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Fundament für Gartenmauer ?
Verfasser:
toni007
Zeit: 04.04.2014 11:37:44
0
2064185
Wir wollen eine niedrige Mauer aus Schalsteinen bauen, die auf der einen Seite später bündig mit Erde aufgefüllt wird. Es wird also ein einseitiger (wenn auch kleiner ?) Druck auf der Mauer lasten. Es ist geplant, die Mauer 3 Steine hoch zu mauern, was einer Mauerhöhe von 75cm entspricht. In die Schalsteine sollen laut einem Verkäufer aus dem Baumarkt Baustahlstäbe in die Erde getrieben werden, die mit Beton im Schalstein vergossen werden.

Der Boden besteht aus relativ schwerem Lehm. Die Länge der Mauer beträgt 17m. Brauchen wir ein "ordentliches" betoniertes Fundament ? Oder reicht etwas Schotter aus. Wenn ja wie tief / breit sollte das (Beton)-Fundament sein ?

Ich zweifle als Laie die Aussage des Verkäufers etwas an, dass die Konstruktion ohne ein richtiges Fundament wirklich nachhaltig stabil ist und nicht irgendwann doch kippt bzw. in Schräglage gerät.

Verfasser:
muddy
Zeit: 04.04.2014 12:02:11
0
2064191
Zitat von toni007 Beitrag anzeigen
Wir wollen eine niedrige Mauer aus Schalsteinen bauen, die auf der einen Seite später bündig mit Erde aufgefüllt wird. Es wird also ein einseitiger (wenn auch kleiner ?) Druck auf der Mauer lasten. Es ist geplant, die Mauer 3 Steine hoch zu mauern, was einer Mauerhöhe von 75cm entspricht. In die[...]


Baustahl in die Erde zu treiben, ist Quatsch. Die werden bald weggerostet sein, und dann?

Wenn man das vernünftig machen will, macht man ein richtiges Fundament, 80 cm tief, unten mit Frostschutzkies auffüllen und dann ein Streifenfundament aus Beton. Darauf kann man dann die Mauern aufsetzen.

Du kannst das Ganze wenn es nicht viel tragen oder stützen soll, auch einfach nur auf Frostschutzkies stellen. Es wird sich alelrdings mit der Zeit höchstwahrscheinlich wirklich etwas bewegen...

muddy.

Verfasser:
sukram
Zeit: 04.04.2014 12:22:23
0
2064197
Zitat von toni007 Beitrag anzeigen
Wir wollen eine niedrige Mauer aus Schalsteinen bauen, die auf der einen Seite später bündig mit Erde aufgefüllt wird. Es wird also ein einseitiger (wenn auch kleiner ?) Druck auf der Mauer lasten. Es ist geplant, die Mauer 3 Steine hoch zu mauern, was einer Mauerhöhe von 75cm entspricht. In die[...]


Höre nie auf Baumarktverkäufer bei sowas; dem ist das wurscht, wenn's die später krummdrückt. Da muß ein Fundament drunter, 60 tief & (mögl.)beidseitig 5cm breiter als die Schalsteine, alle 2m einen 8er-Baustahl 'rausstehen lassen & mindestens einen Stab längs. In die zweitoberste Reihe würd' ich zur Sicherheit auch 'ne Reihe 10er Baustahl einlegen, natürlich überlappend & beids. abgewinkelt.

Hab' ich übrigens letzten Sommer auch gemacht- 24er Steine, 1,30 hoch & 16m lang, Mittig Dehnfuge, beids. mit Sockelputz geputzt & oben Abdeckplatten.
Fundament war noch von der alten Mauer (hoffentlich hab' ich das vor 35J tief genug ausgehoben ;-), Betong aus Fertigmischung handgerührt & handverdichtet (nächstesmal tät' ich vielleicht doch 'ne Petonpumpe bestellen, bei so 'ner Sauhitze..., und nächstesmal täten mir, bei einer fast freistehenden Mauer, auch 17er Steine reichen)

