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Herausforderung - Grabenkollektor auf 435qm
Verfasser:
moggmogg
Zeit: 27.04.2016 22:02:10
1
2370705
Ja die Stelle habe ich mir gut gemerkt. Zur Not muss ich nochmal buddeln, ich bin jetzt aber erst mal guter Dinge und hoffe das tut!

Zur Heizlastberechnung:
Dimplex hat mir nach Beauftragung durch den GÜ die Heizlastberechnung nach DIN 12831 berechnet. Allerdings auf Basis des Standardfalls mit Fensterlüftung und 0,5 Luftwechsel. Passt inhaltlich soweit mal halbwegs. Auf mein Hinweis, das Gebäude erhält eine KWL mit WRG 90% wurde das dann wieder an Dimplex adressiert. Rückmeldung vom zuständigen Vertriebler - Das passt so! Das ist so in der Norm. Die KWL werde in der Norm nicht berücksichtigt. Hach ja, bin mir nicht sicher ob es an Unkenntnis, Unfähigkeit oder Ignoranz liegt. Ich glaube es ist eine Mischung daraus. Mein Einwand die Norm lässt noch ein paar mehr Berechnungsverfahren zu, auch die Berücksichtigung der KWL wurde ignoriert und auf der eigenen Rechnung beharrt.
Die SI6TU WP reicht laut dem Kollektortool und auch laut dem u-wert Wärmebedarf Tool mit KWL definitiv aus, ist allerdings nahezu 100% ausgelastet-Perfekt! Eine größere werde ich definitiv nicht verbauen lassen. Mich stört nur diese nervige hin und her geschreibe. Es frisst meine Zeit und meine Nerven. Eigentlich sollten die "Fachleute" mir ja sagen was ich brauche und nicht umgekehrt. Möchte man das Thema diskutieren merkt man schnell, dass eine Diskussion auf Augenhöhe nicht möglich ist. Gerne wird dann auch mit " darauf geben wir keine Funktionsgarantie" gedroht, zum Beispiel wenn die WP einen TWL Warmwasserspeicher bedienen soll weil es für den Dimplex Speicher keinen 1 1/2 Zoll Flansch für den PV Heater gibt. Ich habe den Eindruck, viele sogenannte Fachleute haben oft keinen blassen Dunst! Ich bin mal auf die Auslegung der FB Heizung gespannt.
Andererseits hatte ich bei der Dimplex Hotline auch schon mal einen guten Mann zum Thema Wärmepumpen an der Strippe. Mein GÜ hält sich übrigens völlig raus. Habe so das Gefühl man wundert sich, dass sich mal jemand auskennt und spitzt die Ohren.

Jedenfalls finde ich dieses Forum hier genial, es hilft einem wirklich sehr viel weiter! Danke hierfür!
Da ist es ja das mindeste dass ich meine Erfahrung hier wiedergebe um auch mal was zurück geben zu können!

Verfasser:
crink
Zeit: 27.04.2016 22:25:30
0
2370714
Hallo,

eigentlich ist der Fall ganz einfach: Dein Haus wird mit KWL geplant, die DIN 12831 sieht eine Berechnung mit KWL vor, also muss die gemacht werden. In der Norm steht drin: "Bei fehlenden Angaben zu lufttechnischen Anlagen kann der Lüftungswärmeverlust wie für eine Installation ohne lufttechnische Anlage berechnet werden (natürliche Belüftung)." Liefere die Angaben zu Deiner lufttechnischen Anlage (in Absprache mit dem GÜ natürlich), dann muss die im Umkehrschluss berücksichtigt werden.

Viele Grüße
crink

Ps: PV-Heater? Du hast eine Wärmepumpe, die kann das WW viel energiesparender heaten. Die Kombination macht keinen Sinn.

