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29.12.2012 20:15:26 |
Zu Franks @fdl1409 Beitrag betr. WP- Regelungen versuche ich hier mal ein neues Thema weil es auf eine altes Problem der meisten WP-Heizungen ohne Puffferspeicher m. Mischerausgang betr. hoher Bad-Temp. und der ERR eingeht: Anm.: Die Kondensatorlösung bezieht sich ausschließlich auf die dreistufig von Hand umschaltbare Heizungspumpe in den Vaillant WP! Zitat von fdl1409  …Kondensatorlösung…Daran hat mich immer gestört, dass dies m.E. eine Beeinträchtigung der Regelfunktion nach sich ziehen muss - die Abkühlung des Heizwassers in der gedämmten Leitung ist eine völlig andere als in der FBH. Eine Abregelung auf Mindestdrehzahl hat auch insofern Vorteile, als dadurch in den Taktpausen die Welligkeit der FBH fast völlig weggeglättet wird, was ja immer als wünschenswert dargestellt wird. Beschäftige mich gerade mit Regelkonzepten für WP, und dabei ist mir klar geworden, dass die Heizungspumpe in den Taktpausen wirklich komplett aus muss. Nicht wegen der paar Watt Restverbrauch einer Pumpe mit Mindestdrehzahl, sondern hauptsächlich wegen der Temperaturproblematik im Bad. Dazu habe ich schon öfters was geschrieben und mir für meine nächste Anlage die Lösung ausgedacht, die Badkreise in den Taktpausen durch Stellmotoren zu schließen. Abschaltung der Heizkreispumpe ist natürlich genauso gut und schlägt zudem 2 Fliegen mit einer Klappe… Die Kondensatorlösung berücksichtigt dies bereits da die Pumpe in den Pausen mit einer „betriebssicheren“ Mindestdrehzahl bzw. Mindestvolumenstrom betrieben wird (hier ohne Kondensator ca.1.600L/h u. mit Kondensator etwa 500L/h) Zitat von fdl1409  Um das noch einmal zu verdeutlichen: in den Taktpausen wird das Bad gekühlt durch Verschleppung der Wärme in kühlere Räume. Vor allem in der Übergangszeit wird es allein durch diesen Faktor so gut wie unmöglich, ein Bad auf 24° zu heizen, wenn man eine flache Heizkurve hat. Angenommen ich habe einen Takt mit VL 28°, dann habe ich im Bad z.B. 28/25, in anderen Räumen 28/22 im Mittel 28/23°. Sobald der Verdichter abgeschaltet ist fällt der VL innerhalb 1-2 Minuten auf 23°, und dann weiter auf 21° bis zum nächsten Kompressorstart. In dieser ganzen Zeit ist der VL also kälter als die Wunschtemperatur im Bad, und kälter als der RL im letzten Takt war. Ergebnis: das Bad wird kälter. Wenn man dann noch in der Übergangszeit nur 3 Stunden Laufzeit und 21 Stunden Taktpause hat dann wird völlig klar, wieso das Bad nie warm werden kann. Fazit: die Badkreise müssen in den Taktpausen abgeschaltet werden, entweder durch Schließen dieser Kreise oder durch Abschalten der Heizkreispumpe. Das ist eine der wichtigsten Maßnahmen für die Auslegung der Bäder, mindestens so wichtig wie die Verlegedichte der FBH, eher noch bedeutender. Abschaltung der Umwälzpumpe wirkt sich auf diese Energieintegralreglung der Geotherm aus. Man kann diese Beeinflussung reduzieren, wenn man die Pumpe noch für 1-2 Minuten nachlaufen lässt. In dieser kurzen Zeit fällt die Temperatur des VL auf den Wert des RL. Über die gesamte Taktpause hätte man dann z.B. folgenden Verlauf: VL fällt von 28 auf 23° in 2 Minuten und dann auf 21° in der nächsten Stunde. Der größte Teil des für das Intergral wichtigen Absinkens lässt sich also schon durch einen Nachlauf von 1-2 Minuten erreichen. Danach entstehen nur noch geringe Unterschiede. Ob in der Leitung das Heizwasser weiter von 23 auf 22 oder auf 20° abkühlt macht für das Integral nicht mehr so viel aus wie der erste Sprung… Die Problem habe ich versuchweise bei uns per Estrichsensor zu lösen gesucht. Durch das erheblich verzögerte Ansprechen(Temp.-Änderung im Fußboden) hat sich dies aber nicht als praktikabel erwiesen. Zitat von fdl1409  Der Nachlauf spart auch Energie, denn ohne Nachlauf wird mehr Wärme im kühlen Abstellraum oder Keller abgegeben, wo ich sie nicht haben will.