Zitat:
Die Länge der freistehenden, nicht durch Querwände oder Randbalken gehaltene Mauern darf sechs bis acht Meter je nach örtlichen Verhältnissen nicht überschreiten. Eine mögliche Windlast an exponierten Stellen ist bei der Bemessung der Mauerdicke und Fundamentabmessungen zu berücksichtigen. Ohne für die Standsicherheit nachteilige Boden- und Windverhältnisse beträgt die
· Wandstärke 17,5 Zentimeter bis 0,63 Meter Wandhöhe über Fundament
· Wandstärke 24,0 Zentimeter bis 1,18 Meter Wandhöhe über Fundament
· Wandstärke 30,0 Zentimeter bis 1,85 Meter Wandhöhe über Fundament
· Wandstärke 36,5 Zentimeter bis 2,73 Meter Wandhöhe über Fundament
Alle hier genannten Werte geben Ihnen nur einen Anhaltspunkt. Die Anforderungen sind in verschiedenen DIN-Normen detailliert geregelt.
Die Tiefe des Fundaments orientiert sich bei niedrigen Mauern an der Tiefe der tragfähigen Bodenschicht und an der regional unterschiedlichen frostfreien Tiefe. Der Fundamentaufbau beginnt mit einer zehn Zentimeter Schotterschicht. Darüber folgt das mit Stahlbewehrung verstärkte Betonfundament.
Das Fundament muss wenigstens dreißig Zentimeter breit und an allen Seiten wenigstens fünf Zentimeter breiter als die Mauerdicke sein. Bei kritischen Bodenverhältnissen kann dessen Breite auch die dreifache Mauerbreite betragen. Die Höhe des Fundaments sollte mindestens ein Drittel der Mauerhöhe betragen - wenigstens muss es in den frostfreien Bereich ragen und auf festen Bodenschichten gründen.
...
Die untersten Steine der Mauer werden auf dem Betonfundament mit einer nicht zu dünnen Mörtelschicht absolut höhengleich und fluchtgerecht fixiert. Spannen Sie in der Art ausgerichtete Bänder an Holzpflöcken, um dies zu gewährleisten. Lassen Sie den Mörtel der untersten Steinreihe aushärten, bevor Sie mit dem eigentlichen Mauern beginnen.
Arbeiten Sie bis zum Schluss mit Richtbändern, um zu gewährleisten, dass die Mauer vertikal lotgerecht erstellt und damit standsicher wird. ...

Verfasser:
stefans
Zeit: 04.04.2014 12:44:08
0
2064206
Hallo toni,


müssen es Schalsteine sein, oder gehen nicht auch Winkelrandsteine, L-Steine und Winkelstützen aus dem nächsten Betonfertigwerk?

Ist die Baustelle gut zugänglich für einen Minibagger?
Dann wäre das ganze eine Sache von 2 stresslosen Tagen.
Tutto completto.

Fundamentierung

Video



Stefan

Verfasser:
toni007
Zeit: 04.04.2014 13:00:54
0
2064212
Danke für die bisherigen Beiträge.
Zur weiteren Konkretisierung. Das Grundstück hat Hanglage. Hinter der geplanten Mauer (2-3m) steht etwas oberhalb eine weitere Mauer, die bereits den dahinterliegenden Hang abfängt. Diese Mauer ist gleichzeitig auch die Grundstücksgrenze. Die neue Mauer würde sozusagen die Begrenzung für einen fast ebenen "Hochgarten" bilden.

@Muddy:
Das vermutlich schnelle Wegrosten des Baustahls klingt plausibel.

@Sukram:
Dann müsste das Fundament 27,5cm breit sein und 60cm tief. Bei 17m Länge macht einem Rauminhalt von 2805 l. Bei 18l flüssigem Beton aus einem 50kg Sack Zement, benötigt man 156 Sack ?! Rechenfehler ?

@Stefan:
Wir wollen (auch aus Kostengründen) weder Bagger einsetzen noch L-Steine verbauen und alles in Eigenleistung ausführen. Trotzdem danke für den Hinweis.

Verfasser:
stefans
Zeit: 04.04.2014 13:30:05
0
2064221
Hallo toni,

"Wir wollen (auch aus Kostengründen) weder Bagger einsetzen noch L-Steine verbauen und alles in Eigenleistung ausführen."

Ja, natürlich!
Der Minibagger sollte auch nur die Steine versetzen.

Kann man mieten, würde ich persönlich aber nicht machen.
Kleinen Erdbaubetrieb aus deiner Nachbarschaft anfragen (nur Bagger u. Bediener) , GaLa(GartenLandschaftsbaubetriebe) machen das auch.

Zunächstmal kannst dich auch bei mehreren Baustoffhändlern! - nicht Baumarkt! - kundig machen, welcher L-Stein für dich in Frage kommt...und was der dann wiegt.

