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Läuft die Vitocal 300A optimal?
Verfasser:
warmup
Zeit: 30.12.2011 17:57:14
0
1636499
Guten Abend,

nachdem ich nun meine Luftwärmepumpe nach Studie vieler Theras soweit optimiert habe, stehe ich heute vor einer Frage, bei der ich nicht weiter weiß, doch zunächst einige Fakten:

EFH: 200m2 - Bezug 07/2011 - 36,5 YTONG (ungedämmt)
LWP: Vitocal 300A - 9,6KW
200l Puffer im Vorlauf integriert
ERR: Alle offen (außer WC und Schlafzimmer, die sind gedrosselt)
Temperatur im Haus liegt bei 21 - 22 Grad
Abgleich der Heizkreise habe ich in den letzten Wochen durchgeführt.
Die Heizkurve liegt (mir unverständlich) bei 30;32;34;35 (+10;0;-10;-20) wobei die bisherigen absoluten AT-Tiefstwerte bei -2 Grad lagen.
Die HK-Pumpe (Grundlos Alpha2) läuft permanent auf Maximum (22W in der Anzeige).
Die Pumpe des WP-Kreises (WPK) Wilo-STD) läuft auf Stellung II (Auswahl 1-3 möglich). Mit dieser Einstellung liegt die Spreizung des WPK bei 5K.

Bei aktuellen AT von 5 Grad läuft ein LWP-Lauf ca. 30 Minuten und heizt den HK-Vorlauf auf 35K (dann ist die Temperatur des WP-Rücklaufs bei den aktuell geforderten 31K angekommen).
Derzeit habe ich zwischen 10 - 13 LWP-Läufe tgl (inkl. WW-Bereitung).
Mein Tagesverbrauch liegt zwischen 10 - 13KWh (abgelesen am Stromzähler).

Auf der Suche nach weiterem Optimierungspotential habe ich die WPK-Pumpe mal von Stufe II auf I gestellt. Dies erhöhte die Spreizung auf 9K, die Laufzeit der LWP verlängerte sich nun auch und der HK-Vorlauf ging während des Laufs auf bis zu 38K hoch. Was mich nun allerdings wunderte ist, dass nach ca. 40 Minuten (Der WPK-Rückauf hatte 29K, von 31 angeforderten) die Kältekreisumkehr gestartet wurde.

Nun meine Fragen:
Ist meine Vorlauf-Temp (aktuell 31K) normal?
Sind diese Werte (Laufzeit 30Min, Starthäufigkeit 10-12, Verbrauch10-13KWh) ok?
Kann mir jemand sagen, ob die Kältekreisumkehr normal ist bzw. ob ich die Pumpe dann auf I oder II laufen lassen soll?

Gruß

Warmup
Warum

Verfasser:
Schultes
Zeit: 30.12.2011 18:13:40
0
1636510
Hallo warmup,

Deine Beschreibung ist erstmal prima! Eines fehtl aber noch: Heizlast!?

Deine WP ist eine modulierende LWP und kann die Leistung an den Heizbedarf zwischen 3-9kW anpassen.
Dass diese WP mit einem Puffer an einer FBH betrieben wird ist schon mehr als suboptimal, wer hat denn das geplant? Die WP darf eigentlich gar nicht ins takten fallen, solange die Heizlast des Gebäudes >3kW ist. Deshalb die Frage: Max. Heizlast und Auslegungstemperatur?
Gruß, Schultes

Verfasser:
Papalf
Zeit: 30.12.2011 19:33:20
0
1636584
Durch die größere Differenz bekommt die 300A mehr kaltes FBH-Rücklaufwasser und schaltet später ab. Der COP geht mE runter da die Vorlauftemperatur und der Kondensationsdruck hoch geht.

