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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
Benn1904
Zeit: 15.07.2019 23:04:50
0
2803996
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]
Du hast die Kosten für die PV vergessen , damit das Heizen mit WP billiger wird .
Stimmt, danke für die Erinnerung.
Mit PV braucht die STA weniger als 10% des PV-Stromes im Vergleich zu WP.
Den Rest kann man gewinnbringend verkaufen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 08:44:16
2
2804010
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]
Stimmt, danke für die Erinnerung.
Mit PV braucht die STA weniger als 10% des PV-Stromes im Vergleich zu WP.
Den Rest kann man gewinnbringend verkaufen.

Das heißt, du brauchst
1. PV
2. ST
3. primären Wärmeerzeuger

Dazu hat die ST höhere Wärmegestehungskosten als der primäre Wärmeerzeuger. Das heißt, mit 1-3 hat man ein komplexeres und teureres System als nur 1 und 3. Also warum soll man sich überhaupt 2 antun, wenn 1 und 3 bereits alle entsprechenden Vorteile haben und die ST diese eigentlich nur kaputt macht?

Verfasser:
MaJen
Zeit: 16.07.2019 09:33:02
1
2804026
Gedankenexperiment: Schweiz ohne fossile Brennstoffe. Kann das gelingen? - Eidgenössische Materialprüfungsanstalt

Die Empa-Studie gibt aber auch einige wertvolle Hinweise, wie sich eine CO2-arme Energieversorgung umsetzen liesse. Erstens: Am sinnvollsten ist es, Ölheizungen genau dann durch Wärmepumpen zu ersetzen, wenn die Gebäude nach dem Stand der Technik wärmeisoliert werden. Denn eine Wärmepumpe ohne entsprechende Isolation ist deutlich weniger effizient.

ST dürfte es in der Schweiz schwer haben, klingt nach nearly all electric ;-)

Verfasser:
HFrik
Zeit: 16.07.2019 09:35:52
3
2804027
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]
Stimmt, danke für die Erinnerung.
Mit PV braucht die STA weniger als 10% des PV-Stromes im Vergleich zu WP.
Den Rest kann man gewinnbringend verkaufen.

Wenn Du statt der ST mehr PV bauen würdest, würdest Du dieselbe Wärme billiger bekommen und könntest noch mehr strom verkaufen. Also wozu die Geld und Wärmevernichtung namens Solarthermie in dem System?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.07.2019 09:44:08
0
2804033
Zitat von founder Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Aktuell sind in Deutschland 10,34 Cent für Anlagen bis 40 kW.

In Österreich sind es 7 Cent am freien Markt.
Im Bundesland Niederösterreich bei der EVN sogar 9 Cent.

CO2 Zertifikate sind auf Rekordniveau über 28 EUR pro Tonne

das treibt im freien Markt die Preise in die Höhe, gut für Einspeiser von Solarstrom.



In Deutschland ist 2018 trotzdem die Preisentwicklung im Marktsegment PV Dachanlagen für EFH anders gelaufen.

Details kann man hier nachlesen.

Photovoltaik-Anlagen bis sechs Kilowatt sind teurer geworden

Die Preise für Photovoltaik-Module sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Dass muss sich aber nicht unbedingt in den Gesamtkosten für eine private Photovoltaik-Dachanlage widerspiegeln. Darauf macht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen angesichts der Ergebnisse einer von ihr beauftragten Auswertung der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin aufmerksam. Darin seien etwa 2500 Original-Angebote von privaten Nutzern ausgewertet worden. 2018 sind demnach im Vergleich zu 2017 Anlagen mit bis zu sechs Kilowatt Leistung im Durchschnitt teurer geworden, insgesamt sei die Preisstreuung extrem breit.

Die Folgen waren sinkende Zuwachsraten bei Anlagenzahlen in diesem Marktsegment gegenüber 2017. Dieser Prozess setzt sich bisher 2019 fort.

Dietmar Lange

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 10:23:35
1
2804044
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Die Folgen waren sinkende Zuwachsraten bei Anlagenzahlen in diesem Marktsegment gegenüber 2017. Dieser Prozess setzt sich bisher 2019 fort.[...]

