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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 01.04.2020 21:07:17
1
2941153
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Ich finde es immer schwierig solche Meldungen zu bewerten. Ist es wirklich Attentismus bzgl. einer möglichen WP-Förderung der den Markt ruiniert hat, oder ist einfach nicht sauber kalkuliert worden, so dass die Wärmegestehungskosten von 2,5 - 3,5 ct nicht realistisch waren.

Dazu kommt[...]

Ich bin da eher bei der Sichtweise von mdonau in Bezug auf die Überschüsse der Windkraft.

Die 2,5 - 3,5 Cent sind realistisch. Ich habe mich lange sehr intensiv mit ST-Großanlagen beschäftigt und u.a. auch mit Arcon Kontakt gehabt. Das Problem ist halt, dass dieser Preis voraussetzt, dass die komplette Wärme auch verwendet wird. Also ist der Anteil, den ST zu diesen Preisen an der Wärmeversorgung haben kann, auf jeden Fall unter 25% beschränkt. Wärmespeicher (nicht exclusiv für ST) sind zwar Bestandteile dieser Systeme, aber halt im Verhältnis relativ klein und saisonale Wärmespeicherung treibt dann die Kosten wieder deutlich nach oben. Wäre bei 1€/l Öl auch gut darstellbar, aber nicht gegenüber den Preisen für abgeregeltem Windstrom.

Auch als ST-Fan muss man klar sehen, dass solche Projekte bei einer überschüssigen Stromproduktion durch Windkraft immer weniger Sinn machen.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 01.04.2020 22:22:59
0
2941181
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Ich bin da eher bei der Sichtweise von mdonau in Bezug auf die Überschüsse der Windkraft.

Die 2,5 - 3,5 Cent sind realistisch. Ich habe mich lange sehr intensiv mit ST-Großanlagen beschäftigt und u.a. auch mit Arcon Kontakt gehabt. Das Problem ist halt, dass dieser Preis[...]


ST macht ggf. gerade da noch Sinn, wo die STA das ganze Jahr zu 100% genutzt wird und dabei fossile Energie verdrängt, z.B. Wels:
Trotzdem bleibt für mich die Frage, ob das heute noch Sinn machen würde - aus heutiger Sicht würde man diese Anlage wahrscheinlich nicht mehr bauen.

nur mal so
LG jogi

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 02.04.2020 00:31:44
0
2941222
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen


Schade, weil das über lange Zeit der Bereich war, in dem man bei einem Wärmepreis zwischen 2,5 und 3,5 Cent/kWh wirklich von Rentabilität reden konnte. Ist aber nicht verwunderlich und wird in zukünftigen Projekten vermutlich durch PV+WP (dann andere Anbieter) "ersetzt" werden:


Hallo Stefan,

danke für den Link, habe die Nachricht mit Bedauern gelesen, da ehemalige Fachkollegen betroffen sind.

Ich gehe aber davon aus, dass sowohl know - how und auch Fertigungskapazitäten für dies Anlagenkategorie auch weiterhin am Markt sind.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 02.04.2020 00:36:28
0
2941224
habe die Nachricht mit Bedauern gelesen, da ehemalige Fachkollegen betroffen sind.

Das Pferd ist tot , steigt endlich ab .

Es lebe Pv und WKA.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.04.2020 07:00:27
4
2941248
Ich gehe aber davon aus, dass sowohl know - how und auch Fertigungskapazitäten für dies Anlagenkategorie auch weiterhin am Markt sind.

Das wird wohl auch dringend notwendig sein, weil jetzt bestimmt eine Flut von Aufträgen rein kommt....

Dietmar, der Weltmarktführer für große Solarthermieanlagen im besten und offensten Markt der Welt macht den Laden dicht. Warum wohl? Die haben mit ihren Kunden - große Nah- und Fernwärmenetze - zahlreiche Gespräche geführt. Und haben sich immer wieder anhören müssen dass die zwar prima Anlagen bauen, das heute aber angesichts der Konkurrenz PV + WP keinen Sinn mehr macht.

PV wird immer noch günstiger, und effizienter. Der Vorsprung vor der ST wächst damit weiter. Das Pferd ist tot, vergiss es einfach. Ohne sehr hohe Subventionen baut niemand mehr so eine Anlage. Es gibt einfach keine Perspektive mehr. ST hat nur noch ein paar Nischen in einem subventionierten Marktumfeld.