Die Differenz im WP-Kreis würde ich auf 5K einstellen. Den Ausschaltpunkt für den Puffer würde ich auf Betriebsart "oben" umschalten. Die Einstellung findet man unter Anlage + Zeiten für Puffer.
Die Kennlinie müsste funktionieren, 30° bei 0° könnten auch ausreichen. "ERR alle offen" zweifle ich immer an und drehe gerne selber auf maximal. ;o)

Verfasser:
warmup
Zeit: 30.12.2011 19:49:44
0
1636603
Hi Schultes,

wo bekomme ich denn die Werte wie Heizlast und Auslegungstemp her?
Vom HB habe ich leider keiner Unterlagen erhalten :-( ... der hat auch kein Interesse an dem Thema und wimmelt mich ab .... solange es warm ist, ist sein Job getan
Somit musste ich mir alles selbst erarbeiten - Viessmann war auch schonmal vor Ort ... aber der Techniker war nur begeistert wie toll alles läuft - konnte mir aber keine meiner damaligen Fragen beantworten.

Verfasser:
warmup
Zeit: 30.12.2011 19:53:51
0
1636605
Zitat von Papalf Beitrag anzeigen
[...]Den Ausschaltpunkt für den Puffer würde ich auf Betriebsart "oben" umschalten.[...]


Das hatte ich mal versucht, aber mit dieser Einstellung wir dann nur solange geheizt, dass der Puffer die 31K hat ... dann liegen die Laufzeiten bei ca 15 Minuten und die Takte erhöhen sich auf bis zu 30 / Tag.

Verfasser:
warmup
Zeit: 31.12.2011 11:06:47
0
1636891
Ich habe nochmal in den Unterlagen geschaut. Mehr als einen Energie-Ausweis habe ich leider nicht gefunden. Vielleicht können ja diese Werte weiterhelfen?
Endenergie-Bedarf Heizen 19 und WW 7,4 ==> 26,4 kWh/(m2*a)
Gebäude Ist-Wert H(t) 0,35 W/(m2*K)

Welche Werte muss ich noch liefern, um Antworten auf meine Fragen zu bekommen:

Ist die Heizkurve OK? ( 30;32;34;35 (+10;0;-10;-20) )
Sind diese Werte
Laufzeit 30Min
Starthäufigkeit 10-12/Tag
Verbrauch10-13KWh bei +1 bis +5 Grad
ok?

Gerne nehme ich auch von euch Vergleichswerte

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 31.12.2011 11:42:11
0
1636915
Ich kann diese Anlage überhaupt nicht begreifen bzw. fassen.

1: Das ist eine Fußbodenheizung, oder? Und rücklaufgeregelt? Eine angemessene Heizkurve wäre da bei +10, 0 und -10° etwa 24, 26 und 28°. Die Kurve liegt mit Sicherheit viel zu hoch.
2: Du hast eine modulierende WP, die bis 3 kW herunter geht. Und die schafft nur Taktzeiten von 30 Minuten? Bei 200 m2 FBH und einem völlig unnötigen Puffer???? Allein für den Puffer gehört der Heizi übrigens geprügelt....
Dieses völlig irre Betriebsverhalten ist eigentlich überhaupt nur möglich, wenn die Anlage total vermurkst ist mit einer hydraulischen Weiche oder Überströmventil. Also erste Frage: hast du eine Weiche oder Überströmventil?

Grüße
Frank

Verfasser:
warmup
Zeit: 31.12.2011 12:08:38
0
1636938
Hi Frank,

auf die Schnelle:

Ja, Ausschließlich FBH!
Ja, Rücklaufgeregelt - Hier wird der Wert des WP-Kreises als Größe genommen.
Nein, weder Hydraulische Weiche noch Überströmventil.

Wie lang sollte denn ein Takt dauern?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 31.12.2011 12:26:22
0
1636958
Normalerweise Stunden bei einer modulierenden WP. Mit diesen hohen Heizwassertemperaturen würde es aber viel zu warm. Ein Überströmventil könnte das Verhalten erklären. Dann würde immer z.B. 80% des Heizwassers nur im Kreis gepumpt zwischen WP und Puffer. Nur ein sehr kleiner Teil ginge in die FBH.
Irgendetwas ist da jedenfalls oberfaul.

