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Alle
Foren
Ölheizung Bj. 1997 optimieren, Ölverbrauch senken
Verfasser:
passra
Zeit: 24.08.2015 14:23:25
0
2261352
Hallo,

nach einigem Mitlesen hier im Forum habe ich mich nun angemeldet, um die Optimierung meiner Heizanlage voranzutreiben und den Energiebedarf zu verringern.

Zuerst zum Haus:

2-Familienhaus Bj. 1965 mit Öl-Zentralheizung.
Wohnfläche damals 150 m²
Außenmauern 30cm Schlackesteine

Ölbedarf damals 3700 l/a


1997 Sanierung:

Dämmung Außenwände mit 8cm Styropor
Dach erneuert und ausgebaut, Zwischensparrendämmung Isofloc 18cm stark
Wohnfläche neu 200m²

Kessel Schäfer Domomatic KTX21 Bj. 1997
Brenner Körting Jet 4.5 Bj. 1993
Solarthermie 16m² Müller-Flachkollektoren
Schichtenspeicher Ratiotherm 800l + Erweiterung 800l
WW-Erzeugung durch Wärmetauscher
Zirkulation gesteuert durch Druckschalter. läuft nach Öffnen eines Hahns 5 Minuten nach
Heizkörper 1. und 2. OG neu Kermi
Kamin glasierte Tonrohre
Fenster 1. und 2. OG neu mit K-Wert 1,3

Ölbedarf seither ca. 2500 l/a
Strombedarf aktuell rund 6600 kWh/a


2014

Kollektorreparatur und Nachrüstung Steuerung UVR 1611

2015

PV mit 8 kWp
Austausch Solarkollektoren durch 10m² Fa. Citrin
Heizkörper EG neu
Fenster EG neu mit K-Wert 1,1 (im Herbst)


Somit ist aktuell folgende Technik verbaut:

Kessel Schäfer Domomatic KTX21 Bj. 1997
Brenner Körting Jet 4.5 Bj. 1993
Schichtenspeicher Ratiotherm 800l + Erweiterung 800l
WW-Erzeugung durch Wärmetauscher
Zirkulation gesteuert durch Druckschalter. läuft nach Öffnen eines Hahns 5 Minuten nach
Solarkollektoren 10m² Fa. Citrin
Steuerung UVR 1611 (selbst programmiert)
Heizkörper alle neu

Durch den Einbau der PV haben wir jetzt unseren Stromverbrauch "optimiert", der Eigenverbrauch liegt seit Ende Mai bei rund 30%.

Jetzt will ich als nächste Baustelle den Ölverbrauch bzw. den Heizenergiebedarf angehen.
In einem Beitrag hier habe ich über die Vorgehensweise gelesen, die Vorlauftemperatur zu verringern. Im Moment liegt diese bei 0°C bei ca. 50°C. Dies werde ich im Winter mal angehen mit dem Ziel, 40°C zu erreichen.
Des weiteren habe ich beim Stöbern diesen Abgaswärmetauscher für die Nutzung der Abwärme gefunden:

Abgaswärmetauscher emax

Die letzte Messung sagt 5% Abgasverlust, Abgastemperatur 148°C bei 27°C Ansaugung. Würde das eine Einsparung bringen? Und wo gibt es noch Potential? Braucht es dafür Änderungen am Kamin?

Freue mich auf rege Beteiligung und Vorschläge.

Servus
Manfred

Verfasser:
Woldler
Zeit: 24.08.2015 14:46:16
0
2261363
Servus,
sind die Leitungen im Heizraum ordentlich gedämmt?
Ich frag nur, weil du schreibst 27 Grad Ansaugtemperatur. Wenn dein Heizraum so warm ist, dann fehlt doch die Dämmung.
Ist eine Luftklappe am Brenner verbaut? Durch die ständig durch den Kessel ziehende Luft entstehen auch ordentlich Verluste.

Grüße
M.

Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 24.08.2015 14:55:21
0
2261367
Moin Manfred,

wurde schon mal über einen HA =hydraulischen Abgleich nachgedacht (oder ist er evtl. sogar schon durchgeführt??)?

...bei 27°C Ansaugung.. liest sich so, als wenn das dei Temp. des Aufstellraums bei Messung war, richtig?
WENN das so ist, hat Deine Anlage eine schlechte bis miserable Dämmung der Komponenten. Nachforschen, wo Lücken sind, die es lohnt nachzubessern. Heizkreis- und WW-/Zirk.-Verrohrung, Speicherdämmung, schließlich u.U. Kessel selbst.

Weißt Du die Nennleistung des Kessels (Typenschild), 21kW? Und die momentan (per Düse und Druck) eingestellte tatsächliche Brennerleistung? BTW der Körting 4.5 ist bei ca. 16-17kW am unteren Ende seines Bereichs...
Hier ist möglicherweise nicht mehr viel "zu schrauben"; die derz. Abgas-T. sagt das ebenfalls.

Ob ich da ca. 2.000 investieren würde, weiß ich nicht, eher nein. Denn dafür müsste das Teil erst einmal mind. 12 Jahre ohne Anstand (repar.) funktionieren.
Vergleichsweise ist ein HA sicher günstiger zu erreichen.

Grüße Michael

Verfasser:
Woldler
Zeit: 24.08.2015 15:04:15
0
2261372
Was man noch beachten sollte, wie ist das Heizverhalten? Mieter, die ständig auf Kipp lüften und dabei die Heizung an?
Dann ist der Verbrauch schon in Ordnung. Ansonsten, so wie Michael schon schrieb, Leitungen, Kessel usw. auf Schwachstellen in der Dämmung untersuchen und nachdämmen.
Mein Haus ist ähnlich, und der Verbrauch liegt, wenn ich mit Öl heize deutlich unter 900 Litern im Jahr. Und es wohnen inzwischen 7Personen im Haus.

Grüße
M.

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.08.2015 15:14:30
0
2261375
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Die letzte Messung sagt 5% Abgasverlust, Abgastemperatur 148°C bei 27°C Ansaugung. Würde das eine Einsparung bringen? Und wo gibt es noch Potential?[...]


In der Theorie bis zu -15% (bei 20° Rücklauf...)

am real exisitierenden Objekt beim Beispiel von Buderus' G115 AWT mit dem guten Bomat-Nachbrenner vs. der Version ohne waren's im Labor glaubich +7% Normnutzungsgrad.
Und reale Betriebsbedingunungen sehen noch ein bisssle anders aus als im Labor ;-)

Wenn schon der Hersteller "bis zu" 10 Jahre bis zur Rentabilität annimmt (unter unbekannten Voraussetzungen, z.B. angen. Ölpreisverlauf...)

Bis dahin ist der Kessel hinüber, jedenfalls aber der Brenner.

Verfasser:
-lfx-
Zeit: 24.08.2015 15:26:46
0
2261382
Mal die Gegenfrage :
Wieviel % Einsparung stelltst Du dir eigentlich bei einer " Optimierung" vor ?

50 % kannst Du getrost vergessen.

Mache Dir also vorher klar ob Aufwand und gesicherter Nutzen !!!, also keine Verkäuferversprechungen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen.

Verfasser:
epicuro
Zeit: 24.08.2015 17:23:14
1
2261418
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Braucht es dafür Änderungen am Kamin?

