Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
sole wp plus bohrung im altbau?
Verfasser:
cacer
Zeit: 03.02.2016 23:01:03
0
2334310
hallo,
nach langen überlegungen möchten wir unsere DHH von 1925 mit bruchsteinkeller und 30er ziegelwände ca 135qm incl dachgeschoss folgend sanieren:
(diffusionsoffene aufbau)rinnendämmung holzfaserplatten unter lehmputz
wandheizung (zusätzliche im bad und möglicherweise im erdgeschoss FHZ)
neue fenster
es läuft auf ein kfw 115er haus hinaus.

bisher gab es nur nachtspeicheröfen, der stromverbrauch gesammt im jahr lag die jahre über bei 15-18000 kw/h, wobei vorher zwei ältere bewohner ohne unterhaltungselektronik das haus bewohnten.
wir werden nach sanierung vorerst zu zweit sein... vielleicht kommt noch was nach ...

zur heizung:
am liebsten eine soleWP mit kleinem WWspeicher
grabenfläche wäre zwar knapp vorhanden, doch ist nicht sicher ob die fläche später noch überbaut wird, fällt also aus.
wir haben hier einen spezialist für radialbohrungen, alternativ normale tiefensonden.

nach enev berechnung läuft es auf 8,1kw nennleistung hinaus (ca12000kw wärmebedarf incl WW)
heizlastberechnung würde der heizungsbauer machen.

da geht es auch schon los:
der eine will uns dringend von wand auf fussbodenheizung bekehren und schimpft auf einzelraumregelung
und der nächste findet ERR unverzichtbar, macht aber sonst einen kompetenten eindruck.

alle wollen natürlich immer ihre "beste" wärmepumpe verkaufen . einmal junkers , dann AIT,vaillant.

ich fände ja die nibe nicht schlecht, doch scheuen sich die heizungsbauer vor fremdprodukten.

die bafaförderung fällt wohl weg, da die kfw zuschüsse eine kombination ausschliessen.



alternative wäre noch eine gastherme.
da käme noch der anschluss dazu und der alte kamin müsste überarbeitet werden.
ist gas ohne solar überhaupt möglich? (gesetzlich)


ich wollte keine grundsatzdisskussion aufwärmen, wäre aber froh, wenn jemand uns ein paar denkanstöße oder empfehlungen und ansätze geben könnte.

gruß und danke
micha

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.02.2016 00:06:27
0
2334346
Hallo micha,

hört sich doch alles schon ganz vernünftig an.

Das Sole-Wärmepumpenfabrikat ist m.M. nach nicht so wichtig.
Viel tuen die sich leider alle nicht.
Da fehlt es nach meinem Eindruck an Innovationsdruck, wie man
ihn bei den Luft/Luft Klima-Splits findet.
(Die dürften bald die Solewärmepumpen schlagen, wenn die Top-
Geräte das in milden Gegenden nicht schon jetzt tuen...)

EER sollte es höchstens in einzelnen Räumen geben, weil sonst
problembehaftete Lösungen wie Puffer oder Überströmventile
ins Spiel kommen, die obendrein auch noch Geld kosten...
Die notwendige Heizwasser-Umlaufmenge für die Wärmepumpe
wird am einfachsten und billigsten durch Verzicht auf EER sicher-
gestellt.

Einen Zwang zu Solar in Verbindung mit Gasheizung gibt es
nicht. Ist halt eine Krücke, um bessere Klassen zu erreichen.
Ich würde nur PV zur solaren Gewinnung nutzen. Poteniziell
problemloser und Strom ist vielseitiger zu nutzen, als warmes
Wasser...

Die Wandheizung würde ich eher nur an Innenwände machen,
weil ihr vermutlich keinen besonders guten Aussenwanddämm-
wert erreichen werdet und dann durch das Temperaturniveau
der Wandheizung die Verluste noch höher wären.
Allerdings dürfte der Komfort mit Aussenwandheizung besser
sein.

Da die Wände wohl nicht besonders gut dämmen werden, würde
ich bei Dach,Fußboden und Fenstern alles machen, was einiger-
massen vernünftig wäre.

