Deinem Milchmann abschließen, der beinhaltet, dass der die Preise beliebig erhöhen darf?

Schade finde ich, dass ein gut ausgelegtes Fernwärmenetz eigentlich richtig sinnvoll ist. Und auch wenn viele offenbar lange mit sehr guter Preisstruktur betrieben werden ist es einfach extrem schwer, das vorher zu beurteilen.

Grüße
Martin

ps: Stromkosten für die Gasheizung wurden früher in diesem Thread mal erwähnt. Meine braucht rund 250kWh/a incl. Standby, Warmwasserbereitung und 2 Heizkreisen. also rund 70€/a.

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 17.11.2015 15:52:36
0
2295362
Ok das bestärkt meine Entscheidung bei Gas zu bleiben noch mehr
Vielen Dank

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 28.11.2015 12:12:29
0
2300926
ich hab mich etwas vertan mit den Daten
der Vertrag geht 10 Jahre.

alle meine Nachbarn lassen sich anschließen außer wir oO


und das haben die mir von der Gemeinde geschrieben bzw. Preis für mich:
""""
Zunächst ist anzumerken, dass die Nahwärme einen Wirkungsgrad von 100 % hat. Daher können Sie von Effizienzsteigerungen ausgehen die sich in einem geminderten Wärmebedarf ausdrücken. Ich gehe daher von einer Minderung des Wärmebedarfes von 25 % aus. Diese Zahl kann variieren, wird sich aber etwa in der Größenordnung bewegen.

Dann ergibt sich bei Ihrem Verbrauch von 28.000 kWh ein um 25 % geminderter Wärmebedarf, also 21.000 kWh. Diese Zahl dividiert durch 1.600 Betriebsstunden (inkl. Warmwasseraufbereitung) ergibt eine Heizlast von 13 kW. Damit ergibt sich ein Grundpreis von 13 kW * 45 € = 585 €.

Der Verrechnungspreis liegt mit einem Qn von 0,60 m³/h bei 175 €.

Der Arbeitspreis ergibt sich dann aus dem Verbrauch von 21.000 kWh * 0,059 € = 1.239 €

Das ergibt Gesamtkosten von ca. 1.999 €.

Bei einem unterstellten Bruttopreis von 0,065 € pro kWh liegen sie mit einem Verbrauch von 28.000 kWh derzeit bei 1.820 € + 106 € jährliche Grundgebühr, also insgesamt 1.926 €. Damit wäre die Nahwärme geringfügig teurer. Dabei ist zu bedenken, dass Sie ca. alle 20 Jahre Ihre Gasheizung erneuern müssen. Wenn ich hierfür 6.000 € unterstelle, dann müssten Sie (gedanklich) jedes Jahr 300 € zurücklegen um nach 20 Jahren die Heizung erneuern zu können. Damit lägen die Gesamtkosten bei 1.926 € + 300 € , also bei 2.226 €. """"

was haltet ihr davon?

Verfasser:
sukram
Zeit: 28.11.2015 12:51:41
2
2300945
Zitat von Azunutz Beitrag anzeigen
Zunächst ist anzumerken, dass die Nahwärme einen Wirkungsgrad von 100 % hat. Daher können Sie von Effizienzsteigerungen ausgehen die sich in einem geminderten Wärmebedarf ausdrücken. Ich gehe daher von einer Minderung des Wärmebedarfes von 25 % aus. Diese Zahl kann variieren, wird sich aber etwa in der Größenordnung bewegen.

Dann ergibt sich bei Ihrem Verbrauch von 28.000 kWh ein um 25 % geminderter Wärmebedarf, also 21.000 kWh. Diese Zahl dividiert durch 1.600 Betriebsstunden (inkl. Warmwasseraufbereitung) ergibt eine Heizlast von 13 kW. Damit ergibt sich ein Grundpreis von 13 kW * 45 € = 585 €.
[...]
^

Über den Daumen stimmt die Rechnung.