Wird das Heizwasser direkt über den Puffer in die FBH gepumpt? Oder hast du einen Mischer und eine zusätzliche Pumpe für die FBH? Da muß etwas sein, dieses Verhalten ist sonst schlichtweg undenkbar.
Geht der Rücklauf direkt zur WP oder gibt es da noch eine Anbindung an den Puffer?

Grüße
Frank

Verfasser:
Schultes
Zeit: 31.12.2011 13:15:49
0
1637000
Hallo warmup,
wie fdl1409 schon schreibt hat sich Dein Planer nicht mit Ruhm bekleckert, bzw. stur nach Installationshandbuch gearbeitet. Deshalb ist ja auch der Techniker von Viessmann so zufrieden gewesen, ;-)

Wenn Dein H(t) tatsächlich 0,35 W/(m2*K) beträgt hast Du eine Heizlast von 1,4kW bei einer AT von 0°C (mal ganz grob gerechnet, ohne Lüftungsverluste und sonstige Gewinne). Bei einer AT von 5°C liegst Du knapp über 1kW. Das passt schon mal ganz gut zu den angegebenen Laufzeiten hinsichtlich Wärmebedarf vs. Leistungsbereitstellung bei unterster Modulationsstufe.

Deine Hütte scheint prima WP Voraussetzungen zu besitzen. Dein Haus hat eine sehr geringe Heizlast (bezogen auf die Transmissionsverluste, hoffentlich hast Du auch eine KWL).
Wenn Du weiter optimieren möchtest dann schmeiss den Puffer raus, mach alle ERR auf, senke die Vorlauftemp. schrittweise bis es nicht mehr ausreichend warm ist und schau, dass Du die Hysteres der Regelgröße etwas erhöhst. Dann wirds was.

By the way: Dir wurde eine teure, modulatinsfähige WP vertickt. Die Modulation fängt aber erst bei >3kW an. Darunter taktet die Anlage. Dein Gebäude ist aber so gut gedämmt, dass (bezogen auf die Transmissionsverluste) erst bei ca. -20°C AT die Modulationsgrenze überschritten wird. Diese AT kommen so gut wie nie vor. Eigentlich hättest Du Dir auch eine einfache Ein/Aus-WP kaufen können und dazu noch wesentlich kleiner (günstiger).


Grüße, Schultes

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 31.12.2011 13:20:41
0
1637006
Hallo zusammen.

Ein Überströmventil könnte das Verhalten erklären. Dann würde immer z.B. 80% des Heizwassers nur im Kreis gepumpt zwischen WP und Puffer. Nur ein sehr kleiner Teil ginge in die FBH.

Dazu braucht man kein Überströmventil. Die meisten hier kriegen das auch so hin: indem sie nämlich die Umwälzpumpe in der WP einen wesentlich größeren Volumenstrom machen lassen als die Umwälzpumpe im Heizkreis.

Gruß,
Bernd

Verfasser:
warmup
Zeit: 31.12.2011 13:23:01
0
1637009
Hi Frank,
der WP-Kreis hat eine eigene Pumpe. Die befördert das Wasser in den Puffer. Von dort aus entnimmt der FBH-Kreis das Wasser und hierher wird es auch zurückgepumpt. der WP-Rücklauf kommt dann wiederum aus den Puffer und geht ab Richtung WP - Was sich im Puffer befindet (Vitocel 100) weiß ich leider nicht.

Kannst Du damit mehr anfangen?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 31.12.2011 13:33:32
0
1637022
@warmup,

ja, klingt furchtbar. Der Puffer fungiert hier als hydraulische Weiche, und ist nicht passend dafür einreguliert. Leider typisch. Gibt hier einen Haufen vergleichbare Fälle. Bernd ist spezialisiert darauf und kann dir sicher ein paar Links zu aktuellen Leidensgenossen geben. Da kannst du auch nachlesen, wie man die Situation kurzfristig bessern kann.