Also Frage an Thomas_G: kannst du in deine Schaltung noch einen Nachlauf einbauen? Ist bei der Kondensatorlösung bereits berücksichtigt, da die Zuschaltung des Kondensators über die EIN/AUS-Schaltung der WQ-Pumpe gesteuert wird und die hat von Haus aus sowohl einen Vorlauf als auch Nachlauf der sogar in der Regelung in Grenzen konfigurierbar ist. Zitat von fdl1409  Andere Frage an alle Geotherm-Nutzer ( ihr kennt die Anlage besser als ich ): gibt es nicht eine Möglichkeit, die Kiste so zu betreiben, dass sie aus eigenem Antrieb die Umwälzpumpe abstellt? Zum Beispiel indem ich Betrieb an einem Puffer mit nachgeschaltetem Mischer und Heizkreispumpe simuliere? Wenn die Pumpe nur den Puffer lädt sollte sie doch abschalten in den Pausen. Muss dem Gerät ja nicht sagen, dass da gar kein Puffer ist. Nur, bzw. am einfachsten, durch Umverdrahtung der (alten)Pumpe auf die Ansteuerung der WQ-Pumpe Zitat von towi  Taktung der Heizkreispumpe bei WP`s...da sich wiederhohlt für WP-Betreiber verschiedener Fabrikate die Problematik der ständig laufenden Heizkreispumpe(HKP)stellt, möchte ich eine Lösung für die VIESMANN vitocal343 vorstellen. Diese Zusatzsteuerung ist seit nunmehr 4Jahren ohne Störungen der WP im Dauereinsatz. SchaltbildDiese Lösung stellt eine erweiterte Lösung bereits eingesetzter Anwendungen wie von Milka und Thomas_G. dar. http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/110718/Vaillant-VWS-VWW-Stromsparen-leicht-gemacht Der Vorteil dieser Extra- Steuerung ist der taktende Betrieb der HKP mit reduzierter Pumpenleistung(Stufe1)für 2min und ausgeschaltener(!) HKP für 13min oder 28min je nach vorher ermittelter Heizlast. Bei normalem Verdichterbetrieb läuft die HKP mit der am Drehwahlschalter eingestellten Leistung.Weiterhin ist ein HKP-Nachlauf wählbar. Diese Nachrüstung liesse sich sicherlich mit angepasster Parametereinstellung auch an anderen WP-Fabrikaten ausserhalb der Garantiezeit recht einfach realisieren. Für detalliertere Rückfragen und Hilfestellungen sowie Anregungen stehe ich gerne zur Verfügung... |
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29.12.2012 20:39:33 |
Interessante Betrachtung. Bin Befürworter der offenen Kreise. Im Bad würde ich ebenfalls eine Ausnahme machen. Meine AI mit Effizienz-UWP lässt zumindest schon mal von Haus aus 2 Steuerspannungen für Takt & Pause zu. Nach einem Heiztakt reduziert sich der Gesamt-Volumenstrom auf etwa 5 l/min. Hier könnte ich mir ein ÜV am HKV fürs Bad vorstellen. Schließt, wenn der Pumpendruck fehlt, öffnet, sobald die UWP auf Nominaldurchsatz hochfährt...
