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26.11.2015 21:02:24 |
allo zusammen, wir haben ein Haus gekauft und den 10 Jahre alten Kaminofen der Vorbesitzer übernommen. Leider ist es bei dessen Benutzung aber so, dass beim Holz nachlegen Qualm in das Wohnzimmer zieht. Nun wollte ich mich mal bei euch erkundigen, was ich dagegen tun kann und ob das überhaupt normal ist. Ich versuche mal die Situation zu beschreiben. Kaminofen 10 Jahre alt, natürlich mit eigenem Kamin. Holz ist 3 Jahre gelagert. Das Haus ist 12 Jahre alt. Einigermaßen gut isoliert aber kein Passivhaus. Meinem Empfinden nach entzündet der Ofen mit 3 Ofenanzündwürfel, einer Hand voll Holzspreisel und 1-2 größerer Scheite ganz gut. Der Ofen steht in einem größeren Wohnzimmer, an das um die Ecke ein offenes Treppenhaus anschließt. Meinem Eindruck nach verbrennt das Holz ganz gut; ich finde aber es entsteht verhältnismäßig wenig Glut (kann aber auch daran liegen, dass wir vor dem Nachlegen warten müssen, bis nichts mehr wirklich brennt und es nur noch glimmt). Beim Nachlegen öffnen wir die Türe langsam und erst nur einen Spalt. Es ist irrelevant, ob es das erste Nachlegen ist oder der Ofen schon 3 Stunden an ist. Man muss nun mit dem Nachlegen wirklich warten,bis alle Flammen weg sind und nur noch das bißchen Glut da ist. Wenn noch Flammen da sind (auch wenn es am fast voll verbrannten Scheit nur noch züngelt) stinkt es. Das zieht bis (oder sogar besonders dorthin) in die Zimmer im 1. Stock und wir müssen alles Lüften. Ich habe schon so einiges gegoogelt und heute früh dann auch einen Test gemacht: die Flamme eines Feuerzeugs zieht es schon leicht ins Ofeninnere, wenn man das Feuerzeug in den Spalt des leicht geöffneten Ofens hält. Also alles normal? Wenn ich das mit dem Ofen meiner Eltern vergleiche nicht. Da kann man auch bei voll lodernden Flammen nachlegen, ohne dass es wirklich stinkt. Das Holz ist übrigens das gleiche wie meines. Mir kommt es fast ein bisschen so vor, als würde der Ofen zwar einigermaßen ziehen, aber beim Nachschüren drückt er nach außen und da ziehts dann übers offene Treppenhaus hoch. Wie ist denn eure Einschätzung? Kann ich noch was ausprobieren? Bringt es etwas, einen Schornsteinfeger kommen zu lassen? Danke vorab für eure Einschätzungen!
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27.11.2015 10:04:12 |
Hallo elminster, wie lang/hoch ist der Schornstein - ab Rauchrohreintritt bis Mündung - und, welchen Durchmesser hat dieser ? Klingt danach, als wenn der Kaminzug nicht ausreichend wäre. Welche Steuerungsmöglichkeiten hast Du am Kaminofen (Primär-, Sekundärluft)? Gruß Florian
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27.11.2015 10:13:52 |
Zitat von elminster  allo zusammen, wir haben ein Haus gekauft und den 10 Jahre alten Kaminofen der Vorbesitzer übernommen. Leider ist es bei dessen Benutzung aber so, dass beim Holz nachlegen Qualm in das Wohnzimmer zieht. Nun wollte ich mich mal bei euch erkundigen, was ich dagegen tun kann und ob[...] Mit einem Kaminofen richtig heizen muss man lernen. Es gibt verschiedene Ofenarten ( Rost- und Glutbettfeuerung) und jeder Ofen kann anders arbeiten.