Würde die Anlage umbauen lassen. Aus der WP direkt in den Heizkreis ohne Umweg über den Puffer. Und natürlich nur mit einer einzigen Umwälzpumpe. Bei so vielen ständig offenen Heizkreisen brauchst du absolut keinen Puffer. Hier wird nur Energie vergeudet.
Kenne das Regel- und Betriebsverhalten dieser speziellen Wärmepumpe nicht. Bei einer modulierenden WP kann man aber prinzipiell die Heizkurve sehr flach legen. Würde es nach Umbau mal versuchen mit RL 23 / 25 / 27° und 1° Hysterese bei +10 / 0 / -10°.

Grüße
Frank

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 31.12.2011 16:00:00
0
1637134
Hallo zusammen.

@ Frank

Bernd ist spezialisiert darauf und kann dir sicher ein paar Links zu aktuellen Leidensgenossen geben

Hach, wie gemein! Das wird dann garantiert wieder ein ziemlich textintensives Projekt ;-)


@ Warmup

Im Prinzip gehts darum, den Volumenstrom der UWP in der WP (UWP-WP, die das Heizwasser von der WP in den Puffer und wieder zurück pumpt) mit dem Volumenstrom der UWP im Heizkreis (UWP-HK, die das Heizwasser vom Puffer in den Heizkreis und wieder zurück pumpt) halbwegs in Einklang zu bringen.

Ich weiss auch nicht so genau wie Deine modulierende WP den Volumenstrom handhabt. Ich könnte mir vorstellen, dass die UWP-WP abhängig von der aktuellen Leistung der WP pumpt. Wenn das so ist und die UWP-HK diese Änderung nicht mitmacht, dann wirds natürlich schwierig die beiden Volumenströme anzugleichen.

Meist ist es aber so, dass
- die UWP-WP viel zu hoch eingestellt ist, also zu viel Volumenstrom macht
- die UWP-HK relativ zu wenig Volumenstrom macht, und auch noch nach irgendeinem Kriterium den Volumenstrom regelt (was in Deinem Fall auch ganz gut sein könnte).
Der Unterschies im Volumenstrom verquirlt das Wasser im Puffer und sorgt unter anderem auch dafür, dass die WP ständig auf einem zu hohen Temperaturniveau laufen muss (siehe erster link).

Threads in denen das behandelt wird:

Das allgemeine Problem bei Parallelpuffer oder Weiche:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/126104/Schadensbegrenzung-bei-bei-Betrieb-von-Waermepumpen-ueber-hydraulische-Weiche-oder-Parallelpuffer?highlight=schadensbegrenzung


aktuelle threads zu diesem Problem:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/137799/VWS-103-2-Strom-Jahresverbrauch-zu-hoch-?page=2

....den Fall kann man als gelöst betrachten. War recht einfach, hier musste man im wesentlichen die UWP-HK auf manuell und die entsprechende Leistung stellen, dann passte es.

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/138198/BWL-1-12A-mit-Trennspeicher-Messung-nach-Forums-Art

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/138291/Vailant-Geotherm-142-2-Jahresarbeitszahl-3-1-Bitte-um-Hilfe

...hier wird noch gekämpft ;-)


Im Prinzip müsstest Du als erstes eine Betandsaufnahme machen:
- wie stehen UWP-WP und UWP-HK jetzt?
- und eine Messreihe mit den 4 Temperaturwerten am Puffer (siehe links) während eines Heiztaktes aufnehmen und posten.

Gruß,
Bernd

Verfasser:
steve
Zeit: 31.12.2011 16:19:35
0
1637152
Hi

um die Ausführung von @Bernd zu ergänzen, mit welcher Auslastung läuft die WP während des Heiztaktes, kann man das in der Steuerung sehen? Dümplet sie mit 3 kW rum, oder dreht sie auf 9 kW hoch?

Gruß
Steve

Verfasser:
warmup
Zeit: 31.12.2011 17:15:57
0
1637205
Hi Bernd,
Hi Frank und alle Anderen,

da ich schon so einiges experimentiert habe, anbei das was ich so alles rausgefunden habe:
Ein genaue Messreihe werde ich hoffentlich morgen nachreichen können:

@steve:
Den Stromzähler sehe ich während eines Laufs eigentlich immer bei rund 2 bis 3 kWh. Ansonsten wüßte nicht, woran ich das ablesen könnte

@bernd:
Die HK-Pumpe (Grundlos Alpha2) läuft permanent auf Maximum (22W in der Anzeige).
Die Pumpe des WP-Kreises (WPK) Wilo-STD) läuft auf Stellung II (Auswahl 1-3 möglich).