Just my two cents..

Grüsse

winni

Verfasser:
mrtux
Zeit: 04.02.2016 17:20:42
0
2334713
Zur Gasheizung - bevor die 1kWh Wärme liefert hat die 250-400€ Grundgebühr pro Jahr ( Wartung, Schornsteinfeger, Betriebsstrom usw...)

Dein Wärmebedarf liegt bei 12.000kWh. Dafür braucht die SoleWP etwa 2.400kWh Strom.
Das kostet dich ohne speziellen Wärmepumpen-Stromtarif etwa 600€ pro Jahr.

Bei der Gasheizung bräuchtest du etwa 13.000kWh Gas, das wären etwa 700€ Plus die Grundgebühr ( siehe Oben)... also etwa 950-1.100€ pro Jahr. Fast das doppelte wie mit der Wärmepumpe.

Verfasser:
FrankHTD
Zeit: 04.02.2016 18:47:05
0
2334742
Hallo Micha,

welches KfW-Programm nutzt Ihr?

BAFA-Förderung sollte möglich sein. BAFA ist mit den meisten KfW-Programmen kombinierbar aber nicht kumulierbar. D.h. ihr dürft mit den KfW-Geldern nicht die Wärmepumpe bezahlen. Wahrscheinlich ist es günstiger, die Wärmepumpe aus der KfW-Förderung herauszunehmen und dafür die BAFA-Gelder mitzunehmen.

Viele Grüße
Frank

Verfasser:
Matroschka
Zeit: 04.02.2016 19:30:09
0
2334769
Zitat von cacer Beitrag anzeigen
DHH von 1925 mit bruchsteinkeller und 30er ziegelwände ca 135qm incl dachgeschoss folgend sanieren:
(diffusionsoffene aufbau)rinnendämmung holzfaserplatten unter lehmputz
wandheizung (zusätzliche im bad und möglicherweise im erdgeschoss FHZ)
neue fenster


Hallo micha,

wir haben das mit der Lehm Innendämmung ähnlich gemacht. Bei unserem freistehenden Haus haben wir zweischaliges Mauerwerk, das wir mit RigiBead haben ausblasen lassen. Vielleicht wäre das auch noch eine Option. Das ist verhältnismäßig günstig.

Auf die Holzfaserplatten würde ich an eurer Stelle direkt die Rohre aufbringen und anschließend mit Lehm bedecken. Das lässt sich ganz gut in Eigenleistung erledigen. Aufgrund der Lehmmenge, die da verbaut wird braucht das ganze recht lange, bis es trocknet. Den Oberputz kann man dann einen Fachmann machen lassen ... irgend wann rennt einem die Zeit davon :-/
Bad und alle Räume, die zu wenig Wandfläche haben würde ich so viel Fläche wie möglich mit Heizungsrohren zupflastern, auch FBH. Ansonsten würde ich, wenn ich den "Spaß" hier noch mal machen sollte nur auf Wandheizung setzen (+FBH im Bad).


Viele Grüße
Matroschka

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 04.02.2016 19:32:49
0
2334771
Zitat von FrankHTD Beitrag anzeigen
Hallo Micha,

welches KfW-Programm nutzt Ihr?

BAFA-Förderung sollte möglich sein. BAFA ist mit den meisten KfW-Programmen kombinierbar aber nicht kumulierbar. D.h. ihr dürft mit den KfW-Geldern nicht die Wärmepumpe bezahlen. Wahrscheinlich ist es günstiger, die Wärmepumpe[...]


Jepp!
Habe da auch noch irgendeine 20%-Regelung im Kopf, finde ich aber gerade auf Anhieb nicht.