Ich weiss ja nicht, wie dein Bautupp körperlich beieinander ist ;-), aber 2 Mann könnten bis zu 100kg-Steine platzieren.
Zugegeben, das ist aber schon hart an der Grenze zur Plackerei. ;-)
Auch von den örtlichen Verhältnissen abhängig und auch davon, wie die Aufnahme der Steine für das Hebezeug ausgebildet ist.

Notfalls tuts auch der Frontlader eines Traktors, weiss natürlich nicht, ob ein Landwirt (oder dessen Sohn) so einfach für dich greifbar ist?



Stefan

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 04.04.2014 13:30:27
0
2064222
Zum Fundament ist alles gesagt. Die Mauer würde ich nicht mit Schalungssteinen sondern z.B. mit 240er Kalksandsteinen mauern. Die Seite die aufgefüllt mit Noppenfolie gegen Feuchtigkeit sichern. Die sichtbare Seite kannst du dann verputzen oder verkleiden.
Zum Betonieren: Lass dir das von einem Betonwerk direkt liefern:
17m lang, 0,80m tief, 0,30m breit = 4m³ Fertigbeton, erdfeucht. Dazu 3 oder 4 Nachbarn mit eigener Schippe und Schubkarre; morgens anfangen, zum Mittagessen seid ihr fertig.

Verfasser:
stefans
Zeit: 04.04.2014 13:41:42
0
2064228
Nachtrag:
Wegen dem Beton für die Gründung:
Wenn der mal 1000kg überschreitet, würde ich die Anfahrt von Transportbeton prüfen.
Preiswert und schnell und sauber. ( 120-130 €/m³ )
Wie willst du denn diese Mengen selbst anrühren?

Du musst halt mit deinem Trupp Gewehr bei Fuss bereit stehen, wenn der Betonwagen anrückt.
Mit 2 stabilen Schubkarren ist das Material schnell weggefahren und an Ort u Stelle eingebracht.

Entfernung und Höhenunterschied Lastwagenstandplatz <--> Mauer???


Stefan


P.S. mich haben nur die Preisrecherchen rund 10 min. gekostet, sonst wäre der Wolf S zweiter Sieger gewesen.

:-))

Verfasser:
stefans
Zeit: 04.04.2014 13:50:07
0
2064230
Erdfeucht muss er sein , nicht flüssig!
Sonst kannst für lange, lange Zeit nicht weiterarbeiten.

Stefan

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 04.04.2014 14:15:17
0
2064238
Zitat:
Wir wollen (auch aus Kostengründen) weder Bagger einsetzen ... alles in Eigenleistung ausführen.

Bei solch einem Mäuerchen gingen doch auch L-Gabionen ... kleines Schotterfundament ... Metallkörbe zusammen bauen und auf dem Fundament ausrichten ... mit Steinen füllen und die Erde dahinter wieder auffüllen ... ohne Betonmatscherei ... :-)

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 04.04.2014 16:46:22
0
2064297
Also manche erzählen ein Zeug zusammen, das grausts einen.

Mauerhöhe 75 cm, einseitig bündig mit Erdreich aufgefüllt. Nicht sofort, aber auf die Jahre hin bekommst Du einen seitliche Erddruck. Ohne Fundament geht da garnichts, vergiss Schotter, Gabbionen, L-Steine etc. So etwas muss in den Boden eingespannt werden.

Die Idee mit den Schalungssteinen zur Einsparung einer Schalung ist schon richtig. Also grabe 60 cm tief aus (Mindesttiefe, frostsicher ist eigentlich 90 cm)so breit wie die Schalungssteine vermutlich 24 cm

Dann besorge Dir Kies (17 lfm * 0,24 * Höhe (60+75 cm) = ca. 5 cbm (12 to), pro cbm ca. 200 kg Zement und eine kleine Betonmaschine (75-100 ltr). In jedem Schalungsstein steckst Du eine 8 mm Baustahl mit 1.35 m und längs legst Du 10-20 cm unter dem Schalungssteinbeginn ein Baustahl 10 mm längs, damit das Fundament nicht längs abreisst.

Schnurgerüst erstellen, damit Deine Steine auch längs gerade liegen. Unten betonierst Du gegen das Erdreich und dann fängst Du gleich mit den Schalungssteinen an, damit sich der Beton unten mit den Schalungssteinbeton verbindet, sozusagen aus einem Guss

Zeitvorgabe: 2 Mann, fleissig ohne viel Bier 1 Tag fürs betonieren und Steinesetzen. Zum einfüllen in den Schalungsstein richtest Du Dir vorher einen Einfülltrichter aus Holzbretter her und einen Stampfer zum feststossen. Die Endsteine auch vorher schneiden.