Technologieoffenheit ist eine feine Sache. Am Ende gibt es aber fast immer einen eindeutigen Gewinner.
Oder kennst du jemanden der noch seine Sammlung von Betamax-Kassetten ausbaut?

Grüße
Frank

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 02.04.2020 07:30:25
0
2941255
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Auch als ST-Fan muss man klar sehen, dass solche Projekte bei einer überschüssigen Stromproduktion durch Windkraft immer weniger Sinn machen. [...]

Windkraft ist nicht beliebig vermehrbar. Und PV liefert nach wie vor Nachts keinen Strom. Dies wird umso mehr erkennbar werden, je mehr E-Autos von fossil auf regenerati umschwenken.

Derzeit wähnen sich die wenigen E-Auto Besitzer als Gewinner, aber nur solange wie E-Auto ein Nischenprodukt sind. Sobald es in die Milliion geht wird dies spürbar erkennbar.

Wir werden noch Zeiten erleben, wo WPen nur noch Strom- oder Zeit-Kontingente erhalten um Lastspitzen zu vermeiden.

Ich als überzeugter STler sehe mich da weitaus besser aufgestellt.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.04.2020 08:18:57
1
2941273
Und PV liefert nach wie vor Nachts keinen Strom. Dies wird umso mehr erkennbar werden, je mehr E-Autos von fossil auf regenerati umschwenken.

Das ist gar kein Problem. Strom lässt sich so gut speichern wie Solarthermie. Der gespeicherte Strom kann dann aber viel variabler genutzt werden. Derzeit macht das weder energetisch noch wirtschaftlich viel Sinn, das wird sich aber ändern.
Elektroautos werden das noch erleichtern. Die kann man nach Bedarf und Verfügbarkeit von EE-Strom laden. Und mittelfristig können die auch wieder Strom angeben. Im Sommerhalbjahr kann man unseren gesamten Energieverbrauch zu fast 100% nur mit PV abdecken, wenn gewünscht.

Wir werden noch Zeiten erleben, wo WPen nur noch Strom- oder Zeit-Kontingente erhalten um Lastspitzen zu vermeiden.

Smart grid ready wird ja schon ausgerollt. Zuküntig werden WP ihre Leistung nach Verfügbarkeit von Strom anpassen. Awattar fängt schon damit an.
Heute kann man das aber auch schon manuell machen. Georg legt einen großen Teil seines Verbrauchs auf die Tageszeit, um PV besser zu nutzen.

Ich mache das auch. Da ich wenig Speichermasse habe und mein Haus schnell auskühlt geht das aber nur eingeschränkt.
Gestern hatten wir morgens -8,9°, nachmittags maximal +11,2°, Tagesmittel + 0,4°. Wenn meine WP noch wie im letzten Winter nur nach AT regeln würde wäre sie nachts mit ca. 40 Hz gelaufen, nachmittags mit 20 Hz, hätte in der Sonne vielleicht abgeschaltet.
So habe ich sie manuell von 08:00 bis 19:00 mit 30 Hz laufen lassen, von 19:00 bis vor einer halben Stunde mit 24 Hz und jetzt wieder mit 30 Hz. So kann ich mehrere kWh PV-Strom zusätzlich nutzen und meinen Netzbezug reduzieren.
Habe von gestern bis heute 88,2 kWh Wärme produziert. Etwa 50 kWh davon wurden direkt mit PV-Strom erzeugt.
Meine RT hier im Wohnzimmer lag heute um 07:00 bei 21,3°, gestern bei Sonnenuntergang bei knapp 23°.

Mit nutzbaren 10 kWh Speicherkapazität hätte ich meinen Stromverbrauch sogar zu 100% mit PV decken können. Die Kombination PV + WP steht dann einer ST auch in Hinsicht solarer Deckungsgrad Raumwärme in nichts nach. Macht wie gesagt heute noch keinen Sinn, weil das Netz noch der bessere Speicher ist.

Statt nach PV-Verfügbarkeit könnte man auch nach Börsenstrompreis regeln wie Awattar das macht. Das führt zu nur sehr geringen Schwankungen der RT, ermöglicht aber deutliche Variationen der Leistungsaufnahme und eine Entlastung und Glättung des Lastverlaufs im Stromnetz.