An der HK-Pumpe habe ich bisher noch nichts rumgestellt, da ich bisher der Meinung war schneller Wasser in der HKZ bringen sei sinnvoll (hatte der Viessmann so eingestellt).

Auf der Suche nach weiterem Optimierungspotential habe ich die WPK-Pumpe mal von Stufe II auf I gestellt. Dies erhöhte die Spreizung auf 9K, die Laufzeit der LWP verlängerte sich nun auch und der HK-Vorlauf ging während des Laufs auf bis zu 38K hoch. Was mich nun allerdings wunderte ist, dass nach ca. 40 Minuten (Der WPK-Rückauf hatte 29K, von 31 angeforderten) die Kältekreisumkehr gestartet wurde. Hierbei wurde WP-Vor und Rücklauf auf ca 17K abgekühlt. Als es dann wieder von vorne losging habe ich diesen Versuch abgebrochen und den Threat hier gestartet.

Aktuell sieht der Lauf einer Wärmepumpe so aus, dass der WP-Vorlauf auf 32K hoch geheizt wird und sich dann langsam auf 38K steigert, wobei der Rücklauf immer 5K unterhalb dieses Wertes bleibt.

Der HK-Vorlauf steigt in dieser Zeit langsam auf 35K und die Puffer-Temp auf 34-35K. Aktuell (wird dann bei der WP-Rücklauf von 31K abgeschaltet).
Leider habe ich im Rücklauf des HK nur ein Zeigerinstrument. Dies steigt während des Laufs von 23K auf 26K an.

Reicht das für den Anfang oder brauchst Du eine genaue Messreihe.
Ich habe das mittlerweile schon so oft beobachtet, dass ich diese eigentlich fast auswendig aufsagen können müßte :-)

Guten Rutsch erstmal

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 31.12.2011 17:37:00
0
1637223
Hallo Warmup,

das sieht dann also so aus, dass der Heizkreis im Rücklauf deutlich unter der Temperatur vom WP-Rücklauf bleibt. Das würde bedeuten, dass der Volumenstrom der UWP-HK deutlich geringer ist als der Volumenstrom der UWP-WP.

Kannst Du mal bitte prüfen, ob das Zeigerinstrument korrekt anzeigt? Du müsstest dann eine Zeit lang (recht lange) sowohl UWP-WP als auch UWP-FBH ohne Kompressor laufen lassen. Dann müssten sich nach und nach alle 4 Temperaturen auf den gleichen Wert einstellen.
Am besten machst Du das, wenn die WP schon eine Zeit lang nicht gelaufen ist, also Puffer- und Fußbodentemperatur schon in etwa gleich sind.

Hast Du beim hydraulischen Abgleich den Durchsatz der längsten Kreis auf Maximum gestellt?

...und auch Dir einen guten Rutsch!

Gruß,
Bernd

Verfasser:
steve
Zeit: 31.12.2011 18:13:14
0
1637252
Hi

du hast 2 kwh Stromverbrauch in einer halben Stunde? Das ist doch Volllast für die Vitocal, sie regelt die Leistung nicht runter. Du hast eine sehr hohe RL Temperatur eingestellt, warum? Ich denke der RL der WP steigt zu langsam an, damit schwingt die Leistungsregelung der WP.
Ich kenne die WP leider nicht, weiß daher nicht wieviel Zeit bleibt bis die Ist RL Temperatur sich entsprechend der Soll RL Temperatur einstellen darf, bevor die Leistung der WP das Maximum erreicht hat.
So wie ich das sehe, schwingt die Leistungsregelung zwischen 0 und Maximum, da die WP erstmal zuviel Leistung in den Heizkreis einbringt, die RL steigt, die WP regelt zurück, aber da sie schon viel zu viel Leistung in den Heizkreis reingesteckt hat, steigt die RL Temp erstmal weiter an, obwohl die WP schon wieder bis auf 0 runtergeregelt hat, das wars sie schaltet ab, einen eingeschwungen Arbeitspunkt erreicht die Vitocal damit nie, sie taktet wie eine ungeregelt WP.


