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Spartherm Varia H2O XL Erfahrungen? Puffer?
Verfasser:
DanR
Zeit: 10.10.2011 13:55:32
0
1590077
Hallo,

ich interessiere mich für folgenden Kamineinsatz:

Spartherm Varia H2O XL
14,4 KW Nennleistung
10 kW wasserseitig

Wer hat Erfahrungen mit diesem Einsatz und kann Infos zu Performance und notwendiger Puffergröße etc. machen.


Danke


D

Verfasser:
Mickymaus
Zeit: 16.10.2011 12:03:25
0
1593087
Hallo DanR,
habe den Einsatz an einem 1000 L Puffer. Kann nichts schlechtes über das Gerät sagen. Welche Puffergröße Du brauchst, hängt sicher auch mit Deinen Örtlichkeiten ab und wie Du ihn nutzt. Nur für WW oder auch für die Heizung. Wie öft hast Du ihn an, gibt es eine weitere Heizung usw.
Gruß
Micky

Verfasser:
DanR
Zeit: 18.10.2011 16:25:23
0
1594265
@Mickymaus


Danke für die Erfahrung.
Ich habe vor einen Großteil der Heizlast mit dem Kamin abzudecken.

Mich würde interessieren wie schnell der Einsatz bei guten Betrieb den Puffer läd.

Auf welche Temp. kommst du im Puffer wenn du z.B. im Winter den Ofen 3 - 4 Stunden am Abend ordentlich (Nennlast) betreibst?



Danke

D.

Verfasser:
Mickymaus
Zeit: 19.10.2011 11:30:22
0
1594642
@DanR
bei mir braucht es etwas 30 Min. bis der Ofen auf Temp ist, wie lange er dann braucht, bis der Speicher voll ist, ist schwer zu sagen, da er ja in der Zwischenzeit auch wieder etwas an den Heizkreis abgibt. Dieser Wert schwankt natürlich je nachdem, wie kalt Deine Räume sind. Zudem ist die Speichertemp. nie bei 0 Grad.
Da bei mir die FBH jedoch ab 20 Uhr abgestellt ist, kann ich sagen, das bei mir der Speicher nach ca.2/3 Stunden auf über 70 Grad steht. Aber auch dies sollte nicht als Richtwert gesehen werden.
Was ich sagen kann: bin super zufrieden! Lediglich der Bodenrost sollte beachtet werden. Da der Stein direkt an den Rost grenzt, habe ich bereits nach kurzem die Bodensteine beschädigt. Durch die Hitze bröseln die dann fröhlich weiter. Habe mir dann neue Steine gekauft und ein Gitter anfertigen lassen. Kann Dir die Firma gerne nennen, wenn Interesse daran besteht.
VG
Micky

Verfasser:
Ewubune
Zeit: 31.03.2012 20:36:56
1
1697834
Ich hab den XXL von Spartherm - ist im Prinzip identisch, nur deutlich mehr Leistung. Außerdem habe ich dazu die Steuerung in der Pro Version. Der Ofen funktioniert mit der automatischen Belüftung super. ABER die Reinigung der Wärmetauscher ist echt aufwendig und nervig. Mit Nadelholz kommt der Ofen wegen der Rußentwicklung schlecht zureckt...der WT ist einfach irgendwann zu und dann heißt es bürsten und viel Dreck.

Ich bin allerdings auch ein Extrem Nutzer - wir heißen unser ganzes Haus (170 m2 - Altbau) damit. In der ganz kalten Zeit muss der Ofen laufen...laufen....Wenn die das mit den WT ähnlich einem Holzvergaser umsetzen könnten, wäre alles gut...

Ewu

Verfasser:
naepper
Zeit: 19.12.2012 13:33:23
0
1817925
Hallo,

ich habe auch den Varia XL mit Wassertasche. Das mit den Wärmetauschen stimmt, die setzen sich leider schnell zu. Man sollte nur trockenes Holz verwenden. Ich muß demnächst die Wärmetauscher reinigen. Kann mir jemand sagen wie das funktioniert? Kann ich das selber machen?

Gruß, naepper

Verfasser:
saugerer
Zeit: 28.01.2013 20:16:06
0
1848543
Hallo,
ich haben einen H2O XXL mit S-Thermatik (automatische Steuerung), 1.000 l Pufferspeicher, und weil ich wegen örtlicher Vorschriften musste ein Luft-Wärme Pumpe für (die ich aber nur im Sommer zum Warmwasser bereiten benötige)für unser 180 m2 KFW 70 Haus (Bj 2011).