Grüße
Frank

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 02.04.2020 08:52:49
0
2941289
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Und PV liefert nach wie vor Nachts keinen Strom. Dies wird umso mehr erkennbar werden, je mehr E-Autos von fossil auf regenerati umschwenken.

Das ist gar kein Problem. Strom lässt sich so gut speichern wie Solarthermie. Der gespeicherte Strom kann dann aber viel variabler[...]

Stellst du eigentlich überhaupt nicht die Frage woher die gesamte Batteriekapazität herkommen soll, die zukünftig gebraucht wird?

Es liest sich anfänglich sehr fantastisch das man PV-Strom für die Nacht speichern kann. Und im Winter, wenn wenig PV bzw. WIndstrom vorhanden ist? Willst du dann die E-Auto-Batterie für die WP entladen um dann am darauffolgenden Morgen deine leere Batterie bitte schön wie und womit zu laden?

Lass mich raten: Netzstrom. Der dann wie erzeugt wird? Ganz bestimmt nicht per EE.

Wir hatten in 2020 außergewöhnlich viel Wind, bei gleichzeitig auftretender "Pandemie" und shut down der Industrie, teilweise > 70% EE. Hurra.

Mittlerweile beträgt der Windanteil 25%, aber auch nur aufgrund der vorgenannten Umstände! Und trotzdem liefern AKW, KKW und Gas den Hauptanteil der benötigten Energien.

Was, wenn Millionen E-Autos zzgl WP gleichzeitig Strom beziehen. SG? Wunschdenken, das wird nur einige Prozente kompensieren können. Was heißt das in letzter Konsequenz? Der perfekte gläserne Bürger der sich in totale Abhängigkeit freiwillig begeben hat. Die Blaupause wird jeden Tag demonstriert: Corona-App etc.

Na, viel Spaß in der neuen Welt. Selbst G. Orwell hätte sich das in seiner wildesten Fantasie nicht in diesem Maße vorstellen können.

Gruß
Rudi

Verfasser:
crink
Zeit: 02.04.2020 09:53:55
0
2941321
Moin Rudi,

die Mehrzahl der heute verkauften E-Autos hat eine Akkukapazität > 40 kWh und muss bei durchschnittlicher Nutzung einmal pro Woche geladen werden. Es wäre kein Problem, davon ein Viertel für die Versorgung des Hauses nachts mit zu nutzen. Dazu brauche ich nur die Möglichkeit, dem Auto vorher zu sagen, wieviele Rest-km ich morgens auf jeden Fall haben möchte. Die Hardware ist vorhanden, es fehlt nur der rechtliche/organisatorische Rahmen und die Software.

Hier stehen 100 kWh Akku auf 8 Rädern direkt neben dem Haus - davon 5 kWh abzuknapsen für die Nachtversorgung inkl. WP ist wirklich trivial. Im Gegensatz zum Warmwasserpuffer für Solarthermie sind alle notwendigen Komponenten vorhanden - nur das oben genannte fehlt.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.04.2020 09:54:54
0
2941322
Stellst du eigentlich überhaupt nicht die Frage woher die gesamte Batteriekapazität herkommen soll, die zukünftig gebraucht wird?

Selbstverständlich stelle ich mir die Frage.

50 Millionen Elektroautos x 100 kWh Akku macht 5 Milliarden kWh Speicherkapazität.
Der Verbrauch pro Tag liegt im Sommer bei etwa 1,5 TWH. Mit einem kleinen Teil des gespeicherten Stroms kann man also problemlos die Nacht überbrücken.

Zusätzlich wird es stationäre Akkus geben. Deren Preise fallen rapide. Für viele Einsatzzwecke sind sie heute schon wirtschaftlich, zum Beispiel im Regelenergiemarkt.
Heute gehen die Produktionskosten pro kWh bei den Zellen in Richtung 100 $. Dabei wird es nicht bleiben, die werden fallen auf 50...30...20... $. Die Speicherung von Strom für Stunden und wenige Tage wird also kein Problem sein. Wir brauchen zusätzlich nur noch Reservekapazität für Dunkelflauten.

Willst du dann die E-Auto-Batterie für die WP entladen um dann am darauffolgenden Morgen deine leere Batterie bitte schön wie und womit zu laden?