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29.12.2012 22:36:03 |
Hallo zusammen, kann mich den Vorstellungen von fdl nur anschliessen - es gibt keinen wichtigen Grund, die HKP in den Heizpausen ausser zu RLT-Erkennung weiter laufen zu lassen. Allerdings sollten für kurze Taktimpulse(schnelle zyklische Erkennung der RL-Temp.) die Anströmung der Heizkreise nicht zu gering eingestellt sein(zu geringe Pumpenleistung). Habe damals mit einem kleinen FU die Förderleistung testweise reduziert - unter 700l/h war keine Impulszeiten von <2min mehr machbar. Wenn die HKP mit geringerer Förderleistung in den Pausen weiter betrieben wird, spielt dass allerding keine Rolle. Um die Problematik mit der Badtemperatur besser in den Griff zu bekommen, könnte man ja in Abhängigkeit der Hydraulik über eine Vörrangschaltung einen hydr.ähnlichen Heizkreis zu Gunsten des Bad-HR sollange schliessen, bis im Bad die gewünschte Temperatur durch den höheren Volumenstrom im Bad-HK erreicht ist. Danach kann der Bad-HK geschlossen und der andere HK geöffnet werden. Allerding sollte der Gesamtvolumenstrom unter Beobachtung bleiben. Steuerungstechnisch kein Problem, da auf der Kleinsteuerung noch ein Ausgang frei ist. Eingänge gibts auch noch genug. Ist mal so´ne Idee. MfG - towi
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29.12.2012 23:12:14 |
Hallo Stefan, stimmt, ihr reduziert die Drehzahl in den Taktpausen mit der Kondensatorlösung. Hatte irgendwie im Hinterkopf, daß mal jemand von einer Abschaltung der Pumpe in den Taktpausen berichtet hat. Hab heute noch ein wenig nachgedacht, gibt vielleicht eine einfache Lösung. Ihr müßt mir da helfen, was die Geotherm kann und was nicht. Vorneweg: die Heizkreispumpe sollte komplett aus in den Taktpausen. Durch die Drehzahlreduzierung wird zwar schon 80-90% des Einsparpotenzials an Pumpenstrom ausgeschöpft, immerhin. Das hilft aber nur begrenzt für die Badproblematik. Wenn ich in der Übergangszeit an 18->20 Stunden pro Tag nur 1l/min durch das Bad pumpe macht das schon mehr als einen Kubikmeter. Wenn diese Masse um 1-2K aufgeheizt wird könnt ihr euch ausrechnen, was da an Wärme ausgetragen wird. Bei größerem Volumenstrom noch mehr. Zusätzliche Wandheizung hilft in der Übergangszeit auch nicht viel. Es wird mehr Wärme abgegeben, aber auch wieder mehr ausgetragen durch das genannte Problem. Das läuft ja so: im Heiztakt im Bad VL/RL 29/26°, andere Kreise 29/20-23°, Mittel 29/23°. Dann beginnt die Taktpause, und nach 1 Minute hast du im Bad VL/RL 23/26°. Sowohl Vorlauf als auch Rücklauf sinken dann immer weiter ab, aber während der gesamten Taktpause wird Wärme geklaut. Deshalb: Heizungspumpe aus, wenn immer möglich. Hatte für mein nächstes Projekt ja schon geschildert, daß ich in den Taktpausen mit stromlos geschlossenen Stellmotoren, die an die Solepumpe gehängt werden, die Badkreise in den Taktpausen absperren will, um die Wärmeverschleppung zu unterbinden. Bei der Geotherm könnte man das eigentlich auch mit der Heizungspumpe machen, also diese auf die Solepumpe umklemmen. Dazu sollten aber ein paar andere Bedingungen erfüllt sein. Ihr könnte mir hoffentlich sagen, ob das zutrifft: - Vorlaufzeit und Nachlaufzeit der Solepumpe sollten einstellbar sein - nur eine Pumpe für Heizbetrieb und Warmwasser. Solch eine Abschaltung wäre erst mal heikel bei einer nach Rücklauf geregelten Anlage. Aber gerade diese Integralregelung macht es möglich, wenn man eine kurze Nachlaufzeit schalten kann. Die Nachlaufzeit soll so bemessen sein, daß RL und VL gerade gleich oder fast gleich sind, die Restwärme aus dem Kondensator also ausgetragen ist - und noch die paar Meter Vorlaufrohr im Heizungsraum. Das müßte mal jemand messen, wie lang das dauert. Sobald VL auf RL- Temperatur gefallen ist beginnt das Integral sich im gleichen Tempo aufzubauen wie mit laufender Heizungspumpe. Wie es dann weitergeht hängt davon ab, wie das Heizungswasser im Rohr abkühlt in Relation zum Heizrohr im Estrich. Auch das müßte mal gemessen und beobachtet werden. Im Prinzip verhält sich das Integral aber sehr ähnlich wie mit laufener Heizungspumpe. Unter Umständen kann man bei anderem Auskühlverhalten gegensteuern, indem man die Dämmung am Temperaturfühler reduziert oder erhöht je nachdem. Die Vorlaufzeit der Solepumpe sollte so