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Lohnt sich die energetische Gebäudesanierung?
Verfasser:
mrtux
Zeit: 03.04.2013 18:39:04
0
1896401
Es kommt auf die Ausgangssituation an und ob man die Arbeiten kombinieren kann.

Bei mir waren 1998/2001 die ersten Fenster Bj.1964 soweit abgenutzt, dass diese saniert werden mussten.

Damals hat man Glas mit einem damals guten U-Wert von 1,1 genommen.

Genau so ist es mit Fassadenarbeiten. Wenn sowieso der Putz erneuert werden muss, ist eine Wärmedämmung günstig mit zu realisieren. Als Einzelmaßnahme eher fraglich.

Dann gibt es noch die einfachen Sachen, die sich oft sehr günstig realisieren lassen und zugleich auch ihren schnell refinanzierenden Nutzen haben.

Z.B. Geschossdeckendämmung, Rollokästendämmung etc...

Auch eine andere Energiebereitstellung, bzw. Solarthermie auf Luftkollektorbasis kann eine Dämmung auf andere Weise ergänzen/ersetzen.


Es kommt im Endeffekt immer auf die Notwendigkeit der Vor/Begleitarbeiten drauf an.

Verfasser:
Husmann
Zeit: 03.04.2013 18:44:20
0
1896405
Gemäß der Gutachten zur neuen ENEV werden die Baukosten durch die Anhebung der Neubaustandards weiter steigen.

Die Energieausweise sollen dann auch von den Landesbehörden geprüft werden. Mir ist noch nicht klar was die Landesbehörde dann macht, wenn die feststellen das noch mit den Werten vom Norm Standort Würzburg gerechnet wird, der sich seit Dezember 2011 in Potsdam befindet.

Was da wohl noch alles passiert da bin ich mal gespannt.

best regards

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 03.04.2013 19:37:49
0
1896440
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die DENA weist in einem Statement vom 3. April auf eine methodische Schwachstelle der PROGNOS Studie hin.

[url=http://www.dena.de/presse-medien/pressemitteilungen/dena-bekraeftigt-energetische-gebaeudesanierung-lohnt-sich.html]Berichterstattung über Finanzierung von Energieeffizienz[...]


in der Beratung weise ich darauf hin, daß es im Berechnungszeitraum natürlich auch "Sowiesokosten" gibt, was die Berechnung der Kapitalrendite für energetische Sanierungen erheblich besser dastehen läßt. Aber das wollen die Leute meist nicht hören, sondern: was muß ich hic et nunc auf den Tisch legen. Gut, dann rechnen wir nur Vollkosten. Wer mit dem dann entstehenden Kapitalrückfluss nicht zufrieden ist, läßt es einfach. Manchmal regt die Leute aber meine Randbemerkung zu nochmaliger Reflektion an: Sie überweisen einen Großteil Ihrer Rente entweder an die KfW Bank, da sind die Konditionen bekannt, oder an eon und Co, da sind die Entwicklungen etwas schwerer abzuschätzen. Auf jeden Fall ist ein gerüttelt Anteil Rente weg für die (steigenden) Betriebskosten, was den Herrn Energieberater genauso trifft, danke für das Gespräch.

Verfasser:
k4st
Zeit: 03.04.2013 20:31:55
0
1896479
80000für ne Isolierung?

Wer 80000 dafür zahlt, dem ist das Geld egal oder er hat nen Wohnblock mit 4000 m² Aussenwand!

Wer keine Fantasiepreise zahlt und selber macht, hat in max. 10 Jahren alles wieder herinnen!