Da kannst Du von ausgehen, da der Wärmetauscher eine Abgastemperaturbegrenzung auf 85° hat.
Das heißt für mich nichts anderes als ein Kunststoffrohr in den Kamin bauen. Wenn Du Glück hast wird es mit geliefert.
Dann kommt noch eine Neutraliosation und ein Kondensatwasserablauf dazu. Bitte bedenken, daß bis zu 7 ltr. Kondensat am Tag entstehen können.
Peter

Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.08.2015 17:37:58
0
2261425
Zitat von -lfx- Beitrag anzeigen
Mal 50 % kannst Du getrost vergessen. Mache Dir also vorher klar ob Aufwand und gesicherter Nutzen !!!, also keine Verkäuferversprechungen in einem vernünftigen[...]
Der Weg ist das Ziel!Bei mir fast gleiche Verhältnisse, Bj, m², 8kWp, 10cm Dämmung aber nur 2 Pers.Durchschnitt der letzten 5 Jahre: 1000l, ( bei Einzug 1996 4000l ) 125 Grad Abgastemp. 4000kWh Strom, knapp 60% Deckung durch Eigenverbrauch.NT-Öler 17kW mit Mischer.In der Kernheizzeit wird mit 33 Grad Vlt. bei 0 Außen durchgeheizt.Bei minus 10 Grad dann etwa 38 Vlt. Damit erreiche ich 21-22 Grad RT.Kaminofen vorhanden.Also zuerst noch vorhandene Verlust vermeiden ( mein Heizungsraum 10m², im Winter ca 18 Grad mit Fenster zu) Wenn die AT wenigsten um 5° ist, die Vlt. schrittweise absenken, zwei Tage warten. Wenn Schmerzgrenze erreicht - halbe Umdrehung zurück ;-))

Verfasser:
sukram
Zeit: 24.08.2015 18:15:35
0
2261442
Bei 148°C (im Kernstrom & bei Brennerschluss) kann man davon ausgehen, dass der Zug bereits FU ist.Und bei 27° Zuluft, dass er zumindest mal den uralten Lüftungszug unter der Decke zugemacht hat ;-)

Verfasser:
-lfx-
Zeit: 24.08.2015 18:20:06
0
2261445
Na ja - älteres Haus, bleibt es auch trotz spärlicher Nachdämmerei und sonstiger Maßnahmen.

Aus einem Golf 4 wird eben kein Golf 7.

2500 Liter bei 200 qm. Entspricht eigentlich genau dem Baustandard.

Man weiß ja auch nicht welche Heizgewohnheiten usw. da sind.

Denke daß auch zwei getrennte Parteien drin wohnen ( Zweifamilienhaus )
die dann etwa je die Hälfte an Kosten haben.

Was sind dann 1250 Liter pro Wohneinheit bei den jetztigen Ölpreisen ?

Selbst wenn wir jetzt 80 Cent rechnen wäre das pro Monat etwa 83 Euro umgerechnet.

Das ist doch günstig geheizt. Viele geben das im Monast schon fast für Medienspielereien und Telefoniererei aus. Andere sinnlose Hobbys ganz abgesehen. Da wird nicht so genau hinterfragt wie bei den Kosten für ein Grundbedürfniss.

Da würde ich mir kein Bein ausreißen.

Verfasser:
passra
Zeit: 24.08.2015 18:35:57
0
2261454
Hallo,

erst mal danke für die vielen Antworten, da kommt ich gar nicht hinterher.

1. "der Zug bereits FU ist" ??? versteh ich nicht.

2. Heizverhalten: Es läuft eine zentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung, somit wird von November bis März praktisch nicht gelüftet.

3. 2 Parteien: 2 Rentner, die immer frieren und wir (2 Erwachsene, 2 Jugendliche), wo nur die Ehefrau immer friert. Unsere Wohnung ist aber durch viele Fenster Richtung Süden auch im Winter bei nur ein wenig Sonnenschein sehr warm.

4. Die Ansaugtemperatur ist wirklich die Raumtemperatur. Die Rohre sind damals so lala gedämmt worden.

Frage 1: Womit dämmt man die Rohre am besten? Jetzt ist da zumeist Glaswolle mit Alukaschierung rum. Taugen die Dämmungen aus dem Baumarkt (Styrodur) etwas bzw. sind besser?
Frage 2: Wie dämmt man die beiden Speicher am besten? Mit alukaschierter Glaswolle einwickeln?