Hast du den Eindruck dass ich irgendwie dämlich bin? Ich leere natürlich meinen Akku nicht so weit dass ich morgens Netzstrom laden muss. Der Akku meines Model 3 hat 74 kWh Kapazität. Ich hätte den gestern zum Beispiel auf 90% laden können mit einem kleinen Teil meines PV-Stroms. Über Nacht habe ich etwa 8 kWh Netzstrom bezogen. Die hätte ich dem Akku also problemlos entnehmen können und würde heute wieder auf 90% laden. Wo siehst du da ein Problem?

Im Winter mache ich das natürlich nur selten mit PV-Strom, aber oft mit Windstrom. Nachts und am Wochenende ist bei windigem Wetter viel Strom übrig. Dann lädt man den Akku und entnimmt wieder wenn Strom gerade knapp ist.

Wie viel Prozent aller Dächer sind derzeit mit PV belegt?

Grüße
Frank

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 02.04.2020 10:16:58
0
2941332
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hier stehen 100 kWh Akku auf 8 Rädern direkt neben dem Haus - davon 5 kWh abzuknapsen für die Nachtversorgung inkl. WP ist wirklich trivial. Im Gegensatz zum Warmwasserpuffer für Solarthermie sind alle notwendigen Komponenten vorhanden - nur das oben genannte fehlt.[...]

Moin Crink,

wie repräsentativ ist denn deine Situation oder die von Frank (fdl1409)? Ihr betreibt Leuchturmprojekte die in der breiten Masse so nicht umsetzbar sind. Abgesehen das viele Dächer noch ohne PVA belegt sind.

ST mag zwar zur Zeit nicht mehr marktfähig zu sein, aber woran liegt es: An billig, billig, billig. Ohne sich darüber Gedanken zu machen wer die Umweltschäden zu tragen haben wird.

Es ist auch eine Art von Egoismus sich in D alles mit "all electric" schönzurechnen. Man stelle sich vor hier in Deutschland würde Lithium oder PV-Module etc hergestellt. Ich glaube kaum das dann eine WP oder E-Auto jemals eine Chance hätte.

Ich halte nach wie vor ST für die umweltverträglichste Technologie. Man wird in spätestens 10 Jahren was sich als Irrglaube in Sachen EE herausgestellt haben wird.

Und dann denkt mal einen Schritt weiter, wenn sämtliche Industrieländer unserem Beispiel folgen würden? China und die USA werden mit ihrer Finanzmacht sich ihre Pfründe zu sichern wissen. Was bleibt für den Rest der Welt?

Gruß
Rudi

Verfasser:
MaJen
Zeit: 02.04.2020 10:27:08
1
2941338
Rudi das ist doch alles völlig inkonsistent was du schreibst. Wenn es nach der umweltfreundlichsten Technologie geht - das is Dein Argument pro ST - müsstest du sofort deinen Ölbrenner stilllegen.

Und zum xten Mal; aus PV mit zb aktuell 22 % Wirkungsgrad und WP AZ 3 holt man schon übers Jahr deutlich mehr Wärme als aus einer guten VRK ST Anöage auf derselben Dachfläche. Den Überschusstrom im Sommer, der fossile Stromkraftwerksbrennstoffe spart schon gar nicht berücksichtigt.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 02.04.2020 10:30:55
0
2941342
Gegenfrage: Wenn du so überzeugt bist von WKA, WP und PVA, dann können wir doch einmal testweise für einen Monat sämtliche AKW's, KKW etc. stilllegen.Mal sehen wir lange dein Irrglaube an EE dann noch hält.

Ja, ja, deine Super-Duper 22% WG PV-Module. Wieviele davon wohl im Einsatz sind?

Bei dir? Und wenn nein, warum denn nicht?

Verfasser:
MaJen
Zeit: 02.04.2020 10:34:02
0
2941347
... weil Kohle, Öl und Gas viel zu billig sind, verstehst Du es immer noch nicht wenn man Dir das zum 1.000en Mal vorkaut? Mann Mann Mann

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 02.04.2020 10:40:05
0
2941354
Bezeichnenderweise wurden meine Fragen mal wieder nicht von dir beantwortet. Hatte auch nichts anders erwartet, außer deiner üblichen Phrasendrescherei.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 02.04.2020 10:48:04
1
2941360
Rudi, wenn man deine Gedanken fortführt führt kein Weg an Solarthermie und fossile Energieträger vorbei.
Wenn wir uns jedoch jeglichem technologischen Fortschritt widersetzen nur um das eigene nicht schlecht werden zu lassen, dann würden wir immernoch mit der Dampflok umher fahren.