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27.11.2015 10:36:08 |
Bei einem 12 Jahre altem Haus vielleicht auch schon vorhanden: Lüftungsanlage ? Ist eine Drosselklappe im Ofenrohr ? Wenn ja, machst du diese vor dem nachlegen auf ? Wenn du die Tür nur mal kurz aufmachst ohne nachzulegen, stinkt es dann auch ? Wenn nicht, kommt der Qualm ja wahrscheinlich durch das neu aufgelegte Holz. Evtl. dann mal vor dem öffnen alle Schieber und Drosselklappen öffnen und erst dann nachlegen. Habt ihr mal geschaut das das Rohr vom Ofen an den Schornstein frei ist ? Das putzt der Schornsteinfeger idR nicht mit, das ist eure Aufgabe. Und da setzte sich einiges drin ab.
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27.11.2015 11:11:22 |
Vielen Dank für eure Antworten!
Wir haben die Möglichkeit, Primär- und Sekundärluft zu regeln, wobei wir eigentlich immer beide offen haben. Sowohl beim normalen Brennen als auch vor und beim Nachlegen. Das Ofenrohr hat einen Durchmesser von 150 mm und geht vom Ofen 50 cm nach oben, dann 90 Grad Winkel und waagrecht 50 cm in den Kamin. Der Ofen steht also eigentlich gut zum Kamin denke ich. Insgesamt beträgt die Höhe vom Eintritt des Ofenrohrs bis Spitze Kamin ca. 7 m (Ofen steht im EG, darüber sind noch 1. OG und Spitzboden). Eine Drosselklappe am Ofenrohr oder eine Lüftungsanlage haben wir nicht.
Was noch erwähnenswert sein könnte ist, dass wir beim Einzug den Ofen komplett abgebaut haben. Im Wohnzimmer haben wir einen neuen Boden verlegt (der ca. 1 cm höher ist als der alte) und anschließend Ofen und Ofenrohr wieder rein. Vielleicht sitzt irgendwas nicht richtig oder steckt zu tief drinnen. Sowohl Rohr als Ofen haben wir vor dem Montieren komplett sauber gemacht. Ich werde nun mal wenn der Ofen wieder kalt ist diese Klappe am 90-Grad Winkel abschrauben und schauen, ob alles frei ist.
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27.11.2015 11:23:17 |
Mal mit einem Spiegel in die untere Reinigungsöffnung geschaut ? Ist der Schornstein frei ?
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27.11.2015 11:44:43 |
Wurde darauf geachtet, das vom Ofen aus der Schornstein IMMER ansteigt? Eventuell ist der 90°C Winkel höher als das Wandfutter, das ist nicht ideal und vermindert den Zug des Ofens schon um ein Paar Prozent. Dann gibt es irgendwo Offene Fenster usw.. im Treppenhaus/Anschlussräume? Ggf. entwickelt das Treppenhaus zu viel thermischen Auftrieb und es zieht einfach die Abgase aus dem Ofen raus. Einfach mal vor dem Nachlegen ein Fenster im Wohnzimmer öffnen, das genug Luft nachströmen kann.
