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Datenschutzhinweise

Dämmung des Daches
Verfasser:
Nick
Zeit: 19.12.2004 21:31:05
0
124217
Sorry, mal eine kleine Frage, die wohl nicht wirklich in dieses Forum gehört.

Die Heizkörper in den Räumen meines Dachgeschosses erweisen sich derzeit als etwas unterdimensioniert. Durch entsprechende Programmierung (Heizkennlinie) meiner außentemeraturgesteuerten Heizungsanlage bekomme ich UG, EG und 1. OG meines Altbaus wunschgemäß bei jeder Witterung auf 20 Grad, nur das DG bleibt bei 18 Grad hängen.

Ungern möchte ich durch Parallelverschiebung der Keizkennlinie die Vorlauftemperatur zu Gunsten des Dachgeschosses erhöhen, um dann in allen anderen Etagen die Thermostatventile zum "Abkneifen" benutzen zu müssen.

Der Dachboden über dem DG ist sehr kalt, da das Dach völlig ungedämmt ist. Darin sehe ich die Hauptursache meines Problems. Diesen Zustand möchte ich so bald wie möglich ändern. Welcher Handwerker ist für die fachgerechte Wärmedämmung zuständig? Dachdecker, Trockenbauer oder wer...?

Vielen Dank für Antworten auf eine derart banale Frage. ;-)

Verfasser:
heiznix
Zeit: 19.12.2004 21:34:38
0
124220
Kommt drauf an:

Wenn Du das Dach neu eindecken läßt wird alles vom Dachdecker erledigt.

Beläßt Du das Dach und rückst der Sache von innen zu Leibe, dann macht es der Trockenbauer.

Gruß heiznix

Verfasser:
OldBo
Zeit: 19.12.2004 21:40:29
0
124223
Moin Nick,

Dämmplatten auf die Decke des DG's. Wenn der Boden begehbar sein soll, Spanplatten drauf. Dann stimmt es auch mit der Temperatur im OG.

Die Arbeit kann von verschiedenen Gewerken ausgeführt werden. Auch Eigenleistung ist möglich.

Gruß

me. Bruno Bosy, NF
www.Bosy.de.vu

Verfasser:
Nick
Zeit: 19.12.2004 21:48:18
0
124227
@heiznix

Das Dach wurde vor knapp 20 Jahren ganz neu gemacht und dieses Jahr ausgebessert. Ich werde mal den Stukkateurmeister ansprechen, der im Rahmen meiner Sanierung alles von Rigips über Putz bis zu den Fliesen organisiert hat. Danke. :-)

@OldBo

Den Boden unter'm Dach zu dämmen, wäre natürlich auch eine überlegenswerte Möglichkeit. Allerdings wird der Fußboden dann deutlich höher, was Probleme im Bereich des Zugangs über eine klassische, feststehende Holztreppe verursachen könnte.

Wäre es wesentlich unaufwendiger und preiswerter, den Boden zu dämmen, anstatt Dämmaterial und Dampfsperre zwischen die nackten Dachsparren zu klemmen?


Verfasser:
Marcell
Zeit: 19.12.2004 21:51:07
0
124229
Hallo Nick,

schau doch mal auf der Seite von www.iwu.de nach. Dort unter Download und dann Energiesparinfos, dort sind einige Infos zu dem Thema zu finden. Ebenfals kann ich das RWE Bau - Handbuch 13. Ausgabe sehr empfehlen dort sind ebenfals reichlich Infos zu finden.

Gruß

Marcell

Verfasser:
Nick
Zeit: 19.12.2004 22:10:08
0
124239
@Marcell

Die Broschüre vom IWU ist wirklich sehr informativ, vielen Dank! :-)

Verfasser:
Nick
Zeit: 19.12.2004 22:22:37
0
124249
@OldBo

Nachtrag:

Der Dachboden hat über 80 qm an reiner Bodenfläche (also bis in den letzten Winkel unter den Dachschrägen). Den Keller möchte ich, vom Heizungsraum mal abgesehen, vollständig für Wohnzwecke ausbauen, sodass ausschließlich der Dachboden als "Rumpelkammer" und Vorratsraum herhalten soll.