Verfasser:
gollo48
Zeit: 03.04.2013 20:38:49
0
1896486
Was mich wundert, warum spricht keiner hier das Thema Lüftung/KWL an?
Diese Kosten kommen doch noch dazu, wenn ich die Hütte dicht mache.
Das kann auch noch einmal ein schöner Brocken sein.
Gruß gollo
- der sich entschieden hat, die Fassade nicht zu dämmen, der Putz hält noch ein paar Jährchen

Verfasser:
gollo48
Zeit: 03.04.2013 20:41:50
1
1896490
@k4st: und wieviele Leute können das alles selbst machen?
Ist doch unrealistisch.
Mir hat man gesagt, ich muss seriös min. 100...120€/m² rechnen - oder etwa nicht?
Gruß gollo

Verfasser:
heinbloed
Zeit: 03.04.2013 20:51:04
0
1896497
Gollo 48 fragt:

".... und wieviele Leute können das alles selbst machen?
Ist doch unrealistisch.
Mir hat man gesagt, ich muss seriös min. 100...120€/m² rechnen - oder etwa nicht?
"

Fragen Sie mal im Baumarkt nach, dort bietet man u.U. auch Kurse an.


http://www.obi.de/de/ratgeber/energiesparen/anleitung_aussenfassade_daemmen/index.html

Verfasser:
loeti-new
Zeit: 03.04.2013 20:59:40
0
1896506
"Mir hat man gesagt, ich muss seriös min. 100...120€/m² rechnen - oder etwa nicht?"

Ja, Das verlangen die Jungs der Branche (dank Förderung) zur Zeit.

Und verdienen sich dabei eine "goldene Nase", wert ist die Sache ca. 30€/qm bis 50€/qm incl. all.

Grüße Löti

Verfasser:
WolfK
Zeit: 03.04.2013 21:03:35
0
1896510
Hm,
das "selber machen" sollte man hier raushalten, der eine kanns, die meisten wohl nicht oder nicht immer richtig. Es gibt auch Leute die zwei linke Hände haben oder gesundheitlich eben beeinträchtig sind, deshalb sind für eine Kalkulation seriöser Art eben die Fremdkosten relevant.

Gruss Wolfram

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 03.04.2013 21:08:09
0
1896516
Zitat von gollo48 Beitrag anzeigen
@k4st: und wieviele Leute können das alles selbst machen?
Ist doch unrealistisch.
Mir hat man gesagt, ich muss seriös min. 100...120€/m² rechnen - oder etwa nicht?
Gruß gollo


einer meiner Kumpel, Sesselpfurzer im IT Bereich hat sich ein Gerüst gekauft, welches er nach Abschluss praktisch ohne Verlust wieder verkaufen wird. Dämmplatten selbst geklebt und gedübelt, bei der Dübelzahl sogar Windsogfragen berücksichtigt und die Dübel schön versenkt und mit den Ausschnitten nachgedämmt(punktuelle Wärmebrücken). Für das Einbetten der Armierung und den Endputz muß er jemand hinzuziehen, weil dafür braucht man ein anderes Handgelenk als für die Tastatur. Er macht es so, wie er Zeit und Geld übrig hat, eine Wand nach der anderen. Bei Interesse geb ich die Rufnummer zwecks Erfahrungsaustausch. Bis jetzt ist er sehr zufrieden, vor allem mit den Wandinnentemperaturen im Sitzbereich, Energieeinsparung eher sekundär, hat Geld ohne Ende.

Verfasser:
k4st
Zeit: 03.04.2013 21:27:32
0
1896544
Zitat von gollo48 Beitrag anzeigen
@k4st: und wieviele Leute können das alles selbst machen?
Ist doch unrealistisch.
Mir hat man gesagt, ich muss seriös min. 100...120€/m² rechnen - oder etwa nicht?
Gruß gollo


Aus was setzen sich die 100€ zusammen?

Material 4000,- , sollen 2 Arbeiter 1 Monat Vollzeit( auf die Zeit mach ich (inzwischen Sesselpfurzer)das allein!)brauchen und jeder 5000€ verdienen dabei;

auf wie viel kommen wir bei Beherrschung der Grundrechenarten?

80000???

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 03.04.2013 21:30:27
0
1896547
wenn ich Hitzschlags Beitrag nur halbwegs richtig gelesen habe, hat er bei den 80Tsd von einer Hüllkomplettsanierung gesprochen. Die Größenordnung 100€/m2 ist ein annehmbarer Marktmittelwert für WDVS.
Sesselpfurzer nicht hochjubeln, bin selbst einer, war nur zur Abgrenzung gegenüber Handwerksprofis gedacht.