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27.11.2015 11:44:53 |
Zitat von elminster  Wir haben die Möglichkeit, Primär- und Sekundärluft zu regeln, wobei wir eigentlich immer beide offen haben. Sowohl beim normalen Brennen als auch vor und beim Nachlegen. [...] Genau hier liegt meiner Ansicht nach der Hund begraben. Primär- und Sekundärluft sollten keinesfalls während des gesamten Abbrands voll geöffnet sein. Das gibt zwar eine "nette" Flamme, hat aber mit einer effektiven und sauberen Verbrennung bei möglichst hoher Temperatur im Brennraum (verbrennen von Schadstoffen im Abgas) nichts zu tun. Flammen müssen im Brennraum so lodern, dass sie aussehen als würden sie sich "drehen und winden" bevor sie dann durch den Schornstein gezogen werden. Wer den richtigen Abbrand sieht, weiß was ich meine. Beim Anzünden des Ofens müssen Primär- und Sekundärluft nach den Vorgaben des Ofenherstellers geöffnet sein (innerhalb sinnvoller Toleranzen, je nach Kaminzug). Sobald einmal ein Abbrand bis zur Glut stattgefunden hat, sollten beide auf ein mögliches Minimum (ebenfalls vom Ofen abhängig) reduziert werden. Dadurch herrscht neben einer guten Verbrennung auch ein starker Sog gegen die Luftklappen, also ein leichter Unterdruck in der Brennkammer. Dieser wiederum sorgt dafür, dass, wenn Ihr die Ofentür öffnet, es nicht gleich rausqualmt und Ihr in Ruhe nachlegen könnt. Habt Ihr aber unten schon beide Klappen auf und die Luft kann ungehemmt nachströmen, ist es bei vielen Öfen so, dass die direkt durch die größtmögliche Öffnung (beim Nachlegen dann die Tür) wieder raus will. Ich empfehle einen Kurs bei einem Ofenbauer. Ihr werdet es nicht bereuen.
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27.11.2015 12:28:37 |
Zitat von elminster  wobei wir eigentlich immer beide offen haben. Damit es schön aussieht? Oder weil Du zuviel Holz hast?? Sonst gibt es doch keinen Grund, das Holz so schnell abbrennen zu lassen. Die Frage nach einer Lüftungsanlage hast Du noch nicht beantwortet. Ich ergänze die mal um einen Abluftventilator? Dunstabzugshaube?
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27.11.2015 13:19:18 |
Zitat von wadriller  Mal mit einem Spiegel in die untere Reinigungsöffnung geschaut ? Ist der Schornstein frei ? Nicht dass da eine Hupfdohle drin nistet. Grüße
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Verfasser: Antont54 | Zeit:
27.11.2015 13:41:20 |
Zitat von chappi73  Damit es schön aussieht? Oder weil Du zuviel Holz hast?? Sonst gibt es doch keinen Grund, das Holz so schnell abbrennen zu lassen. Doch einen Grund gibt es, die BlmschV, ansonsten stöst der kleine Holzofen die gleichen Schadstoffe wie 1000 Ölheizungen oder 10000Diesel LKWs aus.
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27.11.2015 14:52:49 |
Hallo, wir haben diesen Ofen: Schlothöhe vom Eingang Ofenrohr bis Austritt ca. 6m. Es ist nach dem Anschüren nicht möglich, ohne dass Rauch in den Raum gelangt, die Ofentüre etwas weiter zu öffnen. Einen Spalt geht (z. B. um anfänglich für ein paar Sekunden mehr Luft in den Brennraum zu bekommen). Nachdem das Feuer fast runtergebrannt ist, kann ohne Qualm zum Nachlegen die Tür geöffnet werden. Ich schätze, das ist bauartbedingt. Grüße Motzi1968
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27.11.2015 15:24:12 |
Zitat von Motzi1968  Hallo,
wir haben diesen Ofen:
[Bild]
Schlothöhe vom Eingang Ofenrohr bis Austritt ca. 6m.
Es ist nach dem Anschüren nicht möglich, ohne dass Rauch in den Raum gelangt, die Ofentüre etwas weiter zu öffnen. Einen Spalt geht (z. B. um[...] Deswegen sollte man sich einmal mit den Abbrandphasen befassen.