Leider ist das mit dem reinigen der Waermetauscher wirklich ein großes Problem. Der nette Spartherm Kundenservice und mein netter Ofenbauer waren schon über 5 mal vor Ort. Trotzdem muss ich - wenn ich im Winter richtig heize - den Waemetauscher mindestens jeden Monat reinigen. Ansonsten setzt sich alles zu und die Wasserleistung nimmt stark ab und der Ofen brennt nicht mehr richtig da die Luft nicht mehr zum Schornstein kommt. Das Saubermachen dauert eine knappe Stunde und macht richtig Schweinerei im Wohnzimmer. Das Holz ist super trocken, was man auch an der Scheibe merkt, denn die wird nicht dreckig.

Hat jemand aehnliche Probleme und wie brennt man den Ofen aus? Vielleicht setzt sich dann der Ruß nicht mehr so an?

Hier noch kurz wie ich den Ofen saubermache -steht aber auch in der Anleitung: Feuerprallplatte aus dem Ofen entnehmen, dann aus allen Öffnungen die Turbolatoren (Metallfedern) herausziehen und die Löcher und den Wärmetauscher ordentlichen reinigen.

Gruesse
S.

Verfasser:
loco42
Zeit: 05.02.2013 18:44:43
0
1860532
Hallo,

auch wir planen das Model Varia H20 XL zu kaufen.

Ist das Problem/Aufwand mit der Reinigung der Wärmetauscher Varia spezifisch oder ist das bei allen wassergeführten Kaminen ähnlich?

Danke
Loco

Verfasser:
Mickymaus
Zeit: 05.02.2013 19:19:31
0
1860557
Also das mit dem Ruß kann ich nicht teilen. Hängt sicher auch davon ab, was verbrannt wird. Da die Scheibe sich leicht reinigen lässt, bei mir reicht ein feuchter Lappen mit Wasser und ein Trockentuch,brauche ich auch nur ca. 15 Minuten um alles zu reinigen. Dabei vergesse ich auch nicht das Abgasrohr bis in den Kamin. Als Tip ist zu nennen: nach normalen reinigen mit der Stahlbürste noch einmal mit einer normalen Flaschenbürste durch die Abzüge gehen.
Gruß
Micky

Verfasser:
Micele
Zeit: 05.02.2013 21:54:12
0
1860651
Hallo Sparthermkollegen,

wir haben auch den Wasserführender Kamineinsatz
SPARTHERM VARIA 1V H2O XL-4S 14,4 kw
und sind sehr zufrieden.

Unser Ofen

Die Reinigung durch den Brennraum:
Hat einer eine PDF
wo das genauer Beschrieben ist, eventuell bebildert?

Wir haben übrigens 800 Liter Heizpuffer und wenn der "Voll" ist,
schaltet sich noch der 400 Liter Warmwasserpuffer dazu...

Hier mal unsere Hydraulik mit Luftwärempumpe und Solarthermie:

Hydraulikplan

Gruss Micele

www.Sonnenkiste.de

Verfasser:
Micele
Zeit: 06.02.2013 14:26:22
0
1861105
Hallo liebe Benutzer des Spartherm Varia H2O X...

hier habe ich mal eine Reinigungsanleitung mit Bilder
für unseren Kamin gemacht....

REINIGUNG als PDF mit Bildern

Liebe Grüße Micele

www.Sonnenkiste.de

Verfasser:
net_walker
Zeit: 12.02.2013 09:46:50
0
1865942
Hallo liebe Spartherm Freunde,

Ich plane einen Varia A-FDh H20 in einen neuen Einfamilienhaus einzubauen. Da ich bereits seit Kindheit mit Kachelöfen und nun auch in der Mietwohnung mit Schwedenofen vertraut bin kenne ich das Verhalten eines Ofe, bzw. bin im Wissen welches Holz wie gut brennt.

Ich selbst benutze zu 80% Hartholz 2-3 Jahre gelagert (also TOP). Beispiel:
Wir heizen mit unseren Schwedenofen (Varde Linux 2) täglich unsere komplette Mietwohnung (ca. 85qm), dabei reinigen wir die Glasscheibe 2-max 3x. im Jahr.