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 27.04.2016 23:13:01
0
2370726
Habe ich schon so weitergeben, ich bleibe dran! ;-)

PV Heater macht sehr viel Sinn, wenn man heisses Wasser haben möchte, also wärmer 45Grad.
Der PV Heater produziert mir bei eigener Installation auf 15Jahre gerechnet die kWh Warmwasser für 5Cent(geht nur weil billig im Abverkauf geschossen) Der Heater geht an der Steuer vorbei und ist auch nicht von Preissteigerungen betroffen. Er wird so dimensioniert, dass er das Warmwasser in der warmen Jahreszeit von 35 auf max. 80Grad erwärmt. Also vor allem in dem Temperaturbereich in dem er die Wärmepumpe kostenseitig schlägt, weil AZ niedrig. In der übergangs- und kalten Jahreszeit hebt er die Teperatur des Warmwasserspeichers von 45Grad auf X, also auf das was eben runter kommt. Mal 46Grad oder eben 60Grad. Das ist für mich ein reines Komfortthema. Muss man nicht zwingend haben, aber ich möchte es eben als Liehaber warmen Wassers.

Verfasser:
crink
Zeit: 27.04.2016 23:46:15
1
2370738
Naja, je nach Sole-WP bekommst Du das WW schon auf mehr als 50 Grad mit einem COP von knapp 3. Ab über 60 Grad geht dann die Kalk-Problematik los. Probieren wir eine Gegenüberstellung:


Szenario 1: Nur eine Sole-WP, die das WW erwärmt, 9 kWh Wärmebedarf für WW pro Tag, an jedem zweiten Tag scheint die Sonne (kompletter PV-Strom für 12 Cent/kWh) bzw. ist es stark bewölkt (kein PV-Strom, 24 Cent/kWh)

Tag 1: 9 kWh Bedarf / COP 3 = 3 kWh Strombedarf bei Sonne = 36 Cent
Tag 2: 72 Cent
...
Durchschnitt 54 Cent/Tag für WW


Szenario 2: Sole-WP + PV-Heater, der jeden zweiten Tag komplett durchlädt.

Tag 1: 9 kWh Bedarf / COP 3 = 36 Cent, Zusätzlich weitere Aufheizung bis zu 80 Grad, weitere 9 kWh, also insgesamt 36 + 108 = 144 Cent
Tag 2: 0 Cent, da der Speicher schön durchgeladen wurde
...
Durchschnitt 72 Cent/Tag für WW

Dazu kommen dann noch die Verluste des WW-Speichers, die bei 80 Grad ca. doppelt so hoch sind wie bei 50 Grad.


-> Lohnt sich nicht, auch wenn das obige Beispiel stark vereinfacht ist. PV-Eigenverbrauch um jeden Preis ist kontraproduktiv wenn Du beim Verkauf Deines PV-Stroms immer noch ca. die Hälfte wie beim Einkauf bekommst.

Wenn Du einen hohen PV-Eigenverbrauch für Heizzwecke realisieren willst, dann brauchst Du eine modulierende WP - die kann während der dunkleren Heizperiode besser die dann typischen geringen Strommengen nutzen, ohne dass der COP in Mitleidenschaft gezogen wird.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 27.04.2016 23:48:48
1
2370739
Hä?

Stell den steuervorbeifahrenden Heizstab (PeVau-Hieter) in die Glasvitrine im Wozi und programmier die WW-Temperatur der WP (die übrigens einen internen Heizstab hat) auf 55°C in die frühren Nachmittagsstunden.

COP "garantiert" über 1!

80°C warmes Wasser ist zu kalt um eine Dampfturbine anzutreiben oder als Prozesswärme zu verwenden, aber heiss genug um sich daran zu verbrühen.
Brauchst dann zusätzlich noch nen Brauchwassermischer als Verbrühschutz im System.


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 27.04.2016 23:52:53
0
2370741
crink war schneller... ;-)

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 28.04.2016 12:57:48
0
2370871
Erst mal vorweg @Motzi: nein, meine Wärmepumpensystem hat bei meiner Konfiguration absichtlich keinen Heizstab. Die SI6TU ist ohne Zubehör spartanisch ausgestattet, also ohne Pumpen und Zusatzheizung ab Werk.