Verfasser:
Horu
Zeit: 03.04.2013 21:52:31
0
1896568
Die ganze Bewertung, ob wirtschaftlich oder nicht, ist nicht einfach so pauschal definierbar.
Wie schon beschrieben, kann eine ordentliche Portion Eigeninitiative, wenn denn die handwerklichen Fähigkeiten und Kentnisse vorhanden sind, schon Sinn (und echten Gewinn) darstellen, wie dies ja auch von einigen Eigenheimbesitzern realisiert ist.
Bei vermieteten Objekten ist dies meistens nicht so einfach möglich, hier kommen wiederum steuerliche Abschreibemöglichkeiten zum Tragen, die zusammen mit Mietpreisanpassungen auch von Fall zu Fall eine Wirtschaftlichkeit solcher Maßnahmen ergeben.
Dazu kommt noch der Glaskugeleffekt des zukünftigen Primärenergiepreises, den zum Zeitpunkt der Sanierungsmaßnahme auch niemand vorhersagen kann.
Ganz abgesehen von der angesetzten Lebensdauer des WDVS: sind'sjetzt 25 Jahre, oder macht es auch 30, 35 jahre seinen Dienst, bevor alles neu und alt entsorgt wird? Und was kostet das dann?
Ist aber ein schönes Thema zum diskutieren.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 03.04.2013 23:39:51
0
1896675
@Rosenow
in der Beratung weise ich darauf hin, daß es im Berechnungszeitraum natürlich auch "Sowiesokosten" gibt, was die Berechnung der Kapitalrendite für energetische Sanierungen erheblich besser dastehen läßt. Aber das wollen die Leute meist nicht hören, sondern: was muß ich hic et nunc auf den Tisch legen. Gut, dann rechnen wir nur Vollkosten. Wer mit dem dann entstehenden Kapitalrückfluss nicht zufrieden ist, läßt es einfach. Manchmal regt die Leute aber meine Randbemerkung zu nochmaliger Reflektion an: Sie überweisen einen Großteil Ihrer Rente entweder an die KfW Bank, da sind die Konditionen bekannt, oder an eon und Co, da sind die Entwicklungen etwas schwerer abzuschätzen.

Diese Einschätzung deckt sich mit Branchenerfahrungen.
Die Situation im Mietwohnungsbereich ist aber noch komplexer und vielschichtiger.

Auf einem Workshop mit Vertretern der Wohnungswirtschaft (West) wurde schon vor längerer Zeit befürchtet, dass unsanierte Wohnungen mit hohen Heizkosten die Wohnungen perspektivisch schwer vermietbar machen würden.Mit dem jetzt im Bundesrat durchgewinkten Mietrechtsänderungsgesetz sind jetzt möglicherweise diese Hinderungsgründe für Sanierungen Geschichte.

Bei einer Podiumsdiskussion 2012 wies ein Vertreter der Immobilienwirtschaft (Ost) darauf hin. dass dort die Probleme wieder ganz anders wären.In vielen Regionen (Ost) ständen sanierte Wohnungen in MFH leer, da trotz relativ moderater Mieten und Nebenkosten die Wohnungen wegen kontinuierlich gesunkener Einwohnerzahlen schwer vermietbar wären.

Im Süden Deutschlands stellt sich ein ganz anderes Problem. Im Großraum München werden wegen Zuzug Wohnungen immer knapper.

Fazit:

Schlussfolgerungen aus Einzelerfahrungen sind kaum auf den Markt Mietwohnungen Deutschland als Ganzes übertragbar.

Trotzdem führt an der energetischen Sanierung von MFH kein Weg vorbei, da im Gebäudebestand gewaltige Potenziale für Energieeinsparungen erschließbar sind.