Grundsätzlich sehe ich bei der neuen Verwendung eines wassergeführten Kamins keine Probleme. -> Bis auf dem Wärmetauscher !
Da bin ich mir nun wirklich nicht sicher wie oft dieser gereinigt werden muss. Die Arbeit selbst ist klar mit etwas Kraftaufwand und Dreck verbunden würde mir jedoch nicht, vorausgesetzt ich muss es nicht alle 4 Wochen machen, sonderlich stören.

Ein Wartungsfenster von etwa 10-12 Wochen wäre natürlich top ! Wie sind da euere Erfahrungen, bei einer Feuerung von 3-4 max. 5 Stunden täglich ?

DANKE !

Verfasser:
loco42
Zeit: 18.05.2013 18:09:53
0
1921288
Hallo Micele,

wow, ihr habt ja so ziemlich alles verwirklicht :) Tolle Homepage und Infos dazu. Super!

Zitat von Micele Beitrag anzeigen
Hallo Sparthermkollegen,

wir haben auch den Wasserführender Kamineinsatz
SPARTHERM VARIA 1V H2O XL-4S 14,4 kw
und sind sehr zufrieden.

Unser Ofen


Wir planen im Augenblick folgendes: EFH, Neubau. Wassergeführter Kamin (genau euer Model), ca. 1000l Pufferspeicher, Luft-WP als Fallback-Lösung und Photovoltaik aufs Dach. Allerdings keine Solarzellen. Als Haustechnik ist ein KNX basiertes System angedacht.

Habt ihr spontan Tips für mich, auf was ich achten soll oder besser anders machen?

Die Trennung in 2 Pufferspeicher (800l und 400l) habt ihr ja sicher nur wegen den verschiedenen Temperaturen und weil ihr eine Solar-Anlage habt, oder würdest du die Trennung auch in unserem Fall empfehlen?

Vielen dank
Karl

Verfasser:
Micele
Zeit: 25.05.2013 08:42:26
0
1923620
Hallo Karl,

Danke für die Blumen :-)

Es macht ja auch Spass das Konzept umzusetzten...

Da wir die Solaranlage als erstes gebaut hatten und den Rest erst
2 Jahre später, passte das Konzept SO am besten zusammen...

Das einzigste was ich noch ändern werde, ist ein FRIWA
(Frischwasser Station) einbauen... Es tümpeln sich immer
so 18-28 Grad im 400 Liter Speicher über den Winter, alleine
schon wegen dem Kamin der voll in den 400 Liter einspeist.

Da die Temperaturen im 400 Liter nicht immer über 60 Grad kommen,
macht die FriWa auf jedenfall Sinn.

Über die Sommerphase kein Thema.. da haben die Salmos keine Chance.
aber die Winterzeit ist da nicht so Prickelnd. Die LWP soll ja
Niedertemp. machen und nicht den 400 L immer auf 60 Grad aufheizen..
Das macht dann wiederum Energetisch KEINEN SINN..

Alles andere ist TOP !!!! Von 30. April letztes bis 30. April
diesen Jahres haben wir 58,00 €/Monat Strom für LWP verbraucht und
ca. 3,5 RM ( 3,5 RM * 1,47 = ca. 5 SRM ) 33cm Scheit Buche
verbruzelt.

Macht also nochmal 5x 65 € = 325,00 € zu den 12x 58,00 € = 696 € dazu..
In Summe 1021,- € für den doch recht kalten Winter..

UND WIR HABEN DAS KOMPLETTE HAUS ( Keller, Erd-, Dach-, Speicher-
Geschoss ) warm gehabt und immer mollige 21-22 Grad gehabt bei 204 m²

Ja, wir haben das richtige gemacht und ich würde es so immer wieder tun.

Hätten wir die Nachtspeicheröfen noch gehabt, so wären wir
bei ca. 26.000 kW/h Strom x 0,18 cent = 4680 € gelandet..

Tja und diese Differenz ist unsere Berechnung für diese komplette
Anlage 4680 € - 1021 € = 3659 € so ist UNSERE Anlage bereits nach
unter 10 Jahren bezahlt....

Aber wir haben ja fast alles in Eigenleistung gemacht.