Genau informieren!
Ich nehme mal an es ist das 430er Eff.115:
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Zuschuss-%28430%29/#4

Seite7:
https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/F%C3%B6rderprogramme-(Inlandsf%C3%B6rderung)/PDF-Dokumente/6000003614_M_430_Zuschuss.pdf

Auf jeden Fall da anrufen und das Vorhaben genau schildern:
Telefon 0800 539 9002 (kostenfreie Servicenummer)
Montag bis Freitag: 08.00-18.00 Uhr



Grüße
Motzi1968

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 04.02.2016 19:43:23
0
2334779
Zitat von Matroschka Beitrag anzeigen

Ansonsten würde ich, wenn ich den "Spaß" hier noch mal machen sollte nur auf Wandheizung setzen (+FBH im Bad).



Genaaaaaau so!

Ergänzend:
- alle Kreise gleich lang (80m? der VA wird variabel) mit gleichem Rohr
- Keine ERR
- Kein Heizungspuffer
- Kein Überströmventil

... dann wird das richtig gut.

cacer,
wenn die HBs sich mit der Nibe1155 nicht auskennen, sollen sie Dir die trotzdem besorgen und anklemmen.
Ob nun ein paar Rohre mit einem Kabel an eine Vaillant, Dimplex oder sonstwas kommen ist ja nu wirklich megawurscht.
Einstellen (Regler) und auf das Haus und die Bewohnerbedürfnisse einstellen machst Du eh selbst, das kann sonst niemand... wie auch...

Grüße
Motzi1968

Verfasser:
Matroschka
Zeit: 04.02.2016 20:43:34
0
2334815
Zitat von Motzi1968 Beitrag anzeigen

... dann wird das richtig gut.


So sehe ich das auch, hatte nur keine Lust noch mehr zu schreiben ;-)

Prinzipiell ist das, was du zu HB und der Nibe schreibst auch richtig. Bei meinen Erfahrungen befürchte ich aber, das micha sich einen HB suchen muss, der eine passende WP anbietet und hoffentlich halbwegs Ahnung hat. Wenn der keine Ahnung hat, dann wird dieser zwingend einen Puffer und Co verbauen wollen :-/

@micha: wenn irgend wie möglich solltest du versuchen den hier im Forum beschriebenen Grabenkollektor umzusetzen. Wenn das nicht geht wäre ich bei dem Wärmebedarf schon versucht eher eine LWWP zu nehmen. Die Bohrung ist schon teuer und je nach Region auch nicht risikolos!


Viele Grüße
Matroschka

Verfasser:
cacer
Zeit: 04.02.2016 21:37:28
0
2334846
Vielen Dank für die prima Infos, wir sind grad beim entkernen und heute war es sehr arbeitsintensiv.
Eurer input bestätigt uns schonmal in der generellen Richtung.
Wandheizung, innendämmung und lehmputz ist eh schon klar, wobei die detailplanung noch nicht abgeschlossen ist(da kommen noch einige Fragen) und die Suche nach einem geeigneten Heizungsbauer, der mit uns eine passende wärmepumpeninstallation realisiert rückt in den Vordergrund.
Detailiert auf eure infos eingehen kann ich erst morgen oder übermorgen,doch ich bin froh bei euch gelandet zu sein.

Angenehme Nacht

Verfasser:
cacer
Zeit: 07.02.2016 23:20:01
0
2336113
So, nochmal danke für die mithilfe.

Also:
Den Gedanken "gas" haben wir wieder zurück gestellt.
Eine Luftpumpe ist nicht im Gespräch und ich bin skeptisch ob das für uns das Richtige wäre.
Der Grabenkollektor hat mich schon länger schwer begeistert, kommt aber aus zwei Gründen nicht in Frage : das Grundstück ist zwar grenzwertig groß, aber einfahrt, zwei Garagen, die ungünstige Verteilung von Freifläche, geplantes Terassendach und der halt schon fertige Garten (und wo den aushub zwischenlagern) sowie das TV-kabel was die Telekom durch die Gärten gelegt hat, macht es sehr kompliziert. Dann besteht noch die Möglichkeit, dass ein Teil später noch überbaut werden könnte.
Also:leider kein Grabenkollektor.