Einfache Kostenbetrachtung:
Die Standardkonfiguration vom WP Hersteller also WW-Speicher mit Heizstab zur (umstrittenen) thermischen Desinfektion kostet in etwa so viel wie der TWL Speicher mit PV-Heater incl. Solarmodule bei Selbstinstallation. Nach dieser Rechnung macht der PV-Heater dann die Arbeit quasi kostenlos.

Ausführlichere Kostenbetrachtung:
Es handelt es sich nicht um einen Heizstab der nach dem Wechselrichter über 230V angeklemmt wird und digital an aus schaltet. Der Strom kann also weder zu rund 12Cent eingespeist werden noch kann zu 25Cent Netzstrom verheizt werden. Es wird hingegen direkt exakt die Leistung in den WW-Speicher eigelagert wie diese von den Modulen erzeugt wird.
Die Module werden direkt ohne Umweg an die Elektronik (3 MPP-Tracker) des Heizstabs angeschlossen(Niederspannung ca. 28V). Man kann diesen dann über Ethernetschnittstelle parametrieren nach Bedarf. Flexibel kann ich dabei einzelne Module hinzufügen bis die Erzeugung zu meinem Bedarf passt(Anzahl Module mind. 3, max. 9).
Dadurch spart man sich einiges an Anlagentechnik und Regelung und kommt auf den günstigen Preis von 5,5Cent die kWh eingelagerte Wärme im Warmwasserspeicher. Für die nächsten 15Jahre festgeschrieben wohlgemerkt. Ab einer Arbeitszahl der WP von etwas unter fünf bei einem Netzbezugspreis von 25Cent/kWh arbeitet der oben beschriebene PV-Heizstab also trotz einem COP von 1 kostengünstiger. Strompreissteigerungen verschieben diesen Punkt in Richtung höhere Arbeitszahl. Diese Arbeitszahl sollte bei einer durchschnittlichen SWWP bei ca. 35GradWarmwassertemperatur (also ca. 40Grad Warmwasservorlauftemperatur) erreicht werden.

Die Kunst dabei ist nun die Auslegung des Generators so klein wie möglich und so groß wie nötig. Ich komme für mich auf eine brauchbare PV-Geratorgröße von rund 1,62 kWp. Im Alltagsbetrieb kann wie gesagt leicht ein Modul hinzugefügt oder entfernt werden sollte sich hier eine Über/Unterdeckung ergeben. Versuch macht klug, ich werde berichten. Meine Kosten hier durch bereits vorhandenes Rest-Installationsmaterial ca. 1600€.

Die WP wird im Sommerhalbjahr auf 35-40Grad WW eingestellt und produziert dies am Morgen. Der Generator stellt in dieser Konfiguration im Sommerhalbjahr durchschnittlich ca. 6,5kW arbeitstäglich zur Verfügung. Die reichen aus um die Temperatur im WW-Speicher von 40Grad auf 60Grad anzuheben. Vereinzelt extrem gute Tage schaffen auch mal einen Temperaturhub vom 30Grad, andere weniger. Höhere Temperaturen sind nicht geplant, könnten in Ausnahmefällen aber mal bis 75Grad vorkommen, dann schaltet der Heizstab ab. Wir haben zum Glück recht kalkarmes Bodenseewasser. Ich bin mal gespannt was der Realversuch bringt.

Im Winterhalbjahr wird die WP auf 46Grad WW eingestellt. Einzelne Tage selbst im Dezember und Januar bringen erfahrungsgemäß genug Einstrahlung um den Puffer mal über 60Grad aufzuwärmen. Alles andere läuft zusätzlich in den Warmwasserspeicher rund entlastet die WP am Folgetag etwas.

Diese Lösung wird sicher keine Standardlösung für Ottonormalverbraucher werden, aber für mich denke ich dass sie funktioniert und mir den erwarteten Komfortgewinn auf die günstigste Art und Weise bringt.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 28.04.2016 13:30:46
0
2370887
@ Motzi - falsch. Mit gutem Kondensator und tief im Unterdruck gefahren läuft die dAmpfturbine auch mit 80° Wassertemeratur. Aber der Wirkungsgrad ist unter aller Sau, deswegen würde man da mit ORC / Kalina-Prozess arbeiten.