Verfasser:
stefans
Zeit: 04.04.2014 17:23:57
1
2064311
Hallo Dieter,


hast du Angst, der Russe kommt?
:-)

Die L-Steine funktionieren in jedem Fall, die werden ja durch das auf den waagrechten Schenkel aufgebrachte Erdreich "eingespannt".

Einzig auf die kontrollierte Wasserabführung aus dem einseitig aufgefüllten Erdreichs ist zu achten.
Das wurde ja im obigen PDF erwähnt.

Eine gemauerte Ausführung wäre aus Stabilitätsgründen (der von dir erwähnte Erddruck!) für mich allerdings auch nix.
Wenn das halten soll, muss da Masse rein in die Mauer...und das kostet Geld, Zeit u. Platz...

Ich meine, die L-Steine sind die kostenoptimierte und funktionierende Lösung.

:-)



Stefan

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 04.04.2014 17:51:02
0
2064314
@Dieter C: Ich habe hier bei mir in 1999 ca. 35 lfm 24er Betonschalsteinmauern errichtet, die bis zu 1,50 m hoch und einseitig auf voller Höhe mit Erde hinterfüllt sind ... mit 1 m tiefen und 0,5 m breiten Fundamenten und satt Baustahl ist auch drin. Die stehen wie eine 1 ... aber aus heutiger Sicht, mit den vielen "Leichtbauweisen" die ich seit dem gesehen habe, würde ich solch ein Bollwerk weniger aufwendig bauen.
L-Steine oder L-Gabionen sind aus meiner Sicht daher bei 75 cm vollkommen ausreichend ... in meiner Nachbarschaft hat man vor 15 Jahren eine 2 m hohe Stützmauer ganz ohne Stahl gebaut ... einfach nur Betonsteine schichtweise, mit leichtem Versatz zum Hang auf ein Fundament gesetzt, die erste Schicht "ins feuchte Fundament" den Rest mit Mörtel ... und zeitgleich mit Erde hinterfüllt ... die steht auch heute immer noch!

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 04.04.2014 20:32:32
0
2064366
Ja....jaaaa....jaaaaa
Ihr wisst ja alles.
Ihr wisst, welcher Boden ansteht,
ihr wisst, welche Wasserverhältnisse vorherrschen
ihr wisst, ob es eine Hanglage ist

Wenn ich in einem Forum einen Ratschlag gebe. weiss ich, dass der halten WIRD
NICHT, dass der vielleicht halten KANN

Der Vorschlag mit den Schalungssteinen kommt nicht von mir, sondern vom Bauherren. Und der wird sich dabei was gedacht haben.
L-Steine lass ich mir noch eingehen, aber da braucht man auch einen frostsicheren Untergrund auf der gesamten Breite des waagrechten Schenkels. Kommt das billiger ???
Steine in Drahtverhau fällt um, wenn nicht tief genug im Boden eingespannt - oder 1 m breit ausführen. Ob das der Bauherr will??

Verfasser:
stefans
Zeit: 04.04.2014 22:12:45
1
2064396
Hallo Dieter,


das hieße ja, du weisst alles. (relevante über das Projekt Gartenmauer)
Ist dem so?
Aber wir wollen ja nicht streiten und den toni verunsichern.

Klar, wenn auch noch betonaggressives Wasser ansteht, können wir uns in wenigen Jahren hier wieder einen Kopf machen.

Versteh dich schon mit deiner Nummer Sicher, aber wenn da ganz "normale" Verhältnisse anstehen, kann "idiotensichere" Bauweise unnötigerweise richtig teuer sein.

--> so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Hört sich sonächst mal ganz einfach an...

"Der Vorschlag mit den Schalungssteinen kommt nicht von mir, sondern vom Bauherren. Und der wird sich dabei was gedacht haben."
Ich hab noch gelesen, er habe sich im Baumarkt Rat geholt.
Da bin ich von einer gewissen "Unbeflecktheit" des Threaderöffner ausgegangen.

Verzeiht mir, wenn ich da falsch liege.