So ist der Plan einen Heizungsbauer zu finden, der bereit ist, eine ihm möglicherweise unbekannte Solepumpe an meine, in eigenleistung verlegte, wandheizung anzuschließen.
Wird wohl schwierig, auch wenn Er gerne noch die gesammte Installation durchführen könnte.
Er müsste verstehen warum kein ERR, keinen Puffer, kein Überströmventil dran soll.
Gibt es noch beachtenswerte Details?

Wäre die nibe 1155 denn genau was ich brauche?
Der Keller ist leider nur 1,83m hoch, sodass ich vermutlich den Standplatz noch etwas ausgraben müsste.

Alternativ vielleicht kein Kombigerät und dafür einen kleinen ww-speicher daneben?

Die Bohrung ist natürlich kostenintensiv, doch der Boden ist hier angeblich gut ergiebig.
Ich tendiere aktuell zum Radialbohrverfahren. Kosten sollen sich auf 1000€ pro kw belaufen und durch die Spreizung beeinflussen sich die einzelnen Sonden kaum.


Zum kfw Programm :
Ja das 430 ist geplant mit 15% zuschuss, wenn wir das 115er schaffen.
Laut erster Berechnung klappt das, wenn ein paar Abweichungen akzeptiert werden.
Tipp wäre also ohne Wärmepumpe zu beantragen und bafa möglicherweise zusätzlich zu bekommen?
Ich werde dort die woche mal anrufen. Danke für den Tipp.


Zur Kerndämmung:
Wie wir gestern entdeckt haben, ist unser Mauerwerk auch zweischalig mit 7cm Luftschicht.
Diese mit irgendwas aufzufüllen, was man nie wieder rausbekommt, sich möglicherweise mit Tauwasser auffeuchten kann, halte ich für gefährlich.
Es wird sehr viel Dreck und Schutt dazwischen liegen, was eine Stoßfugenbelüftung behindert.
Das Material kommt nicht 100% in alle Ecken und Winkel, die Verbindungssteine und Mauerecken und Laibungen sind alles Wärmebrücken.
Rigibead ist wieder Polystyrol (wollen wir nicht), Schäume sind teils mit krebserregenden Substanzen geschäumt, etc, etc.
Es gibt da natürlich auch viele Verfechter, aber wir haben uns dagegen entschieden.


Innendämmung wird natürlich auch kontrovers diskutiert, doch als Holzfaserdämmplatte mit Lehmputz und Wandheizung, kapillaraktiv und diffusionsoffen, sind wir davon überzeugt.
Die Fensterlaibungen geben innen auch viel Dämmstärke her.
Der alte Dachstuhl ist völlig frei von Schäden, begrenzt die Zwischensparrendämmung allerdings auf maximal 120mm. Da kommt dann innen auch eine Holzfaserdämmplatte drunter.
Die Ziegel und Unterspannbahn sind noch zu gut in Schuss für eine Neudeckung mit Aufsparrendämmung.

Kopfzerbrechen macht mir noch die Kellerdecke :
Es ist eine scheitrechte Kappendecke. 120mm dick mit Beton ausgesteift. Die Träger sind statisch völlig in Ordnung, die alte Dielung soll raus und mit neuen 30mm starken Dielen ersetzt werden.
Die Frage ist der neue Aufbau mit Dämmung.
Kellerseitig ist kein Platz, so muss die Dämmung drüber.
Das darf natürlich auch kein Tauwasserproblem geben.

Möglicher Aufbau wäre :
Kappendecke, belastbare Holzfaserdämmplatten, osb, temperierschleifen( dezente zusätzliche fbh), Dielen.
Mit oder ohne feuchtesperre über der Kappendecke? Schweissbahn?

Alternativ wie vorhanden mit Lagerhölzern und eine Perliteschüttung dazwischen.

Jetzt bin ich leider sehr abgeschweift, eigentlich ging es ja um die Heizung ☺

Falls jemand einen Heizungsbauer (nrw /essen - Süd) kennt, der sich sowas antun würde, freue ich mich über kontakt.

Eine angenehme Woche wünsche ich
Micha

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.02.2016 01:30:16
1
2336134
Micha,

Du scheinst auf der Ökoschiene zu sein, aber es wäre unsinnig
auf eine Kerndämmung zu verzichten. Das ist eine der einfachsten
und preiswertesten Dämmmethoden.