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27.11.2015 15:48:14 |
Zitat von Stiller Mitleser  Zitat von wadriller  [...] Nicht dass da eine Hupfdohle [Bild] drin nistet. Grüße Wie krieg ich eigentlich ein Bild hier rein mfg Ekki
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27.11.2015 16:24:45 |
Zitat von Motzi1968  Hallo, wir haben diesen Ofen: [Bild] Schlothöhe vom Eingang Ofenrohr bis Austritt ca. 6m. Es ist nach dem Anschüren nicht möglich, ohne dass Rauch in den Raum gelangt, die Ofentüre etwas weiter zu öffnen. Einen Spalt geht (z. B. um anfänglich für ein paar Sekunden mehr Luft in den Brennraum zu bekommen). Nachdem das Feuer fast runtergebrannt ist, kann ohne Qualm zum Nachlegen die Tür geöffnet werden. Ich schätze, das ist bauartbedingt. Grüße Motzi1968 Dieser Meinung bin ich auch! Entscheidend ist das Missverhältnis von Kaminquerschnitt zur Größe der Türöffnung "moderner" Kaminöfen. Bei mir ähnlich, 1770 mm² ( 150 Durchmesser ) zu 159100 mm² Türfläche. Wer da keine Probleme hat, der sollte aufpassen, dass es die Holzscheite nicht im Ganzen durchs Rohr saugt. Also immer warten bis keine Flämmchen mehr zu sehen sind ( also kaum noch Holzgas verbrannt wird ) dann Tür langsam öffnen. Geringe Geruchsbelästigung ist unvermeidbar. Alle zusätzlichen Widerstände wie ungünstige Rohrführung, Bögen und Rußablagerungen verschärfen den Effekt. Der obendrein noch ungesund ist - sofort lüften. Manfred
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27.11.2015 21:14:41 |
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27.11.2015 21:20:09 |
Zitat von mannitwo  Zitat von Motzi1968  [...] Dieser Meinung bin ich auch! Entscheidend ist das Missverhältnis von Kaminquerschnitt zur Größe der Türöffnung "moderner" Kaminöfen. Bei mir ähnlich, 1770 mm² ( 150 Durchmesser ) zu 159100 mm² Türfläche. Wer da keine Probleme hat, der sollte[...] Bei dem von mir verlinkten Wiking (übrigens mit horizontaler Verbrennungsluftzuführung oberhalb des Brennstoffs) ist die Rauchgasumlenkplatte noch ca. 10cm "unter" der Oberkante der Ofentür. Kurz nach dem Anschüren ist die Rauchgasentwicklung entsprechend hoch, da kann ich die Tür nach fünf Minuten nicht wieder voll aufreissen. Aber wozu auch? ;-) Grüße Motzi1968
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28.11.2015 00:42:17 |
Hallo, zu der Diskussion: einen Holzofen kann man nur weniger oder mehr qualmend betreiben, wie die Beiträge zeigen! Eine enorme Umweltbelastung ist er in jedem Falle. Mittlerweile ist die Feinstaubbelastung laut UBA durch Holzöfen schon größer als die des gesamten KFZ Verkehrs! Da ich auch ein Ruß und Gestank geschädigter Nachbar eines Koklers bin, kann ich nur sarkastisch sagen: der Qualm im eigenen Haus bleibt wenigstens dem Nachbarn erspart. Gruß
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28.11.2015 14:29:27 |
Zitat von horbiradio  ...: der Qualm im eigenen Haus bleibt wenigstens dem Nachbarn erspart ...aber nur so lange, wie er ihn in Deine Richtung wieder "rauslüftet". Geb Dir aber recht, was da so teilweise alles verbrannt wird bzw. "wie", ist schon eine starke loksle Luftbelastung, Belästigung usw.. Wir haben anfänglich 4-5 RM Holz im Jahr verbrannt, letztes Jahr waren es noch 1-1,5 und wenn demnächst die LWWP am Netz ist, werde ich das Teil nur noch bei bei strengem Frost anschüren. Wenn es sein muss nur 10 Ofenladungen/Jahr. Die LWWP ist nämlich wahrscheinlich etwas unterdimensioniert. Ansonsten gilt aber auch hier: N.I.M.F.Backyard. Wer z.B. ne "saubere" Stromheizung hat, heizt nur "vermeindlich" sauberer. Die Emmissionen werden halt ins Kraftwerk verlagert, auch nicht das Gelbe vom Ei... Ich sags ja immer: Wir müssen unsere komplette Strom- und Wärmeerzeugung (auch Mobilität und Prozesswärme) auf brennstofffreie Erzeugung umstellen. Da gehört Holz nicht zu. CO2- "Neutral" ist was für Bilanzen der Buchhalter. Bleiben: - Laufwasser - Windkraft - Photovoltaik- Geothermie (tief) ( Gezeitenkraftwerke?) Für mehr ist kein Platz. Grüße Motzi1968
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28.11.2015 22:04:02 |
So,Ich ja habe nun im Laufe des Tages zuerst vom Keller mittels Spiegel bis an die Mündung schauen können - alles frei. Anschließend habe ich das Ofenrohr entfernt und gesäubert. Es war eigentlich nicht wirklich dreckig. Ich habe es aber im senkrechten Bereich 1 cm gekürzt, denn der waagrechte Teil War zuvor minimal absteigend, jetzt ist er waagrecht (oder wenn dann tendenziell steigend). Innen haben wir auch nochmal alles gesäubert.