@moggmogg: Du sollst ja eine PV-Anlage nutzen, aber eben in die WP stecken und nicht in den Heizsstab. D.h. wenns für dieWP (moddulierend?) nicht reicht für 12ct/kWh einspeisen, dafür wenns reicht mir COP >3 in den WÄrmespeicher fahren. Kosten dann 12ct+MWST (opportunitätskosten) =14,4ct/3 (OP)= 4,8ct/kWh für jedes kWh Wärme. Eher aber COP =4 und damit dann 3,6ct/kWh Wärme. Zuzglich vergüteter Strom bei Einspeisung.

Aber wenn dich der Bastelfaktor am PV-Heater reizt, mach das. Aber vergiss dann die Friwa mit Verbrühschutz nicht, ich möchte nicht von Dir in der Zeitung lesen von wegen "tödlicher Unfall in der Dusche"...

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 28.04.2016 15:36:26
0
2370939
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Aber wenn dich der Bastelfaktor am PV-Heater reizt, mach das. Aber vergiss dann die Friwa mit Verbrühschutz nicht, ich möchte nicht von Dir in der Zeitung lesen von wegen "tödlicher Unfall in der Dusche"...


Denke da eher an kleine Kinder die zu Besuch sind, einen Hahn voll aufreissen und die 80°C Plörre abbekommen...

Grüße
Motzi1968

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 28.04.2016 20:42:47
0
2371075
Also gut, das ist ein Argument. Werde die Module steiler stellen, das kappt die Spitzen im Sommer und erhöht die Erträge im Winter. Natürlich ist das etwas zum basteln. Temperaturbegrenzung kann ich auf 65Grad setzen die Module liegen eh auf der Garage. Daraus entstehende Verluste werden minimal sein. Bei mir hier in der Mietwohnung kommt auch 62Grad Warmwasser aus dem Hahn. Ist kein Problem und führt nicht zu ernsthaften Problemen.
Knapp 10kWp PV mit Eigenverbrauch werde ich auf das Haus montieren. Wahrscheinlich aber erst wenn alles fertig ist und noch was übrig ist. Ansonsten erst in ein zwei Jahren. Lasse lieber die KWL mitrechnen für das KFW55. Energieberater hat grünes Licht gegeben. Hier ist bei Eigenleistung die Ersparnis größer und und KWL lässt sich im Gegensatz zur PV kaum noch nachrüsten.

Verfasser:
crink
Zeit: 03.05.2016 14:58:05
0
2372518
Hi moggmogg,

Dein PV-Heater klingt sehr interessant - bitte berichte weiter, wenn das Ding in Betrieb ist. In dieser Konstellation ohne Wechselrichter und mit PV-Modulen, die nur genau für diesen Zweck da sind, kann das Sinn machen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 04.05.2016 22:36:45
1
2373004
Ja natürlich halte Ich Euch hier auf dem Laufenden.

So es gibt Neues von der Heizungsfront:
Nach Rücksprache mit der Planungsabteilung der Fa. Dimplex kommt man unter Berücksichtigung der KWL immer noch auf ca. 1200W Lüftungslast. Auf welcher Basis und welcher Parameter man auf diese Werte kommt konnte mir der gute Herr leider nicht im Detail sagen, verargumentierte den Hohen Wert jedoch mit Wiederaufheizen "man muss das Haus ja warm bekommen" was ja faktisch mit der Lüftungslast recht wenig zu tun hat. Mein Hinweis dass ich diese nicht berücksichtigen möchte, da das Haus ja nicht auskühlt im Normalbetrieb meinte er "man muss das Haus ja auch warm bekommen wenn man einzieht".
Was er mir noch sagen konnte, das Sie bei der Planung von rund 250W Warmwasserlast pro Person ausgehen was ja noch hinzu gezählt werden müsse. Ich war beeindruckt und frage mich ob es normale vierköpfige Haushalte gibt die wirklich über 500Liter Warmwasser täglich verbrauchen und habe resignierend Verständnis geäußert, weil man "das man es halt so macht".