Gruss Micele

www.Sonnenkiste.de

Verfasser:
Hugi
Zeit: 21.11.2013 23:28:02
0
1995322
Hallo zusammen,
habe ebenfalls einen H2O XL mit Warmwasserunterstützung in Betrieb mit einigen negativen Erfahrungswerten, was ich aus momentanen Standpunkt anders machen würde.
Das Teil nervt was das nachschueren (holznachlegen im laufenden Betrieb) angeht.Ich habe eine rechtsangeschlagenen Glastuer und habe schon einiges ausprobiert, aber nichts hat so richtig geholfen!!!
Das Ding raucht einfach beim holznachlegen so richtig raus, egal wie und wann du es versuchst raucht es ordentlich raus. Nervig ist der Rauchgeruch in den Wohnräumen, manchmal meint man du befindest dich in einer Räucherkammer. Nach einigen Anläufen bei Spartherm zu meinem Anliegen konnten die mir keinen richtige Abhilfe nennen, die schieben das auf den Kachelofenbauer Anschluss etc., das sehe ich eigentlich anders. Der Service bei Sparterm/Kundenhotline ist nicht gerade hilfsbereit, ich habe hier keine gute Erfahrung gemacht.
Ehrlich gesagt würde ich nun auch nicht mehr auf diese Art die Heizungsunterstützun betreiben da das gesammte drum rum sehr Zeit und Kostenintensiv sich herausgestellt hat..., es ist kein Selbstläufer. War mir auch klar aber der Aufwand steht nicht in relation, da gibt es aktuell bessere Energieträger die den Kosten /Nutzen und Zeitaufwand veringern.
Was habt ihr an Erfahrungswerten und wer kann mich hier mit der Problematik unterstützen?
Von Spartherm habe ich von einigen Kachelofenbauern nichts gutes gehört, aber das ist auch oft einen Persönliche vorliebe zu einem Hersteller.
Wer kann dazu etwas beitragen und mir weiterhelfen zu meinem Problem?

Danke vorab,

Gruss Energetiker

Verfasser:
Micele
Zeit: 22.11.2013 06:34:44
0
1995364
Zitat von Hugi Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
habe ebenfalls einen H2O XL mit Warmwasserunterstützung in Betrieb mit einigen negativen Erfahrungswerten...


Hallo Hugi,

als ich damals vor der Wahl Stand einen Heizofen zu kaufen,
habe ich mich nicht auf einen Herstellen festgelegt, weiter
habe ich auch mit bedacht genau wegen diesem Problem einen
Ofen ausgesucht, wo die Türe NACH OBEN AUFSCHIEBBAR ist.

Es hätte Theroretisch jeder andere Ofen auch sein können.
Ich habe mich bewusst wegen der Türe dann für diesen
Spartherm entschieden.

Was allerdings seltsam ist, das Du den Begriff ausrauchen benutzt.
Das Holz, was Du einlegst, sollte trocken sein und das Feuer
dürfte in der Glutzeit, wann man idealerweise nachlegt,
eigentlich so gut wie keinen Rauch/Ruß abgeben...

Ich würde mir IMMER WIEDER diesen Spartherm Ofen kaufen !
Zu den anderen mit seitlich zu Öffnenden Scheiben habe ich
kein Vergleich und kann dazu nichts sagen. Bei einem Kamin
mit Tür nach Oben zu schieben, kann der Rauch/Russ NICHT aus
dem Kaminraum entweichen...
Daher hat mein Spartherm Dieses Problem NICHT !

Lieber Gruss

Micele

www.Sonnenkiste.de

Verfasser:
naepper
Zeit: 06.12.2013 09:11:12
0
2003445
Hallo Hugi und Micele,

ich habe auch den Spartherm mit rechtsangeschlagerner Tür. Mein Freund hat einen mit hochschiebbarer Tür.
Bei der hcohschiebbaren Tür raucht es beim Nachlegen nicht raus, bei meiner schon. Habe das geleiche Problem wie Hugi.
Ich mach es jetzt immer so: Ofen vollpacken mit dünneren Scheiten und Anmachholz oben, Volle Luftzufuhr und dann von oben her runterbrennen lassen, später dann Luftzufuhr drosseln, erst wieder nachlegen wenn nur noch Glut da ist. Dazu Luftzufuhr schließen und Tür langsam öffnen.
Aber trotzdem fliegen Ascheteile noch in den Raum! Aber besser hab ich es noch nicht hinbekommen. Wollte eigentlich den mit hochschiebbarer Tür nehmen, aber war mir von den Maßen zu hoch und auch noch teurer.
Also Hugi zu Spartherm kann ich dich bestätigen: Service schlecht!
Und generell: Wasserführender Kaminofen würd ich auch nicht mehr einbauen, weil zu kostenintensiv und hydraulisch zu viel Arbeit, es rechnet sich nicht. Aber als Hobby ist es natürlich schön, wenn dann die ganze Anlage funktioniert und wie bei mir optimiert wurde.

