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Feuerstättenbescheid Mängel wegen Vermiculiteplatten
Verfasser:
Sylvia Friedrich
Zeit: 12.03.2016 20:11:49
0
2351392
Hallo,

ich habe in meinem wassergeführten Kamin über Jahre Probleme mit Glanzruß gehabt.
Wir erhielten den Tipp, die Feuerstätte mit Vermiculite-Platten (wie es auch einige Kamine werksseitig haben) auszukleiden.
Somit war das Problem des Glanzrußes behoben.
Jetzt hatten wir die routinemäßige Feuerstättenkontrolle vom Schornsteinfeger und haben völlig überraschend eine Mängelbescheid bekommen, dass wir die Platten zu entfernen hätten, weil es sich (angeblich) um eine unzulässige Veränderung an Feuerstätten handelte.
Kann mir jemand darüber Auskunft geben, ob diese Begründung zutreffend ist?
Und gibt es eine Möglichkeit, dagegen Einspruch zu erheben?
Danke für Infos

Verfasser:
schorni1
Zeit: 12.03.2016 20:25:03
2
2351397
Das ist nur eine MÄNGELMELDUNG, KEIN Feuerstättenbescheid.

Strengenommen hat er Recht, leider. ICH würde es pramatischer betrachten und würd mich an der technischen Verbesserung freuen, aber die Betrachtungen sind halt verschieden...

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 12.03.2016 21:42:15
0
2351416
Eine Auskleidung mir Vermiculite Platten, nehme an der Brennraum war nur aus Metall, stellt eine Veränderung der Zulassung des Ofens dar, ist wie beim Auto mit veränderten Teilen, verliert er die Zulassung.
Das Wärmeverhalten der Platten ist anders, darum schlägt sich das Kondensat aus der Verbrennung ( Glanzruss ) nicht ab. Wie sieht es bei Deinen Wärmetauscherflächen aus, die sind trotz der Rücklaufanhebung noch mehr gefährdet, wie sieht es im Rauchrohr, wie im Schornstein aus.
Was sagt der Mann in Schwarz zu diesen Flächen, wie waren die letzten Messungen...
Welches Brennmatrial, Feuchte, Stückelung.. usw. verwendest Du, wie ist Dein Heizverhalten wurde das vorgeschriebene Beratungsgespräch.. geführt.

WB

Verfasser:
muddy
Zeit: 12.03.2016 21:43:17
0
2351417
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Das ist nur eine MÄNGELMELDUNG, KEIN Feuerstättenbescheid.

Strengenommen hat er Recht, leider. ICH würde es pramatischer betrachten und würd mich an der technischen Verbesserung freuen, aber die Betrachtungen sind halt verschieden...


Was heißt "technische Verbesserung"?
Vermiculite-Platten dämmen und ändern damit die Verbrennung grundlegend. Wenn der Ofen dafür nicht vorgesehen ist, kann man auch nicht einfach welche einbauen, ganz einfach...

muddy.

Verfasser:
Sylvia Friedrich
Zeit: 13.03.2016 10:41:55
0
2351526
Vielen Dank für die schnellen Antworten, erfreulicher Weise ist es sogar so, dass der angestellte Schornsteinfeger vor Ort ( der Bezirksschornsteinfeger kam noch nie selber, hat wohl genug mit seiner Firma zu turn) keine Mängel oder Verschlechterungen festgestellt hat. Worauf bezieht sich das vorgeschriebene Beratungsgespräch? Mit wem ist es wann durchzuführen? Und gibt es eine Möglichkeit diese Veränderung nachträglich zuzulassen?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.03.2016 20:51:20
0
2351847
Wie ? "Der Bezirksschornsteinfeger kam noch NIE selber..." ??!!??


DER MUSS persönlich all paar Jahre kommen!
Und DANN gibts ggf eine Mängelmeldung, weil er DA alles kontrolliert.

Wie lang hastn den Ofen schon? Und wann war er das letzte mal hier persönlich?


Wieso taucht nun auf einmal der Begriff "vorgeschriebene Beratung" auf? Die Betreiberberatung hat doch schon längst erfolgen müssen.....

Verfasser:
Sylvia Friedrich
Zeit: 14.03.2016 10:01:33
0
2352006
Also wir haben das Haus und somit den Ofen seid 2013, damals kam der Herr das einzige mal persönlich und hat uns dann einen Feuerstättenbescheid geschickt mit Mängeln die wir aber behoben haben( Schornstein mußte mit einem Rohr verlängert werden um auf 4 Meter zu kommen).
Seid dem kamen nur seine Angestellten die mir zum Thema Glanzruß nicht weiterhelfen konnten.
Der Glanzruß kam auch nur im Ofen vor, der Schornstein war immer OK.
Bezüglich des vorgeschriebenen Beratungsgespräches war das wohl missverständlich, weil " wildbarren" das erwähnte.
Meine Frage ist ja, gibt es eine Möglichkeit dagegen vorzugehen, es ist vom Schorni auch nicht begründet worden, ich habe das nur bis Ende des Monats zu beheben.