(Nur hat Fernwärme nur theoretisch 100% WG, denn locker mal ebensolche 25% sind auf's Jahr grerechnet oft alleine zum Maulwürfe beheizen ;-)

vom Rest
Zitat:
Bei einem unterstellten Bruttopreis von 0,065 € pro kWh
stimmt ja offensichtlich schon der Anfang nicht, und ein neuer Brennwerter ist einiges effizienter als angerechnet/der alte - aber hinrechnen kann man alles.

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 28.11.2015 12:55:32
0
2300946
auf der Versammlung ( wo ich leider im Urlaub war) wurde aber gesagt das man nur die KW/h bezahlt die man hinter dem Wärmetauscher im Haus bezahlt! also sind mir doch die maulwurfheizungen egal oder? ich meine die Gaspipelines von Russland sind auch sehr undicht! :)

Verfasser:
steffda
Zeit: 28.11.2015 13:47:22
0
2300972
Zitat von Azunutz Beitrag anzeigen
Ich brauche eine 0.6m3/h zu Leitung die 175 Euro im Jahr an Gebühr kostet sowie 0.059 Cent pro kw/h.


Also mich verleiten solche Gebühren-/Kostenstrukturen immer zu der Annahme, dass hier irgendwelche Kosten verschleiert werden sollen.

Oder kann mir jemand schlüssig erklären, warum ein Stück hohles Metall teurer wird, wenn etwas mehr oder etwas wärmeres Wasser durchfließt?

Verfasser:
sukram
Zeit: 28.11.2015 14:42:13
0
2301001
Zitat von Azunutz Beitrag anzeigen
auf der Versammlung ( wo ich leider im Urlaub war) wurde aber gesagt das man nur die KW/h bezahlt die man hinter dem Wärmetauscher im Haus bezahlt! also sind mir doch die maulwurfheizungen egal oder? ich meine die Gaspipelines von Russland sind auch sehr undicht! :)


Das ist durchaus richtig- aber die Verluste fließen natürlich auf den KWh-Preis mit ein, so dass im Endeffekt Du die Maulwurfheizung zahlst. 24 Std 365 Tage mit 80° Vorlauf...

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 28.11.2015 14:58:35
0
2301005
Zitat von Azunutz Beitrag anzeigen
... auf der Versammlung ( wo ich leider im Urlaub war) wurde aber gesagt das man nur die KW/h bezahlt die man hinter dem Wärmetauscher im Haus bezahlt!

Das ist so nicht immer völlig korrekt ... man bezahlt zwar nur ausschließlich die vom Wärmezähler ermittelten thermischen kWh's ... aber der WZ sitzt je nach baulicher Gegebenheit auch schon mal einige Rohrleitungsmeter (durch z.b. unbeheizte Keller) vom Wärmetauscher entfernt.
Auf dieser Strecke geht mit den meist sehr hohen Vorlauftemperaturen im Lauf der Zeit schon die ein oder andere kWh durch den Zähler, die garnicht im primärseitigen Hausheizkreis ankommt!

Die erforderliche bzw. aus dem Netz entnommene Wärmemenge wird von mehreren Faktoren bestimmt ... zudem ist der Wert der Anschlussleistung (in kW) extrem abhängig von der Art des Nutzerverhaltens.
Ich habe z.b. bei meinem 21 kW-Anschluss durch zwischenzeitliche Optimierungen die letzten 5 Jahre im Schnitt nur 6 kW Abnahmeleistung hin bekommen ... dem Grundpreis zuliebe .>)

Zeit: 28.11.2015 15:48:30
0
2301021
Zitat von steffda Beitrag anzeigen

Oder kann mir jemand schlüssig erklären, warum ein Stück hohles Metall teurer wird, wenn etwas mehr oder etwas wärmeres Wasser durchfließt?