Gruß
Steve

und ein schönes neues Jahr

Verfasser:
hübi
Zeit: 31.12.2011 18:46:59
0
1637284
Hallo,

Bin seit einem Jahr Betreiber einer Vitocal 300-A und wohne in einem Niedrigenergiehaus 30kWh/m2/a mit 185m2.

Möchte dich zunächst darauf hinweisen, dass von Viessmann ein Mindestdurchfluss während des Betriebs der Wärmepumpe vorgeschrieben ist. Dieser min. Volumenstrom beträgt 1550 l/h. (Montage und Serviceanleitung S 252)
Wenn du also mit der Stufenumschaltung der WPK Pumpe experimentierst, bitte vorher das Datenblatt der Pumpe studieren. Falls du unter den Mindestdurchfluss kommst, könntest du aus der Garantie fallen.

In meiner Anlagenkonfiguration gibt es keinen Pufferspeicher und die Anlage funktioniert seit einem Jahr tadellos.

Für mich gibt es zwei Gründe für einen Pufferspeicher:
- Es gibt Fußbodenheizung und normale Heizkörper, die beiden Heizsysteme brauchen unterschiedliche Temperaturen, die man mit Puffer und Mischern erreichen kann.
- Verhindern, dass sich die WP zu oft ein und ausschaltet. Dies gilt vorallem für nicht modulierende Luft-WP. Damit das erreicht wird, braucht man aber einen sehr großen Puffer oder muss den Puffer auf hohe Temperaturen erwärmen. Beides geht auf Kosten der Effizienz.

In meinem Haus gibt es nur FB. Habe mich daher für die modulierende WP ohne Pufferspeicher entschieden. Hat allerdings einige Überzeugungsarbeit beim Haustechniker und bei Viessmann gebraucht.


Lg

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 01.01.2012 11:37:26
0
1637424
Möchte dich zunächst darauf hinweisen, dass von Viessmann ein Mindestdurchfluss während des Betriebs der Wärmepumpe vorgeschrieben ist. Dieser min. Volumenstrom beträgt 1550 l/h. (Montage und Serviceanleitung S 252)
Wenn du also mit der Stufenumschaltung der WPK Pumpe experimentierst, bitte vorher das Datenblatt der Pumpe studieren. Falls du unter den Mindestdurchfluss kommst, könntest du aus der Garantie fallen.


Ach was. Diese "Mindestumlaufmenge" ergibt eine Spreizung von 5° und bezieht sich nur auf diesen willkürlich gewählten Wert, weil 5K Spreizung nun mal der übliche Referenzwert für Leistungsdaten bei Wärmepumpen ist. Man kann diese wie jede andere Wärmepumpe genauso gut auch mit 10 oder 15° Spreizung betreiben, also mit der Hälfte oder gar einem Drittel der Mindestumlaufmenge. Natürlich nicht sinnvoll an einer Fußbodenheizung. Die Geräte werden auch ausnahmslos mit 10K Spreizung getestet.

Viele Hersteller schreiben was von Mindestumlaufmengen bei Heizwasser und Sole. Bei meiner eigenen Viessmann-WP stand im Datenblatt auch eine Menge, die 3° Spreizung bei der Sole entsprach. Diese Menge durfte unter gar keinen Umständen unterschritten werden. Im Betriebshandbuch stand dann weiter hinten: "Solespreizung 3-5°". Gibt auch hydraulisch schlecht laufende Anlagen ( z.B. verstopfter Filter ), die mal mit 7 oder 8° Spreizung soleseitig betrieben wurden. Das passiert nichts und ganz sicher verliert man keine Gewährleistung, wenn man den "Mindeststrom" unterschreitet. Das löst bei denen nicht mal ein Schulterzucken aus.