Dann bin ich mal gespannt, was passiert wenn
1. PV als Erfüllungsoption im GEG aufgenommen wird
2. Die Vorschläge zu CO2-Bepreisung und Senkung der Strompreise von den Altmaier-Be(i)ratern umgesetzt werden und so die Wirtschaftlichkeit der WP im Neubau zementieren.

Die profillosen, unkundigen Foristen hier würden ja erwarten, dass im Neubau und bei Sanierung der Siegeszug der WP sich fortsetzt. Aber vielleicht ist es ja auch nur Wunschdenken. Naja, da sind diese Foristen in guter Gesellschaft. Anscheinend unterliegen die Berater dem gleichen Wunschdenken und begründen ihre Empfehlungen unter anderem mit dem Ziel größerer Verbreitung der WP im Gebäudesektor.

Welche JAZ braucht dann eigentlich eine WP um mit der Gas-/Ölheizung bei Betriebskosten zu konkurrieren, wenn der Strompreis um ca. 20% fällt und der fossile Preis um ca. 20% steigt?

Grüße Nika

P.S. ein Fehler ist aufgetreten ist wieder da.😖🤯
Ob sich das positiv auf die dabei eingeblendete Werbung auswirkt, wage ich zu bezweifeln.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.07.2019 11:41:20
0
2804057
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Dann bin ich mal gespannt, was passiert wenn
1. PV als Erfüllungsoption im GEG aufgenommen wird
2. Die Vorschläge zu CO2-Bepreisung und Senkung der Strompreise von den Altmaier-Be(i)ratern umgesetzt werden und so die Wirtschaftlichkeit der WP im Neubau zementieren.[...]


PV als Erfüllungsoption im GEG wird sehr wahrscheinlich kommen.

Die Zuwachsraten WP Neubau waren eine Folge der letzten EEG Novelle ab 2016 mit der Absenkung der Primärenergiefaktors Strom. Bis dahin stagnierte der WP Absatz in Neubauten.

Mit Wirtschaftlichkeit hatte dieser Vorgang recht wenig zu tun

Ob sich der Prozess fortsetzt wird davon abhängen, wie das GEG wirklich aussehen wird. Bis jetzt ist noch keine Kabinettsabstimmung dazu erfolgt und die Ergebnisse der erfolgten Anhörung sind sehr kontrovers.

Welche der jetzt vorliegenden zahlreichen Vorschläge zu CO2-Bepreisung und Senkung der Strompreise wirklich umgesetzt werden, ist wahrscheinlich auch vom Ausgang der Landtagswahlen im Osten abhängig.

Die Bundesregierung hat jedenfalls mehrfach darauf hingewiesen, dass unterschiedliche vorgeschlagene Wege bis September geprüft werden

Dietmar Lange

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 16.07.2019 13:23:33
0
2804074
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

Wenn Du statt der ST mehr PV bauen würdest, würdest Du dieselbe Wärme billiger bekommen und könntest noch mehr strom verkaufen. Also wozu die Geld und Wärmevernichtung namens Solarthermie in dem System?
Vielleicht sollte man doch immer das Ganze lesen.
(Ich wiederhole nochmal von oben)
Strom macht nicht warm, bzw. wenn man die Kabelenden anfasst nur ganz kurz.

Wenn ich zuvor viel Geld in Fussbodenheizung, Wandheizung, Dämmung, Solezeugs, Strom-in-Wärmewandeler u.s.w. investiere, dann könnte ich vielleicht den Anteil während dem die Sonne scheint minimal günstiger bekommen.
Wenn ich dazu viel Geld für ne EE-vernichtende Batterie ausgebe, vielleicht auch etwas in die Nacht retten.
Aber ne Batterie alleine vernichtet mehr Energie als mein aktuelle ganzer Wärmebedarf verbraucht.
Also lass ich das besser und steige nicht in euer teures Heizungs-Hobby ein. Ist mir schlicht zu teuer und solange noch fossiler Strom im Netz ist auch zu umweltschädlich.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 13:35:53
0
2804078
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]
Vielleicht sollte man doch immer das Ganze lesen.
(Ich wiederhole nochmal von oben)
.[...]