5. Luftklappe am Brenner? Im Rauchgasrohr ist eine Luftklappe eingebaut, um den Kaminzug abzufangen. Meinst du das? Eingestellte Nennleistung weiß ich nicht.

6. Ein hydraulischer Abgleich wurde nicht gemacht.

Frage 3: Was bringt ein hydraulischer Abgleich?

7. Eine Einsparung von 50% erwarte ich sicher nicht, das wäre unrealistisch. Aber 10 - 20% würde ich schon gerne "finden". Und wenn das mit dem Absenken der Vorlauftemperatur funktionieren sollte, wäre eine Grundwasserwärmepumpe eventuell als Ersatz für den Ölbrenner möglich, wenn der mal die Hufe hochreißt. Und dann bräuchte ich auch nicht mehr den 8000l-Öltank im Keller.

Servus
Manfred

Verfasser:
mannitwo
Zeit: 24.08.2015 18:40:58
1
2261457
8000 l Tank!

Voll machen, da hast du doch schon deine Einsparung ;-)

Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 24.08.2015 19:01:40
0
2261462
Zuallererst würde ich die Rohrleitungen vernünftig dämmen. Am schönsten sieht sicherlich alukaschierte Mineralwolle mit Folienmantel aus. Geht aber auch mit Armaflex - ist auch wesentlich einfacher für Laien zu handeln.
Hartschaumisolierung würde ich nicht nehmen, weil 's einfach nur Scheixxe aussieht.
Dann: sind die Speicher etwa garnicht gedämmt?? Dann umgehend da weitermachen! Zum Schluss kann man noch schauen ob der Kessel nachgedämmt werden könnte.

Verfasser:
passra
Zeit: 24.08.2015 20:05:01
0
2261479
Doch, doch, die Speicher sind mit rund 20cm Isolierung eingehaust.

Armaflex sind die grauen Isolierungen aus dem Baumarkt, richtig?

Servus
Manfred

Verfasser:
Onkel2012
Zeit: 24.08.2015 20:25:23
0
2261493
Es gibt graue und graue...Zum einen PE Isolierung (unflexibel und schlecht zu kleben) (Hartschaum)Und zum Anderen Kautschuk-Isolierung z.B. Armaflex.Wenn die Speicher schon mit 20cm gedämmt sind, würde ich das erst mal gaaanz hinten anstellen.

Verfasser:
kd-schrauber
Zeit: 25.08.2015 08:06:56
0
2261564
Mooin,
Zitat von passra Beitrag anzeigen
...6. Ein hydraulischer Abgleich wurde nicht gemacht.

Frage 3: Was bringt ein hydraulischer Abgleich?...
nach dem Abgleich bekommt jeder Raum exakt die benötigte Heizleistung zur Verfügung gestellt. Resultat: VL-Temp. sinkt auf den minimal möglichen Wert + E-Einsparung.

Warum der HA nicht im Zuge des letzten Austauschs von HK im EG (2015) durchgeführt wurde, ist mir ein Rätsel....!!!

Dazu mehr als 400 Ergebnisse in der Forumssuche (Thementitel), wenn das nicht reicht, dann Suchmaschine (wahrscheinlich > 1 Mio.)

Grüße Michael

Verfasser:
Monti111
Zeit: 28.08.2015 10:48:35
0
2262506
Bei den momentanen günstigen Ölpreisen volltanken, Hydraulischer Abgleich durchführen lassen, eventuell Energiesparpumpen einbauen lassen, Rohre und ggf. Kessel selbst nachdämmen, Heizkurve ggf. noch etwas nach unten schrauben.