Also wirklich weiter gekommen bin ich in dem Thema jetzt nicht. U-Wert.net spuckt mir nahezu vollständig übereinstimmend den Wärmebedarf mit dem Grabentool aus. Ich frage mich wie es überhaupt zu solchen Unterschieden kommen kann. Mein Haus sollte ja physikalisch nicht mehr als das Produkt von Umfassungsfläche, Ht und Temperaturunterschied in Kelvin verlieren können. Das wäre 544 *0,25*36=4876W Verlust Transmission. Einheiten bei Eingangsgrößen mal weggelassen wegen Ipadtastatur. Ausgerechnet habe ich mir 406W Warmwasserlast bei 60Liter pro Nase und vier Personen Belegung. Hinzu kommt die Lüftungslast mit KWL. Hier spuckt u-wert und Grabentool übereinstimmend ca. 380W bei 90% WRG und 0,5 Luftwechsel aus.
Einzige Variable für mich momentan noch wie hoch ist der Luftwechsel durch Infiltration der Hülle anzunehmen? Ergebnisse vom Blower Door habe ich ja vorher keine.

Macht also in Summe 4876W+406W+380W=5662W ohne Lüftungsverluste über die Gebäudehülle. Die SI 6TU hat 6,1kW, bei der Auslegung meines Kollektors auf rund 1,3Grad Soleeingang sind es dann vielleicht so 6,2 kW effektiv. Wären also rund 550W Reserve mit drin für Unschärfe in der Berechnung über den Ht, Infiltrationsverluste oder durch unterschiedliche Temperaturniveaus.

Ich habe jetzt eine Haftungsausschlusserklärung bekommen die ich unterschreiben soll, wenn eine aus Sicht des Hausbauunternehmens und Dimplex auf meinen Wunsch hin eine zu kleine Wärmepumpe eingebaut werden soll. Und natürlich Regressverzicht bei zu viel Heizstabeinsatz. Man hat noch nicht mal bemerkt, dass gar kein Heizstab in der Planung enthalten ist. Ansonsten wollen Sie die 8kW Pumpe einbauen. Ich tendiere dazu dies zu unterschreiben, weil man irgendwie mit keinem auf Augenhöhe diskutieren kann. Stattdessen hört man, der Aufpreis für das nächstgrößere Modell ist ja nur.....aber darum geht es mir ja gar nicht. Mir geht es ums Prinzip und um ein effizientes System mit geringen Folgekosten.

Vielleicht hat ja noch jemand eine Einschätzung dazu.

Übrigens habe ich auch die Auslegung der Fußbodenheizung bekommen. Verlegeabstand von Bad bis Heizraum durchweg VA10. Kostet mich kein Aufpreis aber schad um die totgedrosselten Heizkreise. Die schafft bei 35Grad Vorlauf sage und schreibe 12kW Heizlast für das Haus. Das mutet mir ja fast schon skurril an! Na ja, wenigstens dürften die tatsächlichen Vorlauftemperaturen deutlich unter den 35Grad liegen ;-) Der längste Heizkreis liegt bei 109, der kürzeste bei 26,8m. Dabei habe ich explizit vorher um eine ausgewogene Hydraulik gebeten.
Ist das eigentlich normal sowas?

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 05.05.2016 08:19:27
1
2373048
27m kürzester und 109 längster Kreis ist NORMAL!
Die Auslegungsprogramme sind dämlich wie drei Reihen Kopfsalat und wenn man beim Planer oder HB nachhakt kommt oft die Antwort:
"Null Problemo, wird ja noch hydraulisch abgeglichen..."

Musst selbst die Flächenheizung planen (und am besten auch selbst verlegen)
Schau Dir mal diverse Flächenheizungsfäden hier an.
@HFrik hat bereits ein Tool dafür entwickelt.
BKA geplant?

WP und HLB:
Die HBs und Planer sind nicht in der Lage ihren eigenen Berechnungen zu glauben.
5.662 Watt... was soll denn da sonst für ne WP rein außer ner 6er???
Wofür macht man denn überhaupt so ne Berechnung?