Der Weg zu all electric ist noch lange nicht fertig und wird sicher noch einige Zeit dauern. Aber das die e Autos massiv in den Markt gedrückt werden, die PV und Wärmepumpen der STA im Wirkungsgrad überlegen sind usw. Kann man einfach nicht leugnen. Es wird eine Wende geben ob du es willst oder nicht.

Das Lithium wird natürlich nicht unter den schönsten Bedingungen abgebaut, kann man auch nicht schön reden. Aber das gute ist, das man es Recyceln kann, sodass man bucht ständig Kapazität x neu produzieren muss.

Das alles wird das Ende der STA bedeuten. Wenn man diesen Markt sieht, dann ist eindeutig, dass quasi keiner mehr auf STA setzt... Außer du :) vielleicht solltest du nochmal darüber nachdenken ob eine PV Erweiterung nicht die bessere Investition ist?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.04.2020 10:54:59
0
2941362
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Gegenfrage: Wenn du so überzeugt bist von WKA, WP und PVA, dann können wir doch einmal testweise für einen Monat sämtliche AKW's, KKW etc. stilllegen.Mal sehen wir lange dein Irrglaube an EE dann noch hält.

Ja, ja, deine Super-Duper 22% WG PV-Module. Wieviele davon wohl im Einsatz[...]

Die kommen gerade in riesigen MAssen uaf den MArkt un dwerden weltweit montiert. GCL hat gerade angefangen eine intergierte Fabrik (vom Polysilizium bis hin zum Rahmenprofil und Solarglas) mit 60GWp/Jahr Kapazität schrittweise aufzubauen, fertigstellung des Komplexes bis 2025 (Inbetriebnahme einzelner Teile bereits ab diesem Jahr) Es gibt am Markt kaum noch Module mit unter 20% Wirkungsgrad.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 02.04.2020 10:56:42
0
2941364
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Bezeichnenderweise wurden meine Fragen mal wieder nicht von dir beantwortet. Hatte auch nichts anders erwartet, außer deiner üblichen Phrasendrescherei.


Ich muss mich für die Antwort nicht schämen:
Ja, wir brauchen noch AKWs, Kohle und Gaskraftwerke.

In immer weniger Umfang.
Aber wir brauchen sie nicht zuletzt wegen unserer ach so tollen GroKo noch viel zu viel. Wir könnten gerade bei Kohle viel weiter sein.
WKA-Ausbau onshore faktisch abgewürgt, bis heute keine verbindliche Aufhebung 52 GW Deckel PV. Das ist imho armselig.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.04.2020 11:41:19
3
2941398
Gegenfrage: Wenn du so überzeugt bist von WKA, WP und PVA, dann können wir doch einmal testweise für einen Monat sämtliche AKW's, KKW etc. stilllegen.Mal sehen wir lange dein Irrglaube an EE dann noch hält.

Gegen-Gegenfrage: leg mal einen Monat alle Ölquellen und Gaspipelines still, was passiert dann?

Wir reden doch über Zukunftsperspektiven. EE haben das technische und wirtschaftliche Potenzial, all unseren Energieverbrauch sauber und preiswert bereit zu stellen.

Es passiert nicht über Nacht.

Grüße
Frank

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 02.04.2020 11:56:17
2
2941405
Bei der ST ist es nicht gelungen, die Skaleneffekte zu erzielen, die für einen wettbewerbsfähigen Wärmepreis in der Masse der Anwendungen notwendig gewesen wären. Bei PV ist das gelungen, weil der Markt für PV sich viel stärker entwickelt hat.

Man kann da die Gründe analysieren oder das einfach als gegeben hinnehmen und seine Schlüsse daraus ziehen.

Wenn ST gegenüber PV mit Heizstab (beides fertig montiert bis zum Anschluss an Puffer/Wärmeverteilung) keinen nennenswerten Kostenvorteil mehr bietet, dann fehlt das Geschäftsmodell für ST. Mehr Wärme-kWh/m² bei ST relativiert sich dadurch, dass PV auch bei schlechter Ausrichtung noch liefert und nicht nur bei guten Witterungsbedingungen hohe Temperaturen ohne Einbruch beim Wirkungsgrad liefern kann.