Dietmar Lange

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 03.04.2013 23:45:12
0
1896679
Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 07:32:30
0
1896726
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
@Rosenow
[i]in der Beratung weise ich darauf hin, daß es im Berechnungszeitraum natürlich auch "Sowiesokosten" gibt, was die Berechnung der Kapitalrendite für energetische Sanierungen erheblich besser dastehen läßt. Aber das wollen die Leute meist nicht hören, sondern: was muß ich hic et nunc[...]


ich hatte vergessen zu erwähnen, daß meine Beratungen meist von Ein/Zweifamilienhausbesitzern in Anspruch genommen werden, somit keine vermietungsrelevanten Gesichtspunkte zur Sprache kommen. In Ausnahmefällen (Einliegerwohnung) deute ich auch das Problem längerfristiger Vermietbarkeit an bei "schlechter" Einstufung. Das interessiert die Leute dann nur mäßig, Tenor: dann steht´s halt leer...
Beim Wohnungsbau sieht´s natürlich anders aus. In meiner FM Zeit haben wir das Problem auch diskutiert und anhand der Leerstandsursachenanalyse geglaubt feststellen zu können, daß die energetische Einstufung ein relativ unbedeutender Einflußfaktor ist. Das war allerdings vor 10 Jahren. Kommt hinzu, daß der Mieter einer "Mittenwohnung" erhebliche Vorteile hat gegenüber einem über dem Keller (womöglich mit winters aufgerissenen Fenstern) mit möglichst viel Außenwandanteil. Das relativiert die Aussagekraft des Ausweises erheblich.

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 07:39:06
0
1896727
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen

Hallo Veco,

würde die Sanierungsquote bei 5% liegen, würde ich Dir eventuell zustimmen. Sie liegt aber bei 1,1% (wenn ich mich richtig erinnere) und somit deutlich unter den "angestrebten" 2%.

Natürlich wird da bei vielen eine irgendwann notwendige Maßnahme zeitlich[...]


Stefan,

solchen Zahlen schenkst du Glauben?

Wenn ich als EFH-Besitzer mir neue Fenster reinmache und das Haus pinsle geht das in keine Statistik ein, solange ich nicht wegen irgendwas zum Bauamt oder KfW renne.

1,1% bedeutet für mich, dass rund die Hälfte der Häuser auf Nachkriegsniveau wären. Sind sie aber nicht.

Bei den z.B von mir gezeigten Wohnungen in Leipzig kann man bei den vielen Fenstern z.B mit einer Laibungsdämmung schon viel erreichen und einem ordentlich konstruktivem Fenstereinsatz.

Es muss nicht immer 20 cm Styro sein.

Ich erinnere mal an den Schwanthread, wo sinngemäß stand das man mit nem Päckchen Jacobs Krönung zum Bauamt geht um den grünen Stempel zu bekommen.

Meine Meinung ist das in den nächsten Jahr(zehnt)en im Mietwohnungsbau sehr viel abgerissen wird und sich die mehrschalige Bauweise mit Kerndämmung durchsetzt.

Das jetzige System wird eine Zwischenlösung sein.

Im EFH-Bereich wird es auf den Geldbeutel der Besitzer ankommen, welche Maßnahmen durchgeführt werden. Da kann es durch Holz und Arbeiskraft kompensiert werden oder eben mit individuellen Lösungen tlw. Eigenleistung.

Im kommunalen Bereich passiert das, was die Studie anprangert. Entweder wird es unsinnig oder eben es bleibt so wie es ist.
Ist ja kein eigenes Geld;-)

E.S.

Verfasser:
HeiZie
Zeit: 04.04.2013 09:18:42
3
1896773
Lohnt sich die energetische Gebäudesanierung ?

Die Frage ist wohl ein wenig falsch gestellt !

So sollte lauten:

Für wen lohnt sich eine energetische Gebäudesanierung ?

Meine Erfahrung ist, dass NIEMAND, der sein 50. Lebensjahr (und auch weniger) überschritten hat, aufgrund der Kosten auch nur einen Gedanken darüber verschwendet, sein Haus energetisch VOLL sanieren zu lassen, wie es ja vom Gesetzgeber geplant ist.

Die gehen davon aus, dass sie in 20 Jahren bei voller Behaglichkeit einen Rundum-Pflegeservice im Heim genießen (müssen) !