Anschließend das Ding angezündet. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass der Kamin sehr gut zieht. Das Feuer geht super leicht an und brennt auch danach wirklich gut weiter.
Ein paar Varianten beim Nachlegen habe ich mal probiert. Den Primärzug habe ich den ganzen Tag zu, nur beim ersten Anzünden war er offen. Bis auf einmal, als ich den Primärzug vor dem Nachlegen geöffnet und den Sekundärzug geschlossen habe. Wollte ausprobieren, ob es die Sekundärluft ist, die gleich wieder verqualmt raum kommt. Aber das war nicht besser. Außerdem have ich mal vor dem Nachlegen den Sekundärschieber halb geschlossen. Da hats aber ziemlich gequalmt.
Jetzt muss ich mir mal in Ruhe eure Links durchlesen. Und eben noch ein wenig üben.
Eine Lüftungsanlage haben wir übrigens nicht.
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Verfasser: schorni1 | Zeit:
28.11.2015 22:46:59 |
Dann ist einfach der WIDERSTAND IN der Feuerstätte zu hoch.
Da sind ja Umlenkungen drin. Die können zum Beispiel voll mit Asche belegt und somit der Abzug teilweise verstopft sein. Oder die Umlenkungen sind falsch eingebaut oder verschoben.
Jedenfalls BREMST das dort zu stark.
Daher mal alles prüfen, ausbauen und reinigen.
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| | Zeit:
28.11.2015 23:17:52 |
@elminster, schade, dass du meinen Beitrag scheinbar noch nicht gelesen hast. Falls die Verbrennung wirklich so abläuft gibt es bei dir im Haus normal kein Problem. Wenn nur noch RESTGLUT vorhanden ist, dann qualmt nichts in den Aufstellraum, weil kein Qualm vorhanden ist. Wenn du unbedingt vorher nachlegen willst - tu es, und beschwer dich bitte nicht. Gruß Manfred
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| | Zeit:
29.11.2015 07:42:46 |
Hallo Schorni1, den Ofen hatten wir auch nochmal komplett gereinigt und ausgesagt. Mit der Taschenlampe habe ich den Weg der Zulüfte und vom Abgas geprüft. Alles frei. Beim Abgas sind natürlich Umleitungen drinnen. Wenn der Widerstand zu groß ist dann ist das serienmäßig... Hallo mannitwo, den Beitrag habe ich schon gelesen, aber den Link noch nicht. Mittlerweile schon und ich weiß nun auch schon mehr über die verschiedenen Abbrandphasen und wie man sie erkennt. Wir werden das Feuer jetzt mal dementsprechend beobachten und nachlegen. Unsere Türe ist übrigens auch relativ groß. 32x36 ist die offene Fläche bei geöffneter Türen (die Türe selbst ist sogar noch viel größer (fast die dreifache Fläche). Damit habe ich ein Flächenverhältnis gegenüber dem Rohr mit 1500 mm Außendurchmesser von ca. 7:1. Allerdings unterschlägt die Rechnung ja, dass das am Rohr abgesaugt wird. Jetzt werden wir mal fleißig nur in der dritten Phase des Abbrands nachlegen. Ich dachte eigentlich, wir müssen die beiden Luftzuführungen auf etwas bestimmtes einstellen, aber vermutlich schüren wir noch zu bald nach. Meine Eltern können immernoch tun und lassen was sie wollen. Vielleicht liegt das dann wirklich am. Widerstand des Ofens und der Größe Türe...