Ich habe mich bei einem Haus für Rigibead entschieden, weil ich auch
keine Erfahrungen mit Kerndämmung hatte und der Gedanke war, das
sich dieses Dämmmaterial auch relativ einfach entfernen liesse, wenn es
sich nicht bewähren sollte.
War aber nach nun ca. 6 Jahren nicht notwendig. :-)

Ich würde mich mal für alle Dämmstoffe vorurteilsfrei öffnen, dann hast
Du mehr Möglichkeiten für jeweils optimale Dämmlösungen.
Mein Lieblingsdämmstoff sind Zelluloseflocken, aber die sind nicht
für jedes Dämmproblem die Lösung.
Holzfaserdämmplatten stehen z.B. primärenergetisch gar nicht so gut
da.
Letzten Endes zählt, was ein Dämmstoff unter dem Strich an Primärenergie-
spart und nicht was seine Herstellung verbraucht.

Sparren kann man auch beliebig für mehr Dämmstärke aufdoppeln.
Da finde ich die "Hufer Sparrenexpander" interessant.

Deine Kellerdecke würde ich von oben dämmen.
vielleicht mit PUR-Dämmung, jaja, gefällt Dir nicht :-) und Trockenestrich.
Darauf vielleicht Parkettboden ohne FBH, da ich so die größtmögliche
Dämmstoffaufbauhöhe hätte.
Eine Dampfbremse braucht es da nicht.

Gegen eine Wärmepumpe mit separatem Warmwasserspeicher spricht nichts.

Grüsse

winni

Verfasser:
mrtux
Zeit: 08.02.2016 15:41:58
0
2336324
Kappendecke - Dadrunter ein Keller der das Jahr über auch nie übermäßig Feucht ist?

Dann auf den Rohfußboden im EG XPS Platten verlegen. Diffusionshemmend und Feuchtigkeitsresitent.

An manchen Stellen kommst du nicht an Kunststoffen Vorbei. Ökologisch Suboptimal, aber Bautechnisch Risikoarm und Einfach zu verarbeiten.

Verfasser:
FrankenFrank
Zeit: 08.02.2016 16:57:59
0
2336350
wenn man überlegt, was das XPS an Brennstoff / Atommüll / Netzkapazität spart, das finde ich das auch Ökologisch sehr optimal.

Verfasser:
Matroschka
Zeit: 08.02.2016 18:24:24
0
2336391
Zitat von cacer Beitrag anzeigen
Diese mit irgendwas aufzufüllen, was man nie wieder rausbekommt, sich möglicherweise mit Tauwasser auffeuchten kann, halte ich für gefährlich.
Es wird sehr viel Dreck und Schutt dazwischen liegen, was eine Stoßfugenbelüftung behindert.
Das Material kommt nicht 100% in alle Ecken und Winkel, die Verbindungssteine und Mauerecken und Laibungen sind alles Wärmebrücken.
Rigibead ist wieder Polystyrol (wollen wir nicht) ...


Tja, einen Tod wirst du sterben müssen ;-)

Eben aus der Sorge, das irgend eine Ecke nass sein könnte habe ich mich für Rigibead entschieden. Bei unserem Haus hab es zum Kaufzeitpunkt gar keine Stoßfugen mehr, daher habe ich mir dazu auch keine Gedanken mehr gemacht. Ansonsten muss bei Rigibead das Mauerwerk komplett dicht sein! Das Zeug kommt durch jede Ritze (und damit wirklich in jede Ecke) :-o

Egal was du anstellst - Verbindungssteine, Mauerecken und Laibungen bleiben immer Wärmebrücken. Die einzige Maßnahme, die das Problem beseitigt ist von außen zu dämmen und die Fenster zu erneuern und passend positionieren. Das war aber viel zu teuer ...