Auch durch Wiederholung wird das was du schreibst nicht rich

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 13:40:42
0
2804079
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Die Bundesregierung hat jedenfalls mehrfach darauf hingewiesen, dass unterschiedliche vorgeschlagene Wege bis September geprüft werden

[...]

Yep, so ist es. Nur ist die Breite der aktuell bekannten Vorschläge ist nicht wirklich groß. Wenn man dann noch bedenkt, dass ein Großteil der Wirtschaft planbare CO2-Kosten sich wünschen bzw. sogar vorschlagen, reduziert sich die mögliche Bandbreite noch weiter.

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.07.2019 13:42:36
0
2804080
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Gedankenexperiment: Schweiz ohne fossile Brennstoffe. Kann das gelingen? - Eidgenössische Materialprüfungsanstalt

[i]

Die Empa-Studie gibt aber auch einige wertvolle Hinweise, wie sich eine CO2-arme Energieversorgung umsetzen liesse. Erstens: Am sinnvollsten ist es, Ölheizungen genau dann durch Wärmepumpen zu ersetzen, wenn die Gebäude nach dem Stand der Technik wärmeisoliert werden. Denn eine Wärmepumpe ohne entsprechende Isolation ist deutlich weniger effizient.

ST dürfte es in der Schweiz schwer haben, klingt nach nearly all electric ;-)

[...]


Nach einigen Bundesländern hat jetzt auch die Bundesregierung angekündigt, noch in diesem Jahr eine

nationale Wasserstoffstrategie

zu verabschieden.

Klingt nicht nach all electric !

In A wird nach letzten Meldungen auch darüber diskutiert.

Dietmar Lange

Zeit: 16.07.2019 13:51:51
1
2804081
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]
Stimmt, danke für die Erinnerung.
Mit PV braucht die STA weniger als 10% des PV-Stromes im Vergleich zu WP.
Den Rest kann man gewinnbringend verkaufen.

Coole Sache! Top!

Man schafft sich zu WP+PV denn noch eine STA an: Kostenpunkt: 10.000€
Dann kann man 1000 kWh extra einspeisen. Einnahmen nach Steuer 100 €
Das rechnet sich dann in 100 Jahren. ^^

Ach ne, nach 20 Jahren fällt man aus der Umlage.
Das rechnet sich dann in 200 Jahren?^^


Die Zahlen sind natürlich gerundet. Durch die glatten Zahlen fällt es leicht die Rechnung auf den eigenen Fall zu übertragen.

Wer eine Bestands-PV hat, hat etwas andere Zahlen.

Junge Anlagen haben eine gering bis moderat höherere Vergütung und einer gering bis deutlich verkürzten EEG-Restlaufzeit. Bei Altanlagen spart die STA maximal zum Netzbezugspreis und stark verkürzter Restlaufzeit. Für die Zeit nach dem EEG steht der Preis noch nicht fest, so daß mit realistischene Hypothesen gearbeitet werden muß.

Ein Arbeitspreis von 5 Cent/kWh ist da brauchbar.
- die Größenordnung ist realistisch, im Bereich, des (erwarteten) Börsenpreises
- als glatter Zahlenwert lassen sich die Rechnungen auch im Kopf schon sehr einfach auf andere Werte anpassen.
- dramatische Abweichungen sind nur nach oben möglich und unwahrscheinlich.
- moderate Abweichungen liefern in dieser Fragestellung nur geringe Abweichungen im Endergebnis.

Das Thema wurde hier schon einmal Diskutiert, am Beipiel eines Hauses von 2013.
Wirtschaftlickeit-Solaranlage-BAFA

Ab Seite 6 wurde es dann mal konkret durchgerechnet.

Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen:
Zitat von Andre1982 Beitrag anzeigen
[...]