Verfasser:
passra
Zeit: 24.09.2016 14:55:16
0
2411765
Energiesparpumpen (Grundfos Alpha 2) sind schon länger verbaut.
Die Rohre habe ich heuer im Sommer nachgedämmt bzw. ausgebessert, seitdem ist es merklich kühler im Raum. Teilweise waren die Klebestellen der Alukaschierung aufgegangen und etliche Ecken waren überhaupt nicht isoliert.

Nun geht's los: Der hydraulische Abgleich ist bei HB bestellt, erste Versuche mit der Heizkurve sind gemacht. Nachts reicht bei 8°C Außentemperatur ein Vorlauf von 30°C aus, um im Haus die gewünschten 22°C zu halten.

Heizkörper und Wärmebedarf:

Heizkörperliste
Alle von Kermi 1997 und 3 Stück von 2015.

Wärmebedarfsberechnung

Verfasser:
Moby_HH
Zeit: 24.09.2016 21:56:21
0
2411884
Ich habe relativ gut Erfarhungen mit Nachtabschaltung gemacht.
Ab 21:30 ist bei uns die Heizung aus.
Das spart auch erheblich Strom für Brenner, Heizungssteuerung und Umwälzpumpen (nicht zu unterschätzen!).

Die nachtabschlatung wird zwar immer kontroversi diskutiert, von wegen Wiederaufhiezung, etc., aber ich habe das Gefühl, dass wir damit 5-10% Öl sparen (auch in einem gut isolierten Haus, Bj 95)

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 24.09.2016 22:20:04
1
2411887
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Nun geht's los: Der hydraulische Abgleich ist bei HB bestellt, erste Versuche mit der Heizkurve sind gemacht.


Selber gemacht ist günstiger und besser.

Der HB kann nur rechnen mit Schätzwerten ( Bestandsbau ) also mußt du eh feinabgleichen im Try&Error Verfahren. Das kannst du jetzt auch selber starten.

Also nicht unglücklich sein wenn der HB nicht vorbeikommt und "DEN" Abgleich erlefigt und einfach sofort fertig ist.

Ist wie "Ich habe mein Auto im Autohaus abgegeben. Die stellen jetzt Sitze und Spiegel für mich ein. Wenn ich morgen vorbeigehe passt alles 100%ig" So der Glaube :-)

Verfasser:
mxxxxxxxxx5
Zeit: 25.09.2016 08:31:41
0
2411932
Zitat von Moby_HH Beitrag anzeigen
Ich habe relativ gut Erfarhungen mit Nachtabschaltung gemacht.
Ab 21:30 ist bei uns die Heizung aus.
Das spart auch erheblich Strom für Brenner, Heizungssteuerung und Umwälzpumpen (nicht zu unterschätzen!).

Die nachtabschlatung wird zwar immer kontroversi diskutiert, von[...]

Ob und was dabei herauskommt hängt von vielen Faktoren ab.
Meine Gasbrennwertheizung braucht für den Heizungsanteil zwischen 10 und 20Watt.
Ein alter Ölknochen kann natürlich auf ein vielfaches kommen.
Bei Brennwert oder Wärmepumpe geht bei hohen Temperaturen die Effizienz in den Keller, wer also seine Ölheizung über 50Grad Vorlauf betreibt spart mit Abschalten natürlich mehr.
Ich habe mein 1972er Haus nach der Heizungsmodernisierung auf niedrigen Vorlauf (Heizkurve optimiert) umgestellt und heize durch.

Verfasser:
passra
Zeit: 25.09.2016 11:25:05
0
2411978
@Peter_Kle
Nur keine Angst, ausreichender Spieltrieb ist vorhanden. Ich habe vor 2 Jahren ja auf UVR umgerüstet und die alten Regelungen (die auch selbst zusammengestellt waren) rausgeworfen und alles neu programmiert. Seither bin ich am beobachten und optimieren. Zuerst war die Solarananlage dran, die hat jetzt 2 PWM-geregelte Pumpen und neue Regler bekommen und fährt nun nach Spreizung.
Heuer wurde die Hydraulik am Pufferspeicher ein wenig optimiert, die FriWa bekommt ebenfalls eine Regelung (FWR21) und die Zirkulation (jetzt über Druckschalter und Zeit) kommt noch auf die UVR.