Die Fensterlaibungen und vor allem die Stürze solltest du so gut wie möglich dämmen. Sonst darfst du dann wie ich nachbessern ;-)


Viele Grüße
Matroschka

Verfasser:
cacer
Zeit: 09.02.2016 21:43:33
0
2336941
Heute habe ich kontakt zu einem Heizungsbauer bekommen, der mir gerne eine nibe einbauen würde.
Auf die Bedenken wegen err war er der Meinung, wenigstens das Kinderzimmer damit auszustatten.

Leider sind wir auf das Problem Kellerhöhe gestoßen : unter 186cm.
Wenn ich nicht auf ein anderes Gerät mit separatem ww Speicher wechseln will, müsste ich vermutlich buddeln.
Zum anschließen müssten es etwa 225cm sein, also müsste ich ca 40 cm runter. Sollte möglich sein.
Spricht da Gerätetechnisch was gegen?


Zum Thema Dämmung :
Ich lass mich immer gern belehren, wenn es gute Alternativen gibt.
Damit bin ich noch nicht durch. Werde mir eure Ideen nochmal näher anschauen.
Es sollte halt am Ende ein passendes Gesammtkonzept ergeben.
Ökoschiene ist nur zum Teil richtig, ich mag Holz und natürliche Stoffe. Wichtiger ist mir beim wandaufbau aber, dass er kapillaraktiv und diffusinsoffen ist und da wird die Auswahl schon enger.

Der keller war in der Vergangenheit halt oft feucht im Sommer, das werde ich mit einer automatischen Lüftung feuchtegesteuert regeln. Der Bruchstein wird aber nie staubtrocken werden und immer Lagerkeller bleiben.


Die Sparren innen aufzudoppeln wäre auch nicht das Problem, leider geht die Treppe genau in der hausecke(unter dem Grat) ins Dach und die kopfreiheit ist jetzt schon nicht gewaltig.
Vielleicht könnte ich in diesem Bereich die Aufdopplung weglassen.
Der Rest vom DG ist eh viel zu groß, da kann großzügig was drunter.

Die neuen Fenster bekommen rundherum Rahmenverbreiterungen, so kann ich die Innenlaibung rundherum auch großzügig dammen.

Habt Ihr vielleicht auch ne Meinung zur Sondenbohrung?
Ich tendiere ja zum Radialbohrverfahren, da sich die einzelnen Bohrungen weniger gegenseitig beeinflussen.

Schöne Grüße
Micha

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.02.2016 00:58:24
0
2336982
Micha,

Rigibead ist sicher sehr difffusionsoffen, kappilaraktiv wohl eher nicht,
aber ist wohl kein Problem, wie Erfahrungen mit Kerndämmungen
zeigen.

Vorausgesetzt die Aufbauhöhe ist begrenzt, gibt es keine sinnvollen
"natürlichen" Dämmstoffe im Fußboden mit gutem Dämmwert.

An der Treppe eine geringere Dämmstärke im Dach zu wählen ist
kein Problem.

Einzelne Räume mit ERR auszustatten ist kein Problem, solange der
Rest der Räume den Mindestdurchfluss für die Wärmepumpe sicher-
stellt, wenn diese alle geschlossen sind.

Grüsse

winni

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 10.02.2016 06:14:05
0
2336988
nach enev berechnung läuft es auf 8,1kw nennleistung hinaus (ca12000kw wärmebedarf incl WW)
heizlastberechnung würde der heizungsbauer machen.

Auf gar keinen Fall lass die Heizlastberechnung vom HB machen, der kann das zu 99% nicht.

Man kann die Heizlast nach DIN aber aus den ENEV-Daten mit einer Genauigkeit von <5% Abweichung ermitteln. Dazu brauchen wir:
- wärmeübertragende Umfassungsfläche A
- beheiztes Volumen V
- spezifischer Wärmeübergangskoeffizient H´T
- eure Norm-Außentemperatur

Grüße
Frank

Verfasser:
cacer
Zeit: 11.02.2016 19:54:59
0
2337731
Danke für die weiteren Anregungen, ich werde da nochmals in mich gehen und die Konzepte durchgehen.



Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen


Man kann die Heizlast nach[...]