kurz wie irgend möglich sein, denn in dieser Zeit wird erst mal kaltes Heizwasser ins Bad gepumpt, und es dauert noch eine Weile, bis nach Verdichterstart Temperatur aufgebaut wird und postive Heizleistung ins Bad kommt. In meiner Anlage habe ich die Vorlaufzeit der Solepumpe auf Minimum gestellt, das sind 10 oder 20 Sekunden, hab ich nicht genau im Kopf. Diese Schaltung müßte, wenn o.g. Bedingungen erfüllt sind, auf jeden Fall für die älteren Geotherm mit dreistufiger Pumpe möglich sein. Für die neueren müßten wir das herausfinden. Gibt es da 2 Kabel zur Heizungspumpe, also Stromanschluß und Steuerleitung? Wäre schön wenn es mit den neuen Pumpen auch ginge. Diese Schaltung wäre m.E. noch einfacher als die Kondensatorlösung, da nur eine Leitung umgeklemmt werden müßte und die Regelung entsprechend eingestellt. Solche Effizienzverbesserungen sind besonders schön, weil sie nichts oder fast nichts kosten. Wenn man die JAZ um 0,1 verbessern will mit einer größeren Quelle ( tiefere Bohrung ) oder dichtere Verlegung der FBH dann kostet das locker 1.000 Euro. Mit einer Abschaltung der Heizungspumpe in den Pausen würde man die JAZ geschätzt um 0,2 - 0,3 verbessern fast zum Nulltarif - und nebenbei das Bad noch wärmer machen. Grüße Frank
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29.12.2012 23:27:17 |
Zitat von fdl1409  - Vorlaufzeit und Nachlaufzeit der Solepumpe sollten einstellbar sein
Das lässt sich meiner Meinung nach über vrDIALOG einstellen. Gruß Thomas
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29.12.2012 23:40:07 |
Zitat von fdl1409  ...Bei der Geotherm könnte man das eigentlich auch mit der Heizungspumpe machen[...] In meinen Augen keine gute Lösung da das Wasser in den Heizkreisen meistens auch ohne Pumpen noch zirkuliert. Bei meinen Versuchen habe ich letztendlich betr. Badheizung die Lösung mit IR-Strahlern gewählt, schon deshalb, weil bei uns das Bad weniger als 1h am Tag wirklich warm sein muss. 1h IR-Strahler(750W) ist sicher Energie- und Kostensparender als 24h erhöhte Bad.-Temp. per WP. Die Lösung mit der Absperrung per E-Ventil z.B. des Badkreises halte ich bei uns auch kaum für interessant da hier die WP nur selten Taktet wenns nicht kalt genug ist. Die Bad- und WC-Kreis allein geht auch nicht, da der Volumenstrom viel zu klein wäre. Gruß Thomas_G
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30.12.2012 00:02:58 |
Geht denn das Umklemmen bei der /3? Soviel ich weiß, konnte man bei den /2 die Pumpe am Schalter manuell einstellen, aber bei der /3er nur im Menu. Ich meine gelesen zu haben, daß man die standartmäßig eingestellte Pumpenleistung bei stehendem Kompressor von 30% über vrDialog reduzieren kann. Stephan
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30.12.2012 00:30:20 |
Hallo fdl, wird aber nur funktionieren, wenn bei ausgeschaltener HKP die VL- Temperatur auch wirklich kontinuierlich fällt und nicht durch die Verrohrung und den WW-Speicher verfälscht wird. Ich denke, das bei dieser energiebilanzierten VLT-Reglung die Kondensatorschaltung mit reduzierter Pumpenleistung in den Heizpausen sicherer funktioniert. MfG - towi
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30.12.2012 00:31:39 |
Hallo Thomas, das wär dann aber auch nicht schlechter, als mit reduzierter Drehzahl zu pumpen. Finde das aber interessant mit der Zirkulation. Hast du das mit WMZ festgestellt? Über welche Volumenströme reden wir? Nehmen die ab mit der Zeit? Frage mich auch ob das immer der Fall ist, auch bei FBH im EG bei Aufstellung der WP in der gleichen Etage. Eine solche Naturzirkulation würde das Problem der Temperaturerkennung lösen, ginge dann prinzipiell auch bei Anlagen mit RL-Regelung. Die Zirkulation trägt dann wieder Wärme aus dem Bad, sodaß eventuell zusätzliche Maßnahmen getroffen werden müßten. Man könnte z.B. die Zirkulation mit einem Magnetventil unterbinden in den Taktpausen - stromlos offen, geringstmöglicher Stromverbrauch. Oder doch fürs Bad Stellmotoren an die Solepumpe hängen. Sammeln wir erst mal Fakten und Ideen. Glaube hier ist Potenzial für Verbesserungen. Hallo Stephan, kann ich nicht sagen, müssen wir herausfinden. Grüße Frank
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30.12.2012 00:31:55 |
Zitat von swellerchen  Geht denn das Umklemmen bei der /3?