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| | Zeit:
29.11.2015 09:02:42 |
Es kann keinen "Widerstand" des Ofens geben, wenn er nicht irgendwo einen Montage- oder gar Konstruktionsfehler hat oder völlig verdreckt und verrußt ist. Oder er ist kein richtig gebauter und zertifizierter Ofen.--Oder Schornstein ! Der Zug des Schornsteins der als Mindestzug zum jeweiligen Ofen in delta-mPa angegeben ist , ist immer höher als ein möglicher Differenzdruck in den Wohnraum. Wenn nicht irgendein vermurkstes Luft-(KWL)System Unterdruck erzeugt. ODER !!!!! Euer Treppenhaus hat einen eigenen Kamineffekt und zieht bei Öffnen der Ofentür stärker als der Schornstein Abgaszug. Es spielt dabei das Maß der Konvektion des Hauses(Heizung) und die Bauart von Raumluftverbund z.B. über das Treppenhaus eine große Rolle. Ich erlebe viele EFH die mit so unnötig hoher HK -T gefahren werden, dass ein mit der Hand fühlbarer Luftstrom direkt vom HK in die Vorhänge und dann hoch ins OG u.s.w. dazu führt, dass die Leute in ihrem WZ im Zug sitzen und 3K mehr heizen müssen um es angenehm zu bekommen. Nach meiner Erfahrung werden sehr viele Öfen einfach völlig falsch betrieben, weil Begriffe kursieren, die für Laien die sich mit Verbrennung nie beschäftigt haben, nur Mißverständnisse produzieren. ""Primärluft, Sekundärluft,-Tertiärluft----"" Bei aller EU- Verordnungswut von dort akreditierten Deppen gibt es keine Zuordnung dieser Begriffe zum Weg der !! vom verbennenden Holz angesaugten Luft. Holz holt sich den Sauerstoff den es will und das ist meist mehr als es braucht. Die Natur des Feuers bedingt IMMER, dass es überstöchiometrische brennen will ! Man muss einen guten Ofen daher drosseln damit eine möglichst vollständige Verbrennung sowohl effizient , wie auch umweltfreundlich abläuft. Erst das macht Holzvergasung und einen Abbrand mit bläulicher Flamme möglich. Man startet also einen Ofen mit Entzünder (1nem KEINE 3 ) soo, daß die Unterluft von Oben nach Unten soviel eingelegtes Holz wie möglich in Brand setzt. Dabei sollte die Umluftklappe des Abgases auch ganz auf sein. -Schaut euch mal das Flammbild vom Droof-Technikum für den piccolo auf youtube an.- Im link von Motzi hatte Wadex ja schon aufgezählt, wieviele Fehler meist gemacht werden. Zuluft über den Rost von unten dann auflassen----!tödlich! Die Abgasumluft zu stark drosseln und --last not least die sog Sekundärluft über die Flammhöhe, also die Luftöffnungen in der Tür zu stark drosseln--- Von zu nassem Holz und Überfüllung u.s.w. will ich hier garnicht reden. Meine skanidinavischen Kaminöfen laufen seit zig Jahren so effizient, dass sich der Schorni immer wundert, wie wenig und ganz helle Asche überbleibt , bezogen auf die Holzmenge die ich verbenne. Sogar wenn meine Frau mal einfach nachlegt, ist noch nie Qualm aus der (übergroßen) Tür des Krone-Ofens gekommen. Beim kleinen Jötun-Hüttenofen genauso. In einem Ofen soll garkein Qualmen entstehen ! meint ihr denn in Skandinavien oder Kanada hocken die Leute in verrauchten Hütten ? Das