"Das ist Sache der Kinder !" (so vorhanden)

Und die Kinder wissen selber nicht, was die Zukunft bringt.

Kleinere und etwas größere notwendige Sanierungsmaßnahmen, die sowieso anfallen, werden natürlich meist energetisch perfekt durchgeführt. Ebenso werden die größten Mängel an der Bausubstanz mit bestem Verhältnis von Aufwand und Wirkung bei meist vergleichsweise geringen Kosten beseitigt.

Wie hier bereits erwähnt, werden dann alte Fenster und Außentüren gegen etwas bessere neue ersetzt, Dachböden und Kellerdecken werden gedämmt, - auch (schrittweise) Innendämmungen von Aussenwänden sind nicht unüblich und gut, wenn sie fachgerecht ausgeführt werden.

Was dann wie "lohnt", hängt dann von den o.g. Einzelfällen ab.

Wie bewertet man eine deutlich bessere Behaglichkeit für Kosten, deren Invest sich noch während der eigenen Nutzung returnt - oder auch nicht ganz ?

In der Tat ist es doch wohl so, dass vollsanierte Altbauten eher die Ausnahme sind. Der Leser möchte sich davon bitte überzeugen, indem er bei einer Fahrt oder einem Spaziergang durch ihm bekannte oder unbekannte Altbausiedlungen einfach einmal die Augen aufmacht.

Neue Dächer fallen häufiger auf. Aber auch die sind nicht immer "voll gedämmt", sondern es wurde nur das nötigste gemacht.

Das, was da selten genug in tollem neuen Glanz erscheint, nachdem das Schild "zu verkaufen" entfernt wurde, haben JUNGE Leute übernommen, die oft noch nicht einmal die eigenen Kinder der Vorbesitzer sind.

Und auch denen gehen die (Fehl)Versuche, die komplexen Gedanken und Planungen von momentanen und zuküftigen Immobilienbesitzern pauschal in Artikeln, Statistiken und Studien zu erfassen, ganz sicher am Arsch vorbei.

Die Immobilienbesitzer betrachten ihre indivudelle Planung, - was sich wann wie "lohnt" -, spätestens nach den ersten Vorgesprächen mit ihrem Geldverleiher etwas genauer und beurteilen ihn dann auch nach ihrem Einzelfall.

Von einem Artikel, der in der Welt am 29.3.2013 erschienen ist, lassen sie sich dabei sicher ebenso wenig beeinflussen, wie von irgend einer anderen Veröffentlichung, wofür sie wie wann warum ihr Geld ausgeben.

Grüße HeiZie

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 10:35:29
0
1896819
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
@Rosenow
in der Beratung weise ich darauf hin, daß es im Berechnungszeitraum natürlich auch "Sowiesokosten" gibt, was die Berechnung der Kapitalrendite für energetische Sanierungen erheblich besser dastehen läßt. Aber das wollen die Leute meist nicht hören, sondern: was muß ich hic et nunc[...]


Rundmail Vermietertelegramm:

[i]"Modernisierung: Ab 1. Mai wird es für Vermieter einfacher & ertragreicher!