Gruß,naepper

Verfasser:
werderwolff
Zeit: 14.01.2014 21:12:59
0
2023854
ich habe den Vario 1 H2O von Spartherm. Hat starke raumseitige Leistung in einem KfW-40 Haus.
Das Problem mit dem Nachlegen ist echt nervig, geht wirklich nur, wenn nur noch Glut im Brennraum ist. Sobald die Tür Geöffnet wird (langsam!), dringt Feuergeruch/ Qualm ins WoZi. Der Kaminzug ist ansonsten echt stark, da "fliegt alles oben raus", aber wenn die Tür geöffnet wird, is Schluss mit Zug durch den Schornstein.
Hat denn keiner einen Tipp??

Verfasser:
Franke...
Zeit: 14.01.2014 21:28:44
0
2023870
Doch, einen mit hochschiebtüre kaufen. Minimiert das Problem deutlich!

Verfasser:
Jelzer
Zeit: 29.05.2014 22:19:39
0
2082457
Hallo zusammen,

wir haben ein KFW-Haus mit 170m2 Nutzfläche und einen H2O XXL. Die Variante mit 14kW Leistung, 10KW wasserseitig.
Dazu eine solare Heizungsunterstützung (6m2), einen Kombispeicher mit 800L und ein zusätzlicher Speicher mit 800L, um die Leistung der Therme aufnehmen zu können, wenn sie mal so richtig brummt.

Beauftragt hatte ich:
- Den größten HLS-Fachbetrieb aus meiner Stadt (110 Mitarbeiter)
- Einen Ofenbauer aus der Nachbarstadt, der angeblich viel Ahnung von
wasserführenden Kaminen hat
- Einen Bauphysiker, der darauf achten sollte, dass die ganze Sache
zusammenpasst.

Ergebnis: Eine komplette Katastrophe.
Meine wesentlichen Erfahrungen dabei möchte ich gerne mal zur Diskussion stellen, da man sich auf diese Art und Weise im Internet wohl am Besten hilft. - Und vielleicht bekomme ich ja auch noch einen Tipp, wie ich die Situation verbessere. Baujahr der Anlage übrigens 2010. Ich habe also schon einige Winter Erfahrung.

1. Fehler: Ein bauphysikalisches Mißverständnis:
Mein Bauphysiker hat bei einer Aussentemperatur von -16°C einen Wärmebedarf von 8KW, inkl. Warmwasser ermittelt. Das bedeutet, dass ein Brenner 24h am Tag 8KW erzeugen muss, um das Haus warm zu halten und auch noch, gemäß Normverbrauch, warmes Wasser zu erzeugen.
Das sind dann eine Wärmebedarf von 24 x 8 KWh = 192 KWh.
Wenn nun die Therme, wie hier auch schon zu lesen war, 4 h am Abend unter Vollast Betrieben wird, hat sie eine wasserseitige Leistung von
4h x 10KW (wasserseitig) = 40KWh, die dem Heizsystem zugeführt werden.
Rechnen wir von mir aus mit der Bruttoleistung: 4* 14KW = 56KWh.
Es wird schnell klar, dass bei extrem kalten Tagen das Gebäude binnen weniger Tage auskühlt und es dann ziemlich unbehaglich wird.
(Bilanz: 192KWh Bedarf, 56KWh vorhanden)

2. Fehler: Theoretie und Praxis in der Bauausführung:
Als Architekt muss ich mich da leider an der eigenen Nase fassen. Es handelt sich um unser Eigenheim und ich habe nicht nur die Planung übernommen, sondern auch mit meinen Mannen -sehr- viel Eigenleistung erbracht. Heute weis ich es natürlich besser. Doch wir haben bei der Abdichtung einfach nur schlampig gearbeitet und den Blowerdoor-Test (selbst mit 3-fachem Luftwechsel) nur unter deutlicher Mithilfe des Tester geschafft. (Durften abkleben, Keller dazugerechnet und solche Dinge.) Mittlerweile weis ich aus eigener leidvoller Erfahrung, auf was man achten muss und was vielleicht nicht so wichtig ist.
Fazit:
Wenn das Haus die 192KWh nicht bei -16°C braucht, sondern bei -6°C, dann wird es richtig ungemütlich. Man kommt sich dann nämlich vor, wie der Heizer auf der Titanic.