Stefan

Verfasser:
stefans
Zeit: 05.04.2014 08:20:52
0
2064453
Guten Morgen,


noch zwei PDFs als Wochenendlektüre für den toni:

Schalsteinmauer

Hangsicherungen aus Beton + ein wenig Theorie


...wenn er denn nicht schon die Arbeiten abgeschlossen hat.
;-)


Stefan

Verfasser:
sukram
Zeit: 05.04.2014 12:18:18
1
2064517
Zitat von toni007 Beitrag anzeigen

@Sukram:
Dann müsste das Fundament 27,5cm breit sein und 60cm tief. Bei 17m Länge macht einem Rauminhalt von 2805 l. Bei 18l flüssigem Beton aus einem 50kg Sack Zement, benötigt man 156 Sack ?! [...]


Plus Füllung.

Ich hab's direkt beim Hersteller bestellt, der sitzt ~20 km weit von mir weg- hier mal die Angebotspreise:

Schalstein 17,5er 1,40/St., 24er 1,50/St.

Betonmischkies 0-16mm in Big Bags 36,70/to, alternativ
Trockenbeton 0-8mm C25/30 40Kg-Sack 2,90
plus 110,- Fracht, Paletten natürlich gg. Pfand, +MWst

Da misch' ich mir das Zeuch doch nicht selber zusammen.

PS:
So eine STRUNZDÄMLICHE Katze versucht immer und immer wieder, über die frischgestrichene Mauer zu kommen, und putzt vorher ihre Dreckspfoten nicht ab; überall sind die Spuren zu sehen- SOGAR 2 m vom freistehenden Ende weg, wo sie doch einfrach drumrumlatschen könnte :-( Trainiert die Hochsprung oder was?

Verfasser:
toni007
Zeit: 14.04.2014 15:50:41
0
2067382
Ich melde mich erst jetzt wieder zurück, weil Eure Beiträge doch sehr viel "schwerverdauliches" enthielen ;-) Auch hat es innerhalb der Familie doch Überzeugungsarbeit gekostet, ein Fundament "durchzusetzen".

Also ein 80-90cm tiefes Fundament wäre wegen Frostsicherheit ideal. Dieter C. schreibt aber, dass hier 60cm eine Mindesttiefe sind.
Auch weil die 60cm schon mit Schaufel und Pickel eine Plagerei sind, wird es auf diese Tiefe hinauslaufen. Der Rest ist dann Hoffnung, dass nichts passiert, also "Mut zur Lücke".

Aufgrund der benötigten Menge von ca. 3,5cbm Beton, ist das selbstanrühren keine Alternative. Eine Betonfirma würde für ca. 600€ liefern.

Thema Fundament: So wie ich nun verstanden habe, sollte man Stahlstäbe beim Gießen ins Fundament stecken, damit später zumindest die erste Lage Schalsteine noch damit vergossen werden können. Frage: Sollte die erste Reihe Steine unbedingt in den feuchten Beton gesetzt werden oder sollte das Fundament erstmal trocknen ? Wieviele Stahlmatten sollten ins Fundament ?

Thema Abdichtung: Wie sollte die fertige Mauer gegen Feuchtigkeit hangseitig geschützt werden ? Folien oder "Noppenbahnen" ?

Danke für Eure Unterstützung !

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 14.04.2014 16:23:46
0
2067397
Zitat von Wolf S Beitrag anzeigen
Die Seite die aufgefüllt mit Noppenfolie gegen Feuchtigkeit sichern.

Bevor du mit dem Mauern beginnst, lass das Fundament trocknen.
Keine Stahlmatten ins Fundament. Leg 3 oder 4 Stangen (Moniereisen) rein und gut ist's.

Verfasser:
sukram
Zeit: 14.04.2014 16:49:37
1
2067415
> Frage: Sollte die erste Reihe Steine unbedingt in den feuchten Beton gesetzt werden oder sollte das Fundament erstmal trocknen ?

Es ist wichtig, daß die erste Lage waage/lotrecht und gerade gesetzt wird, dann kann man die restlichen einfach draufstapeln, ohne daß die Mauer oben Wellen schlägt oder der Füllbeton durch zentimeterdicke Spalten Reißaus nimmt ;-)

Wenn Du etwa alles auf einmal erledigen willst (Fundament gießen-stapeln-Verfüllen), geht das schief, denke ich, nicht nur vom Zeitfaktor her (Abbindezeit), sondern die Mauer wird mehr oder weniger im Fundament versaufen...