Weil sich dadurch Die Betriebskosten und die Auslegung des Netzes ändert, nicht nur die Zuleitung zu deinem Haus. Der Versorger muß sicherstellen, daß die vereinbarte Leistung immer verfügbar ist. Dementsprechend muß das Netz ausgebaut sein. Ausserdem muß das Wasser gepumpt werden. Die doppelte Wassermenge erfordert bei gleichem Rohr den vierfachen Förderdruck und daher viel mehr Pumpleistung. Alternativ kann man größere Rohre nehmen. Das erfordert mehr Dämmung.... Das gleiche Netz kann um weitere Verbraucher erweitert werden, wenn die Teilnehmer weniger Volumenstrom brauchen.

Man kann es auf zig Arten betrachten, aber die Anschlussleistung hat immer Einfluss auf die Bau- und Betriebskosten des Netzes.

Verfasser:
sukram
Zeit: 28.11.2015 17:13:52
0
2301054
"Bioenergiedorf Jühnde", erinnert sich noch jemand?

Allseits bejubelt in Funk und Fernsehen, ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande mit Eichenlaub auf Schwertern?

Zitat von Böll - Stiftung (er kann sich ja nicht mehr wehren)
Bioenergiedorf Jühnde

Das wahrscheinlich bekannteste deutsche Bioenergiedorf ist Jühnde (1.089 Einwohner)
im Landkreis Göttingen. In einem Projekt der Universität Göttingen konnte dort
das Ziel, den kompletten Energiebedarf durch regenerative Energieträger zu decken,
im Januar 2006 erfolgreich umgesetzt werden. Neben der Deckung des Wärmebedarfs
der Haushalte erzeugt der Ort deutlich mehr Strom, als er selbst verbraucht.
Zur Erstellung und Betrieb der Anlagen wurde eine Bürgergenossenschaft gegründet,
die für hohe Akzeptanz des Projektes gesorgt hat.
In Jühnde erzeugt eine Biogasanlage mit einer Leistung von 700 kWel jährlich
etwa 5.000 MWh Strom und damit mehr als das Doppelte des Bedarfs der Kommune.
...
Es wird geschätzt, dass die teilnehmenden Haushalte in Jühnde nach Abzug
der Kosten 750 € pro Jahr an Energiekosten einsparen und das Dorf mit der Energiegewinnung
aus Biomasse Einnahmen von über 680.000 Euro pro Jahr erzielt.
Mit dem Konzept Bioenergiedorf Jühnde 2.0 soll eine Weiterentwicklung zur
bedarfsgerechten Strom- und Wärmeerzeugung erfolgen. Derzeit laufen Planungen,
Wärme- und Stromspeicher zu installieren, um auf den Einsatz von Heizöl
und Holzhackschnitzeln verzichten zu können. Die Einführung der E-Mobilität als
konsequente Fortsetzung auf dem Weg zur dezentralen Versorgung mit erneuerbarer
Energie wird außerdem im Rahmen des Projektes Schaufenster E-Mobilität
erprobt. ...


Allenfalls kurzfristig und weil ihnen Förderung hinten 'reingeblasen wurde, bis es ihnen oben wieder 'rauskam, ihr Rosstäuscher! Aber alles "selbst" bezahlt - über unsere Steuern.

Deren Wärmenetz hat sich die Kati Jagnow mal beguckt, z.B. hier

Endbericht Untersuchung von Nah- und Fernwärmenetzen

Erschütternd- German Energiewände at ist's Best :-(

Verfasser:
steffda
Zeit: 28.11.2015 17:37:30
0
2301066
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen

Weil sich dadurch Die Betriebskosten und die Auslegung des Netzes ändert, nicht nur die Zuleitung zu deinem Haus. Der Versorger muß sicherstellen, daß die vereinbarte Leistung immer verfügbar ist. Dementsprechend muß das Netz ausgebaut sein.

Das ist klar, aber vor dem Einbau wird das Rohr entsprechend dimensioniert und ist damit konstant, hat also auch einen festen Einbau-/Installationspreis.

Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen

Ausserdem muß das Wasser gepumpt werden. Die doppelte Wassermenge erfordert bei gleichem Rohr den vierfachen Förderdruck und daher viel mehr Pumpleistung. Alternativ kann man größere Rohre nehmen. Das erfordert mehr Dämmung.... Das gleiche Netz kann um weitere Verbraucher erweitert werden, wenn die Teilnehmer weniger Volumenstrom brauchen.

Man kann es auf zig Arten betrachten, aber die Anschlussleistung hat immer Einfluss auf die Bau- und Betriebskosten des Netzes.

Ah, ok, das leuchtet ein, aber das kann man doch sauber extra und transparent abrechnen und nicht über "...das Rohr kostet xyz €/kWh".

Zeit: 28.11.2015 19:01:40
0
2301106
Jeder zahlt halt seinen (An)Teil des ganzen Kuchens. Ich finde das ist schon recht transparent. Wenn man nur nach verbrauch geht, kann man nur nach Durchschnitt gehen. Wenn da der Anschluss passend dimensioniert wird passt es wieder einigermassen. Die Leute die wenig im Jahr brauchen, aber dann mit hohen Spitzenleistungen, zahlen pro kWh einen höheren Preis. Ist ja vielen anderen Situationen sonst auch so. Man kann natürlich auch alles Individuell erfassen. Das verursacht auch wieder kosten.

Und wer will noch mehr Datenkraken. Ich würde nicht noch so einen Smartmeter im Hause haben wollen, der dann weiß wann ich zuhause bin weil geheizt wird...

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 26.03.2016 09:00:04
0
2357941
so ich habe mal ein wenig gerechnet.
der Preis für Fernwärme würde bei mir im Jahr 1990€ kosten.
Die Bsp. Rechnung hatte ich ja schon geschrieben.

bei Gas Zahle im im Moment
-0€ Grundgebühr
-0,0445€ Pro Kw/h
bei einem Verbrauch von ca. 28000 macht das =1246€ im Jahr
dann rechne ich mal 120€ Schornsteinfeger bei und bin bei
1366€ komplett.

ist dann 624€ Günstiger als Fernwärme

Stromkosten vernachlässige ich mal weil ich glaube das durch die Pumpen und Steuerung + - 0 raus kommt.

Habe ich sonst welche kosten vergessen bei GAS?

weil dann steht die Entscheidung ja fest. Für 624€ im Jahr kann ich mir eine menge Gas für kaufen.

ok ich habe im Moment ein super Gaspreis (wie ich finde) , wenn der Gaspreis die nächsten Jahre steige sollte hätte ich ca 200€ mehr kosten im Jahr. Grob gesagt.

Wenn ich dann alle 20 Jahre eine Neue Heizung kaufen müsste für knapp 6000€ dann dann kann ich mir in 20 Jahren 2 Heizungen kaufen.

Verfasser:
HMarkus
Zeit: 26.03.2016 09:21:25
0
2357948
Hi,

ich würde noch rund 200€/Jahr für Wartung und Ersatzteile ansetzen. Je nach Kesseltyp (atmosphärisch oder Brennwert) und Hersteller, kann das allerdings auch noch recht stark schwanken. Am besten mal in die Vergangenen Rechnungen schauen.

Grüße,
Markus

Verfasser:
Azunutz
Zeit: 26.03.2016 09:53:32
0
2357957
unsere Vissmann Heizung ist von 1991 und bis lang nichts ausgetauscht worden, bis auf energiesparpumpen. Wartung wurde auch regelmäßig gemacht.

ich weiß ja nicht wie anfällig neue Heizungen sind !?

Verfasser:
majustin
Zeit: 26.03.2016 11:16:16
0
2357976
Wenn Fernwärme angeboten wird, dann immer vor allen anderen Möglichkeiten vorziehen.
Wenn es anders auch etwas billiger wäre - was man nie genau sagen kann und weil man nicht in die Zukunft schauen kann, dann rechtfertigt der Komfortgewinn etwaige Mehrkosten.
Also ich (obwohl Technikfan) würde dieses Gasbrennwertgelumps nicht bei mir im Keller haben wollen und an regelmäßige Wartungen denken müssen, zumal man gerade bei Gas nicht selber schrauben kann.
Ich hatte mal eine Gas- Etagenheizung und immer wieder Ärger damit - war froh, dass der Vermieter einen Teil der Kosten übernommen hat, für die jährlichen Wartungskosten musste ich selbst aufkommen.