Was wirft crinks Heizlssttool für Werte raus?

Wenn die bei ~6kW HL nach DIN ne falsche 8er WP einbauen 'wollen' und ne 6er nach deren Berechnungeb "richtig" wäre, warum solltest Du denen was unterschreiben?
Philosophie? Esotherik?
Oder befinden wir uns eher im technisch-mathematischen Umfeld?


Die HS-Kostenregressgeschichte disqualifiziert die Fachleute eigentlich noch weiter...


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 05.05.2016 08:34:06
1
2373050
27m kürzester Kreis und ne um 35% überdimensionierte ON/OFF WP...

Da sind hier Pribleme wie hoher Verbrauch und geringe WP-Lebensdauer schon vorprogrammiert und wird in über 99% der Neubauten auch so eintreten.
Gehe davon aus, dass unter 1% der Bauherren hier aktiv sind incl. die stillen Mitleser, die am Ende wirklich auf knallharten Konfrontationskurs mit der HB-und Planerwelt gehen um ne langfristig gute Anlage für ihr Geld zu bekommen.


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 05.05.2016 09:33:25
0
2373065
Hallo Motzi,

die 5662W stammt aus meiner Rechnung. Crinks Tool spuckt 5685W aus. Beide mit Warmwasser.

Die Dimplex Planung kommt bei der raumweisen Ermittlung auf 6500W mit KWL und ohne KWL auf 7161W jeweils ohne Warmwasser.
Meine Rechnung bei u-wert.net mit dem Wärmebedarfsrechner kommt auf 5440 ohne Warmwasser.

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 05.05.2016 12:02:48
1
2373099
gibt es evtl. eine möglichkeit die beiden kürzesten kreise hydraulisch hintereinander zu hängen?
(am hkv den einen rücklauf einfach mit dem anderen vorlauf verbinden, wenn die räume ähnliche temperaturen haben sollen)

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 05.05.2016 21:25:53
2
2373193
Die raumweise HL ist für die Auslegung des Wärmeerzeuger irrelevant.
Die HLB nach DIN zählt (und crinks tool liegt maximal +/- 5% daneben... eher 3%).

Warum die Summe aller Raumheizlasten nach DIN immer (zum Teil erheblich) höher ist als die Gebäudeheizlast nach DIN konnte mir bis heute noch niemand plausibel erklären.


Die Heizkreislängen sollten alle gleich lang sein, bzw. den gleichen Druckverlust haben.
Kreise kleinerer Räume sinnvoll zusammenlegen ist eine Möglichkeit.
Z.B. Gäste WC und Flur bei 70m Zielkreislänge 16x2er Rohr:
..5m VL Abbindung zum WC
25m VL Boden WC
25m Wandheizung WC
15m RL in den Flur

Rest FBH im Haus bekommt 80m 17x2.


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
HFrik
Zeit: 06.05.2016 13:14:46
1
2373328
Bei der raumweisen Heizlastberechnung wird immer ein gewisser Abfluss durch die Innenwände gerechnet, weil die Nachbarräume ja gerade abgedreht sein können. Das führt dann -positiverweise- dazu dass man die ermittelten Vorlauftemperaturen in der Praxis nicht ganz brauchen sollte.

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 06.05.2016 22:49:30
0
2373465
Ist ne Erklärung, für mich dennoch nicht plausibel.

Sind 'hypothetisch' Nachbarräume abgedreht sinkt dort die Raumheizlast entsprechend.
Die der Nachbarräume steigt.
Nullsummenspiel innerhalb der th. Hülle.
Außerdem wissen wir, dass große Raumtemperaturunterschiede innerhalb der th. Hülle nicht möglich sind. 2-3K? Mit KWL noch weniger (Wärmeverschleppung)?

Das wird wahrscheinlich so gemacht, weil das ganze Thema noch nicht komplex genug ist, damit dann endgültig keiner mehr durchblickt!