@all
Ziel ist erst mal, eine möglichst flache und niedrige Heizkurve zu fahren (mit Durchheizen). Ist zwar mit 2 frierenden Rentnern im Haus nicht so leicht :-), aber es wird schon.
Im Moment bin ich bei der Kurve auf -20°C/50°C und 10°C/28°C. Mal sehen, wie weit ich im Winter beim kalten Wert noch runterkomme.
Letzten Winter ist der Kessel selbst bei -10° nur die Hälfte des Tages gelaufen und da waren die Fenster im EG noch auf Stand 3.0. Für die genaue Bestimmung der Laufzeit habe ich jetzt erst mal in der UVR einen Betriebsstundenzähler angelegt.

Fernziel (5 Jahre oder später, abhängig von der Ölpreisentwicklung) ist der Einsatz einer WP, eventuell dann noch den alten Öler als Spitzenlastkessel mit nur noch kleinem Öltank und das 8000-Liter-Monster raus.

Ach ja, das Zentralgerät der KWL wird auch diesen Herbst ersetzt, das jetzige hat ja schon 17 Jahre auf dem Buckel und die Lüfterlager geben langsam auf. Das Neue (vermutlich Zehnder ComfoAir 350 mit Enthalpie-WT) wird auch deutlich weniger Strom verbrauchen, wieder ein Einsparpunkt.

Und ja, es ist ein Stück weit optimieren um des Optimierens willen, riesige finanzielle Einsparungen sind bei 50 Cent für den Liter Öl im Moment sicher nicht zu erwarten, da war selbst die Rohrisolierung schon sinnlose Geldausgabe. Bin aber auch überzeugt, dass sich die Preise auch wieder drastisch nach oben entwickeln werden, 1 EUR je Liter hatten wir ja schon mal.

Verfasser:
passra
Zeit: 25.09.2016 11:33:47
0
2411982
Und zu unserem HB habe ich vollstes Vertrauen. Sein Opa hat die erste Heizung im Haus eingerichtet (1972), sein Vater hat die Anlage fast komplett erneuert beim Umbau 1997 und er selbst (35 Jahre jung) ist jetzt am Zug, hat sich große Mühe beim Organisieren der PWM-Pumpen für die Solaranlage (Grundfos OEM-Geräte) gegeben. Beim Austausch der Kollektoren haben sie sogar die verfaulte Dachlattung gleich mit ausgetauscht, den Durchflussmesser der FriWa baut er mit demnächst ein usw. Viel besser, galube ich, kann man es nicht erwischen.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 25.09.2016 12:19:01
0
2412004
Wenn eine KWL da ist und dort sowiso geschraubt werden soll, könnte man dort noch ein Nachheizregister einbauen, und so die Zuluft mit über Raumtemperatur in dir Räume schicken. Das senkt die Heizleistungen dort und senkt so die Vorlauftemperatur ein wenig - und ist behaglicher.
Das Register kann dann mit WP auch zum Kühlen/Entfeuchten genommen werden.
Ansonsten zur Not den Rentnern ein paar Heizkörperlüfter spendieren wenn anderes nicht geht.

Zeit: 25.09.2016 12:59:46
0
2412018
Du hast eine PV Anlage. Da würde sich eine Wärmepumpe anbieten. Die aktuellen Vorlauftemperaturen sind dafür zwar nicht gut, aber nach dem Abgleich sollte man die Vorlauftemperatur absenken können. Eine Volldeckung über WP ist dann zwar noch immer fraglich, aber eine kleine WP für die Grundlast mit dem Kessel für die Spitzenlast macht da schon Sinn. Im Bivalentbetrieb wird man durch die Teillast mit geringeren Volauftemperaturen auskommen.