sollte man am dynamischen Flammbild mit einer nicht zu rötlichen , sondern mehr bläulichen Flamme sehen und beobachten können. Ich verbrenne immer mit Sauerstoffüberschuss ! damit sogut wie nichts vor sich hinkokeln und qualmen kann. Sogar wenn ich mal Holzbriketts probiere. Auch die müssen wie ein guter Pelletbrand abfeuern. Und wenn irgendwann einen massive Holzkohlenglut den Rost bedeckt, dann qualmt diese Glut auch nicht. Na jedenfalls so minimal wie möglich. Sonst würde ja nie eine Scheibe so sauber bleiben, dass man das Feuer lodern sieht und knistern hört. Hier ist offenbar einen Menge im Argen und das sollte der Schorni vor Ort prüfen. Er hat ja schließlich die Kiste abgenommen und zugelassen. Gruß JoRy
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17.02.2026 15:33:27 |
(Zu)große Türen und eine (zu) extreme Umlenkung sind die konstruktiven Ursachen, warum die Verbrennungsluft beim Öffnen bzw. Nachlegen in den Raum gelangen. Der Kunde möchte möglichst große Türen haben und eine sehr effektive Verbrennung erreichen. Bei zwei namhaften Öfen die ich zuvor an gleicher Stellebetrieben habe, gab es bei mir nie Probleme. Der Zug ist mehr als ausreichend stark und ein Unterdruck ist im alten, großen Bauernhaus nicht vorhanden. Der kleine Spalt zwischen oberer Ofentür und dem Abzug des Ofens reicht auch wegen der Umlenkungen konstruktiv nicht aus, um beim Öffnen der Tür genügend Zug aufzubauen, damit keine Verbrennungsluft ( auch ohne Qualm ist sie nicht gesund!) in den Raum entweichen kann! Die Kontrukruktion soll ja auch noch eine optimale Scheibenspülung erreichen. Man kann alle Schieber öffnen oder schließen und in Zeitlupe die Tür öffnen, bei diesen ansonsten sehr gut brennendem Öfen ist es KONSTRUKTIV bedingt nicht möglich, dass keine Verbrennungsluft in den Aufstellungsraum gelangt. Auch wenn wir Verbraucher sehr gerne eine große Scheibe mit funktionierender Scheibenspülung haben wollen, darf dieser Aspekt nicht dazu führen, dass jedes Nachlegen mit einem Lüftungsvorgang begleitet werden muss. Die Effektivität wird dadurch insgesamt nicht mehr gewährleistet! Bei meinem Lotus Ofen lässt sich der Brennvorgang gut regeln, die Scheibenspülung funktioniert einigermaßen gut und durch den extrem großen Brennraum, hat man einen guten Blick auf das Feuer. Die Konstruktion macht einen soliden Eindruck. Ich könnte theoretisch bis 50 cm lange Scheite verwenden. Im Nachhinein ärgert es mich, dass ich anscheinend eine eierlegende Wollmilchsau erwartet habe. Ich hätte allerdings nicht erwartet, dass es möglich ist, einen derartig gesundheitsgefährdend konstruierten Ofen zu verkaufen. Sollte mein Vertrag nicht gewandelt werden, werde ich wohl den Klageweg beschreiten müssen. Aufgrund von Vorerkrankungen bin ich nicht gewillt ein unnötiges Risiko einer weiteren Erkrankung einzugehen. Sofern kleine Kinder oder andere empfindliche Personen im Haushalt leben, würde ich dringend von der Benutzung eines solchen Ofens abraten!
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