Wärmepumpen werden immer besser, sind sie vorhanden, war die Rentabilität von ST schon länger nicht mehr gegenüber PV gegeben.

Grüße
Stefan

P.S.: Trotzdem kotzen mich immer wieder aufflammende Bemerkungen zu ST an, in denen behauptet wird, dass ST die Flächen für PV blockiert und die Energiewende behindert. Die überhaupt nicht genutzten Dachflächen bieten ein viel größeres Potential als die durch ST "blockierten", die ja durchaus einen Beitrag zur Energiewende liefern.

P.P.S.: Aufregen sollte man sich eher über die anteilige EEG-Umlage auf selbstgenutzten Strom netzgekoppelter PV-Anlagen. Über 2,5 Cent/kWh zusätzlich bei größeren Anlagen sorgen dafür, dass das Potential von PV für Prozesswärme nicht genutzt wird.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 02.04.2020 12:01:59
0
2941407
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Ich gehe aber davon aus, dass sowohl know - how und auch Fertigungskapazitäten für dies Anlagenkategorie auch weiterhin am Markt sind.

Das wird wohl auch dringend notwendig sein, weil jetzt bestimmt eine Flut von Aufträgen rein kommt....

Dietmar, der Weltmarktführerfür große Solarthermieanlagen im besten und offensten Markt der Welt macht den Laden dicht. Warum wohl? Die haben mit ihren Kunden - große Nah- und Fernwärmenetze - zahlreiche Gespräche geführt. Und haben sich immer wieder anhören müssen dass die zwar prima Anlagen bauen, das heute aber angesichts der Konkurrenz PV + WP keinen Sinn mehr macht.

PV wird immer noch günstiger, und effizienter. Der Vorsprung vor der ST wächst damit weiter. Das Pferd ist tot, vergiss es einfach. Ohne sehr hohe Subventionen baut niemand mehr so eine Anlage. Es gibt einfach keine Perspektive mehr. ST hat nur noch ein paar Nischen in einem subventionierten Marktumfeld. [...]


Richtig ist, dass Arcon die meisten ST – Anlagen > 10.000m² gebaut hat und auch eine Anlagenklasse >100.000m² realisiert hat.

Das Ganze erfolgte in einem nationalen Markt, in dem seit 1970 durch eine konsequente Umstellung des Landes auf Niedertemperaturfernwärme erfolgt.
Arcon war in diesem Markt sehr lange Monopolist bei Solarwärme und hat sich bei Kollektoren auf Gr0flächekolleltoren spezialisiert. Der dänische Markt wies über Jahrzehnte bis 2015 ein kontinuierliches hohes Wachstum auf.

In dem verlinkten Beitrag wird darauf hingewiesen, dass in den letzten Jahren der Ausbau bei solchen Großprojekten in Dänemark stagnierte.
Hier besteht ein offensichtlicher Zusammenhang mit Wahlergebnissen und mehreren erfolgten Regierungswechseln.

Weltweit ist der Markt für große ST – Anlagen weiter im Wachsen, Anlagen der Klasse 500.000m² sind in konkreten Planungsstadium.

Hier gibt es aber auch Hersteller, die Großflächenkollektoren für solche Anlagen in vergleichbarer Qualität und zu vergleichbaren Preisen fertigen,
In diesem Vergleich war Arcon bis jetzt nicht der Weltmarktführer bei Fertigungskapazitäten für FK,

Ein chinesischer Konzern ist erst vor wenigen Jahren beim wirklichen Weltmarktführer mit einer Mehrheitsbeteiligung eingestiegen um mit dessen know – how für den chinesischen Markt dies Technologie einzuführen.

Hier vollzieht sich ein ähnlicher Prozess wie bei PV in Deutschland
Bis 2012 ein gigantisches langjähriges Wachstum bis zum politisch verursachten Marktabriss 2012, der bei bisherigen Marktführern in D zur Aufgabe des Geschäftsbetriebs führte.

Der Weltmarkt wuchs aber bei PV getrieben von der aufgebauten chinesischen Massenfertigung immer weiter.

Ähnlichkeiten in den Prozessen sind offensichtlich, Die Chinesen setzen auf keine toten Pferde !

Das PV immer günstiger geworden ist liegt an den gigantischen Fertigungskapazitäten, die mit deutscher Fertigungstechnologie in Fernost aufgebaut wurden.