Es muß nicht diese sein, aber der Klassiker hier im Forum ist die Panasonic Aquarea LT mit 5KW, auch Geisha genannt. Das ist ein Monoblockgerät. Das heiß man hat mit dem Kältemittel nichts am Hut und muß nur den Wasserkreislauf und die Elektrik anschließen. Zudem kann man Fördergelder beantragen.

Das bringt mehr als ein Abgaswärmetauscher mit komplett neuem Abgassystem um aus dem alten Kessel den Brennwertnutzen zu ziehen. Die Hydraulik muß aber angepaßt werden, damit der alte Kessel nur dann durchströmt wird wenn er auch gebraucht wird.

Eine 5 KW Wärmepumpe reicht aus um weit über die Hälfte des Heizöls einzusparen. Der Strom würde bei deinen Vorlauftemperaturen zwar theoretisch ähnlich viel kosten, aber du hast eine PV-Anlage. Der Strom ist also teilweise sehr billig für dich. Die zweite große Ersparnis liegt darin, daß die Anlagenverluste massiv reduziert werden. Der Kessel wird nur noch bei hoher Last warm genutzt (lange Restlebensdauer) und der ineeffiziente verlustbehaftete untere Teillastbereich entfällt für den Kessel. Es wird also weniger Wärme benötigt weil weniger Wärme verschwendet wird.

Aktuelle Forenbeiträge
plen schrieb: Hallo zusammen, zunächst vielen Dank an alle, die mit Ihrer Freizeit unwissende hier im Forum beraten. Ich bin jedesmal überrascht, was man hier alles an Informationen bekommt. Zu meinen Vorhaben. Ich...
winni 2 schrieb: Es gibt da noch baugleiche Geräte aus dem Konzern, Junkers ?, Buderus? wozu es im Forum Erfahrungen gab. Eigentlich ist die überdimensioniert und die untere Modulations- grenze mit 3 kW zu hoch für...
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Ölheizung Bj. 1997 optimieren, Ölverbrauch senken
Zeit: 25.09.2016 12:59:46
0
2412018
Du hast eine PV Anlage. Da würde sich eine Wärmepumpe anbieten. Die aktuellen Vorlauftemperaturen sind dafür zwar nicht gut, aber nach dem Abgleich sollte man die Vorlauftemperatur absenken können. Eine Volldeckung über WP ist dann zwar noch immer fraglich, aber eine kleine WP für die Grundlast mit dem Kessel für die Spitzenlast macht da schon Sinn. Im Bivalentbetrieb wird man durch die Teillast mit geringeren Volauftemperaturen auskommen.

Es muß nicht diese sein, aber der Klassiker hier im Forum ist die Panasonic Aquarea LT mit 5KW, auch Geisha genannt. Das ist ein Monoblockgerät. Das heiß man hat mit dem Kältemittel nichts am Hut und muß nur den Wasserkreislauf und die Elektrik anschließen. Zudem kann man Fördergelder beantragen.

Das bringt mehr als ein Abgaswärmetauscher mit komplett neuem Abgassystem um aus dem alten Kessel den Brennwertnutzen zu ziehen. Die Hydraulik muß aber angepaßt werden, damit der alte Kessel nur dann durchströmt wird wenn er auch gebraucht wird.

Eine 5 KW Wärmepumpe reicht aus um weit über die Hälfte des Heizöls einzusparen. Der Strom würde bei deinen Vorlauftemperaturen zwar theoretisch ähnlich viel kosten, aber du hast eine PV-Anlage. Der Strom ist also teilweise sehr billig für dich. Die zweite große Ersparnis liegt darin, daß die Anlagenverluste massiv reduziert werden. Der Kessel wird nur noch bei hoher Last warm genutzt (lange Restlebensdauer) und der ineeffiziente verlustbehaftete untere Teillastbereich entfällt für den Kessel. Es wird also weniger Wärme benötigt weil weniger Wärme verschwendet wird.
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