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Unterschied P/PI/PID-Regler
Verfasser:
Peter3
Zeit: 22.12.2004 00:13:35
0
125208
Hallo,

Kann mir jemand den Unterschied (also proportional/Integral und Differentialverhalten habe ich beim googlen schon gefunden) aber was bedeutet das konkret.

Bei welchen Anwendungsgfall brauche ich welchen Regler


Danke

gruß

Peter

Verfasser:
Martin Heck
Zeit: 22.12.2004 00:32:13
0
125214
Hallo Peter3,

ein Regler reagiert immer auf eine Soll- Ist- Wert Abweichung, also den Unterschied zwischen Sollwert und tatsächliche gemessenem Wert (natürlich bezogen auf die Messstelle), die sogenannte Reglerabweichung.
Ein P-Regler gibt einen Stellwert proportional dem Unterschied der Reglerabweichung aus.
Ein I-Regler gibt einen Stllwert aus, dessen Wert sich äquivalent der Reglerabweichung immer erhöht.
Hier spilet also die Zeit eine wichtige Rolle.
Der i-Wert ist die Steilheit in Abhängigkeit der Reglerabweichung.
ein D-Regler reagiert nur auf Änderungen der Abweichung, also auf sich ändernde Istwerte. Eine konstante Reglerabweichung ergibt Null als Ausgangswert.
der PI-Regler und PID-Regler sind Mischungen aus den Komponenten.
Typischerweise P-Rgler -> Boilerladung, Aussentemperatur abh. Vorlauf-Regelung.
Typischerweise PI-Rgler -> Raumabhängige Regelung und Lüftungsregelung z.B. Zuluftregler.
PID-Regler -> Druckregler bei Klimaanlagen, Raumtemp-Regler mit Störgrößenaufschaltung.

mfG
Martin

Verfasser:
berndg
Zeit: 22.12.2004 08:18:36
0
125247
dem p- regler ist systembedingt eine bleibende abweichung inneliegend. die abhängig von der verstärkung ist;
eine zu große verstärkung führt zum schwingen.

I ANteil zb um volumenanteile zu regeln; zb der alte spülkasten.

d- anteil um großen störungen zusätzlichen entgegen zuwirken.

der d anteil macht kein sinn bei systemen mit großen zeitkonstanten also therm prozessen wie die heizung

ansonsten mal hier
http://de.wikipedia.org/wiki/PID-Regler#PID-Regler

mfg berndg

Verfasser:
Martin Heck
Zeit: 22.12.2004 09:32:39
0
125291
stimme Berndg voll zu.

der P-Regler kann nie den genauen Sollwert erreichen, da die Regelabweichung dann Null währe und somit kein Ausgangssignal anstehen würde. Er nähert sich dem zwar, aber je kleiner der Abstand desto langsamer.

Ein Typischer P-Regler ist auch der Heizkörper-Thermostat.
Beim I-Regler bzw. PI-Regler muß man allerdings mit dem I-Wert vorsichtig umgehen, denn vor allem Thermische Regelstrecken (z.B. Räume oder ganze Wohnungen) habe eine stärke Zeitverzögerung, bis die Wirkung einsetzt (Totzeit). Dann kann der Regler vileicht schon zu weit aufgeregelt haben, was dann ein Überschwingen erzeugt, das heisst der Sollwert wird überschritten und der Regler regelt wieder zu. Das kann sich mehrmals widerholen und sollte durch entsprechende Einstellungen vermieden werden.

Um die Sache ganz zu nennen, es werden meistens sogenannte Kaskaden eingesetzt. Das heisst, dass der Ausgang eines Reglers als Sollwert eines nachfolgenden Reglers dient.
Beispiel: Einfache Aussentemperaturgeführte Vorlauftemperatur Regelung.
Der Sollwet der Vorlauftemperatur wird durch einen P-Regler aus dem Istwert der (meist gedämpften) Aussentemperatur erzeugt. (Heizkurven Steilheit)
Dieser Vorlauf-Sollwert stellt mit Hilfe eines PI-Reglers den Stellmotor des Mischers.
Es ist somit eine P-PI-Kaskadenregelung.

mfG
Martin

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