Das rasche Wachstum hat aber wahrscheinlich zu Qualitätsproblemen geführt, die jetzt in Fachkreisen immer deutlicher zu erkennen sind.
Details dazu kann man in diesem aktuellen Aufruf der deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und angegebenen weiterführenden Links nachlesen.

Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit: Immer mehr defekte Rückseitenfolien in der PV

Bei Solarthermie sind vergleichbare Effekte noch nie aufgetreten, dort liegen Erfahrungen über einen sicheren Anlagenbetrieb über mehrere Jahrzehnte vor. Arcon gehörte zu den Herstellern, die über solche Erfahrungen verfügten. Es gibt aber noch immer Kollektorhersteller, die in der gleichen Liga spielen.

Dietmar Lange

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 02.04.2020 12:11:42
0
2941411
Wir bitten um Ihre Aufmerksamkeit: Immer mehr defekte Rückseitenfolien in der PV

Bei Solarthermie sind vergleichbare Effekte noch nie aufgetreten, dort liegen Erfahrungen über einen sicheren Anlagenbetrieb über mehrere Jahrzehnte vor.


Hallo Dietmar,

die Behauptung, dass es keine vergleichbaren Effekte bei ST gab, hält einer Überprüfung aber auch nicht Stand - da solltest Du eigentlich besser informiert sein...

Grüße
Stefan

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 02.04.2020 12:29:57
0
2941422
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Rudi das ist doch alles völlig inkonsistent was du schreibst. Wenn es nach der umweltfreundlichsten Technologie geht - das is Dein Argument pro ST - müsstest du sofort deinen Ölbrenner stilllegen.

Und zum xten Mal; aus PV mit zb aktuell 22 % Wirkungsgrad und WP AZ 3 holt man schon[...]



Dafür braucht man keine pv Module mit 22% Wirkungsgrad.

Man muss nur mit den Daten von solar MB rechnen . Meistens reicht eine Az von 2,75 um seine STA zu schlagen.

Nur kann er diese Rechnung nicht nachvollziehen , obwohl ich es ihm schon ein paar mal vorgerechnet habe .

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.04.2020 12:37:41
0
2941430
@SolarMB

Hallo Rudi,

im Zuge der Umstellung eines Hauses von Öl auf Erdwärme denke ich darüber nach die vorhandene ST zu demontieren und auf diese Fläche PV zu legen.

Die Kollektoren sind von Fa. Roth aus dem Jahr 2002. 9 Module mit einer Aperturfläche von 19,1 m².
Ich will nichts dafür haben, du müsstest sie nur abholen ( lassen ). PLZ 57339.
Ist noch nicht 100% entschieden, aber es würde einfach Sinn machen. Ich würde natürlich noch ein paar zusätzliche PV-Module installieren. Das Dach ist denkbar ungeeignet, aber 10 kW kratze ich irgendwie zusammen.

Grüße
Frank

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 02.04.2020 12:48:52
0
2941439
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Gegen-Gegenfrage: leg mal einen Monat alle Ölquellen und Gaspipelines still, was passiert dann?
Bei Öl hatten wir schon mal so was ähnliches.
Im ersten Monat wird der Preis ansteigen, es wird eventuell verkehrsfreie Sonntage geben, weil zumindest in Deutschland einiges an Reservebevorratung rumliegt.
Heizungen werden keine betroffen sein, weil alle Öltanks im Keller haben und kaum einer unter die Einmonatsreserve geht. Gas ist für drei Monate in den Speichern.

Nun erklär uns du mal ein Monat ohne Strom.

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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
Benn1904
Zeit: 02.04.2020 12:48:52
0
2941439
Zitat:
...
Gegen-Gegenfrage: leg mal einen Monat alle Ölquellen und Gaspipelines still, was passiert dann?Bei Öl hatten wir schon mal so was ähnliches.
Im ersten Monat wird der Preis ansteigen, es wird eventuell verkehrsfreie Sonntage geben, weil zumindest in Deutschland einiges an Reservebevorratung rumliegt.
Heizungen werden keine betroffen sein, weil alle Öltanks im Keller haben und kaum einer unter die Einmonatsreserve geht. Gas ist für drei Monate in den Speichern.

Nun erklär uns du mal ein Monat ohne Strom.
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