Lieber Herr .....,

3 gute Gründe für eine Modernisierung sind: Eine Modernisierung steigert den Wert Ihrer Immobilie. Ein weiterer Vorteil: Ihre Mieter zahlen dafür einen Modernisierungszuschlag. Außerdem können Sie als Vermieter die Kosten der Modernisierung bei Ihrer Steuererklärung absetzen.
Wenn Sie noch ein wenig warten und Ihren Mietern gegenüber eine geplante Modernisierung erst ab 1. Mai ankündigen, haben Sie 3 weitere wichtige Vorteile. Grund hierfür ist, dass ab diesem Stichtag das neue Mietrechtsänderungsgesetz in Kraft tritt:
Mieter müssen Modernisierungsmaßnahmen gemäß § 555d Abs. 2 BGB n.F zukünftig auch dulden, wenn die zu erwartende Mieterhöhung für sie eine „wirtschaftliche Härte“ darstellt. Nach der noch aktuellen alten Gesetzeslage können Mieter eine Modernisierung verhindern, wenn diese für sie eine Härte bedeutet.
Eine sonstige Härte müssen Mieter Ihnen ab 1. Mai gemäß § 555d Abs. 3 BGB n.F. bis zum Ablauf des auf die Ankündigung der Modernisierung folgenden Monats mitteilen. Danach ist ein auf eine Härte gestützter Einwand unbeachtlich. Beispielsweise kann ein Mieter nach Ankündigung einer Modernisierung nur noch innerhalb eines Monats einwenden, dass durch die geplante Modernisierung der Grundschnitt der Wohnung ungünstig verändert wird.
Wegen einer energetischen Modernisierung, beispielsweise Erneuerung von Fenstern, ist ein Mieter gemäß 536a Abs. 1a BGB n.F. 3 Monate lang nicht zur Mietminderung berechtigt. Das gilt selbst dann, wenn die durch die energetische Modernisierung verursachten Beeinträchtigungen für einen Mieter erheblich sind, beispielsweise wenn die Mieträume überwiegend nicht vertragsgemäß genutzt werden können
Deshalb mein Rat: Planen Sie, eine oder mehrere Bestandswohnungen zu modernisieren, sollten Sie die Ankündigung an Ihre Mieter möglichst erst ab dem 1. Mai 2013 richten. Dadurch haben Sie mehr Planungssicherheit und weniger Mietverluste!



nicht schlecht Herr Specht, wenn also im Winter Fenster ausgewechselt werden, hat der Mieter die "offene Bauweise" zu dulden. Gerüst steht sowieso, na dann steht öfter eine party ins Haus. Ein solches Maß an Entrechtung ist selbst für unsere Verhältnisse üppig. Ich streue das nur ein, weil das Spannungsfeld Mieter/Vermieter angesprochen wurde.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 04.04.2013 16:31:41
0
1897021
@Interessenten

Die KfW kommt in Auswertung der PROGNOS Studie zu einer anderen Auffassung als der Autor des Artikels in der Welt

KfW: Energieeffiziente Sanierung lohnt sich


Dietmar Lange

Verfasser:
hotdiscomix
Zeit: 04.04.2013 17:15:41
0
1897048
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
@Interessenten

Die KfW kommt in Auswertung der PROGNOS Studie zu einer anderen Auffassung als der Autor des Artikels in der Welt

[url=https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/News/News-Details_85248.html]KfW: Energieeffiziente Sanierung lohnt[...]


Da hat die KfW-Bank von der Dämm-Lobby wohl eines auf den Deckel bekommen.
Als die Studie veröffentlicht wurde stand in der KfW-Pressemitteilung: "Allerdings wird auch deutlich, dass sich aus heutiger Sicht die Investitionen nicht allein aus den eingesparten Energiekosten refinanzieren lassen."

Jetzt heißt es plötzlich: "Die Energiekostenersparnis finanziert die energieeffizienzbedingten Mehrausgaben einer Sanierung." und es werden irgendwelche "Ohnehin-Kosten" gegengerechnet.

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 17:47:23
0
1897069
Zitat von hotdiscomix Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Da hat die KfW-Bank von der Dämm-Lobby wohl eines auf den Deckel bekommen.
Als die Studie veröffentlicht wurde stand in der KfW-Pressemitteilung: "Allerdings wird auch deutlich, dass sich aus heutiger Sicht die Investitionen nicht allein aus den eingesparten Energiekosten[...]


Da hat Mutti nach kurzem Zögern ein Machtwort gesprochen;-)

Ach neeee sie hat gesimst.

E.S.

..und schon flutscht es, wie Mutti immer sagt

Verfasser:
Axel_1
Zeit: 04.04.2013 17:52:22
3
1897073
Wer sowohl den Welt Artikel als auch die Studie gelesen hat, weis, dass der Autor der Welt damit vor allem seine Kompetenz dargelegt hat, aus einer umfangreichen Studie zwei Zahlen auszuwählen, die wohl irgendwie zu seiner Aussage passen. Leider hat dieser Autor nicht die Kompetenz gehabt, die richtigen Zahlen auszusuchen. Wobei man zugeben muss, dass die in der Studie auch nicht vorkamen.