Grüße
Frank

Verfasser:
warmup
Zeit: 01.01.2012 14:38:42
0
1637576
Ein gesundes neues Jahr wünsche ich allen!
Ich habe die frühen, ruhigen Morgenstunden mal genutzt, um eine Messreihe durchzuführen. Auch wenn wir derzeit eine AT von 8K haben, sollte das IMO nichts am grundsätzlichen Ablauf ändern:

Min WVL WRL HKVL HKRL Puffer Strom (Watt)
0 24 24 24 24 24 0
1 25 24 24 24 24 20
2 27 25 24 24 24 20
3 30 25 24 24 24 2000
4 30 25 25 24 24 2000
5 31 25 26 24 24 2000
6 32 25 27 24 25 2000
7 32 25 27 24 25 2000
8 33 26 28 24 25 2000
9 33 26 29 24 26 2100
10 34 27 29 24 27 2100
11 34 27 30 24 27 2100
12 34 28 31 24 28 2100
13 35 28 31 24 29 2100
14 35 28 32 24 29 2100
15 35 28 33 24 30 2200
16 35 29 33 25 31 2200
17 35 29 33 25 31 2200
18 36 30 34 25 32 2300
19 36 30 34 25 32 2300
20 36 30 34 25 32 2300
21 36 31 35 26 32 2300
22 37 30 35 26 33 2300
23 37 30 35 26 34 2300
24 37 31 36 26 34 2300
25 37 31 36 26 35 2300
26 37 32 36 26 35 2300
27 34 32 36 26 35 0
28 32 32 36 26 35 0

Die Werte HKRL wurden vom Zeigerinstrument abgelesen!

@Hubi: Vielen Dank für die Info - ich habe mit der Anlage lediglich 1x Serviceanleitung für die Fachkraft und 1x für den Anlagenbetreiber erhalten. Erstere hat aber nur 208 Seiten. Gibt es da noch eine andere?

@steve: Nein, der IST-Verbrauch auf dem Stromzähler ist 2KWH (siehe oben). Scheint auch den ganzen Dezember so gewesen zu sein, da ich tgl. Stromverbrauch, Einschalthäufigkeit und Betriebsstunden ablese. Im Schnitt sind das 12KWH, 10-12Schaltungen und 6-8Stunden tgl.
Die RL-Temp habe ich so eingestellt, dass es im Haus die gewünschte Temperatur hat. Wenn ich mit dem RL runtergehe wird es kühler und meine Mädels steigen mir auf´s Dach :-)

@Bernd: Leider weiß ich nicht, wie ich die WK-Pumpe separat anschalte. Hab aber einfach mal die Instrumente von VL und RL getauscht (das VL-Instrument Arbeit ja korrekt). Hat aber gar nichts geändert.
Da die Messreihe ja auch be i 24K beginnt ist wohl alles korrekt - naja zumindest die Instrumente :-)
Thema:Hydraulischer Abgleich - Ja die großen HK sind voll aufgedreht. Lediglich der kleine im WC ist um 50% reduziert und halt in den Schlafzimmern.

Verfasser:
Papalf
Zeit: 01.01.2012 14:51:53
0
1637587
Zitat von warmup Beitrag anzeigen
Ein gesundes neues Jahr wünsche ich allen!

...Die Werte HKRL wurden vom Zeigerinstrument abgelesen!...


Danke gleichfalls !

Die Sensorwerte werden in der Regelung komfortabel aufgelistet: klick
Schau mal nach dem Pufferspeichersensor, der sollte mE nicht 5K Abweichung zum WP-Vorlauf haben. (Min. 15)

Verfasser:
warmup
Zeit: 01.01.2012 15:26:21
0
1637607
Zitat von Papalf Beitrag anzeigen
Zitat von warmup Beitrag anzeigen
[...]


Danke gleichfalls !

Die Sensorwerte werden in der Regelung komfortabel aufgelistet: klick
Schau mal nach dem Pufferspeichersensor, der sollte mE nicht 5K Abweichung zum WP-Vorlauf haben.[...]