3. Fehler: Wasserführender Ofen statt Holzvergaser.
Ich habe durchaus ein Händchen für Technik und muss leider sagen, dass ein wasserführender Kamin eher ein Spielzeug für Männer ist. (Und ich habe ihn gekauft. Das ist Selbstkritik.)
- Der Kaminquerschnitt ist im Vergleich zu einem Holzvergaser riesig.
Auch wenn man den Zug regulieren kann, ist der Wärmeverlust enorm.
- Die Reinigung der Züge ist schlechterdings ein Witz. Die
von einem anderen Forenteilnehmer eingestellte Beschreibung trifft
den Nagel auf den Kopf. Was man allerdings auch sagen muss: Es ist eine
riesen Plackerei, sofern der Ofen nicht etwas erhöht eingebaut ist,
denn die Arbeit erfolgt über Kopf und je nach Verschmutzungsgrad ist
es ziemlich schwierig die Züge zu reinigen. Frauen bekommen das
definitiv überhaupt nicht hin, sofern sie nicht sehr sportlich sind.
- Die Züge verrusen aber immer, egal wie toll das Holz ist, denn die
Abgastemperatur ist keine digitale Konstante. Je nach Holzfeuchte
(wer hat NUR trockenes Holz?) Harzgehalt, Ofentemperatur (das Ding
muss ja erstmal warm werden) usw. entsteht immer mal Rauch.
Und zwar täglich.
Bereits mit dem dünnsten Belag geht aber der Wärmeübergang vom Rauch
in das Metall des Wärmetauscher zurück. Die Hitze geht dann einfach
durch den Schornstein. Ergo muss man den Wärmetauscher
akribisch sauber halten. Das monatliche Intervall in der Heizperiode
ist daher m.E. Minimum.

4. Fehler: Falsches Produkt gekauft.
Der Spartherm ist m.E. wirklich eine "Spar"therme. Es mag daran liegen, dass wir ihn wegen den Unzulänglichkeiten unseres Hauses und den drei kalten Wintern in Folge auch extrem benutzt haben und die Therme daher überproportional schnell gealtert ist.
Es gibt mittlerweile zwei Defekte, für die ich keinerlei Verständnis habe:
1. Die Schiebetür (ein Glück) bleibt in jeder beliebigen Position stehen. Sie fällt nicht von alleine zu. Ich muss daher demnächst Spartherm konsultieren, da unsere Brandversicherung nicht sonderlich begeistert von diesem Sachstand ist.
2. Der Rost, unter dem sich die Asche im Aschekasten sammelt ist mittlerweile gebrochen und die zwei Teilstücke haben auch schon wieder etliche Risse. keine Ahnung. Doch das Teil ist durch. Und das nach drei Jahren.

5. Abhilfe:
Für den nächsten Winter werde ich mir (an anderer Stelle) einen Holvergaser einbauen lassen, der zusätzlich den Speicher befeuert. Bedingt durch die höhere Verbrennungstemperatur erwarte ich (eigentlich) einen besseren Wirkungsgrad und weniger Schmutz. Zudem sollte zweimal anfeuern auch an den kältesten Tagen reichen. Der Spartherm wird dann nur noch für die Übergangszeit und für das Wohnzimmerfeeling genutzt.

Sorry. Es mag sein, dass ich einen Golf als Traktor verwende und daher die Probleme habe. Doch irgendwie möchte ich die vorwiegend positive Meinung zu wasserführenden Kaminen und zu Spartherm im Speziellen nicht einfach so stehen lassen.

mfg
Jelzer

Verfasser:
Jelzer
Zeit: 29.05.2014 22:29:37
0
2082463
Hallo zusammen,

wir haben ein KFW-Haus mit 170m2 Nutzfläche und einen H2O XXL. Die Variante mit 14kW Leistung, 10KW wasserseitig.
Dazu eine solare Heizungsunterstützung (6m2), einen Kombispeicher mit 800L und ein zusätzlicher Speicher mit 800L, um die Leistung der Therme aufnehmen zu können, wenn sie mal so richtig brummt.