Letztlich ist der Artikel ein Beispiel für die erschreckende Inkompetenz mancher Zeitungsschreiber auf dem Gebiet. Die können nicht mal richtig abschreiben. Die "Welt" ist dabei allerdings auch auf einem Kreuzzug, der schon religiöse Züge annimmt. Erinnert schon massiv an die rechten Ultras in den USA.

Ansonsten finde ich es hier mal wieder unglaublich erheiternd, wie ein paar Fachidioten, die sich aus Welt Artikeln ihr Wissen über Dämmung zusammengeklaubt haben, zu Aussagen über die Effizienz, Wirksamkeit oder Amortisierung von Dämmmassnahmen äussern ohne auch nur ansatzweise eigene erfahrung oder gar Wissen zu dem Thema beisteuern zu können.

Ich warte ja hier noch mal auf Leute, die selber gedämmt haben und das im nachhinein bereuen. Aber solche gibt es hier nicht. Es gibt solche, die gedämmt haben und zufrieden sind und solche die nicht gedämmt haben und über die Dämmmassnahmen von anderen schimpfen.

Ich bin mit meinen Dämmmassnahmen jedenfalls extrem zufrieden. Irgendwie kann ich nicht verstehen, warum Leute, die selbst gerne weiter Heizkosten im locker 4-stelligen Bereich haben, mir das madig machen wollen.

Gruss
Axel

Verfasser:
solarfreundchen Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 18:01:27
0
1897077
Zitat von Axel_1 Beitrag anzeigen
Ich bin mit meinen Dämmmassnahmen jedenfalls extrem zufrieden. Irgendwie kann ich nicht verstehen, warum Leute, die selbst gerne weiter Heizkosten im locker 4-stelligen Bereich haben, mir das madig machen wollen.
[...]


Statt dem langen Text, hättest doch mal paar detailierte Zahlen reinpinseln können.

Gelabre von beiden Seiten gibt es schon genug.

E.S.

Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 18:40:12
0
1897107
Zitat von Axel_1 Beitrag anzeigen
Wer sowohl den Welt Artikel als auch die Studie gelesen hat, weis, dass der Autor der Welt damit vor allem seine Kompetenz dargelegt hat, aus einer umfangreichen Studie zwei Zahlen auszuwählen, die wohl irgendwie zu seiner Aussage passen. Leider hat dieser Autor nicht die Kompetenz gehabt, die[...]


ein Fachidiot im Wortsinne ist ein ausgewiesener Fachmann, ein wenig abgehoben und weltfremd, aber sehr gut in seinem Fach. Nun, all das trifft auf Deine Zielpersonen hier nicht zu, wie Du schon bemerkt hast. Und Deine Zahlen hier einzustellen, wäre vergebene Liebesmüh. Freue Dich Deiner Entscheidung, der Kavalier genießt und schweigt.

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Lohnt sich die energetische Gebäudesanierung?
Verfasser:
Rosenow Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 04.04.2013 18:40:12
0
1897107
Zitat:
...
Wer sowohl den Welt Artikel als auch die Studie gelesen hat, weis, dass der Autor der Welt damit vor allem seine Kompetenz dargelegt hat, aus einer umfangreichen Studie zwei Zahlen auszuwählen, die wohl irgendwie zu seiner Aussage passen. Leider hat dieser Autor nicht die Kompetenz gehabt, die[...]

ein Fachidiot im Wortsinne ist ein ausgewiesener Fachmann, ein wenig abgehoben und weltfremd, aber sehr gut in seinem Fach. Nun, all das trifft auf Deine Zielpersonen hier nicht zu, wie Du schon bemerkt hast. Und Deine Zahlen hier einzustellen, wäre vergebene Liebesmüh. Freue Dich Deiner Entscheidung, der Kavalier genießt und schweigt.
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