Ja, die Werte habe ich aus dieser Auflistung abgelesen - nur der Heizkreis-Rücklauf wird eben nicht dort angezeigt

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 01.01.2012 15:28:52
0
1637610
Hallo zusammen.

Ein gutes Jahr 2012 Euch allen.

@ Warmup

Ok, dann bleibt es beim vermuteten Sachverhalt: dass der Heizkreis im Rücklauf deutlich unter der Temperatur vom WP-Rücklauf bleibt. Das bedeutet, dass der Volumenstrom der UWP-HK deutlich geringer ist als der Volumenstrom der UWP-WP.

Da der FBH-Volumenstrom ausgepokert ist (UWP-HK auf max, hydraulischer Abgleich auf max Volumenstrom), kannst Du nur noch die UWP ín der WP von 2 auf 1 stellen.
Das kannst Du Dir leisten, da ja bei der recht hohen AT (und der damit verbundenen hohen Leistung der WP) nur gut 6 °C Spreizung entstehen.

Also: UWP-WP auf 1, und dann noch mal messen.

Gruß,
Bernd

Verfasser:
warmup
Zeit: 01.01.2012 20:06:07
0
1637796
Hi Bernd,

Ich hatte das schonmal versucht, wurde dann aber unsicher und hatte diese Anfragen gestellt (siehe auch mein erstes Posting)

.......
Auf der Suche nach weiterem Optimierungspotential habe ich die WPK-Pumpe mal von Stufe II auf I gestellt. Dies erhöhte die Spreizung auf 9K, die Laufzeit der LWP verlängerte sich nun auch und der HK-Vorlauf ging während des Laufs auf bis zu 38K hoch. Was mich nun allerdings wunderte ist, dass nach ca. 40 Minuten (Der WPK-Rückauf hatte 29K, von 31 angeforderten) die Kältekreisumkehr gestartet wurde.
......

Mir ist nicht ganz klar, warum nun die Kältekreisumkehr startet, ob das positiv oder negativ ist und welches die Auswirkungen sind. Nachdem diese gestartet wurde und erstmal WP-VL und -RL auf unter 15K runter gekühlt wurden startete der Heizlauf von neuem. Ich habe es dann erstmal abgebrochen, weil ich mir unsicher wurde.

Aktuelle Forenbeiträge
reglerprofi schrieb: Der Preisunterschied zwischen Cat5e und Cat6/Cat7 beträgt nur ca. 0,25€ pro Meter. Der Arbeitsaufwand ist identisch und da stellt sich die Frage nach 100Mbit oder 1000Mbit nicht mehr! Viele Grüße Jürgen...
donnermeister schrieb: Ja, bei Heizkurve und Heizzeiten muss man probieren. Bei den Heizzeite muss du auch bedenken, daß 9 bis 19 Uhr nur 10 Stunden sind. Abzüglich ca. eine Stunde WW bleiben nur noch 9 Stunden heizen übrig....
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Läuft die Vitocal 300A optimal?
Verfasser:
warmup
Zeit: 01.01.2012 20:06:07
0
1637796
Hi Bernd,

Ich hatte das schonmal versucht, wurde dann aber unsicher und hatte diese Anfragen gestellt (siehe auch mein erstes Posting)

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Auf der Suche nach weiterem Optimierungspotential habe ich die WPK-Pumpe mal von Stufe II auf I gestellt. Dies erhöhte die Spreizung auf 9K, die Laufzeit der LWP verlängerte sich nun auch und der HK-Vorlauf ging während des Laufs auf bis zu 38K hoch. Was mich nun allerdings wunderte ist, dass nach ca. 40 Minuten (Der WPK-Rückauf hatte 29K, von 31 angeforderten) die Kältekreisumkehr gestartet wurde.
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Mir ist nicht ganz klar, warum nun die Kältekreisumkehr startet, ob das positiv oder negativ ist und welches die Auswirkungen sind. Nachdem diese gestartet wurde und erstmal WP-VL und -RL auf unter 15K runter gekühlt wurden startete der Heizlauf von neuem. Ich habe es dann erstmal abgebrochen, weil ich mir unsicher wurde.
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