Beauftragt hatte ich:
- Den größten HLS-Fachbetrieb aus meiner Stadt (110 Mitarbeiter)
- Einen Ofenbauer aus der Nachbarstadt, der angeblich viel Ahnung von
wasserführenden Kaminen hat
- Einen Bauphysiker, der darauf achten sollte, dass die ganze Sache
zusammenpasst.

Ergebnis: Eine komplette Katastrophe.
Meine wesentlichen Erfahrungen dabei möchte ich gerne mal zur Diskussion stellen, da man sich auf diese Art und Weise im Internet wohl am Besten hilft. - Und vielleicht bekomme ich ja auch noch einen Tipp, wie ich die Situation verbessere. Baujahr der Anlage übrigens 2010. Ich habe also schon einige Winter Erfahrung.

1. Fehler: Ein bauphysikalisches Mißverständnis:
Mein Bauphysiker hat bei einer Aussentemperatur von -16°C einen Wärmebedarf von 8KW, inkl. Warmwasser ermittelt. Das bedeutet, dass ein Brenner 24h am Tag 8KW erzeugen muss, um das Haus warm zu halten und auch noch, gemäß Normverbrauch, warmes Wasser zu erzeugen.
Das sind dann eine Wärmebedarf von 24 x 8 KWh = 192 KWh.
Wenn nun die Therme, wie hier auch schon zu lesen war, 4 h am Abend unter Vollast Betrieben wird, hat sie eine wasserseitige Leistung von
4h x 10KW (wasserseitig) = 40KWh, die dem Heizsystem zugeführt werden.
Rechnen wir von mir aus mit der Bruttoleistung: 4* 14KW = 56KWh.
Es wird schnell klar, dass bei extrem kalten Tagen das Gebäude binnen weniger Tage auskühlt und es dann ziemlich unbehaglich wird.
(Bilanz: 192KWh Bedarf, 56KWh vorhanden)

2. Fehler: Theoretie und Praxis in der Bauausführung:
Als Architekt muss ich mich da leider an der eigenen Nase fassen. Es handelt sich um unser Eigenheim und ich habe nicht nur die Planung übernommen, sondern auch mit meinen Mannen -sehr- viel Eigenleistung erbracht. Heute weis ich es natürlich besser. Doch wir haben bei der Abdichtung einfach nur schlampig gearbeitet und den Blowerdoor-Test (selbst mit 3-fachem Luftwechsel) nur unter deutlicher Mithilfe des Tester geschafft. (Durften abkleben, Keller dazugerechnet und solche Dinge.) Mittlerweile weis ich aus eigener leidvoller Erfahrung, auf was man achten muss und was vielleicht nicht so wichtig ist.
Fazit:
Wenn das Haus die 192KWh nicht bei -16°C braucht, sondern bei -6°C, dann wird es richtig ungemütlich. Man kommt sich dann nämlich vor, wie der Heizer auf der Titanic.

3. Fehler: Wasserführender Ofen statt Holzvergaser.
Ich habe durchaus ein Händchen für Technik und muss leider sagen, dass ein wasserführender Kamin eher ein Spielzeug für Männer ist. (Und ich habe ihn gekauft. Das ist Selbstkritik.)
- Der Kaminquerschnitt ist im Vergleich zu einem Holzvergaser riesig.
Auch wenn man den Zug regulieren kann, ist der Wärmeverlust enorm.
- Die Reinigung der Züge ist schlechterdings ein Witz. Die
von einem anderen Forenteilnehmer eingestellte Beschreibung trifft
den Nagel auf den Kopf. Was man allerdings auch sagen muss: Es ist eine
riesen Plackerei, sofern der Ofen nicht etwas erhöht eingebaut ist,
denn die Arbeit erfolgt über Kopf und je nach Verschmutzungsgrad ist
es ziemlich schwierig die Züge zu reinigen. Frauen bekommen das
definitiv überhaupt nicht hin, sofern sie nicht sehr sportlich sind.
- Die Züge verrusen aber immer, egal wie toll das Holz ist, denn die
Abgastemperatur ist keine digitale Konstante. Je nach Holzfeuchte
(wer hat NUR trockenes Holz?) Harzgehalt, Ofentemperatur (das Ding
muss ja erstmal warm werden) usw. entsteht immer mal Rauch.
Und zwar täglich.
Bereits mit dem dünnsten Belag geht aber der Wärmeübergang vom Rauch
in das Metall des Wärmetauscher zurück. Die Hitze geht dann einfach
durch den Schornstein. Ergo muss man den Wärmetauscher
akribisch sauber halten. Das monatliche Intervall in der Heizperiode
ist daher m.E. Minimum.