Mein Fundament war ja schon von der alten Mauer vorhanden, ich hab's daher in ein 2-3cm-Mörtelbett gesetzt (Richtschnur benutzen), aushärten lassen und dann gestapelt; bei 3 Lagen kann man dann in einem Rutsch verfüllen & verdichten, ich hab' bei 5 Lagen 2x verfüllt (und wie gesagt unter die oberste noch eine Reihe Stäbe, Enden abgewinkelt & überlappend).

>Thema Abdichtung: Wie sollte die fertige Mauer gegen Feuchtigkeit hangseitig geschützt werden ? Folien oder "Noppenbahnen" ?

Sockelputz, min. 2 Bitumenanstriche drauf & zus. Noppenbahn (wobei Fachforen behaupten, daß die Noppenbahn unnütz sei- aber die kost' ja kaum was & schützt zumindest den Anstrich vor Steinen).

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 15.04.2014 08:05:29
0
2067605
Zitat von toni007 Beitrag anzeigen
Thema Fundament: So wie ich nun verstanden habe, sollte man Stahlstäbe beim Gießen ins Fundament stecken, damit später zumindest die erste Lage Schalsteine noch damit vergossen werden können. Frage: Sollte die erste Reihe Steine unbedingt in den feuchten Beton gesetzt werden oder sollte das Fundament erstmal trocknen ?

Wir haben in 1999 die 1. Lage der 24er Betonschalsteine bei unseren 3 Stützmauern direkt in/auf den "frischen" Fundamentbeton gesetzt ... die Steine lassen sich bei richtiger Konsistenz des Fundamentbetons exakt ausrichten und sinken auch nicht mehr weiter ein ... im Fundament (1,0 m tief und 0,5 m breit) sind bei den Mauern keine zusätzlichen Stahlmatten eingebracht ... nur die in jeden 2. Stein ca. 0,8 m tief, senkrecht ins Fundament gesteckten 8 mm Baustahlstäbe ... zwischen jeder Steinschicht liegen dann noch auf ganzer Mauerlänge je 2 Stück 8 mm Baustahlstäbe. Diese Mauer (parallel zum Hang) hat weder Drainage noch Nässeschutz zum Erdreich, weil das Wasser ablaufen kann:

Bei den 2 anderen Mauern (quer zum Hang) ist aber zur mit Erde angefüllten Seite eine Epdm-Folie als Nässeschutz, sowie eine in Kies gehüllte Drainage verbaut, da ein Ablaufen des Stauwassers sonst nicht gegeben wäre.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 16.04.2014 22:13:37
0
2068382
Mit dem Fundament herstellen, eben streichen, hart werden lassen und dann die Schalsteine darauf ausrichten und ausgiessen, geht natürlich, würde ich aber nicht machen, weil sich der alte Beton aus dem Fundament und der Beton aus den Schalsteinen nicht mehr verbinden wird.

Du hast über dem Fundament später den einseitigen Druck von 70 cm Erdreich. Dieser Druck ist zwar nicht viel, aber mit den Jahren drückt der immer mehr. Giesst Du in einem Guss und der Beton ist durchgängig fest verbunden, müsste der Druck diesen erst einmal brechen und das wird er bei 70 cm sicher nicht, ausserdem verhindern dies die senkrechten Bewehrungsstäbe.

Als Kompromiss könnte ich mir vorstellen, da ja der Fertigbeton in einer Lieferung kommt, diesen nicht zu nass zu bestellen, damit die Steine nicht wegschwimmen, zuerst das Fundament giessen, eben waagrecht ausrichten, nicht glattstreichen, Steine drauf versetzen und dann diese ausgiessen. Dann wird sich der frische Beton mit dem Fundamentbeton, der auch noch frisch ist, verbinden, evtl. durch stochern mit einem Stab ein wenig nachhelfen.

Bedenke, dass Du bei dem Fertigbeton max. 30 min. Entladezeit hast, Mehrzeit wird verrechnet. Beton fängt nach einer Stunde an, abzubinden (Erstarrungbeginn, nicht mit Festigkeit verwechseln). Wenn Du viel mehr Zeitbedarf einschätzt, lass Dir vom Betonwerk einen Abbindeverzögerer beimischen, kostet wenig und hetzt Dich nicht zu sehr

Verfasser:
m.haardt
Zeit: 16.04.2014 22:27:27
0
2068397
Wenn das Fundament getrennt hergestellt wird oder ein altes Betonfundament benutzt wird, kann man die Anschlussbewehrung auch mit Injektionsmörtel einkleben. Man bekommt auf Ebay teilweise günstig Kartuschen, die kurz vor dem Haltbarkeitsdatum stehen oder schon drüber sind. Damit habe ich noch nie Probleme gehabt.