Meiner Meinung geht es nicht, bzw. zumindest nicht so einfach. Zitat von swellerchen  Ich meine gelesen zu haben, daß man die standartmäßig eingestellte Pumpenleistung bei stehendem Kompressor von 30% über vrDialog reduzieren kann. Kann grad selbst nicht nachsehen, aber steht nicht hinten in der Installationsanleitung, was alles über vrDIALOG änderbar ist? Ich meine, ich hab diesbezüglich nichts darüber gefunden. Gruß Thomas
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30.12.2012 00:34:59 |
Hallo towi,
wichtiger Einwand. Was ist nach der WW-Bereitung?! Hier kommt die Nachlaufzeit ins Spiel. WW ist ein Grund, warum die Restwärme auf jeden Fall mit einer Nachlaufzeit aus Kondensator und Leitungen ausgetragen werden muß.
Grüße Frank
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30.12.2012 01:03:54 |
Hallo fdl, ich meinte nicht nur nach der WW-Bereitung. Da der VL- Temperatursensor als Führungsgrösse die Reglung bestimmt, muss er die Regelgrösse(VLT der Heizflächen-FBH) auch erkennen. Dieses wird er aber nur können, wenn von dort über einen Mindestvolumenstrom die Temperatur auch kontinuierlich erfasst werden kann, um das E.integral zu bestimmen. Würde vielleicht funktionieren, wenn mann in den Heizpausen auf Sommerbetrieb schalten könnte und nur in der Messtaktung bei Mindestvolumenstrom das E.integral filtriert erfasst. Meiner Meinung nach leider ein Nachteil dieser Regelungsart. MfG - towi
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30.12.2012 08:11:07 |
Hallo zusammen. Bei allen VWS /2 kann man die Heizkreispumpe problemlos auf den Kontakt der Solepumpe klemmen. Haben viele hier schon gemacht, sind alle zufrieden. Die Die Vor/Nachlaufzeit der Pumpen ist standardmäßig 1 Minute, was locker reicht. Unter C8 kann ich (habe eine alte Softwareversion) "Vorlauf Quellenpumpe" einstellen (Minimum 1 Minute), das regelt nach meiner Meinung aber auch den Nachlauf entsprechend. Gruß Bernd
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30.12.2012 09:35:21 |
Zitat von fdl1409  ...Finde das aber interessant mit der Zirkulation. Hast du das mit WMZ festgestellt?[...] Der externe WMZ hier produziert bei Unterschreitung eines bestimmten Volumenstromes eine Fehleranzeige, man kann also nur erkennen das da noch was stattfindet. Außerdem ist es total unsicher, also es scheint nicht ständig zu zirkulieren. Ich würde es mal als "Störung" ansehen die nicht nutzbringend verwendbar ist. Man kann die Zirkulation sicher wohl nur durch das Abschiebern der Kreise(wie auch immer) oder durch eine gewollten geringen Volumenstrom per Pumpe unterbinden. Gruß Thomas_G P.S. Meine Ausführungen bzw. Erfahrungen beziehen sich, wenn nicht besonders angemerkt, immer auf die Vaillant WP /2 mit der 3stufig, von Hand einstellbaren, HKP. Außerdem heizt hier die WP ausschl. per FBH mit Beton-Speicherestrich ( Estrichstärke ca.8...15cm) und die Oberflächen sind, bis auf wenige Ausnahmen, mit Fliesen belegt. WW wird hier nicht per WP erzeugt.