Folgende Infos habe ich :
- wärmeübertragende Umfassungsfläche A 306,95 m²
- beheiztes Volumen V 451,66 m³
- spezifischer Wärmeübergangskoeffizient H´T 0,510 W/(m²K)
- Norm-Außentemperatur - 10°C

Wie berechnet man das dann überschlägig?

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 11.02.2016 20:17:04
0
2337744
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 11.02.2016 21:07:18
1
2337770
Hallo Micha,

bei einer mittleren Raumtemperatur von 21° hast du eine Transmissionsheizlast von 4.853 Watt, eine Lüftungsheizlast ( ohne KWL mit WRG ) von 905 Watt. Mit Warmwasser ( 4 Personen ) kommst du auf eine Gesamtheizlast von 6.158 Watt. Hier reicht eine 6 kW Wärmepumpe.

Grüße
Frank

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.02.2016 00:53:42
0
2337818
Die Heizlast ist sehr gering, für dieses H,t.

Stimmt A? Kommt mir sehr klein vor, im Verhältnis zu V,
wenn das keine Kugel ist :-)?

Wie sind denn die Aussenabmessungen?

Grüsse

winni

Verfasser:
cacer
Zeit: 12.02.2016 06:17:02
0
2337832
Das kommt mir jetzt auch komisch vor.
Ich werde die berechnung nochmal genau unter die Lupe nehmen.
Dabei sei gesagt, dass es eine Doppelhaushälfte ist.
Möglicherweise fehlt der Walm.
Der Energieberater ist erst in ein paar Tagen wieder erreichbar, dann werden mehrere Unstimmigkeiten besprochen.

Grobe Abmessungen sind 7,3m mal 8,4m Grundfläche.
Höhe ab kellerdecke bis Decke OG etwa 5,8m.
Plus Walmdach(das muss ich später mal genau messen)
Zweite DHH an der längeren Seite.(8,4m)

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 12.02.2016 06:40:32
0
2337837
Bei einer DHH kann das schon sein. Grundfläche 61,32m2 x 2 plus Länge der 3 Wände x Höhe = 133,4m2, macht zusammen sogar nur 266,03m2, wenn man die Trennwand nicht berücksichtigt. Das ist aber ohne das DG.
Beheiztes Volumen bei den Maßen 7,3x8,4x5,8 ist aber nur 356m3. Plus Dachboden. Kann schon hinkommen.

Welche Fläche hat denn das Grundstück?

Grüße
Frank

Verfasser:
cacer
Zeit: 12.02.2016 07:51:28
0
2337858
Knapp 680.
Aber vorgarten, doppelgarage, einfahrt und versiegelte Fläche (gehweg, Terrasse)
Ich denke du spielst auf den graben an.
Das wird knapp, kommt aber wegen möglicher überbauung in der Zukunft eher nicht in Frage.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 12.02.2016 09:58:50
1
2337901
Mach doch mal einen Plan im Grabenmaltool mit Angabe der später zu überbauenden Flächen. Schau ich mir gerne mal an. Grenzabstände wird es da ja auch geben.

Grüße
Frank

Aktuelle Forenbeiträge
Rastelli schrieb: Licht und Schatten in deiner Anlage. Gut ist, dass beim Heizen TRL und TRLext. schön aufeinander kleben und gleichmäßig ansteigen. Weniger gut ist, dass du mit rund 4 Grad weniger Vorlauf in die...
kathrin schrieb: Puh, da gibts einiges nachzulesen. Der Volumenstrom sieht sehr viel besser aus :-)) Mich irritiert die Leistung von 7 kW auch sehr... 11 kW während 20 sec dürfte die Startleistung sein zwecks...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Website-Statistik

sole wp plus bohrung im altbau?
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 12.02.2016 09:58:50
1
2337901
Mach doch mal einen Plan im Grabenmaltool mit Angabe der später zu überbauenden Flächen. Schau ich mir gerne mal an. Grenzabstände wird es da ja auch geben.

Grüße
Frank
Weiter zur
Seite 2