Ohne verbindende Bewehrung von Fundament und Mauer wird es irgendwann Probleme geben.

Michael

Verfasser:
toni007
Zeit: 17.04.2014 21:42:24
0
2068755
Zitat von Dieter C. Beitrag anzeigen
Als Kompromiss könnte ich mir vorstellen, da ja der Fertigbeton in einer Lieferung kommt, diesen nicht zu nass zu bestellen,

Das ist ein Problem. Ich habe der Betonfirma geschildert, wie und wieweit sie an das Fundament ranfahren kann. Da ein natürliches Gefälle da ist und der Abstand zwischen Fundament und Grundstücksgrenze bei ca. 3m liegt, wollen sie den Beton relativ flüssig liefern, damit er über eine "Rutsche" reinlaufen kann.
Nicht zu nass ist dann wohl genau das Gegenteil davon. Ansonsten müsste der Beton gepumpt werden, was ein weiteres Fahrzeug und vor allem weitere Kosten bedeutet, die wir natürlich vermeiden wollen.

Alternativ einen halben Tag warten und dann eine Reihe Steine auf den leicht abgebundenen Beton setzen ?

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 27.04.2014 15:46:07
0
2071717
Ich war jetzt eine Woche im Osten auf Baustellen und habe Deine Frage erst heute gelesen.

Da treffen natürlich zwei Punkte direkt gegen einander. Ob mit verlängerter Rutsche oder gepumpt - der Beton muss recht flüssig sein.
Das ist der Grund, warum ich solche Sachen von meinen Leuten vor Ort selbst mischen lasse, wie Du auch aus einem der vorherigen Beiträge von mir entnehmen kannst. Ich habe natürlich den Vorteil, darauf maschinell eingerichtet zu sein. Fertigbeton ist ja auch nicht gerade billig, um den von Dir genannten Preis kommt der Handgemischte auch nicht teurer.
Aber Dein Problem ist ja, dass Du das Fundament erst mal leicht abbinden lassen möchstest und dann die Schalungssteine draufstellst - das bedeutet, der Beton kommt auf zwei Partien - ist das mit dem Werk so vereinbart und Du musst vorher genau berechnen, wo Du die Bewehrungseisen hinsteckst, dass sie nachher mit den Schalungssteinen passen. Sorge dafür, dass sie möglichst nahe Richtung Hang stecken, bedenke aber die Stärke der Wand des Schalungssteines.

Gewährleistung würde ich Dir keine geben, aber die nächsten paar Jahre hälts bestimmt und Du brauchst ja auch als Rentner eine Beschäftigung..........

Aktuelle Forenbeiträge
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Fundament für Gartenmauer ?
Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 27.04.2014 15:46:07
0
2071717
Ich war jetzt eine Woche im Osten auf Baustellen und habe Deine Frage erst heute gelesen.

Da treffen natürlich zwei Punkte direkt gegen einander. Ob mit verlängerter Rutsche oder gepumpt - der Beton muss recht flüssig sein.
Das ist der Grund, warum ich solche Sachen von meinen Leuten vor Ort selbst mischen lasse, wie Du auch aus einem der vorherigen Beiträge von mir entnehmen kannst. Ich habe natürlich den Vorteil, darauf maschinell eingerichtet zu sein. Fertigbeton ist ja auch nicht gerade billig, um den von Dir genannten Preis kommt der Handgemischte auch nicht teurer.
Aber Dein Problem ist ja, dass Du das Fundament erst mal leicht abbinden lassen möchstest und dann die Schalungssteine draufstellst - das bedeutet, der Beton kommt auf zwei Partien - ist das mit dem Werk so vereinbart und Du musst vorher genau berechnen, wo Du die Bewehrungseisen hinsteckst, dass sie nachher mit den Schalungssteinen passen. Sorge dafür, dass sie möglichst nahe Richtung Hang stecken, bedenke aber die Stärke der Wand des Schalungssteines.

Gewährleistung würde ich Dir keine geben, aber die nächsten paar Jahre hälts bestimmt und Du brauchst ja auch als Rentner eine Beschäftigung..........
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