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30.12.2012 09:43:45 |
Hallo Thomas, kannst du im Datenblatt des WMZ erkennen, bei welchem Volumenstrom das ist? Muß auf jeden Fall weniger sein als bei der reduzierten Drehzahl, sonst könntest du den Volumenstrom dabei nicht messen. Wird auch von den Temperaturdifferenzen abhängen. Wenn die Leitungen im Heizungsraum kälter sind als Estrich sollte es eigentlich vorbei sein mit nennenswerter Zirkulation. Kann mal bitte jemand recherchieren, welche Mindestzeiten für den Vorlauf und Nachlauf der Solepumpe möglich sind. Vor allem der Vorlauf dürfte noch kürzer sein als eine Minute. Was die neuere Version /3 angeht kann ich nicht beurteilen, ob ein Umklemmen auf die Solepumpe überhaupt möglich ist. Vielleicht kann jemand was dazu sagen, der Ahnung von Elektrik hat. Bei der würde mich auch interessieren, wie tief man die Solepumpe minimal abregeln kann in den Taktpausen. Grüße Frank
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30.12.2012 09:48:38 |
PS: Du könntest es auch durch Messung ermitteln. In den Taktpausen läuft die Pumpe mit 500 l/min Volumenstrom. Du kannst dann den Heizkreis immer weiter eindrosseln mit Blick auf den WMZ, dann siehst du wo die Fehlermeldung anfängt. Ich vermute daß das nur ganz minimale Bewegungen sind. Grüße Frank
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30.12.2012 09:52:21 |
Zitat von towi  ...Da der VL-Temperatursensor als Führungsgrösse die Reglung bestimmt, muss er die Regelgrösse(VLT der Heizflächen-FBH) auch erkennen. Dieses wird er aber nur können, wenn von dort über einen Mindestvolumenstrom die Temperatur auch kontinuierlich erfasst werden kann, um das E.integral zu bestimmen.[...] Das kann ich bestätigen. Letztendlich war das bei mir auch die Entscheidung für die Kondensatorlösung, außerden ist sie billig und lässt sich schnell wieder entfernen falls das mal, z.B. i.d. Gewährleistungsphase, erforderlich werden sollte. Alternativ habe ich hier, in der Versuchsphase mit in den Pausen abgeschalteter HKP, den VL-Fühler in den Estrich gesetzt. Das funktioniert zwar erheblich besser als wenn der Fühler am VL sitzt allerdings erfasst man dann nur die Temp. an einem Punkt im Haus, was auch wieder Nachteile bringt. Gruß Thomas_G Link http://www.bildercache.de/anzeige.html?dateiname=20110218-131622-906.jpg |
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30.12.2012 09:57:32 |
Die Regelung müßte auch funktionieren, wenn der Fühler bleibt wo er ist. Nach dem Abschalten des Verdichters sinkt VL in kurzer Zeit auf den Wert des RL. Dann beginnt sofort das Integral zu zählen. Die Temperatur fällt normalerweise bei laufender Pumpe langsam weiter bis zum nächsten Takt. Sie fällt auch bei ausgeschalteter Pumpe, nur möglicherweise in einem etwas abweichenden Tempo. Durch Änderung der Dämmung an dieser Stelle kann man das so weit korrigieren, daß das Verhalten wieder dem mit laufender Pumpe entspricht bzw. nahe kommt. Grüße Frank
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30.12.2012 10:31:03 |
Zitat von fdl1409  PS: Du könntest es auch durch Messung ermitteln. In den Taktpausen läuft die Pumpe mit 500 l/min Volumenstrom. Du kannst dann den Heizkreis immer weiter eindrosseln mit Blick auf den WMZ, dann siehst du wo die Fehlermeldung anfängt. Ich vermute daß das nur ganz minimale Bewegungen[...] Ab <0.040m³/h kommt es zu Fehlanzeigen*, die Anzeige springt dann z.B. zwischen 0,040 und 0,000 hin und her. Wobei die Anzeige solcher Werte laut Entwickler eh nicht sicher ist, nur die Wärmemengenmessung hält die vorgeschriebenen Toleranzgrenzen ein. Gruß Thomas_G *)gerade "frisch" getestet