Noch bekloppter wird es bei Doppelhäusern, die keine Luftschicht zwischen den Häusern haben.
Da witd bei beiden Häusern über die gesamte Fläche der Verbindungswand gegen 0°C (meine ich mich zu erinnern) gerechnet.
Faktisch ist die HL dieser Wand für beide Seiten = null.
Selbst wenn eins der Häuser unbewohnt ist, dürften wohl kaum 0°C in den Räumen herrschen...

Und selbst "wenn 0°C" dann sollten beide Wände entsprechend gedämmt sein.
Werdense abba nich! Katze <> Schwanz.

Egal.
Hier bei mogg gehört nach HLB DIN ne WP der 6kW-Klasse rein. Punkt.


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
jzwi
Zeit: 08.05.2016 08:00:07
0
2373618
Darf ich als meist stiller Mitleser noch eine Frage zu deinem Graben stellen?
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dein Graben ziemlich tief (über drei Meter) und sehr schmal: auf einem Bild steht der Bagger quer über dem Graben.
Wie habt ihr den Graben beim Verfüllen denn verdichtet? Du has doch geschrieben, dass ihr in "leider" erst bei der Hälfte der Auffüllung verdichtet habt: wie habt ihr das denn gemacht? Ist tatsächlich Jemand in den Graben hinein gestiegen und hat den Stampfer bedient/gehalten? Ist das nicht gefährlich bei so einem tiefen und schmalen Graben (Einsturzgefahr)?

Verfasser:
Bipa76
Zeit: 08.05.2016 18:03:32
0
2373768
Die Software zur Heizlast Berechnung und Auslegung der Fußbodenheizung ist wirklich dum wie ein Sack Bohnen. Aber auch so schön einfach...
z. B. Kann die Software ZVplan schön die Stückliste for alle benötigten Teile ausspucken und fertig ist! Heizkreise zusammenfassen oder gar eine editierfunktion gibt es nicht.

Ich habe das Glück einen Heizi zu haben mit dem man reden kann.

Viele starke Nerven dir nur deiner Heizung, wie schon geschrieben am Ende soll ein effektives und einfaches Heizsystem stehen.

Verfasser:
Nils.S Dieser Benutzer hat eine rote Karte erhalten
Zeit: 08.05.2016 19:24:59
0
2373790
Zitat von Motzi1968 Beitrag anzeigen
Die raumweise HL ist für die Auslegung des Wärmeerzeuger irrelevant.
Die HLB nach DIN zählt (und crinks tool liegt maximal +/- 5% daneben... eher 3%).

Warum die Summe aller Raumheizlasten nach DIN immer (zum Teil erheblich) höher ist als die Gebäudeheizlast nach DIN konnte mir[...]



Ich hätte jetzt gern meinen Flur warm aber das Gäste WC kalt. Beides hängt an einem Heizkreis. Wie löse ich diesen Konflikt?

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 08.05.2016 21:19:36
0
2373831
Zitat von jzwi Beitrag anzeigen
Darf ich als meist stiller Mitleser noch eine Frage zu deinem Graben stellen?
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist dein Graben ziemlich tief (über drei Meter) und sehr schmal: auf einem Bild steht der Bagger quer über dem Graben.
Wie habt ihr den Graben beim Verfüllen denn[...]


Der Graben wurde bis kurz unter die oberste Wölbung der Rohre verfüllt und dann mit dem Stampfer einmal verdichtet. Grabentiefe dabei max. 1,5m und unkritisch zum begehen. Die Grabenbreite war zwischen 70cm und 80cm(60er Löffel). Dabei hab ich festgestellt, dass sich Schluff miserabel verdichten lässt und dann auf weiteres Verdichten verzichtet da der Graben rund ein Jahr Zeit hat sich stark zu setzen. Danach wird der Garten angelegt. Ich rechne noch mit weiteren Setzungen aber in Bereich des Grabens stört es micht nicht besonders. Wenn im Bereich des Grabens Setzungen stören, würde ich den Graben nicht vertikal bauen. Den Anbauverdichter an den Bagger würde ich jedenfalls nicht in den Graben lassen neben das Rohr!