4. Fehler: Falsches Produkt gekauft.
Der Spartherm ist m.E. wirklich eine "Spar"therme. Es mag daran liegen, dass wir ihn wegen den Unzulänglichkeiten unseres Hauses und den drei kalten Wintern in Folge auch extrem benutzt haben und die Therme daher überproportional schnell gealtert ist.
Es gibt mittlerweile zwei Defekte, für die ich keinerlei Verständnis habe:
1. Die Schiebetür (ein Glück) bleibt in jeder beliebigen Position stehen. Sie fällt nicht von alleine zu. Ich muss daher demnächst Spartherm konsultieren, da unsere Brandversicherung nicht sonderlich begeistert von diesem Sachstand ist.
2. Der Rost, unter dem sich die Asche im Aschekasten sammelt ist mittlerweile gebrochen und die zwei Teilstücke haben auch schon wieder etliche Risse. keine Ahnung. Doch das Teil ist durch. Und das nach drei Jahren.

5. Abhilfe:
Für den nächsten Winter werde ich mir (an anderer Stelle) einen Holvergaser einbauen lassen, der zusätzlich den Speicher befeuert. Bedingt durch die höhere Verbrennungstemperatur erwarte ich (eigentlich) einen besseren Wirkungsgrad und weniger Schmutz. Zudem sollte zweimal anfeuern auch an den kältesten Tagen reichen. Der Spartherm wird dann nur noch für die Übergangszeit und für das Wohnzimmerfeeling genutzt.

Sorry. Es mag sein, dass ich einen Golf als Traktor verwende und daher die Probleme habe. Doch irgendwie möchte ich die vorwiegend positive Meinung zu wasserführenden Kaminen und zu Spartherm im Speziellen nicht einfach so stehen lassen.

mfg
Jörg

Verfasser:
Elmontero
Zeit: 02.11.2015 15:04:14
0
2289616
Guten Tag Zusammen

Vor kurzen haben wir einen wassergeführten Ofen sowie die Steuerung S-Thermatik Pro von Spartherm erworben.
Leider hapert es mit der Verdrahtung.
Ich gehe davon aus, dass zwei Relais angeschlossen werden müssen:
• Die Zirkulationspumpe; diese muss laufen sobald der Ofen eingefeuert wird
• Der Mischer unten im Keller; dieser muss den Zugang zum Speicher öffnen, sobald die Solltemperatur erreicht ist

Stimmt diese Interpretation?

Welche Relais muss ich anschliessen um diese Fiktionen zu ermöglichen? Wo muss die Pumpe angeschlossen werden, wo der Mischer?
Seitens Spartherm habe ich leider nie irgend eine Antwort erhalten.

Beste Grüsse Elmontero

Verfasser:
Gast12345
Zeit: 22.03.2016 21:34:47
0
2356611
Wir sind mit unserem Wasserführendem Ofen von Spartherm unzufrieden.
- Ofen war teuer genug um ein Qualitätsprodukt zu erwarten
- wurde fachmännisch eingebaut
- Rußte uns in der ersten Heizperiode die ganze Wohnung voll
- Nach kurzer Zeit das gesamte Innenleben unansehnlich und beschädigt (Gitter kaputt)
- Umlenkplatten die von Haus aus in den Ofen gehörten mussten mittlerweile ausgebaut werden, damit der Rauch nicht in die Wohnung sondern in den Kamin zieht.

Wir haben also schlechte Spartherm Erfahrungen gemacht.

Verfasser:
61CYlb
Zeit: 22.03.2016 21:44:33
0
2356615
Wird nicht am Ofen liegen!

Verfasser:
naepper
Zeit: 27.09.2017 14:59:19
0
2551393
Hallo,

nach sieben Wintern hat der Sparthem ganz schön gelitten. Die Prallplatte oben ist nach fünf Jahren gebrochen. Der Rost auch. Jetzt ist auch die Schamottauskleidung gebrochen.

Wie sieht es bei Euch aus?

naepper

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