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30.12.2012 10:35:27 |
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30.12.2012 10:44:43 |
Zitat von fdl1409  Die Regelung müßte auch funktionieren, wenn der Fühler bleibt wo er ist[...] Natürlich "funktioniert" es noch irgendwie, nur es ist halt keine Zusammenhang mit der Wärme im Gebäude mehr gegeben ähnlich wie bei meiner Messung im Estrich. Anders wenn das Wasser weiter strömt, da bildet sich ein Mittelwert der irgendwie ganz gut passt. Wird z.B. die WP nach längerer Abschaltung(z.B. 1 Wochen) wieder in Betrieb genommen dauert es erheblich länger(ohne ständiger Strömung) bis die gefühlte Temp. im Haus wieder stimmt wenn der VL Temp.-Sensor am VL nähe WP angebracht ist. Gruß Thomas_G
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30.12.2012 10:51:34 |
Hey, du bist ja fix;-) Damit kann ich gut leben, Zirkulation weniger als 40 Liter pro Stunde tut nicht sehr weh. Vermute, daß die nach einer Weile komplett einschläft. Für die Wärme im Bad ist Abschaltung dann auf jeden Fall viel besser als reduzierte Drehzahl. Bei 3 Stunden Kompressorlaufzeit in der Übergangszeit wird man mit dieser Maßnahme allein das Bad natürlich auch nicht auf 24° kriegen. Es hilft aber, das Bad wird mit Pumpenabschaltung immer wärmer sein als ohne. Was das Energieintegral angeht würde mich ein Test interessieren, wie sich das verhält mit und ohne Pumpe. So einen Test macht man am besten bei einer Wetterlage mit geringen Temperaturschwankungen. Grüße Frank
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30.12.2012 11:14:16 |
Zitat von fdl1409  ...Was das Energieintegral angeht würde mich ein Test interessieren, wie sich das verhält mit und ohne Pumpe. So einen Test macht man am besten bei einer Wetterlage mit geringen Temperaturschwankungen. [...] Geht rel. einfach wenn man den AT-Fühler durch einen Festwiderstand ersetzt* der der Regelung/Steuerung eine konstante AT vorgaukelt. Leider habe ich die Experimente damals nicht protokolliert und es bei den Logdaten auch nicht notiert. Wenn man nicht allein wohnen will muss man ja auch Rücksicht nehmen und dann wirds halt oft auf die Schnelle gemacht wenn die Frau mal ein paar Tage nichts merkt weil sie z.B. nicht da ist ;-) Gruß Thomas_G *) es braucht nur geschraubt werden ;-)
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30.12.2012 11:49:22 |
Hallo Thomas, dein Estrichsensor sitzt übrigens viel zu weit vom Rohr entfernt. Der Fühler müßte möglichst nah ans Rohr, wenn das funktionieren soll. Sonst ist die Trägheit zu groß, das Integral wird nur extrem langsam auf- und abgebaut. Grüße Frank
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30.12.2012 12:37:22 |
Zitat von fdl1409  Hallo Thomas, dein Estrichsensor sitzt übrigens viel zu weit vom Rohr entfernt. Der Fühler müßte möglichst nah ans Rohr, wenn das funktionieren soll. Sonst ist die Trägheit zu groß, das Integral wird nur extrem langsam auf- und abgebaut... Funktioniert hat es eigentlich sehr gut, das Reglerverhalten kann man sehr gut über EI und Sensorabgleich anpassen. Aber es bleibt eine punktuellen Messung die die Temp. unabhängig vom übrigen Gebäude erfasst. Probleme bringt dann schon eher die grob gestufte Heizkurve der Vaillant Regelung. Gruß Thomas_G P.S. Die Idee stammt übrigens von unser ersten WP(1977-2008), da wurde die Temp. über einen Estrichfühler erfasst. Der Regler arbeitete noch mit analoger Techn. und war um einiges feinfühliger aber rein Hysterese geregelt
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