Verfasser:
JoRy
Zeit: 14.03.2016 11:01:45
0
2352036
Die verwendeten Platten sind zulässig. die haben viele Öfen.

Aber damit einen Brennraum verkleinern ist eine bauliche (Bauart) Veränderung und
dann kommt es darauf an , ob euer Schorni ein Erbsenzähler ist wie Schorni schon sagte,
oder ob er sich freut, wenn so der Glanzruß behoben wurde.

Rede doch mal mit ihm persönlich.

Gruß JoRy

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 14.03.2016 12:06:01
0
2352056
Rein formal ist durch den Einbau der Vermiculite-Platten eine neue Baumusterprüfung des Ofens fällig, da der Ofen durch den Einbau der Platten maßgeblich verändert wurde und deshalb seine Baumusterzulassung verloren hat. Eine solche Prüfung ist ziemlich teuer, insofern ist das lediglich eine theoretische Möglichkeit.

Nun ist es ja so, dass der Ofen durch den Einbau der Platten verbesserte Eigenschaften aufweist. Insofern liegt es hier am Ermessen des Schornis, ob er den Ofen wegen der erloschenen Zulassung still legt oder aber die verbesserten Verbrennungseigenschaften des Ofens honoriert und den Ofen deshalb abnimmt.

Zum Beratungsgespräch gugst Du hier (§ 4, Absatz 8).

Verfasser:
RuthGl
Zeit: 14.03.2016 19:28:08
4
2352210
Hallo.
Bau die Dinger aus und wenn der nette Herr da war wieder ein. Wenn er sich dann wieder anmeldet das gleiche Spiel.

LG Ruth

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.03.2016 19:39:40
2
2352218
Danke. ICH hätte DAS nicht schreiben dürfen!

Verfasser:
RuthGl
Zeit: 14.03.2016 22:32:56
0
2352299
Gern geschehen

LG Ruth

Verfasser:
Sylvia Friedrich
Zeit: 15.03.2016 11:26:43
0
2352466
Danke, diese " kreative Bearbeitung" habe ich auch schon erwogen.
Hätte ja sein können das es eine Einspruchsmöglichkeit gibt.
Zumindest habe ich meinen Unmut auch beim Amt ausgesprochen ( gibt ja jedes Jahr Ärger, Mahnungen über Rechnungen die schon lange bezahlt sind oder unterschiedliche Angestellten kommen drei mal im Monat und wollen alle den Kamin kehren).
Leider hat er erst letztes Jahr eine Verlängerung für meinen Bezirk bekommen :-(

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.03.2016 11:45:35
0
2352474
WAS es alles gibt.....

Verfasser:
chieff
Zeit: 15.03.2016 12:37:13
0
2352511
Ursachenforschung wäre viel besser.

Warum gibts Glanzruss. und wann?
Wenn das klar ist, das es bauartbedingt hier schwieirgkeiten gibt, dann erst wäre es vernünftig mit dem Hersteller zu quatschen.....oder der Russnase.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 15.03.2016 13:26:33
1
2352537
Mit der "Rußnase" ist aber wohl offenbar nicht zu reden.

Das scheint einer zu sein, der einerseits ein ganz penibler Paragraphenreiter ist, wenn es um Kundenanlagen geht und auf der anderen Seite gerne mal mehr als Fünfe gerade sein lässt, wenn es um die korrekte Durchführung bzw. Organisation seiner eigenen Arbeit geht...

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.03.2016 14:48:40
2
2352572
Glanzruß gibts HIER weil der Feuerstättenhersteller keine Ahnung von thermo-dynamischen Prozessen bei einer Feuerung hat. Man kann kein Feuer in seiner Entstehung KÜHLEN - dann entsteht nämlich KEINS

Verfasser:
jens68
Zeit: 15.03.2016 15:02:57
0
2352585
@Sylvia

Was ist denn das fürn Ofen ?

Gruß jens

Verfasser:
muddy
Zeit: 15.03.2016 20:02:16
1
2352724
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Glanzruß gibts HIER weil der Feuerstättenhersteller keine Ahnung von thermo-dynamischen Prozessen bei einer Feuerung hat. Man kann kein Feuer in seiner Entstehung KÜHLEN - dann entsteht nämlich KEINS


Das ist ein Ofen mit Wassertasche...
Und ein eben solcher wird immer "gekühlt", nämlich mit Wasser. Oder andersherum, das Wasser wird erhitzt... Das Eine geht eben nicht ohne das Andere...
Ich habe auch einen solchen Ofen, der wird im Feuerraum an der Rückseite von Wasser durchströmt. Und auch bei meinem Ofen gibt es BEI FALSCHER FEUERUNG Glanzruß. Deswegen kann ich aber nicht hergehen und die Rückseite mit Vermiculite-Platten abdecken; dann erfüllt er nämlich seinen Zweck nicht mehr; und er verliert eben auch seine Zulassung!
Man sollte sich erst einmal über seine Gewohnheiten beim "Feuermachen" Gedanken machen und Fehler abstellen, dann erledigen sich viele Probleme von ganz alleine. Ganz vorne mit dabei ist z.B. der Fehler, dass solche Öfen nicht auf Volllast betrieben werden, was sie immer sollten, sondern nur so vor sich hinkokeln...

muddy.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.03.2016 20:44:40
2
2352755
Richtig. Dennoch sind direkt feuerraumkühlende Geräte eine Fehlkonstruktion. Man bekommt physikalisch bedingt einfach keine entsprechend hohe Oberflächentemperatur hin. Wenn dann noch UNTerfeuert wird oder die Rücklaufanhebung falsch/defekt/unklar ist , dann ist Glanzruß unvermeidlich.