Verfasser:
Ex-Lurker
Zeit: 26.03.2016 11:29:11
3
2357980
Oh ja! Spitze! Immer schön an EINEN Lieferanten binden, von dem man ums Verrecken nicht wegkommen kann. Und der die Preise entsprechend diktiert. Wirklich eine Superidee!

Verfasser:
majustin
Zeit: 26.03.2016 11:43:06
0
2357984
Zitat von Ex-Lurker Beitrag anzeigen
Oh ja! Spitze! Immer schön an EINEN Lieferanten binden, von dem man ums Verrecken nicht wegkommen kann. Und der die Preise entsprechend diktiert. Wirklich eine Superidee!

Die Panik kann ich verstehen, wenn man sich anschaut, was so alles in den Medien berichtet wird. Dann hat man schon den Eindruck, dass an jeder Ecke Betrug lauert. Mein persönlicher Realitätsabgleich, zeigt jedoch, dass es nicht so ist, dass es aber immer das Risiko "falscher" Entscheidungen gibt.
Und denkt dran, Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 26.03.2016 11:47:47
0
2357985
Zitat von Azunutz Beitrag anzeigen
Habe ich sonst welche kosten vergessen bei GAS?

weil dann steht die Entscheidung ja fest. Für 624€ im Jahr kann ich mir eine menge Gas für kaufen.



Und die Differenz wird absolut und vor allem relativ immer grösser, je tiefer die Gaspreise. Was ich vor allem nicht verstehe, warum überhaupt noch in diese wirtschaftlich völlig verfehlte Technik investiert wird.

Gruss, Jörg

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 26.03.2016 11:53:15
0
2357987
Zitat von majustin Beitrag anzeigen
Wenn Fernwärme angeboten wird, dann immer vor allen anderen Möglichkeiten vorziehen.



Hallo majustin

Rechnen ist wohl nicht wirklich Deine Stärke.
Und Komfort? Moderne Heizungen sind mindestens so komfortabel.

Wer es sich leisten kann und will, darf gut und gerne in diesem Thread-Beispiel 15000-20000 Euro in 20-30 Jahren sinnlos mit Fernwärme verballern.

Ich finde es ethisch sehr problematisch, von einer Kohlendreckschleuder Fernwärme zu beziehen und ihr damit noch künstlich das Leben zu verlängern. Vom Feinstaub reden wir ja noch gar nicht.

Fernwärme ist konzeptionell komplett überholt.

Jörg

Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 26.03.2016 11:56:51
0
2357990
Zitat von majustin Beitrag anzeigen
Also ich (obwohl Technikfan) würde dieses Gasbrennwertgelumps nicht bei mir im Keller haben wollen und an regelmäßige Wartungen denken müssen, zumal man gerade bei Gas nicht selber schrauben kann.


Heute heizt man im modernen Hausbau mit Niedertemperaturtechnik. Alles was Feinstaub und CO2 in die Luft bläst, hat keine Zukunft.

Jörg

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Fernwärme vs. Gas
Verfasser:
Joerg Lorenz
Zeit: 26.03.2016 11:56:51
0
2357990
Zitat:
...
Also ich (obwohl Technikfan) würde dieses Gasbrennwertgelumps nicht bei mir im Keller haben wollen und an regelmäßige Wartungen denken müssen, zumal man gerade bei Gas nicht selber schrauben kann.

Heute heizt man im modernen Hausbau mit Niedertemperaturtechnik. Alles was Feinstaub und CO2 in die Luft bläst, hat keine Zukunft.

Jörg
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