Weil es nicht ganz leicht ist nachzuvolziehen, übersetze ich das nochmal:
1. Solare Deckung in kWh bestimmen.
2. Über die zugehörige Arbeitszahl die Strommenge bestimmen.
3. Strommenge mit Preis verrechnen
Da wir hier einen Mischpreis haben, kann man
a)[...]
Zitat von Andre1982 Beitrag anzeigen
[...]

Was wir nicht berücksichtigen sollen, ist aber wesentlich!

Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Genau so sieht es nämlich aus. Dann findet man auch zu den Tatsachen und zur Wahrheit und verfällt nicht in übertriebene unrealitische Erwartungen. Das Ergebnis ist dann zemich ernüchternd.

Du sparst mit der STA nur ca. 50€ im Jahr!

Die Details zur Rechnung findet man in den folgenden Beiträgen, so daß die Methodik klar ist und die Rechnung mit den eigenen Zahlen im eigenen Fall wiederholt werden kann.

Leider dauerte es dann auch nicht lange bis die üblichen persönlichen Anfeindungen folgten. Das ist hier leider üblich sobald die STA auf Zahlenbasis diskutiert wird.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 16.07.2019 14:06:55
0
2804087
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]
Vielleicht sollte man doch immer das Ganze lesen.
(Ich wiederhole nochmal von oben)
Strom macht nicht warm, bzw. wenn man die Kabelenden anfasst nur ganz kurz.

Wenn ich zuvor viel Geld in Fussbodenheizung, Wandheizung, Dämmung, Solezeugs, Strom-in-Wärmewandeler u.s.w.[...]

Ich habe schon alles gelesen, deswegen ja auch die Frage. Das Problem wurde aber offenbar noch nicht verstanden.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 16.07.2019 14:15:04
0
2804093
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Leider dauerte es dann auch nicht lange bis die üblichen persönlichen Anfeindungen folgten. Das ist hier leider üblich sobald die STA auf Zahlenbasis diskutiert wird. [...]

Keine Sorge, deine Rechen-Modelle sind hinlänglich bekannt und haben mit der Betreiber Realität nicht viel gemeinsam.

Allein deine Annahme PV+WP und später zusätzliche ST ist schon abstruß. So würde kein Hausbesitzer vorgehen!

Die logische Reihenfolge ist nach wie vor: vorhandenen Heizkessel mit ST ergänzen um den schlechten sommerlichen Kessel-WG zu vermeiden.

Neubauer müssen von ganz anderen Bedingungen ausgehen: Gastherme oder gleich WP und, sofern ausreichend Dachfläche vorhanden, PV. Bei häufig kleinen vorhandenen Dachflächen dürfte eher ST der Vorzug gegeben werden. Diese Lösung ist bei kleinen Dachfläche die bevorzugte Variante. Zumindest in meiner Region.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 16.07.2019 14:16:19
0
2804096
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Welche JAZ braucht dann eigentlich eine WP um mit der Gas-/Ölheizung bei Betriebskosten zu konkurrieren, wenn der Strompreis um ca. 20% fällt und der fossile Preis um ca. 20% steigt?[...]

Das wird so nicht funktionieren, denn bei einem kWh-Preis 30 Ct Strom ggü 7 Ct Gas-/Öl-Preis fängt der dann geringere Strompreis die gestiegenen Gas-/Ölkosten bei weitem auf. Ergo wird sich niemand genötigt fühlen in eine WP zu investieren, sofern überhaupt die örtlichen Gegebenheiten dies zulassen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 14:43:36
4
2804106
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]

Das wird so nicht funktionieren, denn bei einem kWh-Preis 30 Ct Strom ggü 7 Ct Gas-/Öl-Preis fängt der dann geringere Strompreis die gestiegenen Gas-/Ölkosten bei weitem auf. Ergo wird sich niemand genötigt fühlen in eine WP zu investieren, sofern überhaupt die örtlichen Gegebenheiten dies[...]

Du willst also lieber 9ct/kWh statt 5ct/kWh für Wärme zahlen, wenn du einen neuen Wärmeerzeuger planst. Das erklärt natürtlich auch, warum deine ST so wirtschaftlich ist.

Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Die logische Reihenfolge ist nach wie vor: vorhandenen Heizkessel mit ST ergänzen um den schlechten sommerlichen Kessel-WG zu vermeiden.[...]

Ist ja aber auch absolut logisch, dass man bei der Sanierung/Neubau erstmal einen Heizkessel kauft und erst dann sich Gedanken über die Wirtschaftlichkeit macht. Allerdings stellt sich dann die Frage, wozu die ST, wenn der Heizkessel die Wärme günstiger macht. Egal wie man es dreht und wendet, am Ende ist die ST wirtschaftlicher unsinn.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 16.07.2019 15:01:02
1
2804110
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von founder Beitrag anzeigen
[...]


In Deutschland ist 2018 trotzdem die Preisentwicklung im Marktsegment PV Dachanlagen für EFH anders gelaufen.

Details kann man hier[...]


Ein Haar ist in der Suppe! Schimpfte der Kapitän der TITANIC und feuerte seinen Koch.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 16.07.2019 15:21:35
0
2804115
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Du willst also lieber 9ct/kWh statt 5ct/kWh für Wärme zahlen, wenn du einen neuen Wärmeerzeuger planst. Das erklärt natürtlich auch, warum deine ST so wirtschaftlich ist.[...]

Gegenfrage: Würdest du bei einer PV aus 2007 mit 49,2 Ct Vergütung einer WP betreiben wollen? Du gehtst von einer Neubausituation aus, vergisst aber die 20 Mio Bestandshäuser die sich nicht ohne weiteres auf deine bevorzugte Wärmetechnik umrüsten lässt.

Nun, meine ST ist unter meinen sehr individuellen Umständen durchaus wirtschaftlich. Und ich bin kein Einzelfall!

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 15:58:18
2
2804125
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]

Gegenfrage: Würdest du bei einer PV aus 2007 mit 49,2 Ct Vergütung einer WP betreiben wollen? Du gehtst von einer Neubausituation aus, vergisst aber die 20 Mio Bestandshäuser die sich nicht ohne weiteres auf deine bevorzugte Wärmetechnik umrüsten lässt.[...]

Warum nicht? Wenn ich den primären Wärmeerzeuger jetzt oder mittelfristig eh tauschen muss, würde mir keinen Verbrenner hinstellen. Dazu kommen noch die offensichtlichen politischen Risiken bzgl. der Kosten beim Verbrenner.

Aber darum geht es doch gar nicht. Die Frage müsste lauten, würdest du dir heute ein ST hinstellen? Und die Anwort ist ein eindeutiges NEIN, denn
- die Wärmegestehungskosten der ST sind deutlich höher als die Grenzkosten des primären Wärmeerzeugers
- die PV (statt ST) ist deutlich wirtschaftlicher als ST.
Das heißt, mit ST hätte ich negative Rendite, mit PV eine positive. Also, warum soll ich in irgendwas investieren, dass erstmal nur Verluste verursacht und es nicht sichergestellt ist, dass es überhaupt meine Kosten jemals senken wird. Wenn in 5 Jahren die Grenzkosten des primären Wärmeerzeugers gleich den Wärmegestehungskosten der ST sind, kann ich immer noch überlegen ob ich
- den primären Wärmeerzeuger tausche oder
- mir eine ST installiere oder
- eine PV mit Stromgestehungskosten von unter 7ct/kWh hinbaue.
Das bedeutet aber auch, dass die Wärmegestehungskosten der ST deutlich unter den Stromgestehungskosten der PV sein sollten. Liegt die ST bei 6ct/kWh, ist es wirtschaftlicher die PV einfach größer zu machen und einen Heizstab dran hängen.