Verfasser:
muddy
Zeit: 16.03.2016 12:55:25
2
2352983
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Richtig. Dennoch sind direkt feuerraumkühlende Geräte eine Fehlkonstruktion. Man bekommt physikalisch bedingt einfach keine entsprechend hohe Oberflächentemperatur hin. Wenn dann noch UNTerfeuert wird oder die Rücklaufanhebung falsch/defekt/unklar ist , dann ist Glanzruß unvermeidlich.


Nein, eine Fehlkonstruktion ist das nicht, solange die Rücklaufanhebung funktioniert und der RL nicht unter 60 °C fällt. Bei mir sind es meistens 75 °C, und da bildet sich dann auch kein Glanzruß.
Voraussetzung dafür ist aber, dass ich auch genügend Holz nachlege, sprich den Ofen auf Volllast betreibe. Bei vielen passiert das nicht, weil es im Aufstellraum zu heiß wird; dann wird der Ofen stundenlang auf niedriger Teillast betrieben...
Sowas nenne ich dann eine klassische Fehlplanung, weil der Ofen nicht zum Haus drumherum passt...

muddy.

Verfasser:
Sylvia Friedrich
Zeit: 16.03.2016 17:45:58
0
2353149
Hallo,
der Ofen ist ein La Nordica und wird auf "volle Pulle" mit der richtigen Rücklaufanhebung ca. 70 Grad befeuert.
Es waren Ofenbauer da und haben das System geprüft und dem Schornsteinfeger viel nur ein mir ein Glanzruß lösendes Mittel zu verkaufen.
Nach 3 Jahren Ursachenforschung bin ich zu dem Schluß gekommen, dass es der Ofen ist da Gusseisen direkt mit dem Wasser und dem Feuer zusammen trifft.
Wenn die Vermeculite Platte dazwischen ist, ist der Glanzruß nicht vorhanden.
Mein nächster Ofen wäre auch nur mit dieser Auskleidung.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.03.2016 17:57:32
0
2353155
dass es der Ofen ist da Gusseisen direkt mit dem Wasser und dem Feuer zusammen trifft.


eben

Katastrophe



Vielleicht aber auch zu starker ZUG?

Drosselklappe im Rohr vorhanden?

wird die benutzt?


Holz nicht zu klobig?


nochmal: Glanzruß NUR im Ofen - NICHT im Rohr doer Schornstein??

Verfasser:
JAcjm
Zeit: 16.03.2016 18:41:11
1
2353177
Schorni hat vollkommen recht. Ich bin kein Spezi, sehe es aber bei meiem wassergeführtem Ofen.
Holz brennt mit langer Flamme. Die aus dem Holz austretende Gase entzünden sich nur bei Temp. größer 600°C und dürfen auf dem Weg bis zur vollständigen Verbrennung nicht ausgekühlt verden. Sonst erlischt die Flamme und es Qualmt, Glanzruß bildet sich, Verbrennung unvollständig, schlechter Wirkungsgrad.
Erst nach der vollständigen Verbrennung dürfen die ausgebrannten Rauchgase mit Matall in Berührung kommen und entsprechend runtergekühlt werden.
Genau so machen es gute Ofenhersteller.
Bei meinem Ofen ist der Weg vom Holz (oben vorne an der Tür) bis zum ersten Kontakt zum Metall ca. 80 cm.

Gruß Johannes

Verfasser:
JAcjm
Zeit: 16.03.2016 18:51:57
0
2353179
Ich habe ein Querschnitt von meinem Ofen im Netz gefunden.
Ich weiß nicht, ob ich die Seite verlinken darf.
Wenn ihr nach "feuer-und-design.de/downloads/kataloge/brunner-kesseltechnik" googelt und dann in der PDF auf Seite 12 schaut, dann könnt ihr sehen, was ich meine. Es ist der HKD 4.1 SK
In dem Ofen passen 50cm lange Scheitestücke.

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Feuerstättenbescheid Mängel wegen Vermiculiteplatten
Verfasser:
JAcjm
Zeit: 16.03.2016 18:51:57
0
2353179
Ich habe ein Querschnitt von meinem Ofen im Netz gefunden.
Ich weiß nicht, ob ich die Seite verlinken darf.
Wenn ihr nach "feuer-und-design.de/downloads/kataloge/brunner-kesseltechnik" googelt und dann in der PDF auf Seite 12 schaut, dann könnt ihr sehen, was ich meine. Es ist der HKD 4.1 SK
In dem Ofen passen 50cm lange Scheitestücke.
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