Dennoch fände ich es wohl ganz angenehm, wenn der Dachboden durch die "Dachsparrendämmung" zumindest völlig frostfrei bleiben würde. Natürlich würde eine gewisse "Mitbeheizung" durch das Dachgeschoss stattfinden. Trotzdem hoffe ich, dass in den Räumen des Dachgeschosses ein derartiger Effekt spürbar wird, dass die Temperaturdifferens zwischen DG und den anderen Räumen max. 1 Grad beträgt. Das würde mir schon reichen...

Verfasser:
Seemann
Zeit: 23.12.2004 12:14:59
0
125791
Hallo Nick,

was für ein Haus hast. Welcher Art ist die Decke zum Dachboden?

Bei einer Holzbalkendecke zum Dachboden habe ich folgendermaßen gedämmt. Haus Baujahr 1917

1. Dielung hochgenommen
2. Einschubdecke zwischen den Holzbalken einschließlich der Lehmschüttung hochgenommen
3. Auf den Balken quer zur Verlegerichtung der Balken Dachlatten verschraubt (60 mm x 40 mm)
4. Die Zwischenräume zwischen den Balken mit Perlite aufgefüllt bis zur Einschubdecke
5. Einschubdecke und Lehmschüttung wieder eingebracht
6. Rest bis zur Höhe der aufgeschraubten Dachlatten mit Perlite aufgefüllt
7. Dielung wieder aufgeschraubt

Effekt der Dämmung war eine deutliche Heizkosteneinsparung, die Temperatur im OG hat sich zudem von max. 18 Grad C auf jetzt 22 Grad C erhöht bei gleicher Thermostateinstellung.

Von einer Dämmung eines unbeheizten und unbenutzten Dachgeschosses würde ich die Finger lassen. Da das Dachgeschoss dann nicht mehr zwangsbelüftet wird, aber durch Diffusion über die obere Geschossdecke jede Menge Wasserdampf transportiert wird, kommt es im Dachgeschoss dann irgendwo zur Kondensation des Wasserdampfes und den entsprechenden Folgen. Der Effekt dieser Dämmung ist auch bei weitem nicht so hoch, und ob das Dachgeschoss frostfrei bleibt ist auch nicht sicher.

Viele Grüße und Frohes Fest

Verfasser:
Nick
Zeit: 23.12.2004 12:25:19
0
125795
@Seemann

Die Decke zum Dachboden ist massiv aus Beton (ca. 23cm) wie alle anderen Geschossdecken auch.

Hmm... jetzt weiß ich natürlich noch nicht so recht, was ich machen soll...

Verfasser:
Seemann
Zeit: 23.12.2004 12:56:21
0
125807
@Nick

Egal wozu Du Dich entscheidest.

Ein Vorschlag bei Dämmung der Geschossdecke von oben:

Auf die Betondecke Lagerhölzer aufbringen. Am besten mit Dachlatten über Kreuz (90 Grad versetzt) um nicht unnötig Wärmebrücken zu erzeugen. Ist auch billiger, als Kanthölzer. Dann eine Dämmschüttung einbringen. Oben auf die Hölzer eine diffusionsoffene Abdeckung. Je nach gewünschter Optik zwischen Schalbrettern bis zur hochwertigen Dielung alles möglich. OSB-Platten würde ich nicht nehmen, da die sehr wasserdampfdicht sind und die Gefahr besteht, dass dann an der Unterseiter der Platten Wasserdampf kondesiert.

Vielleicht habe ich ein bischen geholfen.

Verfasser:
Seemann
Zeit: 23.12.2004 13:19:17
0
125817
@Nick

Nachtrag:

Die Dämmung der Geschossdecke ist wesentlich einfacher und billiger als die Dämmung des Daches. Die Fläche der Decke ist wesentlich geringer, als die Fläche des Daches, es kann also wesentlich weniger Wärme nach außen abgegeben werden, also weniger Verluste.
Wenn Dämmung des Daches, dann würde ich mir das zugeschnitten auf Dein Haus mal richtig berechnen lassen, damit es nicht zu Schäden kommt.

Verfasser:
Nick
Zeit: 23.12.2004 16:21:23
0
125900
@Seemann

Der Dachboden soll als Vorratsraum und Rumpelkammer genutzt werden. Derzeit ist es da oben zwar recht kalt aber frostfrei. Wenn ich den Boden dämme, ist es mit der Frostfreiheit ja wohl (gewollterweise) vorbei. Entsprechend müsste ich kälteempfindliche Sachen schon woanders lagern...


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