Die Rahmenbedingungen, die für Anlagen aus 2007 galten spielen heutzutage keine Rolle. Du scheinst immer noch in 2007 zu leben... Vielleicht solltest du bei heutigen Entscheidungen auch die aktuellen Rahmenbedingungen berücksichtigen. Und nein, deine Situation ist kein Massenmarkt. Massenmarkt sind die vielen Häuser ohne PV und ohne ST, die in den nächsten Jahren den Wärmeerzeuger tauschen müssen/sollen/wollen und sich deshalb für ein System entscheiden müssen. Die Rufer nach fallenden Strompreisen und steigenden fossilen Preisen, auch im Wirtschaftsministerium, wollen dies in eine bestimmte Richtung lenken. Welche das ist, ist wohl offensichtlich.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 16.07.2019 17:44:30
0
2804161
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

Man schafft sich zu WP+PV denn noch eine STA an: Kostenpunkt: 10.000€
Dann kann man 1000 kWh extra einspeisen. Einnahmen nach Steuer 100 €
Das rechnet sich dann in 100 Jahren. ^^
Witzig.
Dann hat man schon wesentlich mehr als 10.000€ in Fussbodenheizung, Wandheizung, Dämmung, Solebohrung, Wärmepumpe investiert.
Natürlich ist dann alles Geld futsch und ein umweltfreundlicheres Add-On rechnet sich nie mehr.
Da würde man schlechtem Geld gutes Geld hinterherwerfen.

Nur mal so:
Bei Verivox gibt es grünes Gas immer noch für 5ct/kWh.
20.000kWh Gas gekauft, 5000kWh kostenlos von der STA, die ineffizienten Betriebszeiten des Brennwerters dadurch vermieden, macht ca. 4ct/kWh Wärmekosten.
Selbst wenn man da den Kaminkehrer und Wartung noch dazurechnet genug Sicherheitsabstand zu Stromheizungen. Und den PV-Strom nutzt man im Haushalt oder verkauft ihn, statt ihn mit einer ineffizienten Wärmepumpe in Anergie zu verwandeln.

Und, solange noch fossiler Strom erzeugt wird zieht noch nicht mal ein Umweltargument.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 16.07.2019 17:58:20
0
2804170
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Du scheinst immer noch in 2007 zu leben... Vielleicht solltest du bei heutigen Entscheidungen auch die aktuellen Rahmenbedingungen berücksichtigen. [...]

Absolut nicht. Aber ich hatte dadurch genügend Zeit mir genau die Komponenten anzuschaffen die perfekt zum MFH passt. Und ca. 7000 kWh durch eine WP ersetzen zu müssen sind dann nur noch peanuts, da ich davon ausgehe das eine zukünftige WP ohne weiteres an einem Pufferspeicher bei geringen Speicherverlusten zu betreiben ist mit max 50° für WW bei einem dT von ca. 25°.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 18:02:30
0
2804172
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Absolut nicht. Aber ich hatte dadurch genügend Zeit mir genau die Komponenten anzuschaffen die perfekt zum MFH passt.

Schön für dich! Ganz ehrlich! Aber für die Zukunft der ST absolut irrelevant...

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 16.07.2019 18:18:59
0
2804178
Bei > 20 Mio verbauter Wärmeerzeuger wird ST noch eine lange Zukunft haben. Wieviele WP werden pro Jahr verbaut? Vermutlich < 50000?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.07.2019 18:37:59
1
2804180
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Bei > 20 Mio verbauter Wärmeerzeuger wird ST noch eine lange Zukunft haben. Wieviele WP werden pro Jahr verbaut? Vermutlich < 50000?

Ganz ehrlich? Nein. Warum sollte sich auch jemand eine ST kaufen, wenn man schon eine hat? Da sieht es für WP deutlich besser aus bei < 50000 Geräten

Lustig, dass du Argumente bringst, die eher eine positive Zukunft der WP vorhersagen.

P.S. F.U. "Ein Fehler ist aufgetreten"

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.07.2019 18:38:57
0
2804181
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Bei > 20 Mio verbauter Wärmeerzeuger wird ST noch eine lange Zukunft haben. Wieviele WP werden pro Jahr verbaut? Vermutlich < 50000?




Dietmar Lange

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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.07.2019 18:38:57
0
2804181
Zitat:
...
Bei > 20 Mio verbauter Wärmeerzeuger wird ST noch eine lange Zukunft haben. Wieviele WP werden pro Jahr verbaut? Vermutlich < 50000?



Dietmar Lange
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