Übrigens: Immerhin sind dadurch mind. 30 Kubikmeter Material übrig geblieben. Die Entsorgung ergibt hohe Zusatzkosten (mind. 1000Euro kostet sowas hier leider).

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 08.05.2016 21:24:50
1
2373834
Zitat von Nils.S Beitrag anzeigen
Zitat von Motzi1968 Beitrag anzeigen
[...]



Ich hätte jetzt gern meinen Flur warm aber das Gäste WC kalt. Beides hängt an einem Heizkreis. Wie löse ich diesen Konflikt?


Der Konflikt ist im Kopf zu lösen indem man sich von solchen Vorstellungen verabschiedet. In einem gut gedämmten Haus ist das auch mit grennten Heizkreisen nicht machbar, es sei denn, das Gäste WC erhält eine eigene thermische Hülle.
Alternativ wäre hier noch ein mies gedämmter Altbau zu empfehlen.....wenn man das Gäste WC kühl haben möchte.

Verfasser:
moggmogg
Zeit: 08.05.2016 21:50:19
0
2373843
Zitat von Bipa76 Beitrag anzeigen
Die Software zur Heizlast Berechnung und Auslegung der Fußbodenheizung ist wirklich dum wie ein Sack Bohnen. Aber auch so schön einfach...
z. B. Kann die Software ZVplan schön die Stückliste for alle benötigten Teile ausspucken und fertig ist! Heizkreise zusammenfassen oder gar eine[...]


Na ja ich seh schon wo das wieder endet, wieder mit so nem Haftungsausschluss Zettelchen, wetten? ;-) Wofür zahlt man für sowas eigentlich Geld wenn man es eh selber machen muss um es ordentlich zu haben?

Beispiel:
GästeWC/Dusche und Abstellraum sollte eigentlich hydraulisch zusammengelegt werden. Das hatte ich ich schon vorab adressiert um kurze Kreise zu vermeiden. Der etwas relativ hohe Rücklauf aus Gäste WC kann ja gut in Abstellraum verwertet werden. Hat man auch (fast) so gemacht - mit zwei! Mini Heizkreisen zu 27m und 32m die beide durch beide Räume gehen. Einer davon mit 5Liter Durchfluss pro h der andere mit 30Liter Also dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein. Wandheizung läuft in Gäste WC mit 30m 12er Rohre VA10 und geht seperat an den HKV.

Aktuelle Forenbeiträge
PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in 5 Jahren für Heizung und WW, also etwa 7000 kWh für gut 170 m2, also rund 40 kWh/m2a...
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Herausforderung - Grabenkollektor auf 435qm
Verfasser:
moggmogg
Zeit: 08.05.2016 21:50:19
0
2373843
Zitat:
...
Die Software zur Heizlast Berechnung und Auslegung der Fußbodenheizung ist wirklich dum wie ein Sack Bohnen. Aber auch so schön einfach...
z. B. Kann die Software ZVplan schön die Stückliste for alle benötigten Teile ausspucken und fertig ist! Heizkreise zusammenfassen oder gar eine[...]

Na ja ich seh schon wo das wieder endet, wieder mit so nem Haftungsausschluss Zettelchen, wetten? ;-) Wofür zahlt man für sowas eigentlich Geld wenn man es eh selber machen muss um es ordentlich zu haben?

Beispiel:
GästeWC/Dusche und Abstellraum sollte eigentlich hydraulisch zusammengelegt werden. Das hatte ich ich schon vorab adressiert um kurze Kreise zu vermeiden. Der etwas relativ hohe Rücklauf aus Gäste WC kann ja gut in Abstellraum verwertet werden. Hat man auch (fast) so gemacht - mit zwei! Mini Heizkreisen zu 27m und 32m die beide durch beide Räume gehen. Einer davon mit 5Liter Durchfluss pro h der andere mit 30Liter Also dazu fällt mir wirklich nichts mehr ein. Wandheizung läuft in Gäste WC mit 30m 12er Rohre VA10 und geht seperat an den HKV.
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